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Advanced Continuation Betting - Trügerische Scarecards

Advanced Continuation Betting - Trügerische Scarecards

Nach abgefeuerter Continuation Bet am Flop ist es inzwischen schon ein weit verbreiteter Habitus, möglichst jede Scarecard für die Fortführung eines Bluffs zu nutzen. Overcards und Füllerkarten für eine Straße oder einen Flush sind die gängigen, anerkannten Scarecards, die den Gegner dazu bewegen sollen, sich auf eine Bet hin seiner schwachen 1 Pair Hände zu entledigen. Wenn Villain's Flop Calling Range als sehr weit angenommen werden kann (1 Pairs, Gutshots, Overcards) kann jede Overcard zum Board starke Foldequity erzeugen.

Viele Spieler machen nun aber den Fehler, dass sie die Turnkarte nicht in Beziehung zur möglichen Flop Calling Range des Gegners setzen und sie einfach als Scarecard werten, die für sich alleine genommen genügend Foldequity erzeugt. Es kann unter Umständen aber enorm viele Hände aus Villain's Flop Calling Range geben, die sich mit einer trügerischen Scarecard verbessern. In diesem Fall ist es besonders wichtig, entweder selbst die mangelnde Foldequity mit genügend eigener Potequity ausgleichen oder aber gänzlich den Fuß vom Gaspedal nehmen zu können. Auch wichtig ist es, die Flop Calling Ranges von verschiedenen Villains auch unterschiedlich zu bewerten, und dadurch einen Rückschluss über eine mögliche, profitable Turn Bluff Barrel zu ziehen.

Ein erstes Beispiel für einen typischen Fall, in dem die Scarecard viele mögliche Hände verbessert, die eine Flopbet callen:


Die C-Bet am Flop ist ein Semibluff mit Overcards und ganz sicher eine profitable Bet gegen viele Villains, tighter oder looser Natur. Sobald Villain den Flop gecallt hat, wäre es sinnvoll, sich Gedanken über seine Flop Calling Range zu machen. Hierzu unterscheide ich exemplarisch zwischen der Calling Range eines loose/passive Villains und der eines TAGs:

TAG
  • Ein TAG callt üblicherweise aus dem Blind gegen einen MP Raise selten offsuited oder suited Garbage, sondern vielmehr eine Range mit guter Playability und/oder guten Implied Odds gegen eine starke perceived MP Opening Range. Das sind typischerweise alle Small bis Medium Pocket Pairs, Suited Connectors oder starke Broadway Combos. Callt er die Flop Cbet, so können wir seine Range weiterhin einschränken auf 1 Pairs, weniger oft aber auf starke Draws oder Sets, weil er diese häufiger am Flop aggressiver spielen würde. Ein Ass (ausser evtl. weniger oft oder , die den Flop einmal gegen eine Bet peelen könnten) liegt wohl weniger häufig in seiner Range, sodass dieses Turn Ass tatsächlich eine Scarecard darstellen und als Bluff profitabel gebettet werden kann.
Loose/Passive Flop Calling Range
  • Zunächst einmal kann ein loose/passive Spieler gegen einen MP Raise aus dem Big Blind Unmengen an schwacher Hände callen, denn das liegt in seiner Natur. Dieser Umstand wird wiederum seine Flop Calling Range erweitern, weil er mehr schwache Pairs oder Draws floppen wird als ein TAG mit seiner solide konstruierten Calling Range. Darüber hinaus können viele der Overcards, Paare oder Gutshots, die ein solcher Villain bei dieser Boardtextur häufig bereit sein wird weiter zu spielen, Kombinationen mit einem Ass sein (besonders ), sodass die Turnkarte nun auch noch häufiger die gegnerische Range verbessern kann. Paart man diesen Umstand mit der Vermutung, dass loose/passive Villains gemäß ihrer Natur ungern Paare oder Draws (besonders Flushdraws) folden werden, sinken sowohl Pot- als auch Foldequity und man sollte ggfs. darüber nachdenken, die Hand einfach aufzugeben.
Ein weiterer, typischer Fall für Situationen, in denen die Turnkarte die Range der Gegner verbessern kann, sind Broadway Boards mit einer weiteren Broadway Overcard auf dem Turn, oder 2-Flush/2-Straightboards auf denen die Turnkarte einen Draw komplettieren könnte. Wichtig in solchen Spots ist es immer, die Entscheidung für oder gegen eine Barrel von der individuellen Flop Calling Range des spezifischen Villains in der Hand abhängig zu machen. Je mehr man diese Range engrenzen kann, umso akkurater wird man herausfinden, ob es sich lohnt die vermeintliche Turn Scarecard zu bluffen. Scarecards sehen immer so schön für einen Bluff geeignet aus, müssen es aber nicht zwangsläufig sein.
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