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Flix-Max: Der Preflop Guide #6

Preflop 3-Betting ist in den 6-Max Cashgames von heute ein fester Bestandteil von Value- und Bluffstrategien. Schwache Spieler machen oft zu viele Fehler, weil sie einen großen Preis gegen unsere preflop 3-Bets mit Premium Händen bezahlen wollen, nur um einen Flop zu sehen. Postflop machen sie dann in einem großen Pot Fehler mit zu schwachen Händen und verlieren so ihre Stacks gegen unsere starke Valuerange. Tightere oder kompetentere Spieler begehen solche Fehler nicht mehr und werden fehlerfreier gegen eine zu stark auf Value getrimmte Range spielen.

Sie können uns durch Folds mit ihren marginalen Händen und Calls mit Pairs auf Setvalue bei geeigneten Stacksizes exploiten. Beide Konzepte, Value- und Bluff 3-Betting sollten daher ineinander übergreifen wie ein Uhrwerk, denn wenn man als 3-Bettor ausreichend oft mit 3-Bets blufft, kann man langfristig seine potentielle Auszahlung für Premium Hände von Gegnern, die sich durch permanente 3-Bets provoziert fühlen und so Fehler machen. Je looser der Gegner dann gegen 3-Bets verteidigt, umso weiter kann die Range von Händen werden, mit der man für Value reraist (z.B. , , , usw.) und so öffnen sich wieder mögliche Fehler-Pforten für unsere Gegner.

Am Button hat man postflop nach einer 3-Bet neben der Initiative immer auch noch Position - ein mächtiges Werkzeug, um auch marginale Hände profitabel in 3-bet Pots spielen zu können. Die Fragen, die man sich zunächst aber vor einer 3-Bet stellen sollte, lauten:
  • Wird der Gegner oft genug folden, wenn ich bluffe?
  • Wird er mit schlechteren Händen callen oder 4-betten, wenn ich für Value 3-bette?
Das Erstellen einer profitablen 3-Betting Range am Button ist nämlich, wie oben beschrieben, abhängig von den vier möglichen Ranges des Gegners:
  • Opening Range des Gegners: Ein Early Position Open Raise ist tendenziell stärker zu bewerten als ein Cutoff Open - also werden Bluff 3-Bets hier im Schnitt weniger Erfolg haben. Ein wichtiger Read, den man in diesem Zusammenhang sammeln kann, ist, ob der Gegner sich seiner Position immer bewusst ist. Ein schwacher, loose/aggressiver Spieler könnte z.B. auch aus UTG mit eröffnen. Cutoff Open Raises werden in der Regel mit looseren Ranges gemacht, sodass man hier häufiger einen Fold erwarten kann, wenn man mit einer 3-Bet am Button blufft. Man muss gezielt die Stärke oder Schwäche einer gegnerischen Range bestimmen können, um herauszufinden, ob man profitabel als Bluff oder für Value 3-betten kann.
  • Folding Range des Gegners: Wenn der Open Raiser sehr viel auf 3-Bets foldet, exploitet man ihn am besten durch Reraises mit einer sogenannten polarisierten Range - eine Range, die zu einem Teil aus kompletten Bluffs besteht und zum anderen Teil aus Händen, mit denen man auch um Stacks spielen möchte. Das Verhältnis zwischen Bluff- und Value-Anteil hängt davon ab, wie tight der Spieler öffnet und wie häufig er noch gegen eine 3-Bet foldet. Beispiel:


Hero 3-bettet (polarisiert) als Bluff, weil er erwartet, dass der Gegner oft genug foldet, um einen Profit zu machen. Die Hand ist leicht gegen eine 4-Bet zu entsorgen. Callt Villain die 3-Bet, hat Hero Position und kann, sofern er nicht dominiert ist und seinen King paired, Showdown Value, Position und Initiative nutzen.
  • Calling Range des Gegners: Informationen und Reads über mögliche Antworten des Gegners gegen eine 3-Bet sind hier sehr wichtig. Wenn der Gegner einen großen Teil oder sogar seine gesamte Opening Range gegen eine 3-Bet callt, sollte man ihn nicht bluffen, sondern exklusiv und vor allem viel looser für Value 3-betten (z.B. mit , falls er alle dominierten Hände gegen eine 3-Bet callen wird). In diesem Fall arbeitet man also mit einer depolarisierten 3-Betting Range. Beispiel:


Hero 3-bettet (depolarisiert) für Value, denn er erwartet, dass der Gegner mit schwächeren/dominierten Händen OOP callt und Fehler postflop begehen wird.
  • Stackoff Range des Gegners: 4-bettet der Gegner sehr viel sowohl als Bluff als auch für looseren Value, so eignet sich ebenfalls eine depolarisierte Range von Händen zum 3-betten. Allerdings muss man dann auch mit dieser Range gewillt sein, um den ganzen Stack zu spielen, da man als Reaktion häufig eine 4-Bet oder einen Push erwartet.
Ein weiterer Faktor, den man bei seinen Entscheidungen für oder gegen eine Bluff-3-Bet berücksichtigen kann, sind sogenannte Blocker. Blocker bezeichnen typischerweise hohe Broadway Karten wie , und (siehe erstes Beispiel!). Hält man selbst Hände wie , oder so reduziert sich kombinatorisch gesehen die Wahrscheinlichkeit, dass ein Gegner am Tisch Premium Hände wie , , , oder halten kann. Die Erfolgsquote für einen Preflop Bluff kann so, wenn auch nur geringfügig, gesteigert werden.

In Teil 7 der Serie werden wir Preflop Entscheidungen aus dem Small Blind genauer unter die Lupe nehmen.
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