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Flix-Max: Der Preflop Guide #7

Der IntelliPoker 6-Max NL Cashgame Preflop Guide – Teil 7: Small Blind Plays

Es ist mit großer Sicherheit nicht nur schwierig, Hände aus dem Small Blind in einem 6-handed NL Cashgame zu spielen, sondern auch in vielen Situationen schlichtweg unprofitabel. Nicht umsonst verzeichnen selbst die größten Winning Player eines Limits häufig rote Zahlen in den Blinds, und ganz besonders im Small Blind, der so gut wie immer die ungünstigste aller relativen Positionen zu den anderen Spielern darstellt. In diesem Artikel möchte ich auf die wenigen profitablen und auch auf die vielen gefährlichen oder unprofitablen Spots eingehen, die sich im Small Blind ergeben können.

Wenn alle zu dir folden...

...solltest du zunächst einmal genauer hinschauen, wer im Big Blind sitzt.

Ein Stealversuch kann fast immer per se durchaus profitabel sein (wenn man jegliche Postflop Aktionen vernachlässigt), sofern der Big Blind von etwas tighterer Natur ist und eine gewisse Handselektion vor dem Flop nach Spielbarkeit betreibt. Zum technischen Gesichtspunkt eines Steals aus dem SB kann ich hier nur auf den kleinen, mathematischen Exkurs aus Teil 4 verweisen. Die meisten Spieler verteidigen nicht unbedingt mehr als 30% ihrer Hände – in der Praxis sind es sogar oft viel weniger.

Brenzlig wird die Lage erst, wenn der Big Blind ein Spieler ist der entweder...

  • a) ...ungern foldet (pre- wie postflop)
  • b) ...sich seines Positionsvorteils absolut bewusst ist und ihn auszuspielen weiß
  • c) ...enorm viel 3-bettet preflop und uns damit Flops verweigert

In diesen drei Fällen macht es am meisten Sinn, seine SB Opening Range tatsächlich basierend auf der Stärke reiner Preflop Equity oder Postflop Playability zu gestalten.

In Fall a) und b) würde das bedeuten, dass man nur Hände öffnet, die möglichst wenig schwache Draws oder Made Hands produzieren (z.B. oder ) und möglichst viele unkomplizierte Top Pairs machen ( , usw.), die man auch OOP gegen aggressive Gegner besser durch die einzelnen Straßen mittels gut getimeten Valuebets oder Calldowns manövrieren kann. In Fall c) sollte man seine Opening Range auf ein Kontingent reduzieren, dass oft genug mit einer 4-Bet preflop kontern und auch einen potentiellen Shove callen kann.

  • Beispiel:

Villain ist ein aggressiver, kompetenter Reg und kann uns postflop in sehr unangenehme Situationen bringen, da er Position auf uns hat. Man sollte hier bereits sehr gut preflop abwägen, ob ein Open Raise Sinn macht.

In allen anderen Fällen gilt: Steale soviel und solange der Big Blind es dir erlaubt bzw. Anlass zu Anpassungen deiner Ranges gibt.

Wenn es vor dir einen Open Raise gibt...

...calle möglichst nur dann, wenn sich für dich postflop eine günstige relative Position ergibt oder du eine große postflop Edge siehst bzw. starke Reads gegenüber dem Open Raiser hast. In allen anderen Fällen führt ein Call besonders mit spekulativen oder dominierten Händen zu schwierigen Postflop Spots.

Beachten sollte man vor einem Call preflop auch unbedingt den Spieler im Big Blind. Je aktiver dieser preflop ist, umso weniger Flops wird man im Schnitt mit spekulativen Händen sehen können.

3-Betting aus dem Small Blind als Abwehr gegen Stealversuche aus late Position kann eine viel stärkere Waffe sein als ein Coldcall, wenn der Open Raiser häufig foldet auf 3-Bets und man dem Big Blind vorher gar nicht erst eine Möglichkeit zum Einstieg in den Pot gewähren möchte. Zusätzlich sammelt man hier dann auch einen extra Big Blind als Dead Money ein.

Wenn zu dir gelimpt wird...

...sollte man vor allem darauf achten, wie groß die kombinierte Edge aus den folgenden Faktoren gegenüber dem oder den Limper(n) sein kann:

  1. Equityvorteil der Hand gegenüber der Limp/Calling Range der/des Limper(s)

  2. Playability der Hand postflop

  3. Schwierigkeitsgrad der Entscheidungen postflop gegen den spezifischen Villain (geschätzte Foldequity postflop für Bluffs oder Semibluffe, Reaktionen auf Raises auf Flop, Turn oder River etc.)

Den Small Blind zu completen erscheint in den meisten Fällen nicht eine optimale Lösung des Positionsproblems zu sein. Im Geneteil: Ohne Initiative in der schlechtesten Position des Tisches einen Multiway Pot zu betreten sollte ein eher unprofitabler Spielzug sein. Man kann aber auch hier sicher Ausnahmen treffen, wenn beispielsweise einer oder mehrere der oben aufgeführten Punkte der „Edge Checkliste" erfüllt sind.

Im nächsten und letzten Artikel des Preflop Cashgame Guides wird das zentrale Thema dann das Spiel aus dem Big Blind sein.

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