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Dominik "Bounatirou" Nitsche im Interview


Dominik Nitsche und sein immenser Chipstapel bei der LAPT ...

Keine Frage: Bounatirou ist ein Spieler, der in letzter Zeit mit tollen Onlineergebnissen auf sich aufmerksam gemacht hat. Hinter dem Nick versteckt sich der 18-jährige Gymnasiast Dominik Nitsche aus Minden. Auch im Livepoker konnte Dominik seine Skills zuletzt beweisen, als er im argentinischen Mar del Plata das Grand Final der Latin American Poker Tour mit einem geradezu furiosen Sieg beendete. Grund genug, den Intelli-User in unserer Interviewserie mal etwas näher vorzustellen.

IntelliPoker: Der Sieg bei der LAPT Mar del Plata war der größte Erfolg in deiner Pokerkarriere. Du hast danach äußerst selbstbewusst und cool gewirkt. War das Fassade? Wie lange hat es denn gedauert, bis du es wirklich realisiert hattest?

Dominik: Ich habe vorher die Aussie Millions, die EPT Dortmund und die Irish Open gespielt. Ich kam als großer Chipleader an den Final Table und war mir sicher, einer der Spieler mit der größten Finaltischerfahrung zu sein. Also ging ich mit der Erwartung an den Tisch, das Ding auch zu gewinnen. Nach der AA>KK>TT-Hand war mir eigentlich schon klar, dass ich das Ding gewinnen würde, da ich einen riesigen Chiplead vor den anderen drei Spielern hatte. Noch dazu waren die alle eher als schwach einzuschätzen.

IntelliPoker: Du hattest angekündigt, dir zwei (!) Autos kaufen zu wollen. Schon passiert? Welche Modelle?

Dominik: Das stimmt so nicht wirklich ... Ich sagte spaßeshalber, dass ich mir NOCH ein Auto kaufen werde. Habe allerdings nicht wirklich vor, mir in der nächsten Zeit noch ein Auto zu kaufen. Seit November 2008 fahre ich einen neuen Ford Fiesta. Für mich als Fahranfänger vollkommen ausreichend, da investiere ich die Kohle lieber in andere Dinge. :)

IntelliPoker: Wenn man mit 18 schon derart erfolgreich ist, kann es ja eigentlich nur eine Berufswahl geben, oder? Wirst du Pokerprofi?

Dominik: Wenn ich fertig mit dem Abi bin, werde ich wohl zwei bis drei Jahre durch die Welt reisen und Poker spielen. Was dann passiert, kann ich noch nicht sagen.

IntelliPoker: Wenn man so die Statistikseiten im Netz durchsurft, fällt auf, dass du in den letzten drei Monaten online einen kleinen Durchhänger hast. Normale Varianz oder kleine Krise?

Dominik: Mangelnde Samplesize, würde ich sagen. Ich war in den letzten Monaten einfach unglaublich faul und wenn ich mal was gewonnen habe, war es nicht auf PokerStars, sondern auf einer anderen Plattform. Auf Stars habe ich halt einfach nicht die wichtigen Hände gewonnen, so kann es schon mal passieren, dass man nach 500 Turnieren ca. 20k down ist. Sowas passiert halt und da es auf anderen Plattformen dieses Jahr bislang ganz gut läuft, mache ich mir da auch nicht wirklich große Sorgen. Die SCOOP hat mich, auch wenn es viele nicht glauben werden, einiges Geld gekostet.

IntelliPoker: Spielst du ausschließlich Hold’em oder hast du dich auch schon mit anderen Varianten beschäftigt?

Dominik: Ich wollte mich schon immer mal ernsthaft mit PLO beschäftigen, da ich schon einige kleinere Erfolge in PLO-Turnieren gehabt habe. Wirklich gut bin ich jedoch noch nicht. Ich sehe PLO-Turniere daher eher als eine Art Abwechselung zu NLHE.

IntelliPoker: Willst du in Zukunft noch mehr live spielen? Die WSOP kommt ja mit 18 noch nicht in Frage.

Dominik: Sicher werde ich in Zukunft live spielen, hätte ich jedoch auch getan, wenn ich nicht die LAPT gewonnen hätte. Meine nächsten Turniere: 22.5. Hamburg Masters, 29.5. German Short Handed Championship, Mitte Juli: CAPT Velden. Weiteres ist noch nicht geplant, eventuell die WPT in Barcelona, die zeitgleich mit der WSOP stattfindet, da das Feld dort wohl recht soft werden sollte. Für die WSOP hab ich zwar selbst keine Pläne, hoffe  jedoch, dass ich ein paar Prozente an den richtigen Leuten kaufe :D. Natürlich werde ich dieses Jahr noch einige EPTs, WPTs und eventuell LAPTs spielen.

IntelliPoker: Wie handhabst du dein Bankroll-Management? (Falls gegeben:) Welche Cashgames-Limits spielst du?

Dominik: Meine Bankroll war schon vor dem Cash groß genug, um ohne Angst davor haben zu müssen, broke zu gehen, die höchsten Turniere spielen zu können. Das heißt, ich hatte in der Regel mehr als 150 Buy-ins für das höchste Turnier, das ich regelmäßig spiele. Ausnahmen hab ich für SCOOP/FTOPS/WCOOP und einige Liveevents gemacht. Finde es durchaus okay, bei einer ordentlichen sechsstelligen Bankroll einige große Liveturniere zu spielen, da die Spieler dort deutlich schwächer sind als in Onlineturnieren.


... mit Team-PokerStars-Pro Leo Fernandez

IntelliPoker: Welche Literatur hast du vor deiner Pokerkarriere gelesen?  

Dominik: Zu viele ... von denen ich nur eins als wirklich sehr gut bezeichnen würde, "Kill Everyone" von Lee Nelson.

IntelliPoker: Mal angenommen, dich würde bei einem großen Onlineturnier plötzlich ein Ohnmachtsanfall oder dergleichen erwischen und du dürftest dir einen beliebigen Spieler aussuchen, der das Turnier für dich zu Ende spielen sollte (wenn das erlaubt wäre) – wen würdest du wählen?

Dominik: moorman, djk123, charder30, lilholdem, ... Die Liste könnte ich ewig so weiterführen, da das Skilledge unter den Topspielern sehr gering ist.

IntelliPoker: Als regelmäßiger Gast bei den Highroller-Turnieren auf PokerStars – gibt es einen oder mehrere Spieler, den/die du besonders fürchtest?

Dominik: Fürchten tue ich niemanden, es gibt jedoch sehr viele Spieler, die ich ungern zu meiner Linken sehe.

IntelliPoker: Danke für das Interview und weiter so starke Cashes!



  

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