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Limit Hold'em - eine Einführung

Fixed Limit Hold'em eignet sich besonders für Anfänger. Dieser Artikel erklärt, warum das so ist und stellt dir einige Grundkonzepte vor.

Für die Erarbeitung eines umfangreichen Pokerwissens ist es wichtig, sich mit dieser Version des Pokerns näher vertraut zu machen. Bei IntelliPoker wird Schritt für Schritt gezeigt, welche Mittel und Wege notwendig sind, um dabei auch erfolgreich zu sein.

Fixed-Limit Hold'em ist ideal für Pokeranfänger.

Dies liegt schlicht und einfach daran, dass man immer nur einen festgelegten Betrag setzen kann. Man hat also keine Entscheidung zu treffen, wie viel man setzt. Außerdem kann man in einer einzelnen Hand nur vergleichsweise wenige Chips verlieren. Anfänger sollten sich aber bewusst machen, dass dies ebenso für die Gegner gilt und man auch bei Limit Holdem nicht von Downswings verschont bleibt.

Dennoch ist Limit Holdʼem auch für erfahrene Spieler geeignet.
Im Limit Hold'em wird man häufig vor sehr komplexe Entscheidungen gestellt. Trifft man diese richtig, bringt einem jede einzelne einen kleinen Vorteil über die Gegner. Weil diese Entscheidungen sehr zahlreich sind, kann man sich so einen erheblichen Vorsprung erarbeiten.

Die Blinds und die Setzbeträge

Die Blinds in Fixed-Limit-Spielen sind ein elementarer Bestandteil des Spiels. Dies ist zwar auch bei anderen Varianten der Fall, aber bei LH drehen sich viele Entscheidungen darum, wie man seine Blinds am besten spielen sollte. In einem $1/$2-Limit-Spiel sind die Blinds $0,50 und $1 groß. Große Blinds machen einerseits das Spielen aus den Blinds und das Verteidigen der Blinds wichtig, auf der anderen Seite wird das Angreifen („Stehlen") der Blinds auch lukrativer. Von einem Angriff auf die Blinds spricht man, wenn ein Spieler aus später Position mit einer mäßig starken Hand erhöht, um die Blinds direkt zu gewinnen. Bei der Verteidigung der Blinds callt oder reraist ein Spieler, um dem Angreifer den Pot nicht kampflos zu überlassen.

Bei Fixed Limit Holdem wird zudem den späteren Straßen eine große Bedeutung zugesprochen. In einem LHE Spiel kann man vor dem Flop sowie am Flop nur jeweils um den Betrag einer Smallbet setzen bzw. re-raisen. Am Turn und River sind die Beträge doppelt so hoch und man spricht von einer BigBet. Maximal sind 4 Bets pro Strasse möglich ehe der Cap erreicht wird. Am Beispiel einer $1/$2 Partie bedeutet dies: Vor dem Flop sowie am Flop sind Erhöhungen jeweils nur in Form einer Small-Bet ($1) möglich und das Maximum pro Setzrunde liegt bei 4$ bis der Cap erreicht wird. Auf dem Turn sowie auf dem River beträgt der Mindestbetrag zum Setzen nun eine BigBet, also 2$, und der Cap hat sich auf $8 erhöht.

Draws im Limit Holdʼem

Starke Draws wie Open-ended Straightdraws und Flushdraws kann man im Limit Hold'em fast immer profitabel spielen. Das liegt daran, dass nur ein festgelegter Betrag gesetzt werden kann, der relativ zum Pot meistens sehr klein ist. Wenn bspw. $20 im Pot sind und der Gegner setzt $4, muss man nur $4 riskieren, um $24 zu gewinnen. Man braucht keine hohe Wahrscheinlichkeit, seinen Draw zu treffen, um dieses Risiko einzugehen. Dies macht Fixed-Limit Holdʼem auf der einen Seite sehr frustrierend, nämlich wenn man seine starken Hände nicht ausreichend gegen Draws schützen kann. Auf der anderen Seite kann man selbst natürlich auch profitabel mit vier Karten zu einem Straight oder Flush gegen starke Hände callen und große Pots gewinnen, wenn man seinen Draw trifft.

Wichtig ist es jedoch sich hier an den Potodds sowie an den Outs zu orientieren. Limit Holdem ist durch die festgesetzten Beträge sehr mathematisch, weshalb man schnell Fehler begehen kann, wenn man unprofitabel seinen Draws hinterherjagt. Weitere Informationen zu Odds & Outs sind hier zu finden.

Welche Spielweise sollte ich bevorzugen?

Grundsätzlich gibt es verschiedene Ansätze um bei Limit Holdem erfolgreich zu spielen. Das wichtigste ist es, wie auch in allen anderen Varianten, dass der Schlüssel zum Erfolg oft durch Aggressivität entsteht. Im Folgenden werden nun zwei Ansätze vorgestellt die beide zum Erfolg führen können

  1. Die Loose Aggressive Spielweise (LAG)
    Hierunter wird verstanden, dass ein Spieler deutlich mehr Hände spielt und sich nicht nur auf die sehr profitablen Starthände beschränkt. Dabei spielt er seine Hände sehr aggressiv, das heißt er versucht ständig Druck auf die Gegner auszuüben und versucht dadurch diese somit zu Fehlern zu zwingen.
    Man sollte sich hier bewusst machen, dass diese Spielweise vor allem von sehr erfahrenen Spieler praktiziert wird. Für Einsteiger ist diese Spielweise nicht zu empfehlen, da das Fehlerpotential deutlich höher ist und man in deutlich mehr marginale Situationen gerät, für die es viel Erfahrung benötigt um diese profitabel meistern zu können. Deshalb wird in diesen Artikel nicht näher auf den LAG-Style eingegangen.
     
  2. Die Tight Aggressive Spielweise (TAG)
    Dieser Ansatz ist für Einsteiger genau das Richtige. Es bedeutet, dass man weniger Hände spielt, diese aber dennoch sehr aggressiv. Aufgrund der Tatsache, dass nun weniger Hände und folglich nun auch die besseren Starthände gespielt werden ist es für Einsteiger deutlich angenehmer, da man in weniger sehr schwierige Situation kommt. Der TAG Style bedeutet aber auch nicht, dass der Spieler nun nur auf Asse und Könige wartet, bei Limit Holdem spielt man in der Regel deutlich mehr Hände als bei No Limit. 

Welche und wieviele Tische sollte ich spielen?

Eine schwierige Frage, die pauschal nicht zu beantworten ist. Anfänger sollten an nur einem Tisch spielen, damit sie sich voll auf das Spiel konzentrieren können und die Software kennenlernen. Mit mehr Erfahrung kann man dann einen oder mehrere Tische hinzufügen. Allerdings sollte man immer nur so viele Tische spielen, dass man trotzdem optimale Entscheidungen trifft. Mit der Zeit erwirbt man die Fähigkeit, mehrere Tische spielen zu können, automatisch.

Zudem ist es auf Pokerstars möglich an Shorthanded Tischen (6 Spieler pro Tisch, wird auch als 6-max bezeichnet) bzw. an Fullring Tischen (10 Spieler pro Tisch) zu spielen. Der Einsteiger sollte lieber an den Fullring Tischen trainieren. Hier kann man die tighte Spielweise gut umsetzen.

Was ist sonst noch zu beachten?

  • Auf den Big Blind zu warten, spart Geld! Manchmal muss man zwar einige Hände abwarten, bis man in der Position des Big Blinds in ein Spiel einsteigen kann, aber dennoch sollte man diese Wartezeit in Kauf nehmen und erst dann zahlen, wenn man auch muss. Es bringt nichts, blind die Mindesteinsätze zu zahlen, wenn man in den meisten Fällen anschließend seine Karten passen muss. Wer ganz ungeduldig ist, endlich ins Spiel eingreifen zu können, kann am Cut-off die Blinds blind zahlen.
  • Man sollte sich mit mindestens 12 Big Bets am Tisch einkaufen. Dies ist das Maximum was man pro Hand setzen kann (Preflop 2BB, Flop 2BB, Turn und River jeweils 4BB) und für den Fall dass man eine super Hand hält kann man so voll ausbezahlt werden. Generell gibt es bei LH keinen Maximum Betrag mit dem man an einen Tisch gehen kann. Gemütlicher ist es sich mit 25BB oder mehr an die Tische zu setzen um ständiges manuelles nachladen zu vermeiden. Alternativ bietet Pokerstars eine Auto-Rebuy Funktion an, die einem das manuelle Nachladen erspart.

Fixed-Limit ist das ideale Spiel für Anfänger, denn die Beträge, die man in den einzelnen Runden setzen kann, sind genau festgelegt. Somit ist das Risiko begrenzt, da man in einer Hand nur eine vergleichsweise geringe Anzahl an Chips verlieren kann. Dennoch wird diese Variante auch von erfahrenen Spielern gern gespielt, weil sie sehr komplexe Entscheidungen erfordert. Die Starthandauswahl ist beim Fixed-Limit Hold'em von großer Bedeutung, weil man sich auf diese Weise einen entscheidenden Vorteil gegenüber seinen Gegnern sichern kann.
Im nächsten Artikel der Serie über Fixed-Limit Hold'em geht es um das Spiel vor dem Flop.

Limit Hold'em - Das Spiel vor dem Flop

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