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Expertentipps für Einsteiger (1)

Buttons und Blinds

"Position ist der Schlüssel zum Erfolg." Dieser Aussage begegnet man immer wieder, bei TV-Übertragungen von Pokerspielen oder wenn Experten über bestimmte Schlüsselsituationen berichten. Leider wird dieses Konzept, gerade bei Anfängern, schlecht erläutert und verstanden. Unter "Position" versteht ein Pokerspieler seine Position in Bezug auf den Button. Der Button repräsentiert den Dealer und wandert von Runde zu Runde im Uhrzeigersinn weiter. Die Spieler, die sich links vom Button befinden, müssen die Blinds setzen. In der Regel gibt es zwei Blinds, den Big Blind und den Small Blind. In der ersten Setzrunde sind diese beiden Spieler die letzten, die agieren, in allen weiteren Setzrunden ist der Button der Spieler, der als letzter seine Entscheidung trifft, ob er setzen, raisen, folden oder callen soll. Dadurch, dass er der Letzte ist, der seine Entscheidung treffen muss, hat er einen entscheidenden Informationsvorteil. Außerdem hat er die ideale Position um, noch bevor der Flop gedealt wird, die Blinds zu stehlen, indem er erhöht.

Position spielen

Wenn wir entscheiden müssen, welche Hände wir spielen und welche wir besser schon vor dem Flop weglegen, ist die Position eine wichtige Größe im Entscheidungsfindungsprozess.

Nehmen wir an, wir befinden uns in hinterer Position, auf dem Button oder einen Platz davor, und halten eine mittelstarke Hand. Es ist viel unwahrscheinlicher, dass die zwei oder drei verbleibenden Spieler eine starke Hand haben und raisen, als dass wir aus einer der ersten Positionen diese mittelstarke Hand spielen wollen und dann gegen einen großen Raise wegwerfen müssen. Nehmen wir z. B. eine Hand wie 9,10 suited. Sieht gut aus, aber aus vorderer Position absolut unspielbar. Diese Hand ist gut, wenn mehrere Leute schon gelimpt haben, keiner richtige Stärke gezeigt hat und wir eine günstige Gelegenheit bekommen, den Flop zu sehen, um möglicherweise einen Straight Draw oder Flushdraw zu finden.

Eine Hand wie z. B. kann wunderbar genutzt werden, um Blinds zu stehlen, oder für einen Raise aus hinterer Position. Die harten Fakten sagen aber klar und deutlich: Die Karten werden in einem frühen Turnier aus vorderer Position immer weggeworfen. Hält ein Gegner hinter Ihnen ein besseres As, wird er Sie nahezu immer callen und Sie werden deutlicher Underdog gegen seine Karten sein.

Natürlich variieren diese Regeln bei geringer werdender Anzahl der Spieler am Tisch. Befindet man sich nur noch zu dritt, bspw. in einem MTT, werden die Anforderungen an die eigenen Starthände natürlich geringer.

Ausreichende Raises

Eine starke Hand, ein hohes verdecktes Paar. Es ist immer schön, solch eine Hand zu sehen, nur für viele Anfänger ist es ein Problem, diese Hände richtig zu spielen. Der größte Fehler, dem man immer wieder begegnet, ist, Pocketpairs nicht hoch genug zu raisen. Einige Spieler reagieren also, statt zu agieren. Betrachten wir das Problem anhand von Pocket-Assen. Pocket-Asse sind zu 80 % Favorit gegen Hände wie z. B. . Spielt man allerdings gegen und , sind die Asse nur noch zu 62 % Favorit, beim Showdown noch vorn zu sein. Lässt man noch einen dritten Gegner mitspielen, werden die Asse häufiger verlieren als sie gewinnen! Diese Gewinnwahrscheinlichkeiten zeigen, wie wichtig es ist, mit einer starken Hand gegen möglichst wenige Gegner zu spielen.

Der zweite Grund ist, dass man mit solchen Händen möglichst hohe Pay-outs erhalten will. Durch den Raise vor dem Flop generieren Sie außerdem gegen Ihren Gegner einen Pot, um den es sich zu kämpfen lohnt. Und wie schön ist es, wenn ein Gegner Ihren Raise mit K-Q callt und er seine kompletten Chips auf einem K-High-Flop verliert? Nur einige wenige Outs verbleiben für seine Wunderkarten.

Negative Seiten des Slow Plays

Die meisten Spieler spielen kleinere Pocketpairs, indem sie versuchen, sich den Flop günstig anzusehen und auf ihren Drilling hoffen. Die meisten Spieler, gerade online, versuchen, für ihren Drilling durch sogenanntes Slowplay eine möglichst hohe Auszahlung zu erhalten. Slowplay bedeutet, dem Gegner eine weitaus schwächere Hand zu repräsentieren als man hat. Der große Fehler, den Anfänger machen, ist, dies auf einem gefährlichen Board zu machen. Dem Gegner eine Freikarte zu geben, kann unter Umständen eine teure Angelegenheit werden. Achten Sie beim Slowplay auf die Beschaffenheit des Boards. Liegen Flushdraws, Straight Draws oder sonstige gefährliche Konstellationen vor, nehmen Sie den Pot lieber direkt mit. Oftmals rechnen Ihre Gegner auch mit Ihrem Slowplay und werden Sie seltener auszahlen. Stellen Sie sich vor, Ihr Gegner hält und das Board bringt . Fast immer wird Ihr Gegner auf diesem Flop versuchen, möglichst viele Chips in die Mitte zu kriegen. Sie sitzen mit Ihrem Drilling Achten und können diese Einladung dankbar annehmen.

Den besten Rat, den man geben kann, ist: Mixen Sie Ihre Spielweise. Versuchen Sie die ein oder andere Variante, so werden Sie schwerer zu lesen und werden auf lange Sicht immer mehr gewinnen, als wenn Sie die gleiche Taktik immer und immer wieder anwenden!

Ruhig bleiben

Poker ist kein Glücksspiel. Dennoch hat Glück beim Poker immer einen zeitweise großen oder kleinen Einfluss. Jeder Spieler, egal wie gut oder schlecht er spielt, kennt die Zeiten, in denen einfach nichts geht. Kein Flushdraw kommt an, jedes Overpair wird irgendwie zerschlagen und die Gegner erwischen Ihre zwei bis drei Karten, die Ihnen auf dem River noch helfen konnten. Solche Dinge lassen Sie an Ihrem Selbstbewusstsein zweifeln. Selbstbewusstsein ist ein wichtiger Punkt, um erfolgreich Poker zu spielen. Sie werden feststellen, dass mit sinkendem Selbstbewusstsein Ihr Spiel sich von aggressivem, gutem Poker zu passivem Poker entwickelt.

Ein kleines Beispiel: Sie halten . Ein aggressiver Gegner raist den dreifachen Big Blind und Sie wissen genau, dass dieser Gegner nicht gern seine Hände aufgibt. Normalerweise sollten Sie All-in pushen und hoffen, dass Ihr Gegner Sie wirklich mit einer Hand wie oder callt. Sie sind schließlich Favorit! An diesem Tag läuft aber alles ganz und gar nicht so, wie Sie es sich vorgestellt haben, und so entschließen Sie sich, nur zu callen. Der Flop kommt , Ihr Gegner riecht Ihre Angst und nimmt den Pot mit seiner -Hand weg.

Legen Sie an solchen Tagen Pausen ein, analysieren Sie Ihr Spiel und besprechen es möglicherweise mit erfahreneren Pokerspielern. Ihre Resultate werden es Ihnen danken.

Konzentration

Dieses letzte Kapitel wird Ihnen vermutlich am wenigsten gefallen. Jeder von uns weiß, dass Poker ein Gedankenspiel ist. Verschiedene Gedankengänge gehen Hand für Hand in uns vor. Doch was ist, wenn wir uns ablenken lassen? Der Fernseher läuft, das Telefon klingelt, der Topf auf dem Herd kocht über und nebenbei noch die ein oder andere Pokerpartie.

Versuchen Sie, Ihre Konzentration auf den Tischen zu halten. Sie können auch aus Händen, in die Sie nicht involviert sind, einiges über Ihre Gegner lernen. Mit welcher Hand spielt welcher Gegner wie, welche Starthände spielt er?

Schreiben Sie sich Auffälligkeiten auf (z. B. raist A-3 offsuit aus zweiter Position, dreifacher Big Blind). Sie werden beim nächsten Mal mit A-J einen dankbaren Call machen können. Der Wissensvorteil ist beim Poker das A und O und wird Ihnen bei einer späteren Session mit diesem Gegner Vorteile verschaffen und sich spürbar in Ihrer Bankroll niederschlagen.

Diese Expertentipps wurden präsentiert von Jorin "RodgauRulez" Karner. 

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