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Team PokerStars Pro Online – Pokerziele einfach verfolgen!

Im Rahmen unserer Poker Goals-Aktion haben wir drei unserer Team PokerStars Pro Online-Spieler gefragt, wie man ein erfolgreicher Pokerspieler wird. Hier erfährst du, wie du einen Teil von über $10.000 gewinnen kannst - ganz zu schweigen von der Gelegenheit, mit den Profis zu spielen!

Felix Schneiders    ║   Mickey Petersen   ║   Lex Veldhuis

 


Name: Felix Schneiders
PokerStars Benutzer-ID: xflixx
Spielt Poker seit: 2006

1) Welche Ziele würdest du einem Anfänger empfehlen?

Bevor du deine erste Pokerhand spielst, solltest du dir im Klaren darüber sein, wie du dich durch die Limits hocharbeiten willst. Selbst die besten Pokerspieler, die während einer Sitzung immer die bestmöglichen Entscheidungen treffen, können langfristig nicht erfolgreich sein, wenn sie ihr Geld nicht gut verwalten. Deshalb solltest du dich hier in den Foren über dieses Thema informieren, im Internet recherchieren oder professionelle Pokerspieler fragen - z.B. auf Twitch oder bei einem IP-Training. Indem du genau planst, wann du ein höheres oder niedrigeres Level spielen willst, behältst du die langfristige Entwicklung deines Spiels im Blick.

2) Welche Ziele würdest du dir selbst setzen, um dich in einem langen Turnier oder einer langen Pokersitzung zu behaupten?

Bevor ich am Tisch Platz nehme und ins Spiel einsteige, mache ich mir immer die Ziele bewusst, auf die ich einen mentalen oder physischen Einfluss habe. Ich frage mich: "Was ist in dieser langen Spielsitzung das Wichtigste?"

Wenn ich in einem langen Turnier spiele, besteht mein Ziel darin, am Ende zu gewinnen. Also muss ich geduldig sein, überleben und mich während des Turniers psychisch und physisch fit halten. Diese Faktoren stehen für mich im Vordergrund, also stelle ich z.B. gesundes Essen und viel Wasser bereit und nehme mir vor, während der Pausen den Tisch zu verlassen, um mich zu strecken, an etwas anderes zu denken oder vielleicht sogar ein Mini-Workout zu absolvieren.

Wenn ich dagegen eine lange Cashgame-Sitzung vor mir habe, will ich aus jeder einzelnen Spielentscheidung das maximal Mögliche herausholen. Das erreiche ich durch mentale Disziplin und einen guten Zeitplan mit Pausen (z.B. alle 30 oder 60 Minuten), den ich mir selbst vorgebe.

3) Wenn du an deine Anfänge als Pokerspieler zurückdenkst - welche Ziele haben dich dazu gebracht, ein Profispieler zu werden?

Die Grundlage meiner Ziele war und ist meine große Begeisterung für das Spiel. Ich wollte ein erfolgreicher Pokerspieler werden und damit auch meinen Lebensunterhalt verdienen. Ich habe schnell festgestellt, dass Poker vielschichtige Möglichkeiten bietet, an sich selbst, seiner Denkweise und seiner Sichtweise der Welt zu arbeiten. Deshalb begeistert mich Poker jeden Tag aufs Neue! 

4) Wie viel Prozent seiner Zeit sollte ein Anfänger deiner Meinung nach mit Pokerspielen verbringen und wie viel mit Pokertheorie?

Sobald du wirklich verstanden hast, wie man seine Bankroll verwaltet und wie man bei den Stakes nach oben oder unten wechselt, kannst du mit dem Spielen anfangen! Es sollte für dich ganz normal sein, dich regelmäßig - idealerweise im Rahmen deiner täglichen Poker-Routine - mit Pokertheorie zu beschäftigen, Strategietipps einzuholen und deine kniffligsten Hände zu analysieren, um dein Spielverständnis zu verbessern. Allerdings solltest du auch täglich beim Spielen üben und dich besonders darauf konzentrieren, dein Spiel an die Vorgehensweisen deiner Gegner am Tisch anzupassen! Ich empfehle daher, 80% deiner "Pokerzeit" mit Spielen zu verbringen und 20% mit Theorie. Natürlich kannst du auch mehr Zeit auf den theoretischen Teil verwenden, aber niemals weniger als 20%!

5) Was sollten die Spieler vermeiden, wenn sie sich Ziele setzen, damit sie realistische Chancen haben, diese auch zu erreichen?

Setz dir keine Ziele, die durch Faktoren bestimmt werden, die du nicht beeinflussen kannst. Varianz spielt bei Poker eine wichtige Rolle - und du hast keinen Einfluss auf die gegebenen Karten oder das finanzielle Ergebnis einer Sitzung. Wie gut du spielst, auf welcher Grundlage du deine Entscheidungen triffst oder wie du deine Sitzung strukturierst, liegt dagegen ganz bei dir. Setz dir Ziele wie:

1. Heute verbessere ich mein Preflop-Spiel.
2. Ich beobachte und analysiere die Setzmuster meiner Gegner.
3. Ich spiele X Hände - unter der Voraussetzung, dass ich konzentriert bin und regelmäßige Pausen einlege.



 
Name: Mickey Petersen
PokerStars Benutzer-ID: mement_mori
Spielt Poker seit: 2008

1) Welche Ziele würdest du einem Anfänger empfehlen?

Überfordere dich nicht mit zu vielen Tischen! Viele Anfänger zäumen das Pferd von hinten auf und überfordern sich, indem sie an zu vielen Tischen gleichzeitig spielen, sodass sie keine guten Entscheidungen treffen können. An vielen Tischen zu spielen ist toll, aber für gewöhnlich schränkt es dein Spielniveau ein wenig ein. Konzentrier dich darauf, gute Entscheidungen zu treffen und denk über dein eigenes Spiel nach. Erst wenn man sich beim Spiel sicher fühlt, sollte man nach und nach weitere Tische hinzufügen.

2) Welche Ziele würdest du dir selbst setzen, um dich in einem langen Turnier oder einer langen Pokersitzung zu behaupten?

Ich spiele oft lange Turniere. Ich glaube, besonders wichtig dabei ist:

- Lass dich nicht auf "Tilt" bringen, wenn du spät in einem Turnier ausscheidest. Man sieht so oft, dass Spieler in einem Turnier Pech haben und sofort in ihren anderen Turnieren schlechte Entscheidungen treffen - das wird sehr schnell sehr teuer!

- Spiel weiter, auch wenn du einen schlechten Start hast oder aus dem Turnier ausscheidest, auf das du dich an diesem Tag am meisten gefreut hast. Viele Leute melden sich für kein weiteres Turnier an, sobald etwas schief geht. Es ist aber wichtig, seine Zeit effizient zu nutzen und mentale Stärke zu zeigen.

3) Wenn du an deine Anfänge als Pokerspieler zurückdenkst - welche Ziele haben dich dazu gebracht, ein Profispieler zu werden?

Ich glaube, was mir sehr geholfen hat, war eine gute Mischung aus kleineren und größeren Zielen. Kleinere Ziele waren Dinge, wie meine erste Auszahlung, langsam um höhere Einsätze zu spielen, mehr Kontakte in der Pokerwelt zu knüpfen und zu sehen, wie mein Spiel stabiler wurde. Größere Ziele waren, meinen Landsmann Gus Hanson dabei zu beobachten, wie er ein großes, im Fernsehen ausgestrahltes Turnier gewann, und mir vorzustellen, dass ich selbst eines Tages in dieser Situation wäre, wenn ich nur hart genug dafür arbeite.

4) Wie viel Prozent seiner Zeit sollte ein Anfänger deiner Meinung nach mit Pokerspielen verbringen und wie viel mit Pokertheorie?

Ich glaube, das hängt vom Einzelnen ab, denn gerade als Anfänger lernt man sehr viel, einfach durch das Spielen. Viele Entscheidungen sind ganz neu für dich und du musst Dinge einfach ausprobieren. Also ich finde, wenn jemand 75 - 80% der Zeit spielt und 20 - 25% der Zeit lernt, ist das ein guter Ansatz.

5) Was sollten die Spieler vermeiden, wenn sie sich Ziele setzen, damit sie realistische Chancen haben, diese auch zu erreichen?

Es ist gut, langfristige Ziele zu haben, aber man braucht unbedingt auch kleinere, erreichbare Ziele, um voranzukommen. Für Turniere setz ich mir nicht gerne finanzielle Ziele, weil es zu viele Schwankungen gibt, deshalb ist es wichtig, dein Spiel in jeder Pause auf einer Skala von 1 - 10 zu bewerten, sicherzustellen, dass du einen guten EVBB-Wert erzielst und mental stabil bist. Was ich persönlich gerne mache, ist Folgendes: Ich mach mir über meinen Sitzungen Aufzeichnungen und immer wenn ich gut gespielt habe (unabhängig vom Ergebnis), gebe ich mir einen Punkt. Wenn ich eine bestimmte Anzahl an Punkten habe, gönn ich mir dafür einen Preis. Das kann alles sein, von einem Kinobesuch mit meiner Freundin über ein neues Videospiel bis hin zu einem exotischen Urlaub. Das Tolle daran ist, dass du diese Ziele so niedrig oder so hoch setzen kannst, wie du möchtest. Mich motiviert das einfach mehr, vor allem, wenn es gerade nicht so gut läuft. Das funktioniert vielleicht nicht für jeden, aber für mich persönlich ist das sehr hilfreich.



Name: Lex Veldhuis
PokerStars Benutzer-ID: L. Veldhuis
Spielt Poker seit: 2005

1)   Welche Ziele würdest du einem Anfänger empfehlen?

Anfänger möchten um Einsätze spielen, bei denen sie das Gefühl haben, sie können gewinnen. Ich finde, es ist äußerst wichtig, mit sehr niedrigen Einsätzen zu beginnen. Wenn ich das empfehle, höre ich meistens: "Aber diese Leute wissen doch gar nicht, wie man Poker spielt. Ich möchte echtes Poker spielen." Meine Antwort darauf lautet: "Dann dürftest du ja nicht lange brauchen, um auf diesem Level zu gewinnen und dann kannst du um höhere Einsätze spielen." Ich habe um Einsätze von $0,01 - $0,02 und mit insgesamt $10 zu spielen begonnen. Ich glaube, einer der Gründe, warum ich ein guter Pokerspieler wurde, ist, dass ich eine sehr solide Basis hatte. Ich habe auf meinem Weg nach oben jedes Level geschlagen und ich habe jeden Spielstil kennen gelernt. Was noch sehr wichtig ist - es kommt nicht auf die Menge an. Du kannst damit anfangen, an mehreren Tischen gleichzeitig zu spielen, nachdem du ein wirklich solides Grundwissen hast. Wenn du mehr Zeit dafür aufbringst, weiterzukommen und dich zu verbessern, bringt dir das mehr Geld ein, als an 24 Tischen mit einem Buy-in von $10 zu spielen. Spiel an 2 - 3 Tischen und frag dich ständig, warum du welche Entscheidung triffst.

2) Welche Ziele würdest du dir selbst setzen, um dich in einem langen Turnier oder einer langen Pokersitzung zu behaupten?

Es ist wichtig, dass man seine Konzentrationsfähigkeit trainiert. Du kannst nicht von Anfang an 10 Stunden in Folge spielen. Spiel am Anfang Turniere mit wenigen Teilnehmern oder kurze Cashgame-Sitzungen. Bau die Spieldauer schön langsam auf. Wenn du das Gefühl hast, du klickst nur noch auf Buttons, steh auf und mach eine Pause. Ein Fehler könnte zur Folge haben, dass du 3 Stunden Arbeit vergeudet hast. Du musst ständig konzentriert sein. Achte darauf, dich gesund zu ernähren und Sport zu betreiben.

3) Wenn du an deine Anfänge als Pokerspieler zurückdenkst - welche Ziele haben dich dazu gebracht, ein Profispieler zu werden?

Was mir am Anfang wirklich gefallen hat, war, dass ich niedrig anfangen und mich langsam steigern konnte. Es gab so viele Level zu schlagen - es war ein ständiger Wettkampf. Auch die höchsten Level sind einsehbar, also habe ich die Leute beobachtet, die dort spielten und dachte, auf dieses Level möchte ich eines Tages auch kommen. Besonders wichtig ist, dass man vom Spiel selbst begeistert ist. Das ist nichts, um auf die Schnelle Geld zu machen. Das ist harte Arbeit.

4) Wie viel Prozent seiner Zeit sollte ein Anfänger deiner Meinung nach mit Pokerspielen verbringen und wie viel mit Pokertheorie?

Ich glaube, Theorie zu lernen ist sehr wichtig. Ich würde sagen, 50:50 ist ein gutes Verhältnis. Du spielst und dann studierst oder untersuchst du die Situationen, die du erlebt hast. Wenn du in einer schwierigen Situation warst, schreib dir auf, worum es in dieser Situation ging und dann denk darüber nach. Wie möchtest du generell in so einer Situation spielen? Wenn andere Spieler etwas Seltsames tun, sag nicht einfach, er ist dumm oder spielt schlecht - denk darüber nach, ob an der Spielweise des Gegners irgendetwas dran ist. Vielleicht weiß er etwas, das dir noch nicht bewusst ist. Zu lernen ist unerlässlich, um besser zu werden.

5) Was sollten die Spieler vermeiden, wenn sie sich Ziele setzen, damit sie realistische Chancen haben, diese auch zu erreichen?

Man sollte sich erreichbare Ziele setzen. Wenn du sagst, ich möchte diesen Monat $1.200 gewinnen, dann bist du schon zum Scheitern verurteilt. Die Varianz beim Pokern ist hoch und es gibt Monate, in denen man verliert. Du könntest dir sagen, am Ende des Jahres möchte ich um zwei Einsatzlevel höher gekommen sein. Setz dir Ziele, die du wirklich erreichen kannst. Wenn du vorher noch nie Theorie gelernt hast, schreib dir nicht ins Tagebuch: "Am Dienstag 5 Stunden lernen". Das wird nicht klappen. Beginn lieber mit 30 Minuten. Dasselbe gilt fürs Spielen. Du kannst nicht aus heiterem Himmel damit beginnen, 10 Stunden pro Tag zu spielen. Das erfordert Training. Lass dir Zeit. Bau dein Spiel schön langsam auf, und wenn du die gesetzten Ziele erreichst, wird dich das nur noch mehr motivieren.

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