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Was bedeutet Equity in Poker - Pot Equity leicht erklärt

Pot Equity ist ein Pokerbegriff, den viele Anfänger missverstehen. Wir erklären dir schnell und einfach, was sich hinter dem Thema Equity in Poker verbirgt und liefern simple Beispiele.

Was bedeutet Pot Equity in Poker?

Equity ist englischer Begriff, der mit „Verteilungsgerechtigkeit" oder „Eigenkapital" übersetzt werden kann. Es beschreibt den durchschnittlichen Anteil, den man an einem Pot erwarten kann. Wichtig ist, dass Equity als Prozentwert angegeben wird.

Dieser „Eigenanteil" kann auf Flop oder Turn mittels Odds und Outs berechnet werden. Wer Preflop Situationen analysieren möchte, der kann dies mit unserem Poker-Tool Chancenrechner tun.

Pot Equity Beispiele

In unserem Artikel zum Erwartungswert verwendeten wir zwei Beispiele, die wir auch hier aufgreifen möchten. In der ersten Situation befinden wir uns in einem Preflop-Duell mit einem Gegenspieler. Wir halten Buben, unser Gegner Asse.

hat eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 18,65%
hat eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 80,94%
Dazu wird in 0,4% aller Fälle der Pot geteilt.

Die Jacks haben daher eine Equity von 18,85%, dies ergibt sich aus der Wahrscheinlichkeit eines Siegs und der Wahrscheinlichkeit für einen Split, die 0,4% werden hierbei auf beide Spieler zu je 0,2% aufgeteilt.

Würde man also die verbleibenden 48 Karten im Deck in allen Kombinationen auf dem Board austeilen (mehr als 1,7 Millionen Kombinationen), dann würde wir mit unseren Buben im Schnitt 18,85% vom Pot zurückbekommen.

Nehmen wir das zweite Beispiel. Wir halten Ass-König suited auf einem Flop , der uns einen Flush- und einen Straight-Draw zeigt. Der Gegner hat das Top Set gefloppt.

hat eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 33,84%
hat eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 66,16%

Würde man also alle möglichen Kombinationen von Turn und River (rund 1.000 Kombinationen) austeilen, dann würden wir im Schnitt 33,84% des Pot erhalten.

Der Unterschied zwischen EV und Equity

Während der Eigenanteil (Pot Equity) und der Erwartungswert (Expected Value) sehr ähnlich sind, so steckt der Teufel im Detail. So ist Equity immer ein positiver Wert, der nichts darüber aussagt, ob ein Call langfristig zum Erfolg führt.

In Beispiel 1 halten wir 18,85% an einem $2,15 Pot (nachdem wir gecallt haben), was rund $0,40 entspricht. Selbst wenn wir die Situation vor dem Call betrachten, ist die Situation nicht viel einfacher, hier halten wir rund $0,25. Rechnet man jedoch den Eigenwert aus (-$0,42) aus, so sieht man schnell, dass die Entscheidung „-EV" und damit schlecht für unsere Bankroll ist.

Sklansky Bucks und Galfond Dollars

Pokerbeginner können diesen Abschnitt getrost überspringen, da es das Thema Equity noch einen Schritt weiter führt. Der Begriff „Sklansky Bucks" (alternativ „Sklansky Dollars") verbindet die Idee des Eigenwerts mit Expected Value. Die Formel für Sklansky Dollars lautet:

Sklansky Bucks = (ganzer Pot * Equity) – Betrag zum Callen

In unserem Beispiel 1 (Buben gegen Asse) müssen wir $0,85 zahlen, um $1,30 zu erhalten. Wie wir oben gezeigt haben, liegt unsere Equity bei rund 18,85%. Unsere Sklansky Dollars wären damit:

= ($2,15 * 18,85%) - $0,85
= $0,41 - $0,85
= -$0,44

Wie der Erwartungswert, ist der Betrag für die Sklansky Bucks negativ. Namensgeber und Autor David Sklansky beschreibt in seinem Buch „The Theory of Poker", dass man mit einem Call $0,44 verlieren würde – unabhängig, wie das Board tatsächlich gedealt wird – und es somit ein Fehler ist, zu callen.

Das Konzept wurde von vielen Spielern weiter entwickelt, doch es war Poker-Pro Phil Galfond, der den nächsten Schritt als Theorie niederschrieb. Aus diesem Grund spricht man von „Galfond Dollars" (alternativ Galfond Bucks oder G-Bucks).

Nehmen wir erneut das Beispiel, dass wir Buben halten und $0,85 zahlen müssen, um den Pot in Höhe von $1,30 zu gewinnen. Wir wissen jedoch nicht, was unser Gegner hält. Aufgrund unserer Erfahrung sind wir uns allerdings sicher, dass er in dieser Situation nur Broadway Pairs sowie Ass-König spielen würde.

Die sogenannte Hand Range des Gegners umfasst also TT, JJ, QQ, KK, AA sowie AK. hat gegen diese Hand Range eine Equity von rund 43,2%

Die Formel für Galfond Bucks lautet:

G-Bucks = (ganzer Pot * Equity) – Betrag zum Callen

= ($2,15 * 43,2%) - $0,85
= $0,93 - $0,85
= $0,08

Da man mit einem Call $0,08 Galfond Dollars verdienen würde, sollte man callen!

Fazit – brauche ich immer einen Taschenrechner?

Wie bereits erwähnt, sind Sklansky Bucks und Galfond Dollar Konzepte für Fortgeschrittene Spieler und müssen von Anfängern nicht gleich verstanden werden. Dafür sollte die Idee hinter der Equity, um so besser verstanden werden.

Dieses Konzept ist einer der Stützpfeiler, um seine gespielten Hände zu analysieren. Wer sich nämlich nur auf das Resultat einer Hand fokussiert, wird nicht beurteilen können, ob ein Call nun gut oder schlecht war. Wer Mitglied von IntelliPoker ist, der kann im Forum aktiv an solchen Diskussionen teilnehmen, Poker lernen und so stetig sein Spiel verbessern.
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