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Meine liebste Poker-Variante ist Texas No Limit Holdem

Vergleich von "High- und Lowball-Games"
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Hallo, Blog-begeisterte Pokercommunity,

 

veilleicht ist Euch auch ein Phänomen aufgefallen, welches ich in letzter Zeit insbesondere an den Turniertischen der PokerSchool Online Skill League (PSOS) beobachte, der Vormarsch einer bestimmten Verhaltensstrategie, nämlich das aggressive Raisen nach einem signifikanten Verlust eines Spielers.

Häufig aus Frust und weil er den Verlust seiner Chips trotz einer starken Hand nicht aushält, eventuell zusätzlich motiviert durch ironsche Kommentare im Chat anderer Turnierteilnehmer raist er dann sogar mit einer schwachen Hand und wiederholt das Runde für Runde meist mit Progression, weil er ja die Verluste aller seiner Niederlagen aus den Vorrunden überkompensieren will.

Gelingt ihm das nicht, wird er nach kurzer Zeit völlig unnachvollziehbar mit einer schwachen oder mittleren Hand all in gehen, ein Verhalten, wie es bestenfalls im Heads-up als Chipleader angebracht ist.

Solche Bets mit Progression gibt es in der Regel nicht in Live-Turnieren offline!

Der grosse Unterschied ist nämlich, dass man dort die Präsenz aller anderen Spieler geniesst, welche als gewachsene Gemeinschaft im Turnierverlauf Einfluss auf den einzelnen Spieler ausübt, eine Art Gruppenzwang.

Dort ist der Turnierteilnehmer auch nicht im Freeroll, sondern er hat meistens einen ordentlichen Buy in geleistet, so dass er irgendwie einen Gewinn realisieren will.

Deshalb wird der Spieler auch verhaltener und überlegter spielen. Er vermeidet die Gefahr, früh den Turniertisch verlassen zu müssen und wird deshalb selbst mit einem niedrigen Stack noch vorsichtig weiterspielen.

Dies wird er aber zuhause online in einem Freeroll nicht tun. Er glaubt dann, die Software müsse ihm ja auch mal einen spielbaren Flop bescheren, weil sie das für andere Spieler ja auch zu tun scheint. Dazu ist er oft abgelenkt durch sein häusliches Umfeld.

So war ich gestern im Hubbles NLH-Freeroll mit A, K im All In mit einem Spieler, der nur 6, 8 auf seiner Hand hatte, ein sehr schwaches Blatt, aber er fand 6, 8 auf dem Board für ein Doppelpaar, während ich nichts fand. Das wars, ich war raus.

Auch mit A, A kann man verlieren, was besonders weh tut, wenn man viel in den Pot investiert.

Dann will man diesen schmerzlichen Verlust schnellstmöglich, am besten mit der darauffolgenden Hand wieder ausgleichen und wieder seine vorherige Position erhalten.

Davor kann ich jetzt nur warnen, denn auch ich bin einer solchen Spielweise aufgesessen.

Gestern erspielte ich einen ansehlichen Stack im PSOS von 46.000 an Chips, es war bereits 1,5 Stunden gespielt und ich hatte eine ziemlich gute Position erreicht.

Dann schrumpfte mein Stack nach wenigen Runden eben wegen genau der in diesem Beitrag beschriebenen Spielweise und am Ende sah ich mich gezwungen, All in zu gehen, verlor und schaffte es so auch nicht, ins Geld zu kommen, sehr zur Freude meines Gegners, der dann fast Chipleader war.

Fazit:

Besser ist es also, nach einem empfindlichen Verlust eurer Chips lieber mal eine Runde auszusetzen und für einige Minuten den Tisch zu verlassen, sich zu entspannen und danach mit Distanz zu eurem eben noch verlorenen Pot zum Tisch zurückzukehren, "intelligenter"  zu spielen, statt sich in eine unbeherschbare Progression zu begeben.

In diesem Sinne good Luck Euch allen

Hiermit nehme ich an der Poker Blog Championship 2014 teil.

 

 

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