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ChrisRows Way to $$$

Ein kleiner Reminder an meine Erlebnisse in der Welt des Poker
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/Feb/2014

Beobachtungen

Von: ChrisRows$$$ @ 15:29 (CET) / 15 / Kommentar ( 3 )

Hallöchen liebe Intellis =),

heute möchte ich die Gunst der Stunde nutzen, um ein paar Resumee's zu ziehen und mit euch ein paar, aus meinen Beobachtungen resultierenden, "Regeln" teilen, besprechen und natürlich auch, wenn ihr der Meinung seit, dass diese vollkommen wider der Realität sind, haarscharfe - aber bitte konstruktive - Kritik von euch erhalten.

1. Man kann nicht mit jeder Hand gewinnen!

Das ist natürlcih absolut logisch, aber ich spreche hier im Hauptaugenmerk von den bittersüßen Karten, die uns Erfolg zu versprechen scheinen, deren auftauchen in unserer Hand eigentlich immer diesen Hauch von Gewinner mit sich bringt. Die Übeltäter sind AA, KK, QQ, JJ ab und an auch TT oder A mit K, Q, J oder T. Das sind immer Karten über die wir uns freuen, da rein statistisch gesehen ja schonmal ein Vorteil in unserer Hand liegt. ABER: der Schein trügt und gerade jetzt ist Vorsicht geboten, denn umso mehr man basierend auf seinem Startblatt eine Gewinn-Erwartungs-Haltung hat, desto frustrierender ist es erstens, wenn keiner der erwarteten Hits auf Flop stattfindet und desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man sich nicht damit abfinden will, mit diesen Karten verlieren zu können und man tiltet sich schön durch Situationen, die ein easy fold sein sollten und checkt und raist und re-raist was das Zeug hält... Ich meine, Initiative ist Schön und gut, aber in jeder Situation in welcher der Flop ein Trip möglich macht, auch ohne das der Villain mit einem Pair gestartet ist, ist Vorsicht geboten. Zu oft schon hat mich das große, schmerzhafte Teile meines Stacks gekostet. 

Beispiel: Ich starte mit AA, re-raise auf 4,5BB, werde vom ursprünglichen Raiser gecallt. Der Flop offenbart 234 und ich denke mir hmmm... Top-Pair und Gut-Shot-Straight-Draw, da sollten wir mal betten. Ich also eine schöne Conti und werde vom Initial-Raiser All-In-geraist... Ich habe in der Situation nicht lange darüber nachgedacht, hab ihm vielleicht KK oder QQ zugetraut und calle... und er deckt 34s auf -.- Tja, so schnell ist man vom derzeitigen Platz 47 des Turnier ein Schlusslicht in den 900ern

Ich war also dermaßen geblendet von meinem AA, dass ich nicht mal die Wahrscheinlichkeit in Betracht gezogen habe, er könnte ein Two-Pair gelandet haben... Auf der anderen Seite kam es zwar auch echt unerwartet, dass er derart niedrige suited connectors als High-pairs präsentiert, aber im Nachhinein betrachtet bin ich mit dem Call ein schlicht sinnloses Risiko eingegangen, dass mir eine gute Möglichkeit genommen hat ITM zu kommen, und vielleicht sogar noch weiter, da ich bisher solides Poker gespielt und mir einem Double-Average-Stack aufgebaut hatte

Deswegen: Kommen High-Pairs, oder gute Starthände, spielt sie aggressiv, spielt sie als ob ihr gewonnen hättet, aber ab dem Zeitpunkt an dem euch der Flop oder auch das Verhalten der Gegner mitteilen, dass ihr unterliegen könntet, seid Vorsichtig!

2. Man kann mit jeder Hand gewinnen

Ich weiß, dass klingt jetzt konträr zu oben genanntem, aber hiermit will ich darauf hinweisen, dass man durchaus auch mal niedrigere Karten, die statistisch am unteren Ende der Nahrungskette liegen spielen kann und vor allem meiner Meinung nach auch sollte. Wie oft befinden wir uns in Situattionen, in denen wir einem Bad-Beat unterliegen. Wir gehen mit AQs ins Rennen, machen den Flush um dann nach dem Showdown festzustellen, dass der Villain schon am Flop das Full-House vollgemacht hat mit 37... Bad Beats gehören einfach zum Poker wieder der 1. FC-Nürnberg in die Bundesliga - meistens verlieren sie, aber wenn sie gewinnen, dann mit einem Knall... Und das ist ja auch der Punkt. Rein statistisch hat man mit gewissen Karten eine gewisse Gewinnwahrscheinlichkeit, weswegen High-Cards und Top-Pairs natürlich lieber gespielt werden, ABER ebenso statistisch fällt jede Karte genauso oft wie jede andere, das heißt du machst mit einer 3 genauso oft das Pair wie mit A, du machst mit 27 genauso oft das Two-Pair und triffst mit 44 genauso oft das Set wie mit ihren großen Brüdern und Schwestern. Der einzige Unterschied ist dann nur, dass die Gewinnerwartung der einzelnen Hits gegeneinander stehen. 

Die Vorteile eines Initiativ-Raises bei kleinen Starthänden und einem großen Family-Pot sind, dass zum einen andere Vertreter, mit kleinen oder sehr spekulativen Händen wahrscheinlich aussteigen und die Caller in den meisten Fällen starke Starthände haben sollten. Da man nun selbst durch die Initiative ein starkes Blatt repräsentiert und der Flop für uns positiv ausfällt, können wir so mit einem riesigen Vorteil ins aktuelle Rennen gehen und Wahrscheinlich, bei einem Two-Pair, sogar das Rennen machen und ordentlich aufstaken oder sogar durch eine gezielte Bet mit unseren eigentlich deutlich unterlegenen Karten alle Starter aus dem Feld räumen

Deswegen: Ist eine Situation günstig würde ich auch und zu mal limpen oder einen großen Familiy-Pot mit spekulativen Händen auch mal raisen. Denn es gibt nichts fieseres als einen "großen" Gegner mit kleinen Händen vom Tisch zu fegen und meiner Erfahrung nach, neben einer Schlacht der Giganten, sind gerade das Pot-raiser aus denen man einen saftigen Schub für seinen Stack holen kann, weil man von Gegnern profitieren, denen eben gute Hole-cards zu Kopfe steigen (s. o.)

3. Initiative, wie ihr wisst, ist der Schlüssel

Wenn ich alleine bedenke, zumindest auf den low-stakes, wie oft ich mir mit Initiative-Raises einen Pot holen kann, auch mit kleinen Karten, dass ist fast schon unglaublich. Und auch ab und zu durch das callen mit low-cards einem Gegner, der bspw. AK repräsentiert bei einem low-flop mittels einer Initiative-Bet zum folden bewegen kann. Derzeit sehen meine Statistiken so aus, dass ich fast die gleiche Anzahl an Pötten holen kann, wie ich Hände sehe! Leider macht da meine Show-Down-STatistik noch nicht so ganz mit, aber wer damit in Einklang gehen kann, seine Showdown-Statistik konstant über 70 % hält und dazu noch etliche Hände ohne Showdown für sich entscheiden kann, der hat die Grundlage ein äußerst erfolgreicher Pokerspieler zu werden - zumindest meiner Meinung und derzeit noch begrenzter Erfahrung nach.

Hier möchte ich nochmals das Video von xflixx verlinken, "Das Spiel mit Initiative"... das kann man gar nicht oft genug sehen, wie ich finde =)

4. Das Spielen mit der Zeit

Nicht nur mir bei meinem Spiel ist es aufgefallen, dass der Zeitaspekt, in welcher man eine bet tätigt einen Einfluss auf die Wahrnehmung des Gegners hat, sondern auch ich bin dem schon auf dem Leim gegangen. Bspw. konnte ich durch Blitz-check-raises schon den einen oder anderen zum folden bringen und durch verzögertes Callen oder raisen den Pot erhöhen. Ich bin da noch nicht ganz durch, deswegen kann ich hier noch nicht ausführlich darauf eingehen, wann man bei welchem Gegnern in welcher Situation aktiv die Zeit mit ins Spiel bringen sollte, aber ich empfehle jedem für sich darauf zu achten, denn je nach Spielstil deines Gegenübers könnt ihr sehr viel über die aktuelle Hand erfahren, die derejnige gerade in Petto hat

Wie oben erwähnt sind diese "Regeln" meinen bisherigen Erfahrungen im Poker geschuldet. Ich möchte diese mit euch teilen um, wenn ich richtig liege, euch etwas von eben Diesen mit auf den Weg zu geben, um euer Pokerspiel zu optimieren. Auf der anderen Seite ziehe ich jedoch auch in Betracht, dass ich einige  Fehlbeobachtungen gemacht habe, nach denen ich nun spiele und erhoffe mir, dass eben erfahrenere Spieler hierzu Stellung nehmen und mich verbessern.

Wir haben hier auf Intelllipoker riesige Möglichkeiten unser Spiel in Zusammenarbeit kennenzulernen, daran zu arbeiten und es akut zu verbessern, weil hier so viele verschiedene Spielcharaktere zu Hause sind, alle mit ihren eigenen Erfahrungen, Ambitionen und Wegen, die sie zu begehen haben und bereits gegangen sind. Aber eins verbindet uns: Die Liebe zum Sport, unsere Liebe zum Pokern... Und wenn wir es schaffen uns in ein Kollektiv zu bewegen, in dem jeder von anderen lernt, in dem man einander unterstützt um das Beste aus jedem herauszuholen, dann bekommt jeder von uns seine Chance sich im Spiel zu etablieren, daraus vielleicht mehr als nur ein Hobby, nämlich seinen Beruf zu machen und somit vielleicht seiner Berufung zu folgen und eines Tages mit Szenegrößen wie Phil Ivey, Phil Hellmuth oder/und Daniel Negreanu an einem Tisch zu sitzen und um die EPT-Trophäe oder das Bracelet des WSOP zu spielen..

Damit verabschiede ich mich für heute von euch, freue mich und hoffe, wie immer, auf eine rege Beteiligung unten in den Comments und bin gespannt, was ihr so zu schreiben habt.

Ich wünsche euch einen mega-Upswing und das eure BR ins unermessliche steigt

euer 

Chris

P.S.: Da mittlerweile wahrscheinlich fast jeder schon weiß, dass ich auch eine Facebook-Seite und Twitter eingerichtet habe (zumindest der meinen Blog schon öfter gelesen hat) werde ich im weiteren Verlauf meiner Aktivitäten hier ab jetzt darauf verzichten, weiterhin auf meine Facebook-Seite zu verweisen, sondern werde meine Social-Media-Auftritte unterhalb des Textes postieren, für jeden zu finden - quasi als eine Art Visitenkarte ^^. Wer will, wird so oder so über diese Plattformen gehen, und wer nicht, der nicht ^^... 

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