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ChrisRows Way to $$$

Ein kleiner Reminder an meine Erlebnisse in der Welt des Poker
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Hallöchen ihr Intellis,

 

ich habe  jetzt die letzten paar Tage auch mal wieder an ein paar MTT's teilgenommen und mir sind da mal wieder ein paar nette Details aufgefallen.

Zum einen, wie hilfreich officialpokerrankings.com ist um einen Gegner einzustufen. Meistens beobachte ich das geschehen, und wenn mir mal wieder ein Maniac mit einem BigStack gegenüber steht vergewissere ich mich, ob mein Eindruck der Richtige ist, indem ich eine kleine Sneak-Peak in sein Rating vornehme. Und es ist faszinierend, dassi ch damit bisher immer richtig lag. Alle die ich auf diese Art und Weise bisher nachgesehen habe hatten Ratings meistens unter 10 % bis ca. 40%. OPR ist im übrigen das einzige Tool, welches ich nutze. Ich habe mich bisher erfolgreich gegen die Einführung anderer Analyse-Tools gesträubt, weil ich mir sicher bin, dass man Diese nicht zwangsläufig braucht, um erfolgreich zu sein. Ich stelle mir das vor wie mit Navigationssystemen. Während man früher Karten und Strecken gelernt hat, hat die Einführung der Navigationssysteme eine gewissen Teil der Selbststädigkeit genommen, da man sich heutzutage nur noch auf diese Gerätschaften verlässt. Parallelen dazu sehe ich in Pokertools. Man muss nicht mehr beobachten, weil das die Maschine für einen tut, und muss nicht mehr (oder weniger) denken!

Back to Topic! Auf jeden Fall bin ich mit meinen Beobachtungen jetzt schon des öfteren zu dem Entschluss gekommen gewisse Charaktere auf dem Tisch geradezu anzugreifen, oder im Hintergrund zu warten, im Dunkeln, um mit entsprechenden Umständen und Karten auf der Hand zu warten, bis eben eines dieser "Opfer" mal wieder einen Maniac-Move macht. Und nicht selten erhöht sich dadurch meine Range, weil ich mir zumeist sicher bin, mit welcher Range diese Leute spielen und damit auch meistens richtig lag bisher. So geschehen heute beim $3,30 SPKO. Ich hatte ein "Opfer" am Tisch, dass vorher schon mit AX reingegangen ist, All-In gepusht und nur bestand hatte, weil sein Caller (oder Raiser, ich weiß es nicht mehr) einen noch kleineren Kicker hatte. Auf jeden Fall saß ich mit ATo am Button, er pushte All-In im Cut-off, alle foldeten und ich callte. Und, was soll ich sagen. Double-Up gegen A8. 

Und das meine ich auch mit Schwachstellen. Noch nicht einmal spezifische Schwachstellen im Charakter oder Spielstil des Gegners, sondern mehr als Schwachstellen am Tisch, die ich mittlerweile als goldene Brunnen sehe, die fleißig sprudelnd Chips auswerfen ^^. 

Sicher, diese Charaktere sind auch diejenigen, welche vllt gerade in einem mega-Run unschlagbar sind und mit 49o die Nuts pulverisieren, das ist dann Bad-Luck, aber ich glaube auf lange Sicht macht es nicht nur Sinn aktives Poker zu spielen, sondern auch ganz genau zu überlegen wann man sich mit wem anlegt. Und ich glaube dass die offensichtlichen Verhaltensweisen der Gegner am Tisch ausreichend Aufschluss darüber geben um diese Informationen auch ohne Tools herauszufiltern und zu nutzen. 

Ich benutze gerne meinen Kopf. Wo es eine Zeit gab in welche ich das Denken als meinen persönlichen Lebensfluch auffassen mochte so habe ich es doch in der Zwischenzeit sehr zu schätzen gelernt und gerade das ich dabei denken muss, wirklich denken, dass fasziniert mich dermaße an Pokern, wie es vorher nur die Musik geschafft hat. Sie beide fordern mich, wie sonst nichts anderes!

So, das wäre es soweit mit dem Thema. Nochmal einen weiteren, herzlichen Dank für 2 weitere BigBang-Tickets (5 in a Row - yeaaah) =). Damit bin ich bis zum Ende des Jahres auf jeden Fall dabei, wenn mir jetzt nochmal einer erklären könnte, wie ich da genau teilnehme bitte ^^. 

Dann noch, wie im Titel erwähnt, die eine Hand zur Diskussion. Mich würde interessieren, ob der Verlauf so gerechtfertigt war, oder ob das, mal abgesehen vom positiven Ausgang des Ganzen, zu riskant war, ob der gefährlichen Situation auf dem Board. Hier nun erstmal der Link:

http://www.boomplayer.com/de/poker-hands/Boom/17733057_C45D7E5EF4

Die erste Probe-Bet lag offensichtlich am Top-Pair Open-Ended-Straight-Draw, und da diese runtergecallt wurde und ich nicht einen beträchlichen Teil meines Stacks riskieren wollte in ein Set zu laufen, habe ich am Turn gecheckt - und wurde durchgecheckt. Da ich in der ungünstigen mittleren Position war, habe ich mich trotzdem am River für eine weitere Bet entschieden, da ich immer noch Top-pair hielt, niemand den Flush angespielt hat, keiner eine Straight angespielt hat und ich schlicht denke, wer die Straight getroffen hat, spielt den Flush an um herauszufinden ob er noch die Beste Hand habe. Wir ihr sehen konntet wurde meine Bet am River gecallt und zwar wie im Verlauf nicht ersichtlich nach relativ langer Zeit des überlegens und mit einer K9.

Hättet ihr genauso reagiert? Oder habe ich einen massiven Fehler begangen und gerade noch so Glück gehabt? Ich weiß es nicht sicher, obwohl ich eigentlich denke, dass ich gar nicht so falsch gehandelt habe. Und wer mir meinen Call an erster Stelle ankreidet mit so einem Blatt -> die Odds waren mit 6zu1 im Verhältnis zur Größe meines Stacks gut genug, um mal einen Blick auf den Flop zu werfen.. Ich hätte mit Sicherheit auch anders reagiert, wenn ich auf Gegenwehr gestoßen wäre oder der Flop nicht so günstig ausgefallen wäre. Auf jeden Fall wäre für Input dankbar =).

Und nun, zu meinem letzten Punkt auf der Liste: 

Ich habe mir mittlerweile angewöhnt mich an den Tischen bei den Gegnern zu entschuldigen, die ich als Underdog besiege. Sei's mit Ax gegen AK oder AA, oder sonst was. Ihr alle wisst wie viele verschiedenen Variationen ein BadBeat haben kann. Und selbst wenn ich vielleicht nur 46/54 im Nachteil bin, wenn ich das Rennen mache, dann schiebe ich ein kurzes, ernstgemeintes "Sry" hinterher, weil ich mittlerweile zu der Erkenntnis gekommen bin, dass es das Mindestmaß an Respekt für meinen Gegenüber darstellt, dass es verdient geteilt zu werden, da er trotz einer richtigen Entscheidung zu Gunsten des Glückes eines Anderen einen Nachteil erlitt. Könnte ich dazu auch noch einige Meinungen hören? Wäre es nicht schön, wenn mehrere diesem Beispiel folgen könnten und an den Tischen etwas mehr Harmonie vorzufinden wäre, wo der Respekt vor dem Gegenüber eine gewichtige Rolle im Umgang mit eben Diesem spielt?

So, jetzt aber wieder genug. Ich spiele gerade (noch immer) das $3,30 PSKO, wir sind mittlerweile ITM, die letzten 341. und ich stehe mit einem Stack von 54K bei 600/1200BB zur Zeit noch echt gut da. So darf es bleiben =)... Ich lasse euch wissen was passiert, vor allem da ich grad KK gedroppt habe ... und es war für einen Steal gut genug, weil nach mir in 2. Position alle gefoldet haben nach meinem 3BB-Raise.. schade ^^... Und eins noch, derzeit bin ich der BigStack am Tisch ... Also, Daumen halten =) =) =)...

Beste Grüßen und gl@tT wünscht euch euer Chris

 

P.S.: Ich bin mit AK gegen 88 als 123. aus dem Turnier geflogen. war auf 15BB bei 1,5k/3kBB down und brauchte einen Double-Up und habe nach einen min-Raise auf 6k All-In gepusht, wohin der Initiativ-Raiser gefoldet, aber der Small Blind mit 88 BigStack (400k) gecallt hat. Ich hätte so oder so meinen ganzen Stack verloren, weil ich den Flop definitiv angespielt hätte, und der BigStack wegen T-High nie gefoldet hätte... Fehler?

Das einzige was mich ein bisschen nervt an dieser Situation ist, dass ich auf der einen Seite sehe, wie viele small und middle-pairs ich wegwerfe, AJ's, AQ, und so weiter mit einer Wahnsinns-Quote, 9 von 10 mal hätten mich diese calls aus dem Turnier geworfen, das heißt, dass ich es meiner Fold-Konsequenz zu verdanken habe, dass ich überhaupt so weit gekommen bin in diesem Turnier. Ich konnte mich sogar am Flop von QQ verabschieden, was ich persönlich echt gefeiert habe, weil der Caller meinen Re-Raise gecallt hat, während der Initiative-Raiser gefoldet hat. Dann fiel am Flop das A und es war klar, dass ich gehen musste. Zu oft hatte ich in solchen Situationen schon das nachsehen. 

Auch sehe ich, dass ich wahrscheinlich als BigStack mit einem solchen Polster von 150 BB eine 15BB-Bet auch gecallt hätte mit einem Pair, schlicht weil ich es mir hätte leisten können. Auf der anderen Seite hätte ich mich auch gefragt, ob nicht der Re-Raiser ein höheres Paar auf der Hand hält und hätte mich vielleicht von meinem 8-Pair getrennt. Weil 40k trotzdem 40k sind. 

Und auch sehe ich, dass mich ein Double-Up locker unter die Top-100 gebracht hätte, wenn nicht sogar noch weiter, wenn ich auch mal wieder die Möglichkeit habe etwas aktiver zu werden. 

Super, ich habe wahrscheinlich Luxux-Probleme, weil ich rumbitche, dass ich es nicht unter die Top100 geschafft habe, obwohl ich eigentlich froh sein sollte, dass ich es ITM mal wieder geschafft habe und dennoch aus knapp 5000 Teilnehmern recht weit kam... dennoch kann ich es nicht abstreiten, dass meine Ambitionen und meine Motivation nicht dort aufhört, sondern noch wesentlich weiter ins Turnier reinreicht. Ich bin hungrig danach endlich mein erstes MTT zu gewinnen und ich glaube felsenfest, dass ich es verdient habe! Und der Tag wird kommen =)... 

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