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Feadly der Fisch

/Feb/2012

Feadly der Fisch II

Von: Feadlydichte @ 21:20 (CET) / 324 / Kommentar ( 0 )

Wie angekündigt nun der 2te Teil der Analyse über die bisherige Entwicklung meines Pokerspiels. Werde wieder versuchen gut zu gliedern, damit ihr euch interessante Punkte herausfiltern könnt. Feedback wieder sehr erwünscht :wink:

Dieser Beitrag wird auf den ersten aufbauen und falls ihr ihn noch nicht gelesen habt lade ich euch herzlich dazu ein dies noch zu tun  ... werde immer mal wieder kucken ob es neue Kommentare gibt und auf diese eingehen. Natürlich bin ich für euch auch weiter per PM erreichbar, egal ob Kritik, Fragen oder sonstigen Anmwerkungen.

Ohne weiter lange zu labern fang ich jetzt einfach an mit der nächsten Headline!

Erste gespielte Bluffs

Bedingt durch meinen "Fit or Fold" Spielstil musste ich oft auf dem Flop nach dem der Gegner angespielt hatte aufgeben. Das hat mich immer zunehmend getiltet, da ich mir zu 90% sicher war das der Kerl blufft. Leider hatte ich einfach Nichts und in meinen Augen konnte ich nicht weiterspielen. Irgendwann war es dann soweit, und ich hatte es einfach satt und dachte was die können, kann ich ja wohl auch! Ergo hab ich ,bevor ich überhaupt die Wholecards hatte, beschlossen zu bluffen, dass die nicht mehr wissen wo hinten und vorne ist. Gedacht – getan. Ende vom Lied entweder hab ich nur nen kleinen Pot bekommen oder ich habe meinen Stack an einer starken Hand verloren.

Nun möchte ich darauf eingehen was gute Gelegenheiten für Bluffs sind, Formen von Bluffs und wie man sie grob spielt.

Herangehensweise bei Bluffs

Bluffs sind am erfolgreichsten, wenn man einen Spieler gut einschätzen kann. Wie spielt der Gegner seine Hände? Ist er überhaupt fähig zu folden? Welche Karten spielt er grob aus welcher Position?

Verfolgt man die Spielzüge am Tisch, auch wenn man nicht in der Hand ist, kann man zu solchen Fragen oft Antworten bekommen. Findet man solche Reads sofort ab in die Notiz. Viele Anfänger werden wohl den selben Fehler machen wie ich anfangs und nur auf Gegner achten wenn man selbst in einer Hand ist. Das führt oft zu Langeweile und man spielt zu viele Hände. Mein Tipp: Verfolgt stets das Geschehen am Table, versucht das Spiel der Gegner zu lesen und macht Notizen wann immer möglich/sinnvoll. Ihr werdet erstaunt sein wieviel das bringt, und die Langeweile und die Tendenz zum spielen von zu vielen Händen ist auch weg.

Generell muss bei Bluffs auf Glaubwürdigkeit gesetzt werden, und es ist sehr wichtig, dass die Gegner zwischen Valuebets und Bluffs nicht unterscheiden können. Viele Spieler spielen bei Bluffs / Valuebets unterschiedliche Betsizes ... wenn ihr sowas seht: Sofort Notiz!

Man kann wie folgt berechnen wie oft der Bluff funktionieren muss, um profitabel zu sein:

Betsize / (Betsize + Potsize)

Kleines Beispiel hierzu:

Man blufft in einen Pot von 10 Cent mit einer 3 Cent Bet, ist nach obiger Formel 0,23 was 23% entspricht. Geht der Bluff also 3 mal in die Hose ist man 9 Cent los. Beim Vierten Mal gewinnt man dann 10 Cent und man is 1 Cent im plus (eigentlich gewinnt man 13 Cent aber 3 Cent sind ja von unserem Stack und dürfen hier nicht berücksichtigt werden)

Contibet als Bluff

Eine "Continuation Bet" (auch cbet – contibet), ist eines der Schlüsselkonzepte im Poker. Eine Cbet ist eine Bet, die der Preflop- Aggressor (jener der Preflop als letztes geraist hat) am Flop spielt, um weiterhin die Initiative zu haben und um weiterhin für eine starke Hand zu stehen.

Eine Cbet kann sowohl als Bluff / Semibluff (dazu später mehr) oder als Valuebet gespielt werden. Es ist wichtig den Gegner einzuschätzen, um zu wissen, ob eine solche Bet nun sinnvoll ist oder nicht.

Die Contibet ist neben dem Semibluff wohl das einzige Bluffkonzept, dass ihr auf NL2 fest in eurem Spiel haben solltet. Meist sind reine Bluffs nicht gewinnbringend, da die Gegner hier kaum folden.

Beispiel:

Ihr raist mit 8 9 suited und bekommt einen Call von einem Spieler den ihr bis zu diesem Zeitpunkt fast nur Ax Kombos gespielt hat und auch eine tighte Range hat (heißt spielt viele Hände die Preflop viel Gewinnwahrscheinlichkeit haben und keine spekulativen Hände). Der Flop kommt mit einem Ace und ihr habt total verfehlt. Hier ist es absolut nicht sinnvoll eine Cbet zu spielen, da die gegnerische Range zu viele Aces beinhaltet.

Spielt euer Gegner jedoch sehr viele Hände und euer Image am Tisch ist solide, ist eine Cbet unabdingbar. Der Vilian wird euch mit vielen spekulativen Händen gecallt haben und oft aufgeben, wenn ihr den Turn bettet, um das Ass zu representieren.

Der Semibluff

Eine andere Form des Bluffs ist der Semibluff. Hier werden Draws sehr aggresiv gespielt (z.B. Straight und Flushdraws mit oder ohne Overcards). Die Spielweise hat 2 bedeutende Vorteile. Zum einen generiert man zusätliche Gewinnwahrscheinlichkeit da der Vilian eventuell foldet (Foldequity). Zusätlich baut man den Pot auf und wenn die nächste Straße den Draw komplettiert wird es euch möglich sein eine deutlich höhere Valuebet zu spielen.

Der "klassische" Bluff

Beim klassischen Bluff hat man meist keine Chance, außer durch den Fold des Gegners, die Hand noch zu gewinnen. Es ist besonders wichtig seinen Gegner hier gut einzuschätzen. Ist er überhaupt imstande zu folden? Welche Hände aus seiner Range kann ich mit einem Bluff zu einem Fold bewegen? Auf den Micros ist es eher nicht angebracht zu bluffen da viele Spieler "Calling Station" Tendenzen zeigen, was bedeutet das sie jeden Mist zum Showdown bringen. Jeder der sich etwas mit Poker beschäftigt hat weiß: Never bluff a Calling Station!

Abschließende Bemerkungen

Hmm dachte ich krieg es gar in einem Beitrag aber hab jetzt schon wieder viel geschrieben und werde hier einen Cut setzen. Diesem Eintrag folgt noch ein finaler, in dem ich es hoffentlich schaffe diesen Rückblick auf mein Spiel abzuschließen.

Ab da werde ich mich mit neuem Content beschäftigen. Geplante Themen sind erstmal Erwartungswert von Händen die man Preflop auswählen kann und genaue Betrachtung von Odds, Outs etc.

Ich werde also versuchen den Content von unten aufzurollen und ein solides Wissen für mein Spiel auf die Beine zu stellen (ich weiß zwar grob wieviel equity und outs ich habe aber entscheide da viel aus dem Gefühl ohne genauen mathematischen Hintergrund, und das möchte ich ändern).

Würde mich freuen wenn mich ein paar von euch auf dieser Reise begleiten würden!

MfG und bis zum nächsten mal Feadly

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