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Feadly der Fisch

/Feb/2012

Feadly der Fisch die Letzte

Von: Feadlydichte @ 18:35 (CET) / 4 / Kommentar ( 0 )

Hallo ihr Intellis!

Hier folgt der dritte Teil meiner bisherigen Spielanalyse. Kritik, Anregungen wie immer gern gesehen. Einfach Kommentar posten oder PM schreiben!

Und los gehts ...

Spielen gegen Ranges nicht gegen eine Hand

Habe am Anfang nie in Handranges (also eine bestimmte Anzahl von Händen der der Villain halten kann) gedacht, sondern versuchte ihm immer auf eine bestimmte Hand zu setzen. Oft führte das dazu, dass man immer ein "Monster unterm Bett" sah. Sobald ich eine Kombo fand die mich schlug und diese nicht zu unwahrscheinlich wahr, habe ich oft aufgegeben. Jedoch wenn ich dann mal die Nuts hatte, wurde auch fett gereraist. Ich denke viele Spieler auf NL2 haben diese Tendenzen immer noch, daher der Rat: wenn ein so passiver Spieler ein Reraise auspackt, ist es nicht oft unsinnvoll einen tighten fold zu finden.

Bedingt war diese Denkweise, dem Gegner auf eine bestimmte Hand zu setzten, bei mir aufgrund diverser Pokersendungen. Wenn man dann die Pros am Table sieht meint man oft, dass sie versuchen genau die Hand des Gegners zu lesen.

Richtige Herangehensweise jedoch ist, eine bestimmte Preflop- Handrange des Gegners einzuschätzen. Mit welchen Händen limpt er in Pötte, womit raist er aus UTG (erste Position), womit versucht er die Blinds zu stehlen usw. - die Liste ist lang.

Danach muss man seine Aktionen auf dem Flop, Turn und River (wenn die Hand so weit kommt) in Verbindung mit dieser Grund- Range immer anpassen. Hier sind Reads auch wieder sehr wichtig. Spielt er seine Draws aggresiv? Versucht er zu trappen? Wie behandelt er getroffene Top Pairs? Wie sehen seine Valuebets aus vom sizing? Wie seine Bluffbets? Und das sind bei weitem wohl nicht alle Fragen die man versuchen muss über einen Gegner zu beantworten um sie in Form einer Notiz niederzubringen.

Hier sieht man auch wieder wie wichtig es ist, den Table aktiv zu verfolgen. Jede Hand eines Gegner kann uns sehr wichtige Informationen geben, die uns in einer späteren Hand Value einbringen kann oder uns vor dem Verlust unseres Stacks zu schützen.

Limpen und warum man es nur sehr selten machen sollte

Viele Beginner limpen viel in Pötte. Das hat wohl zwei hauptsächliche Gründe: Erstens wollen sie viele Hände spielen und zweitens könnte man ja ein Monster floppen (der Flop braucht ja nur 222 runterkommen und schon hat man seine Quads mit 72o getroffen! - ich hoffe ihr bemerkt den kleinen Hauch an Ironie an dieser Stelle :-D .

Einschub zum ersten Contentthread

Mit solchen Gedankengängen werde ich mich in meinem ersten richtigen Content- Beitrag widmen. Welche Hände haben wie oft die Chance eine sehr starke bzw starke Hand, eine Hand mit Showdown Value bzw gar nichts zu treffen. Tendiere aktuell diese in 4 Gruppen einzuteilen. Unter sehr starke Hände nehme ich mal Fullhouses, Quads, Straights und Flushes rein. Zu starken Händen wohl nur Trips und 2 Pairs. Bei Hände mit Showdown- Value nehme ich getroffene Pairs, Flush- und Straight- Draws und schließlich bleibt der dreckige Rest für die Kategorie "Nichts".

Unterteilen werde ich die Whole Cards wohl in Pairs, suited / unsuited Connectors und One Gapper, suited und unsuited Karten. Ich werde nicht auf die Wertigkeiten der einzelnen Karten eingehen, da dies wohl den Ramen sprengen wird (Nur Chance z.b. Top Pair zu treffen - sollte jeder soweit sein und hier selektieren, dass es sinnvoll ist mit von mir aus A 10+ auf Top Pair zu callen und nicht unbedingt bei 3 7).

Einwände / Verbesserungen zu dieser Herangehensweise würden mich sehr erfreuen!

Ende Einschub

Es ist kein Fehler wenn man passende Odds bekommt und entweder die Aktion abschließt oder nur passive Gegner hinter sich hat, mit einigen Händen in einen Pot zu limpen (Suited "Baby- Aces", suited oder offsuited Onegapper oder Connectors). Auf höheren Limits kann ich mir gut vorstellen, dass man hier auch schon nicht mehr so weit kommt gegen Durschnittsspieler. Es macht nur Sinn wenn ihr wisst das jemand der post-Flop mit verwickelt ist, passiver Natur ist und sein Top oder Middle- Pair nicht weglegen kann. First in ist limpen meiner Meinung sehr schlecht. Wenn ihr auch nur eine spekulative Hand habt wie Ax suited, wobei x ein kleiner Kicker ist oder 67 suited, müsst ihr ohnehin darauf achten dass potenzielle "Kunden" genug Stack behind haben um profitabel spielen zu können. Und ihr wollt ja schließlich mit einem getroffenen Flop hier maximal Value haben, heißt wenn ihr Pre- Flop raist, könnt ihr auf weiteren Straßen höhere Value- Bets spielen.

Außerdem dünnt ihr das Feld etwas aus damit ihr die Handranges besser einschätzen könnt. Ihr könnt mit einem Raise viel mehr Info von einem Gegner bekommen. Limped ihr als 2tes oder 3tes in den Pot und der Button macht ein Squeeze (spielt eine hohe Bet, oft mit der Absicht das Deadmoney mitzunehmen) wisst ihr nur bedingt was er hält. Steigt ihr mit einem Raise in den Pot zeigt ihr Stärke und der Button hat eine viel engere Range wenn er hier "over the top" geht, also eine 3 Bet spielt.

Als Abschluss noch ein absoluter Fischgedanke von mir:

Ich habe mich immer tierisch aufgeregt, wenn jemand geraist hat. Ich dachte mir immer: "so ein Penner, ich will endlich mal wieder mit um einen Pot spielen. Wenn er meint das er um mehr Geld spielen will, soll er doch ein Limit hoch gehn!" Man sollte also immer schön raisen, denn wenn ich mal ein Ass hatte und das getroffen hatte, war ich mehr als bereit gegen diesen "Idioten" broke zu gehn :wink: .

Eingehen auf Position im Spiel

Von allen Seiten hörte man immer nur wie wichtig Position beim Poker ist. Habe mich aber nie damit auseinandergesetzt wer überhaupt Position hat. Irgendwann als ich einmal darauf achten wollte, kam ich zum Schluss, dass derjenige Position hat, der als erster an der Reihe ist. Bedingt war diese Denke dadurch, dass ich nicht wusste wie ich mit Donkbets umgehen soll (wohl sogar eines der schwierigen Dinge in den Micros).

Jedoch weit gefehlt! Position hat der, der die meisten Infos bekommt und bevor er handeln muss. Ihr habt meistens die Macht die Größe des Pots zu steuern und sehr stark auf den Verlauf der Hand einzuwirken. Checkt jemand könnt ihr behind cheken oder raisen. Donkbettet jemand könnt ihr wenn ihr stark seit und der Gegner es bezahlt check/raise spielen, wollt ihr trappen und einen Maniac ballern lassen callt ihn runter und macht vtl den check/raise auf dem River, seit ihr schwach und denkt der Gegner trifft seine Range dann just fold. Ihr könnt Draws aggresiv spielen oder euch Freecards nehmen. Es wird hier sehr deutlich: Wer Position hat, hat Macht!

Versucht viel in Position zu spielen, da jeder guter Spieler in Position die meiste Kohle macht. Ich zitiere hier mal den lieben Flix aus seinem letzten Training: "Das Geld wandern von rechts nach links". Achtet einfach hierauf mal in euren nächsten Sessions und ihr werdet erstaunt sein, wenn ihr euch noch nicht weiter mit dem Spiel in Position auseinandergesetzt habt! Es ist zwar keine Einbahnstraße, jedoch werdet ihr deutliche Tendenzen erkennen, wenn Leute sich um ihren Positionsvorteil bewusst sind.


Abschluss Analyse bisheriges Spiel

Jehhaaa! Soweit bin ich mit der groben Analyse meines Spiels fertig. Ich hoffe ich konnte den Anfängern ein paar hilfreiche Tipps geben. Wenn ihr als Grundlage eures Spiels auf NL2 meine ersten 3 Beiträge berücksichtigt, solltet ihr besser zurechtkommen und das Limit schlagen. Natürlich gibts hier wohl noch sehr viele Konzepte/Spielweisen etc, die den Gewinn maximieren können!
Was ich euch auch an Herz legen kann ist die German Poker League (GPL). Hier wird ganz ordentliches Poker gespielt (für Freeroll- Turniere), die Struktur ist deep und in der untersten Liga ist der Buy- In nur Spielgeld! Hab da einen Monat mal mitgespielt und am Ende Platz vier für $30 oder $40 gemacht. Kostet jedoch viel Zeit.

Bin dieses Wochenende mal wieder bei meinen Eltern und bissl mit Kumpels feiern, werde daher erst wieder Montag abend reinschaun. Soweit möglich werde ich den nächsten Fred vorbereiten und grob ausarbeiten. Wenn ich dann Montag reinschaue würde ich mich über bisschen Feedback über mein Vorhaben freuen und diese noch beherzigen.

Hoffe ich es hat euch bis hierhin gefallen!

Yours sincerely

Feadly :wink:

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