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Feadly der Fisch

/Feb/2012

Feadly der Fisch die erste

Von: Feadlydichte @ 17:45 (CET) / 2 / Kommentar ( 4 )

 

 

Servus liebe Community,

ich möchte mich hier in meinem ersten Blog- Eintrag vorstellen und meine bisherige Pokererfahrungen kundgeben.
Ich werde versuchen meine bis jetzt getätigten Schritte zu analysieren, grobe Fehler und falsche Gedankengänge, die man als Fisch am Anfang so hat, darzustellen und "Meilensteine" in meinem Spiel zu erläutern.
Mir ist bewusst das ich zur Zeit maximal gerade mal den Fisch- Status verlassen habe bzw. kurz davor bin ihn zu verlassen.

Sinn von diesem Blog soll es sein, meine Probleme zu analysieren und neuen Spielern zu helfen, schneller durch diese Phasen zu gelangen.

Ich werde versuchen alle meine Schritte fundiert zu erläutern. Des Weiteren werde ich einschlägige Überschriften wählen, um es für euch zu erleichtern Themen und Aspekte herauszupicken, ohne euch diesen wohl länger werdenden Eintrag ganz "reinzuziehen" zu müssen bzw. ihr abgeschreckt werdet euch überhaupt damit zu befassen.

denn: ich bin euch sehr dankbar für jegliches Feedback, sei es bei falschen Gedankengängen oder auch sonstigen Anmerkungen, denn das letzte das ich hier möchte ist hier kontraproduktive Spielweisen anzupreisen.

Kurz zu mir:
Ich heiße Markus, bin im schönen Franken ansässig und 25 Jahre alt. Ich studiere Elektrotechnik (gerade Prüfungen vom 3ten Semester hinter mir) und hab Poker als Hobby entdeckt. Bis jetzt hab ich aus den $5 Startkapital $125 durch NL2 Cashgame FR spielen gemacht (Ein 4ter Platz in der GPL kommt noch dazu das waren auch paar Dollar, und paar Freeroll cashes). Ich habe vor durch grinden meine BR weiter auszubauen und dann auf SNG's und MTT's wechseln. Außerdem hab ich es gestern geschafft meinen HoldemManager2 freizuspielen ... warte jetzt noch auf Antwort von der Site.

Phase 1: Spielgeld:
Die erste Zeit habe ich nur auf den Spielgeldtischen verbracht ... ist ein guter Einstieg um die Rangfolge der Blätter und etwas die Häufigkeit derer kennenzulernen. Gibt hier nicht mehr zu sagen ... man sollte eben wenn man voller Poker- Neuling ist nicht gleich an die Echtgeldtische gehen sondern zuerst etwas mit Playmoney experimentieren.

Intelli nur für Startkapital
Als ich mich auf Intelli- Poker registrierte hatte ich eigentlich hauptsächlich die $5 Startkapital im Auge und konnte mir auch nicht wirklich vorstellen, dass die Seite an sich außer den Artikeln viel mehr zu bieten hat.
Rückwirkend betrachtet waren das Quiz und die Einleitungsartikel ein guter Einstieg, jedoch ist dies,  wie ich nun weiß, nur die Spitze des Eisberges. Das Archiv enthält massig an Lehrvideos schön sortiert, und vor allem die Live-Trainings, mit sehr kompetenten Trainern und der Möglichkeit auch Fragen zu stellen,eignen sich sehr gut um sein Spiel zu verbessern. An dieser Stelle ein dickes dickes Lob ! :wink:

Auswahl der Starthände
Ich denke viele wissen noch am Anfang, das wohl viele Ax- Hände maßlos überspielt werden. Mir ist es nicht selten passiert das ich mit A3o (offsuit) entweder for dem Flop broke ging (Hey, ich hab n Ass!!! höchste Karte im Spiel was will der andere schon haben ...). oder mein Ass getroffen habe und damit mein Geld los wurde (dachte danach immer naja kann man net viel machen der hatte halt Glück mit seinem Kicker...).
Jeder, der noch nicht lange pokert, und noch solche Gedanken hat, sollte sich über die grundlegenden Spielweisen und auch dem Erwartungswert von Starthänden klar werden.

Die Kategorisierung der Kartenstärke bezieht sich allgemein auf "normale" Spieler. Es ist ganz klar das gegen einen sehr tighten Spieler auch AQ als Traphand betrachtet werden kann wenn dieser Dampf macht ... im Gegenzug kann aber auch QJ also sehr starke Hand gegen einen Maniac angesehen werden.

Trap Hands
Als ich mein erstes Pokerbuch von Daniel Negreanu gelesen habe und das Inhaltverzeichnis überflog, schoss bei dem Begriff "Trap Hands" zuerst durch den Kopf: Ahh Hände mit denen man trapped also gefloppte Straights slowplayen etc.
Jedoch weit gefehlt! Dieses Kapitel beschäftigt sich mit Händen die einem verdammt viel Geld kosten können und mir bis dorthin auch eine Menge Geld gekostet haben.
Beispiel:
Wie oben erwähnt habe ich oft kleine Ax Kombos föllig überspielt und es als Pech abgehakt wenn ich verlor. Tatsache ist jedoch das man bei solchen Händen ca 70 zu 30 Underdog gegen den Gegner ist. An dieser Stelle passt auch der Begriff der "reversed implied odds", was bedeutet, dass wenn man solche Hände auf dem Flop trifft, auf Turn und River weiter Geld verliert, da man sich noch die beste Hand gibt.
Man spricht hier auch von dominierten Händen (abgesehen von Flush und Straigt- Outs bleibt einem bei solchen Karten nur die Chance den Pot zu gewinnen, indem man seinen niedriegen Kicker trifft und der Gegner seinen höheren nicht).
Wichtig ist sich klar zu machen welche Hände von wievielen Händen dominiert werden. Dame Bube beispielsweise gilt schon als Traphand, da sie von AA KK QQ JJ AK AQ AJ KQ KJ dominiert werden. Eine solche Hand solltet ihr auch schon unter die Kategorie spekulative Hand einordnen und diese nur mit genügend "Implied Odds" spielen, dazu gleich mehr, und die Stärke in der Straigtchance bzw. bei suited in der Flushchance sehen, und nicht um euren ganzen Stack spielen weil ihr Top Paar getroffen habt! (Stichwort Stack to Pot Ratio kurz SPR – Ecke hat da mal ne super Folie ins Forum gestellt Beitrag: FR NL Einsteiger Serie Teil 4 Folien - 26-10-2011, 19:09 im Intelli Poker Live- Training Forum worauf ich hier mal verweise)

Spekulative Hände
Unter spekulativen Händen, versteht man Hände, die das Potential haben sich zu einer sehr starken Hand zu entwickeln (suited Connectors, kleine Paare, one gapper). Logischerweise passiert das nicht so häufig also muss man sich klar machen, dass wenn man sich eine starke Hand entwickelt hat man nun auch viel value herausholen muss (da man in vielen Fällen wenn man nicht blufft die Karten wegwerfen muss, aber eben jedes mal einen bestimmten Preis zahlen muss um den Flop zu sehen).

Beispiel Setmining (ein Paar nur Spielen um ein Set zu machen)
Ihr habt Pocket 3en. Als erstes ist ein Blick auf die Stackgrößen von euch und euren Gegner unabdingbar, da ihr euer Set nur in ca. 10% der Fälle (genauer 12% aber geht hier nur ums Prinzip und 10% läst sich leichter rechnen) flopt. Nehmen wir an wir verpassen 9 mal unser Set und beim 10ten mal hitten wir. Für jeden Flop mussten wir 10 Cent bezahlen um ihn zu sehen - also 90 Cent Verlust bis hierher. Nun liegen noch 10 Cent von uns im Pot und 10 Cent vom Gegner (gehen hier mal von nem Headsup- Play aus), wir müssen also dem Gegner dazu bringen noch mindestens 80 Cent in den Pot zu legen um keinen Verlust zu machen (das noch alles ohne Rake). Man sieht also, das es ein großer Fehler wäre in so einen Pot einzusteigen, wenn ihr selbst oder euer Gegner nicht mindestens einen 90 Cent- Stack hat). Hier wird auch der Begriff "implied Odds" klar: das Geld das ihr wohl von eurem Gegner auf weiteren Straßen bekommen könnt.

Starke Hände
Starke Hände zeichnen sich dadurch aus, dass sie nahezu nicht dominert werden (AA KK QQ AK). AK wird beispielsweise nur von AA KK dominiert, dominiert aber selbst alle anderen Ax Kombos, des weiteren hat man selbst gegen ein Monster wie QQ noch einen Coinflip! Viele erkennen AK seine Stärke nicht an weil sie schlechte Erfahrungen mit dieser Hand haben, aber unter den oben aufgeführten Aspekt wird klar, dass sie eine sehr sehr starke Hand ist.
Am Anfang habe ich sehr dazu geneigt diese Hände slow zu playen um den Gegner eine Falle zu stellen. Das klingt erstmal ganz ok, aber bei genauerer Betrachtung werden viele negative Aspekte klar.
Erstens man gibt den Gegnern die Chance seine Asse mit 37o zu knacken. Stellen wir uns mal vor, wir haben Asse und limpen nur. Wir sind also minimum mit dem Big Blind im Pot oder schlimmer mit weiteren Limpern. Jeder von ihnen hat natürlich die Chance eine Starke hat wie 2 Pair oder ne Straight zu floppen. Da wir Asse haben knallen wir auch dann schön in den Pot indem wir zb.  auf eine Bet warten um Check/Raise zu spielen. Dies ist sehr gefährlich da man kaum das Board liest und nahezu immer mit seinen Assen all sein Geld setzt.
Zweitens möchten wir mit diesen starken Händen einen großen Pot aufbauen, damit wir auch unsere folgenden Value- Bets höher ausfallen lassen können. Man sollte also nicht Angst haben Pre- Flop Leute zu vertreiben sondern immer schön für Value gehn ... denn vor allem werden erfahrerne Spieler stutzig wenn man urplötzlich einmal nur limped und dann gleich beim flop nen Check- Raise auspackt.

Fazit:
Es ist ein wesentlicher Unterschied in unserem Spiel ob wir und / oder unser Gegener deepstacked (mit großem -Stack am Tisch) oder shortstacked sind! Mit vielen Chips setzt man mehr auf spekulative Hände um durch starke Hände die wir treffen eine Auszahlung zu bekommen (man will/muss hier auch mehr Flops sehen). Natürlich ist es auch kein Problem starke Hände zu spielen, jedoch muss man sich immer bewusst sein was auf dem Spiel steht und will man wirklich mit TPTK (Top Pair Top Kicker) seinen ganzen Stack riskieren? Hier ist das schon oben erwähnte SPR ein guter Anhaltspunkt.
Als Short- Stack ist man auf eine hohe Gewinnwahrscheinlichkeit vor dem Flop angewiesen und man möchte grob gesagt schon den ganzen Schotter Pre- Flop drin haben, da man mit seiner Hand oft hier Favorit ist (natürlich spielt man dementsprechen weniger Hände).


So far zum ersten Teil meiner bisherigen Analyse! Bin für jegliche Kommentare dankbar ... zweiter Teil wird folgen. Falls euch etwas besonders interessiert einfach PM an mich oder bei den Kommentaren und ich versuche es mit einzubinden.

Danke schonmal an euch fürs Lesen und ich hoffe auf rege Diskussion :wink:

Grüße Feadly!

 

 

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