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Der allgemeine Poker-Wahn(sinn)

/Jun/2011

Micros: bin ich hier richtig?

Von: Hasonator @ 11:31 (CEST) / 1 / Kommentar ( 6 )
Ach ja, was für ein schöner Tag. Die Sonne scheint, der Kaffe schmeckt - doch was ist das? Ein Suckout? AA gegen JJ, weil er mit Turn und River eine Straße bekommt??? Seh' ich wirklich richtig???

Nun ja, man darf nicht vergessen, dass ich ein $2.20 NLHE RA gespielt habe und da muss man sich über gar nichts wundern.

Oder ist an dem Gerücht, PS sei rigged wirklich etwas dran?

So genau kann das wohl kein Außenstehender sagen.

Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen. Und da sind so einige Dinge merkwürdig: Habt ihr in letzter Zeit mal einen schönen trockenen Rainbow-Flop mit K72 gesehen? Ich irgendwie nicht. Oftmals war es so, dass die Flops sehr Draw-lastig waren und es schwer fiel, Premium-Hände richtig auszuspielen. Und wenn ich mal so einen Flop hatte und mit AK Pre-Flop gepusht habe, dann wurde ich mit K7s gecallt und war weg vom Fenster! 

Feine Sache!

Ist es dann meine eigene Schuld, dass ich so viele Suckouts in letzter Zeit habe? Oder sind die anderen zu dumm und callen einfach mit jedem erdenklichen Müll? Oder bin ich in den falschen Limits???

Wahrscheinlich eine Mischung aus allem. 

Dr. Alan N. Schoonmaker schreibt in seinem Buch "Poker-Psychologie", dass Winning-Poker-Player Verantwortung für ihr Spiel übernehmen und die Fehler bei sich selbst suchen. Nur Verlierer würden die Schuld und Fehler bei den Anderen sehen. Dies sei eine Frage der Selbsteinschätzung und viele Spieler würden an einer chronischen Selbstüberschätzung leiden.

Das mag durchaus sein. Aber wie erklärt man sich dann Pre-Flop-Calls mit Q4s oder K4o bei einem geraisten Pot? Mein Fazit: Den Meisten ist es in Micro-Buy-Ins egal, ob sie mit einer bestimmten Hand alles verlieren können oder nicht. Denn fragt man mal in die Runde, heißt es immer: "Komm schon, das sind doch nur 2 Dollar und auch noch Re-Bey!". Allerdings kann ich mir schlecht vorstellen, dass genau diese Spieler anders spielen, wenn sie mal bei einem $50 oder höherem Buy-In-Tournament mitspielen.

Vielleicht kennt Ihr die Situation: Man spielt sehr tight und hat eine Weile lang gar nichts. Dann auf einmal kommt es aus dem Nichts: AKs, QQ, AQo, ATs und man traut sich nach den QQ schon gar nicht mehr Pre-Flop zu raisen, weil irgendein Depp sich sagt, "der spielt hier mit Dreck den Aggressor, da calle ich mal mit 25o und spiele den schön aus". Gelegentlich floppen diese Spieler dann A34 oder 254, womit sie einen schlagen.

Fehlt es dann einigen Spielern an Respekt? Oder zeigt die Erfahrung, dass es immer Spieler gibt, die sprichwörtlich aus Sch... Gold machen wollen? 

Wohl auch wieder ein Mischung aus beidem.

Fest steht, dass Poker ohne "Crap-Caller" langweilig wäre. Denn mal ehrlich: wer will denn nur mit AA gegen KK oder QQ spielen?

Micros sind selten schön, weil oft mit Schmutz zu viel gepusht wird. Nicht ganz unschuldig sind einige Poker-Bücher daran. Denn wer kennt die all zu schöne Weisheit aus Kill Phil oder Kill Everyone nicht, dass man Pros oder TAGS mit einem All-In ordentlich ins Schwitzen bringt und in den meisten Fällen zur Aufgabe zwingt?! Und manche bezeichnen diese Spielzüge noch als tollen Move. Diese Überlegung entzieht sich mir jeglicher Vernunft. Aber das ist eine andere Sache und soll hier nicht besprochen werden.

Schaut man bei den höheren Limits rein, sieht man solche Aktionen eher selten, zumindest seltener.

Letztendlich sollte Jeder die Limits spielen, die er für richtig hält und mit denen er umgehen kann.

Ich für meinen Teil werde mich erstmal von Micros fernhalten.
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