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Poker - Geldquelle oder Zeitvertreib

/Feb/2012

Wie gewinne ich ein Turnier?

Von: Madddin08 @ 01:54 (CET) / 5 / Kommentar ( 8 )

 

Hallo,

Um mich mich kurz vorzustellen:


Ich bin Madddin08, spiele mittlerweile seit ein paar Jahren Poker und möchte euch hier ein paar Erfahrungswerte mitteilen.
Damit Ihr seht, das ich hier nicht nur Quatsch erzähle und auch ein wenig Ahnung von dem habe was ich hier schreibe, könnt ihr mich gerne auf http://www.officialpokerrankings.com  nachschlagen. Hier ein Auszug der letzten Jahre:
 

 
Poker Ratings: Poker Ratings: 1 Star: 0% - 5%Poker Ratings: 2 Stars: 5% - 15%Poker Ratings: 3 Stars: 15% - 30%Poker Ratings: 4 Stars: 30% - 55%Poker Ratings: 5 Stars: 55% - 80%Poker Ratings: 6 Stars: 80% - 96%Poker Ratings: 7 Stars: 96% - 99%Poker Ratings: 8 Stars: 99% - 99.8%Poker Ratings: 9 Stars: 99.8% - 99.98%Poker Ratings: 10 Stars: 99.98% - 100% 120 days Rating: 97.02% Rank: 32,236 of 1,081,169
Poker Ratings: 1 Star: 0% - 5%Poker Ratings: 2 Stars: 5% - 15%Poker Ratings: 3 Stars: 15% - 30%Poker Ratings: 4 Stars: 30% - 55%Poker Ratings: 5 Stars: 55% - 80%Poker Ratings: 6 Stars: 80% - 96%Poker Ratings: 7 Stars: 96% - 99%Poker Ratings: 8 Stars: 99% - 99.8%Poker Ratings: 9 Stars: 99.8% - 99.98%Poker Ratings: 10 Stars: 99.98% - 100% Year 2011 Rating: 97.46% Rank: 47,965 of 1,889,687
Poker Ratings: 1 Star: 0% - 5%Poker Ratings: 2 Stars: 5% - 15%Poker Ratings: 3 Stars: 15% - 30%Poker Ratings: 4 Stars: 30% - 55%Poker Ratings: 5 Stars: 55% - 80%Poker Ratings: 6 Stars: 80% - 96%Poker Ratings: 7 Stars: 96% - 99%Poker Ratings: 8 Stars: 99% - 99.8%Poker Ratings: 9 Stars: 99.8% - 99.98%Poker Ratings: 10 Stars: 99.98% - 100% Year 2010 Rating: 98.57% Rank: 27,565 of 1,922,695  

  Dort kann man zwar auch sehen, das ich nur in 7% der Spiele itm war, aber genau das ist auch der Grund warum ich diesen Blog schreibe.
Zum Thema:

In den ersten Jahren habe ich Poker eher zum Zeitvertreib gespielt. Ich spiele viele Turniere mit wenig Einsatz und im Grunde ist es mir völlig egal géwesen, ob ich nun gewinne oder nicht. Leider muss ich gestehen, das diese Spielweise wenig effektiv ist. Um Poker als Einnahmequelle spielen zu können braucht man Geduld, Erfahrung und ein gutes Gefühl für die eigenen Hände, aber noch viel wichtiger - für die Hände des Gegners. Damit das funktioniert gibt es verschiedene Strategien die man für sich selbst entwickeln muss. Zum einen kann man viele Turniere oder Tische gleichzeitig spielen und nur die Top-Hände in einen möglichst großen Pot verwickeln, oder man konzentriert sich auf ein einziges Turnier und versucht das Spiel des Gegners zu lesen um so möglichst viele Hände effektiv zu spielen. Ich für meinen Teil habe mich für letzteres entschieden.
Daher will ich auch auf diese Spielform näher eingehen.

Grundregel Nr.1 ist wohl die schwerste von allen: Keep cool!

Ich kann nur jedem raten gerade zu Anfang eines Turniers erstmal die Ruhe zu bewahren und möglichst viele Informationen über Die Gegner am Tisch zu sammeln. Soll heißen tight oder aggressive, loose oder "Beton" Spieler. Ich denke nach wenigen Runden am Tisch hat man zumindest über jeden Spieler ein paar Informationen gesammelt, welche für das weitere Spiel sehr entscheidend sind. Ich erlebe immer wieder das es Spieler gibt die jede Hand raisen und Anfangs Erfolg damit haben weil Sie gegen gegen ebenso schwache, manchmal auch gute aber vom Glück verlassene Gegner spielen und schnell viele Chips ergaunern. Hier sollte man nicht den Fehler machen sich mit mittelstarken Händen in teure Pots verwickeln zu lassen. Für gewöhnlich ist es nur eine Frage der Zeit bis solche Spieler gegen gute Hände laufen und ausscheiden. Nun macht sich für den weiteren Verlauf des Turniers bezahlt, welche Informationen man über die verbleibenen Spieler gesammelt hat. Das lesen der anderen Spieler benötigt ein wenig Erfahrung, wird im laufe der Zeit aber immer einfacher je besser man sein eigenes Spiel beherrscht. Ich denke wenn man die Tipps der Pokerschule beachtet und eine weile angewendet hat, bekommt man langsam ein Gefühl für sich und sein Spiel. Dafür gibt es leider keinen Masterplan und beruht auf Erfahrungswerten die man im Laufe der Zeit sammelt.
Kommen wir zum weiteren Verlauf des Turniers. Nun findet bei steigenden Blinds der Balanceakt zwischen aggressivem und effektivem Spiel statt. Man sollte keinesfalls den Fehler machen, ausschließlich auf AA oder KK zu warten. das führt oftmals dazu das einen die Blinds auffressen und man dann, wenn man endlich eine Tophand bekommt nur noch so wenig Chips hat, das man von drei - vier Spielern mit High-cards oder suited-connectors gecallt wird von denen dann meist eine trifft und man aus dem Tunier ausscheidet. Um bei einem Tunier auch mal den Finaltable zu erreichen ist es unumgänglich ebenfalls mit spekulativen Händen seine Chancen wahrzunehmen und mit möglichst wenig Einsatz den Flop zu sehen. Sollte man dann seine straight das full mit dem Lowpair oder ähnliches treffen kommt es nur noch darauf an möglichst viele Chips aus der Hand zu holen. Auch dafür gibt es je nach position wieder verschiedene Optionen. Sitzt man in position mit den Nuts kann man das ganze ruhig angehen. Ist man out of position empfehle ich entweder das check-raise bei aggressiven Gegnern, von denen man weiß das Sie raisen, oder dem raise mit hohem Einsatz um andere schnell aus der Hand zu vertreiben, bei denen man davon ausgehen kann, das Sie bereit sind, kleine einsatze zu einer besseren Hand zu bezahlen. Hier kommt einem wieder die Beoabachtung der anderen Spieler zu gute. Trotz allem ist es ungeheuer wichtig die Ruhe zu bewahren. Hat man mal eine gute Hand gegen eine spekulative verloren und damit eine guten Teil seines stacks verloren neigt man schnell dazu "tilt" zu sein und mit einer schwachen Hand zu gambeln. Dies ist meist wenig effektiv und führt oft dazu, das man aus dem Tunier ausscheidet. Auch hier gilt es ruhig zu bleiben, auf eine vielversprechende Hand in der richtigen Position zu warten und wenn möglich seinen Stack wieder zu verdoppeln. Klappt nicht immer, ist aber generell am effektivsten.
Sollte es nun wie erhofft so sein dass das Tunier gut läuft und Ihr bald die bezahlten Plätze erreicht habt werdet Ihr merken, das sich das Spiel vor den bezahlten Plätzen leicht verändert und man das Gefühl hat, es geht nicht vorwärts.
Hier gibt es wieder mehrere Optionen damit umzugehen. Ist man selber Short-Stack empfiehlt es sich wie in der Short-Stack-Strategie beschrieben ultra tight und nur absolute Top-Hände zu spielen. Vorrang hat es meiner Meinung nach die bezahlten Plätze zu erreichen um zumindest sein Buy-in und ein kleinen Gewinn zu erhalten. So hat man zumindest nicht ganz umsonst gespielt. Die weitaus bessere Variante ist allerdings, wenn man selbst High-stack am Tisch ist. Dies hat nämlich den Vorteil das man mit nahezu jedem Raise viele Blinds stehlen kann, da alle anderen meist ebenfalls darauf bedacht sind, die bezahlten Plätze zu erreichen und es sich gut überlegen ob Sie bereit sind All-in zu gehen. Auf diese Weise kann man mit etwas Glück seinen Stack noch einmal erheblich erhöhen, was einem natürlich im weiteren Verlauf zu Gute kommt. Sollte man der Glückliche sein, High-Stack zu sein, darf man aber nach wie vor nicht seine Beobachtung der anderen Spieler  vergessen! Solltet Ihr auf Widerstand von einem Gegner stoßen, von dem Ihr wisst, das er nur starke Hände spielt, kann man die Hand auch gerne mal passen. Ich denke ein raise von 3-4 BB sollte meist reichen um Informationen über die anderen Spieler zu erhalten.
Die bezahlten Plätze sind nun hoffentlich erreicht und Ihr werdet sehen das sich das Spiel eine Zeit lang wieder erheblich verändert. Nun ist es nämlich so, das viele Spieler mit kleinem Stack, die versucht haben irgendwie in die bezahlten Plätze zu kommen, mit der erstbesten besseren Hand verdoppeln wollen. Hier ist es jetzt wieder an euch etwas ruhiger zu werden, um mit einer starken Hand die Spieler vom Tisch zu nehmen. Nach kurzer Zeit hat sich das Spiel dann wieder normalisiert und Ihr könnt wie gewohnt weiter spielen. Ein weiterer Tipp für das Tunier ist, seine Statistik im Auge zu behalten. Meiner Erfahrung nach spiele ich am effektivsten, wenn ich ca. 25-30% meiner Hände spiele. Dies variert natürlich je nachdem ob ich High oder Short-Stack bin. Ihr werdet schnell merken, das der Prozentsatz der gewonnenen Showdowns von dem Prozentsatz der insgesamt gepielten Hände abhängt. Natürlich kommt es hier auch ein wenig darauf an, welchen Spielstil Ihr befolgt. Ich bevorzuge eine tight-aggressive Variante, worauf meine Beschreibung auch ausgelegt ist.
Kommen wir nun zum erhofften Finaltable.
Auch hier findet nochmal ein völlig neues Spiel statt. Zum einen kann man davon ausgehen, das alle nun anwesenden Spieler ganz gut wissen was Sie tun, zum anderen erlaubt die Höhe der Blinds nicht all zu viele Fehler. Das soll aber noch kein Grund sein Angst vorm Spiel zu haben. Man sollte sich in dieser Situation einfach mal ausrechnen wieviel Prozent Gewinn man im Vergleich zum Buy-in gemacht hat und schon hat man seine Ruhe wieder. Sicher ist der Unterschied zwischen dem 9. und dem 1. Platz meist enorm was die Auszahlungsstruktur angeht, aber Ihr habt auf jeden Fall einen ordentlichen Gewinn sicher. Zum Spiel:
Wenn Ihr bis hierhin ein solides Spiel gezeigt habt, solltet Ihr daran auch nichts ändern. Jeder Platz ist jetzt bares Geld wert und so ist es natürlich in eurem Sinne noch den einen oder anderen Platz gut zu machen. Top-Hände sollte man aggressiv spielen um möglichst wenig Gegner zu haben. Es lohnt sich auch so immer mal ein paar Blinds zu stehlen und ist, sollte jemand mit einer spekulativen Hand callen meist vorn. Wenn im Flop flush oder straight draw gegen einen Gegner mit vermutlich spekulativer Hand kommt(Beobachtung nicht vergessen) und man selbst nur Overcards oder Pair ohne draw hält kann man das ganze auch gerne mal langsam angehen und auch mal KK oder ähnliches wegschmeißen sollte der Gegner übermäßig aggressiv reagieren.
Meist läuft das Spiel aber auf ein All-in Preflop hinaus. Sicher braucht man auch ein wenig Glück das man die richtigen Karten zur richtigen Zeit bekommt, es zahlt sich meiner Erfahrung nach aber aus, auch hier die Ruhe zu bewahren und auf seine Möglichkeiten zu warten. Mit etwas Glück und Geduld haben wir nun das Heads-up erreicht.
Im Heads-up ändert sich das Spiel noch einmal grundlegend. Hier auf eine Tophand zu warten bringt meist nicht viel. Im Grunde ist es so das man nahezu jeden Treffer oder Highcard spielt und vorne liegt. Hände wie 3-9 off oder 10-5 kann man getrost folden. Hat man suited oder connected cards hat man gute chancen auf den gewinn der Hand, High cards oder gar High pairs sind meist die Gewinnerhand. Im Heads-up werden die meisten Hände gecallt bzw. der SB versucht mit einem kleinen raise die Hand für sich zu entscheiden. Ein re-reaise sollte man nur mit einer Top-Hand callen ist aber ein gutes Mittel gegen einen aggressiven Gegner im SB. Mit etwas Glück und Geduld seht Ihr nun eurem Tuniergewinn entgegen.
Nun wünsche ich allen viel Spaß und das nötige Glück beim nächsten Turnier.

Madddin08



 

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