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Dies und Das rund' ums Pokern
Von: Onidon
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Poker-Strategien
Nach dem wir uns logistisch und mental zum Zocken vorbereitet haben (siehe Beitrag „Küchenpsychologie“) geht es nun darum einen Plan zu entwickeln wie wir das Spiel gestalten wollen. Nachdem ich mich durch Foren, Online-Magazine und Youtube-Videos durchgearbeitet habe stelle ich fest, dass es ca. 5000 Poker-Strategien gibt die alle „den Erfolg“ versprechen. Ich bin also genauso schlau wie vorher.


Hilft nix, da muss was eigens kreiert werden!


Jetzt ist es ja so: wir wollen nach wie vor das Spiel selbst gestalten und keine 238 Tabellen vor uns liegen haben wo wir unseren nächsten Move ablesen. Aber in bestimmten Situationen, nämlich dann wenn wir vor einer großen Entscheidung stehen (All-In, „on the Bubble“, „kurz vorm Geld“ etc.) und unser Blut durch Adrenalin ersetzt wird (das ist geil ), ist es sinnvoll sich durch nüchterne Fakten unterstützten zu lassen. Daher sollten wir uns eine Strategie erarbeiten um schon vor dem Rush zu wissen was wir tun sollten oder was besser nicht!
Getreu unserem Motto: „Darf nix kosten, muss einfach zu erlernen sein“ beschränken wir uns vorerst auf 2 Tabellen (Preflop und Postflop) die uns helfen können gute Entscheidungen zu treffen.


1. Preflop-Strategie
Wir wollen uns nun überlegen welche Preflop-Hände wir folden, callen, (re)raisen.
Schon wird’s kompliziert, denn das ist natürlich von verschiedenen Faktoren abhängig: Spielvariante, Position, Stack, Pot, Blinds, Spielweise der Gegner, eigenes Ziel etc. und schon sind wir wieder bei unseren 238 Tabellen…


Wir vereinfachen das wie folgt:
Es gibt 169 verschiede Starthände (die Farben interessieren uns nicht, nur ob „off-suited“ oder „suited“).
Wir erstellen uns also eine Tabelle (z.B. in Excel) in der alle Kombinationen aufgeführt sind, ziehen eine Diagonale von AA bis 22 (also durch alle Pocket-Pairs) und nummerieren die einzelnen Hände mit Werten angefangen von Premium-Händen (1) bis zur „ich habe 1 Millionen Chips, mein Gegner hat 100 Chips, ich setzt ihn All-In“-Hand (9) durch. Dabei ist zu beachten, dass alle Hände rechts (oberhalb) der Diagonalen „suited“ und alle links (unterhalb) davon „off-suited“ sind. Kombinationen  die wir „normalerweise“ nicht Preflop spielen bekommen keine Nummer.


Hier ein Beispiel, dass ihr nach euren eigenen Wünschen, Erfahrungen verändern könnt:

Poker-Strategie NLHE 1

Aus dieser Tabelle kann man  sich nun in prekären Situationen „Hilfe“ holen um die anstehende Entscheidung „statistisch“ zu betrachten oder bereits vorab sich eine Strategie zurechtlegen.

In diesem Beispiel werden max. 55,62% der möglichen Hände gespielt (1-9); spielt man nur Hände mit Wertigkeit 1-3 sind das 9,47% und für tightere Spieler wohl die bessere Variante. Muss aber jeder selber wissen.

Bemerkung: Die Wertigkeiten der Handkombinationen sind nicht alleine von ihren tatsächlichen Odds gegen andere Kombinationen abhängig sondern auch von Erfahrungswerten bzw. Spielsituationen.
Z.B.: 77 ist im direkten Vergleich gegen 76s mit 80% im Vorteil. In der Praxis kann aber 76s gegen AK die bessere Ausgangssituation haben (Straight-Draw, Flush-Draw, 2 pair etc.); daher haben hier beide die Wertigkeit 5.

So, das war's mit Teil 1; könnt Ihr damit was anfangen?

Ich freue mich auf euer Feedback

Gruß und GL

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