javascriptNotEnabled

Home \ Community \ Blogs \

bargain bin

Dies und Das rund' ums Pokern
Von: Onidon
Send PM

Wer kennt sie nicht die Aggros und Maniacs welche bei NLHE-Turnieren fortwährend unsere mittelstarken bis starken  Hände (re)raisen  und wir aufgrund der Odds folden „müssen“. Nicht nur das diese Spielverderber nerven und unsere eigene Strategie zerstören, manche von ihnen sind damit sogar ziemlich erfolgreich und wird schauen frustriert zu wie unsere Chips als Dead-Money verbrennen.

Natürlich wird selbst dem größten Fisch nach einiger Zeit klar, dass so ein Raiser rein statistische nicht immer Premiumhände bekommen kann aber „vielleicht hält er ausgerechnet gegen mich die Monsterhand und wirft mich aus dem Turnier“.

Kann man mit übertriebener Aggression erfolgreich sein, steckt dahinter ein System und wie spielt man in solchen Situationen?

Schon mein alter Kumpel Sunzi schrieb vor 2500 Jahren in seinem Buch „Die Kunst des Krieges“: Schlage deinen Gegner mit seinen eigenen Waffen!

Doch bevor wir dies tun ein paar grundsätzliche Überlegungen:
Auch wir kennen Spots in denen wir mit „Any 2“ einen Gegner mit einem All-In unter Druck setzen; nämlich dann wenn unser Stack 100 BB und der des Gegners < 5 BB groß ist oder wir haben Pocket-Aces und nur einen Gegner nach uns. Daraus ergeben sich zwei psychologische Voraussetzungen die ein Agggro-Spiel beinhalten müssen. „Ich habe keine Angst Chips zu riskieren“ und „Mein Blatt ist in der Lage zu gewinnen“. Letzteres kann man anhand der Odds-Tables ablesen. Ein Raise bedeutet für unsere Gegner immer:

„Der Rasier kann eine starke Hand halten; damit ich calle muss ich eine starke Hand  halten“.

Diesen psychologischen Vorteil in Prozenten auszudrücken ist in erster Linie abhängig von der Spielweise unseres Gegners. Bei einem sehr tighten Spieler oder einer Calling Station kann dieser Vorteil bis zu 100% betragen, bei einem Reg oder Pro  aber auch auf eine homöopathische Dosis schrumpfen! Verweisen möchte ich hierbei auch auf unsere kostenlosen Pokerhilfen, welche nützliche Informationen über die eigene sowie über die Spielweise unserer Gegner sammeln.

Steht man selbst einen Aggro gegenüber und hält eine Premiumhand (T3o sollte erst im späteren Verlauf eurer Pokerkarriere dazu gehören) spielen wir „Lame Duck“ und suggerieren eine mittel-schwache Hand indem wir nur limpen oder ein Minraise setzen. In OOP ist das besonders effektiv! Wir callen seine Raises und spielen „verzweifelt“ eine max. 2-Pot große Riverbet. Das sollte dem Aggro eine Lehre sein und es ist sehr wahrscheinlich, dass er seine Spielweise uns gegenüber „anpassen“ wird! (wie immer ohne Gewähr )

Nun, diese Situationen bedeuten meistens (positiven) „Stress“, daher sollte man sich für sein aggressives Spielsystem erst mal eine Tabelle erstellen damit man am Tisch „unaufgeregt“ seine Hände einordnen kann. Dann heißt es „Üben, üben, üben“.

Ich empfehle hierzu 6-max Tische SNG’s (keine Cash-Tables!) die aufgrund der fehlenden 3 Mittelpositionen sehr oft zum Blindsteal einladen und wenn‘s mal „schief geht“ hält sich der Verlust in Grenzen.

Hier mal ein Vorschlag wie das Ganze aussehen kann (einfach euren Bedürfnissen anpassen):

Wie immer sind mir eure Kommentare willkommen!


Gruß und GL

In order to comment, you must login or register
Quiz
Neu hier? Nimm an unserem Einstufungstest teil und starte so deine Pokerausbildung.
Schon Mitglied? Melde dich hier an
javascriptNotEnabled
Lerne Von Einsteiger- bis zu Expertenstrategien
Trainiere Verbessere dein Können mit Hilfe unserer Trainer
Gewinne! Etabliere dich als Gewinner