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The Daily Grind - Leid und Freud eines professionellen MTT-Grinders

/Aug/2012

A Visit to Vegas - Part IV.

Von: Pimola @ 17:15 (CEST) / 1332 / Kommentar ( 0 )

Moin Leute!

Im letzten Eintrag hattet ihr bereits alles über den Anfang und die Erste der drei wichtigsten Hände meines WSOP 1.500$ Side Event Auftritts erfahren. Nach dem etwas glücklichen double-up, hatte ich erstmals im Turnier einen wirklichen bigstack und etwas Raum um Druck ausüben zu können.


Hand 2

Einen orbit nach > gegen Ismael, minraise ich aus MP1, bei blinds 200/400/50, und der loose schlechte Spieler am BU (14k) callt. Der SB (10k) overcallt und Bojang foldet relativ short im BB.

Flop (pot: 3250):


SB checks, Hero checks, BU bets 1800, SB folds, Hero goes AI for >20k, BU calls

Normalerweise sollte es hier Standard sein, den flop multiway auf einem drawy board zu cbetten. Jedoch ist der BU loose und meine perceived range enthält extrem viele broadway-Kombos, die hier den flop durchaus check/folden können. Daraus schlussfolgerte ich, dass ich erstens durch einen check oftmals noch value aus der air range des BUs extrahieren könnte, da er gegen zwei weake checks häufig stabben wird. Aber zweitens dieser auch mit marginalen value Händen gegen meinen check/shove wegstacken würde, da er nen c/shove in diesem spot als weak ansehen könnte.
Falls es durchgecheckt wird, habe ich meistens noch die beste Hand am turn und bin auch auf ein nicht drawing dead, falls behind.
Letztendlich gingen die chips in die Mitte und villain hielt . Der Plan hatte also gut funktioniert, denn ich hatte einen 75bb pot als hoher Favorit aufgebaut und die chips gut reinbekommen. Das am turn und eine blank am river brachten mir dennoch keinen Lohn, sondern sorgten dafür, dass ich wieder auf 7k chips down war. Mund abgewischt und weiter gings!

Nach ein paar weiteren unspektakulären orbits an diesem Tisch verließ ich die Achterbahnfahrt und begab mich an einen neuen sehr soften Tisch und spielte ab da ziemlich stetig meinen stack in die Höhe.
Einen kleinen Dämpfer gab es noch, als ich als PFA im singleraised pot mit gegen auf einem board AI kam und der turn die und der river die zum split pot brachten.
Alle anderen Hände konnte ich jedoch meistens souverän spielen und viele kleinere und mittlere Pötte gewinnen.
Dann irgendwann wurde ein junger Spieler, der wie ein typischer online Regular aussah, direkt zu meiner Linken an den Tisch gemoved. Ich kannte ihn nicht und er kannte mich nicht, aber wir gingen uns trotzdem relativ stark aus dem Weg und spielten primär gegen die weakeren Spieler am Tisch.
Ein bis eineinhalb Stunden vor Ende des Tages kam es dann zu der größten Hand, zwischen uns beiden.
Die blinds lagen wahrscheinlich bei 500/1000/100 und ich raiste aus MP2 mit einem stack von ca. 40k. Er callte mit einem 30-35k stack vom HJ und wir gingen HU zum flop.

Flop (pot: 6400):

Hero checks, HJ bets 1850, Hero raises to 5150, HJ calls

In dieser Situation halte ich teilweise die beste Hand, aber laufe teilweise auch gegen ein mittleres pocket bis maximal TT.
Ich denke gegen eine cbet wird villain selten aufgeben, wenn er die Art Spieler ist, für den ich ihn ungefähr halte. Gegen einen c/R wird zwar auch nicht direkt gefoldet, aber da ich den Plan habe hier ein overpair zu reppen, werde ich den turn auch klein als perceived suckbet betten und dann any river für maximale FEQ shoven, außer ich improve. Falls ich improve bette ich wahrscheinlich klein for value um noch einen call zu bekommen.

Turn (pot: 16700):

Hero bets 4950, HJ calls
 
Hier musste ich leider kleiner betten, als ich am turn geraised hatte, was für mich vielleicht der einzige Makel an der Hand ist. Mir viel am turn auf, dass sein stack committed wäre, wenn ich hier zu hoch betten würde und war somit zu der size gezwungen.

River (pot: 26600):

Hero shoves, HJ folds

Am river tankt er eine gute Minuten, bevor er die Hand foldet. Nachher erfuhr ich, dass der Spieler Thomas aka WushuTM auf Pokerstars war. Später diskutierten wir nochmal über die Hand und er sagte mir, dass er selber auch gehalten hatte. AQ ist in dem spot ziemlich ähnlich wie nen mittleres pocket, sodass ich mal annehme, dass er den größten Teil seiner range am river folden wird und das ich somit eine gute line gewählt hatte. 8)
Danach spielten wir meistens nurnoch kleinere Pötte, da die meisten an unserem Tisch sicher in Day2 und wir allesamt müde waren.
Am Ende des Tages war es mir möglich 60.800 chips einzutüten und den Tag somit als 48/313 Spielern zu beenden.

Da ist es natürlich immer besonders nett, wenn man sich auf sein gemütliches Hotelzimmer zurückziehen und für den kommenden Tag ausruhen kann.
Um euch zu zeigen wie mein Freund und Zimmerkollege Philip und ich in Vegas so untergekommen sind, habe ich extra eine kleine Zimmerführung als Videoblog gemacht. Viel Spaß! Leider war die Beleuchtung im Zimmer nicht ganz optimal, aber ich denke man wird den Großteil erkennen können. :tongue:

Zum Abschluss noch eine der Kuriousitäten, die man auf den Straßen von Vegas finden kann:


That's how cats roll, in Vegas!

Im nächsten Eintrag fasse ich dann meinen Day2 vom 1.500$ WSOP Event zusammen.


Keep on readin'!

Euer Pimola

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