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The Daily Grind - Leid und Freud eines professionellen MTT-Grinders

/Mai/2012

May in Asia - Part III.

Von: Pimola @ 07:30 (CEST) / 748 / Kommentar ( 1 )

Hey Leute!


Momentan sitze ich im Hotelzimmer in Bangkok und erhole mich von den letzten anstrengenden Tagen. Ich mache heute Abend also mal "nen Ruhigen". Ich will relativ früh aufstehen, da ich den morgigen Tag für eine Shoppingtour und ggbf. einen Ausflug zum Grand Palace, dem größten und bekanntesten Tempel in Bangkok, nutzen möchte.
Außerdem bin ich euch ja noch die restlichen 2 Tage von Koh Mak schuldig.

Kurz mal so generell: 1€ = 40 Baht :wink:

Koh Mak - Tag 4

Da wir uns am dritten Tag, außer vom Bungalow zum Restaurant, quasi null bewegt hatten, lag es nahe, dass wir am vierten Tag wieder etwas mehr action gebrauchen konnten.
Die Insel hatten wir jedoch bereits mit den Rollern erkundet, weswegen ich nach einiger Überzeugungsarbeit Andrew dazu überreden konnte, mich auf einen Tauchausflug zu begleiten. Ich hatte während der Rollertour bereits zufällig zwei verschiedene Tauchbasen gesehen und mich dort kurz nach den Angeboten erkundigt.
Unsere britischen Nachbarn im Baan Kohmak Resort, Jason und Fey, hatten zwei Tage zuvor bei einer der Basen einen sehr guten Tauchtrip unternommen und waren sehr zufrieden. Dementsprechend hoffnungsvoll blickte ich unserem Ausflug entgegen.
Koh Mak gilt zwar nicht als eines der besten thailändischen Tauchreviere, aber es war meine einzige Chance meinen shorty Taucheranzug, den ich vorsichtshalber von Zuhause mitgebracht hatte, einweihen zu können. Mit Andrew im Schlepptau, der erstens nicht gerne und auch nicht gut schwimmt und zweitens kein Taucher ist, ergibt sich kaum eine Möglichkeit des Tauchens.

Da der trip aber auch von Schnorchlern gebucht wurde, war es für Andrew erträglich mich zu begleiten. Außerdem wäre es, meiner Meinung nach, ein Fehler nur die Überwasserwelt von Thailand zu erkunden, wenn man schonmal die Möglichkeit hat auch einen Blick unter Wasser zu werfen.
Für 2200 Baht buchte ich, bei den Koh Mak Divers zwei Tauchgänge inkl. Ausrüstung und lunch. Andrew musste 650 Baht für die Schnorchelausrüstung und lunch zahlen. Alles in allem zwar nicht teuer, aber auch nicht wirklich günstig, für thailändische Verhältnisse zumindest. Dafür konnte man davon ausgehen, dass die Ausrüstung in gutem Zustand und der Tauchguide fähig sein würden.
Auf der website, die ich oben verlinkt habe, könnt ihr euch auch nen paar Fotos von der Basis und der örtlichen Unterwasserwelt angucken.
Koh Mak Divers wird von Steve, einem sehr lässigen Briten, der sich etwas wie ein Pirat verhält, geführt. Der Tauchguide ist sein Kollege, ein Holländer, der auch fließend Deutsch spricht. Er wirkte anfänglich auch ziemlich lässig, sodass ich mich schon auf einen coolen Tauchtrip freute. Leider stellte sich mit der Zeit heraus, dass er irgendwie nen kleiner arroganter A**** war.
Er nahm irgendwie alles total persönlich und behandelte einen auch etwas wie ein Kleinkind, dem man nichts von Wert anvertrauen könnte, da man es höchstwahrscheinlich verliert oder zerstört. Total ridic der Typ! :rage:

Das Boot, die Thaitanic (epic name is epic!), war überraschender Weise ein kleines Schiff, das etwas wie ein modernes asiatisches Piratenschiff aussah. Passte also gut zu Steve und solange es schwimmt, sollte es wohl für einen Tag taugen. :wink:

Der trip lief wie folgt ab:
1. Wir fuhren mit dem Boot ca. 45min zum ersten dive spot. Während der Fahrt saßen die Schnorchler vorne auf Bänken, wohingegen wir Taucher im hinteren Bereich unsere Ausrüstung vorbereiteten.
2. Nach der Ankunft am ersten spot gings erst für die Taucher und dann auch für die Schnorchler ins Wasser.
3. Nach dem Tauchgang fuhren wir zu einer ruhigeren Stelle, direkt in der Nähe, wo wir eine Stunde Pause machten und das Mittagessen zu uns nahmen.
4. Danach fuhren wir zur zweiten Tauchstelle, während wir Taucher wieder die Ausrüstung bereit machten.
5. Punkt 2. wiederholte sich.
6. Es ging wieder ca. 45min zurück zur Anlegestelle auf Koh Mak.


Hier sieht man Andrew in Mitten der anderen Schnorchler, allesamt asiatische Touristen, auf dem Hinweg zum ersten dive spot.


Unser Kapitän, der ehrlich gesagt auch etwas von nem Pirat hatte. Passt ja alles wie die Faust aufs Auge bei denen.


Im Hinteren Bereich hielten sich die Taucher, bestehend aus Nick, Belle, Greg, dem Tauchguide und mir auf. Hier sieht man Belle und Nick, die zusammen in Bangkok leben.


Hier hilft mir der Tauchguide, mein neuer bester Freund, in die noch unbekannte Ausrüstung. :wink:


Kurz vorm ersten Tauchgang checke ich nochmal ob der Oktupus auch wirklich gut funktioniert.


Hier sind wir schon wieder auf dem Rückweg. Lustigerweise kann man auf dem Bild rechts am Rand unseren ersten dive spot und links am Rand unseren zweiten dive spot sehen.

Das die dive spots so nahe beeinander liegen habe ich bisher, obwohl ich noch keine 30 Tauchgänge hinter mir habe, noch nicht erlebt. Ich hoffe, dass es auch eher ne Seltenheit bleibt. Wenn die spots nahe beeinander liegen, ist meiner Einschätzung nach, die Chance auf ähnliche Tauchgänge relativ hoch. Eigentlich wurde bisher immer versucht möglichst unterschiedliche Tauchgänge zu ermöglichen und den Tauchern dadurch einfach guten value für ihr Geld zu bieten.
Jetzt fragt sich zumindest jeder Taucher, wie waren eigentlich die Tauchgänge? Ich möchte nicht zu detailreich darauf eingehen, außer dass ich sagen kann, dass sich die BEIDEN Tauchgänge wohl unter den 4 schlechtesten Tauchgängen meiner noch jungen Taucherkarriere befinden.
Warum? Der erste Tauchgang fing schon schlecht an, da ich direkt beim Abtauchen merkte, dass eine Menge Sedimente im Wasser herumschwommen und die Sicht dadurch auf maximal 10m beschränkt war. Ein guter Tauchgang sollte zumindest an die 15-20m Sicht haben. Dazu kam noch, dass es beim ersten Tauchgang einfach kaum etwas zu sehen gab. Mit Großfisch war eh nicht zu rechnen, aber auch kleine Fische oder farbenfrohe Korallen gab es eher wenige. Die ersten 20min des ca. 65 minütigen Tauchganges bewegten wir uns ziemlich weit weg vom Riff nur über dünn besiedelten sandigen Meeresboden, weswegen ich wage zu sagen, dass 1/3 des Tauchganges eine komplette Verschwendung war.
Dementsprechend schockiert war ich dann, als ich merkte, dass unser zweiter Tauchspot keine 200m entfernt war. Die Chance auf bessere Sicht war verschwindend gering. Meiner Meinung nach, hätte ein guter Tauchguide spontan einen anderen Tauchspot ausgewählt um uns Tauchern, zumindest einen guten zweiten Tauchgang zu ermöglichen.
Der zweite Tauchgang war anfänglich noch schlimmer als der Erste. Die Sicht betrug maximal 8m und es gab eine starke Gegenströmung, mit der wir ca. die ersten 30min zu kämpfen hatten. Danach kamen wir in einen strömunggeschützen spot zwischen Felsen, in dem sich drei große Fischschwärme gesammelt hatte. Das war dann ein relativ nicer Anblick. Zwei kleine Rochen die sich unter Felsen versteckten, rundeten das ganze dann noch etwas ab.
Also ein bisschen was zu sehen gab es schon. Allgemein war der Tauchgang keine komplette Zeitverschwendung, da ich außerdem mehr Erfahrung sammeln konnte, die mir sicher in Zukunft nicht schaden wird. Enttäuscht war ich trotzdem, da ich mit deutlich höheren Erwartungen an die ganze Sache herangegangen war. :(


Koh Mak - Tag 5

Für den letzten Tag hatten wir uns dann nochmal was ganz feines überlegt. Wir hatten bereits von einem sehr guten thailändischen Kochkurs gehört, der auf Koh Mak angeboten wurde. Zufälligerweise stellte sich heraus, dass der Kurs direkt neben dem Koh Mak Seafood Restaurant, dass wir am zweiten Tag bereits besucht hatten, stattfinden würde. Die Kochlehrerin ist übrigens Leem, die im Restaurant unsere Bestellung entgegen genommen und uns dort bereits mit ihrer herzlichen Art überzeugt hatte.
Bevor jedoch der Kochkurs um 3 Uhr Nachmittags beginnen sollte, verbrachten wir noch ein paar Stunden am Hauptstrand der Insel, wo die meisten und auch unser Resort liegen.


Andrew war diesmal vorsichtig und verzichtete, trotz großzügigem Sonnencremeeinsatzes, auf den freien Oberkörper. :tongue: Er war aber zugegebener Maßen auch noch immer ziemlich rot, wohingegen mein rot mittlerweile in ein gesundes braun übergegegangen war.
Ich war nicht so schlau, wie ich am Abend an meiner diesmal aber nur leicht geröteten Haut wieder einmal feststellen musste.


Am Strand gab es auch eine umgekippte Palme, an der man eine Art Schaukel angebracht hatte. Der perfekte spot um nen paar Fotos zu machen. Obviously hab ich die Idee von meinen Freunden geklaut, die bereits dort Fotos geschossen hatten.


Eine kurze Balanceinlage durfte dabei auch nicht fehlen. Der Rückweg viel leider etwas unelegant aus, da man die Höhe von unten dann doch etwas unterschätzt und ich kein Lust hatte mir durch einen Sturz den weiteren Urlaub zu verderben. :wink:

Zum Glück hatten wir insgesamt nur knappe 2 Stunden Zeit, um am Strand zu liegen. Sonst wäre ich wahrscheinlich wieder komplett verbrannt.
Danach folge wie bereits angesprochen der Kochkurs. Wir wurden wieder einmal mit einem Pickuptaxi abgeholt und zum Restaurant gefahren. Der Kochkurs fand jedoch in ihrem Privathaus statt, was etwas abseits stand.


Auf ihrem Balkon erwartete uns Leem bereits. Sie stellte gerade einen Begrüßungstee auf den Tisch wo wir anfänglich sitzen sollten. Rechts sind die Kochstellen, wo man auf kleinen Gaskochern in Woks das Essen zubereitet, zu sehen.


Erst einmal erklärte uns Leem generelle Dinge über die thailändische Küche und die Zutaten, die wir im Kurs nutzen würden. Alles natürlich schön illustriert.


Wir starteten mit einem Pad Thai mit Shrimps, dass so ziemlich das beste Pad Thai werden sollte, was wir beide jemals gegessen haben. Hoffentlich bekommen wir das beide dann auch ohne Leems Hilfe so hin, wenn wir es in der Heimat nochmals kochen.


Leems Gehilfin hatte in der Zeit bereits viele verschiedene Zutaten in einem länglichen Holzschiff bereitgeställt. Einfach klasse was die thailändischen Küche alles verwendet!


Damit begann die harte Arbeit. Wir mussten jeweils aus den Zutaten unsere eigene Currypaste im Mörser zubereiten. Ich hatte ein Masaman Curry und Andrew ein einfaches Rotes Curry gewählt. Rote Currypaste ist so ziemlich die Basis für viele verschiedene thailändische Gerichte und ist sehr lange haltbar. Man fertigt sie meistens in großen Mengen an und verwendet sie dann bis zu einem halben Jahr lang, für Currys, Suppen, Fischkekse und vieles mehr.

Nachdem die Vorbereitungen abgeschlossen waren, kochten wir drei verschiedene Gerichte am Stück und konnten dann letztendlich alles zusammen zum Schluss genießen. Leem nannte es "non stop cooking and non stop eating". :-D
Da es in Thailand keine Vorspeisen gibt, isst man eigentlich die in Europa als Vorspeisen servierten Suppen, oder Frühlingsrollen etc. zusammen mit den klassischen Hauptgerichten. Durchaus interessant zu sehen, wie unterschiedlich die tradionelle thailändische Küche doch zu der in Europa Integrierten ist.


Als Hauptgang gab es von links nach rechts, kurzgebratenes Huhn mit Cashewnüssen, das Masamancurry mit Huhn, das Rote Curry mit Rind und eine Tom Yam Goong mit Shrimps.

Der blaue Reis wurde bereits von Leem vorher zubereitet, indem sie essbare blaue Blüten im Wasser ausgepresst hatte um es blau zu färben und danach den Reis darin zu kochen. Geschmacklich kein Unterschied, aber nett anzusehen. Als Nachtisch gab es kleine Affenbananen in Kokusnusssoße und einen Zitronengrastee. Alles wirklich sehr lecker!
Danach waren wir dann aber auch wirklich komplett vollgestopft und rundum glücklich. Leem gab uns jeweils noch ein Notizbuch mit den einzelnen Rezepten für Zuhause mit und veriet uns während des Kures, welche Ersatzzutaten man in Europa nehmen könnte, falls man die speziellen asiatischen Zutaten nicht erhält. Der Kurs war echt geil und man konnte nicht nur gutes Essen, was man teilweise alleine zubereitet hatte, genießen, sondern konnte auch eine Menge über die Thailändische Küche lernen. Jedem der gerne kocht, sollte so ein Kochkurs wirklich viel Freude bereiten!

Somit fand unser Aufenthalt auf Koh Mak ein würdiges Ende! Abschließend kann ich sagen, dass ich die Zeit dort wirklich genossen habe und gerne irgendwann nochmal für 2-3 Wochen zurückkehren würde. Die Insel ist einfach ein sehr ruhiger, vom Tourismus größtenteils verschonter Ort, an dem man einfach entspannen, aber wenn man will auch nen paar gute Dinge unternehmen kann. Außerdem ist es dort besonders in der low season ziemlich günstig, sodass man auch mit einer kleinen Reisekasse auskommen sollte. Die Reise war es definitiv wert!

Damit ist nun auch schon die Hälfte des Monats und somit auch meiner kleinen Asienreise vorbei. Die Zeit vergeht doch schneller als man denkt. :(
Das nächste Update gibt es dann wahrscheinlich von Macau oder Hongkong aus. Momentan bin ich wie gesagt in Bangkok, wo es Andrew und mir so gut gefällt, dass wir spontan noch zwei Tage länger hier bleiben um noch am Freitag und Samstag mit nen paar Einheimischen feiern gehen zu können und das ein oder andere zu unternehmen. Mit Belle, die ich beim Tauchen kennengelernt hatte, und ein paar ihrer Freundinnen werde ich z.B. morgen shoppen gehen. Danach gehen wir bestimmt noch feiern oder so. Dafür ist Bangkok nämlich sehr gut geeignet, wie ich bereits am Mittwoch feststellen konnte. Let's see what happens! :wink:


Keep on readin'!

Euer Pimola

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