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The Daily Grind - Leid und Freud eines professionellen MTT-Grinders

/Jan/2013

New Zealand All Over Again - Part V.

Von: Pimola @ 11:21 (CET) / 914 / Kommentar ( 0 )

Moin Leute und kia ora!

Jetzt geht es mit unserer Reise an die West Coast weiter, die ein Zwischenziel unseres Rückweges nach Queenstown sein sollte. Frisch ausgeruht machten wir uns also am nächsten Morgen gegen 10 Uhr auf den Weg zurück nach Christchurch um von dort aus den Arthur's Pass anzusteuern, der uns einen sicheren und schnellen Weg über die Berge zur West Coast ermöglichen sollte.
Der Arthur's Pass war zu aller erst eine Handelsroute der Maori, der neuseeländischen Einheimischen, die ihn für den Jadetransport nutzten. Nach der Kolonialisierung wurde der Trampelpfad, steinig und schlecht passierbar wie er war, von den Weißen ausgebaut. Diese nutzen ihn vermehrt zur Zeit des Goldrausches,  als Goldgräber/ -schürfer sich in der Gegend tummelten. Mittlerweile führt einen der state highway 73 durch die Berge. Schon krass wie so einige Straßen sich über die Jahrhunderte entwickelt haben.

Wenn man den Arthur's Pass befährt, stößt man auf einige sehenswerte Orte, an denen teilweise ein zumindest kurzer Zwischenstop sogar Pflicht sein sollte.
Einer dieser Orte ist für mich Castle Hill, das von einem ehemaligen Dalai Lama einst als spirituelles Zentrum der Welt bezeichnet wurde. Viele Touristen besuchen ihn entweder um schöne Landschaftsfotos zu machen, oder weil sie sich sportlich beim sogenannten boldern betätigen wollen.


Die Landschaft ist geprägt durch diese sehr einzigartigen Steinformationen die wie Pilze auf den umliegenden Hügeln zu wachsen scheinen.


Auch weiter hinter den Hügeln sind sie noch zu sehen.

Ein paar Touristen sahen wir zwar, aber an sich konnten wir das "spirituelle Zentrum" relativ ungestört genießen. Einzig und alleine der sehr starke Wind, der einem öfters mal Sand und Staub ins Gesicht wehte, nervte etwas.

Unser nächster Zwischenstop sollte nicht viel weiter entfernt liegen und war eher so eine spontane Aktion. Addi hatte in seinem Reiseführer etwas von einem Gebirgsfluss gelesen, dem man unter der Erde folgen konnte. Es wurde als ein Abenteuerkurzausflug für alle Menschen mit einer mittleren bis guten Fitness beschrieben. Perfekt für uns, dachten wir! :wink:
Diesen Fluss fanden wir im Cave Stream Scenic Reserve und stießen außerdem auf einige Warnhinweise, wie man sich dort als Anfänger zu verhalten habe.
Ein schwedisches Pärchen, Patrick und Sandra, die dort am Parkplatz rumlungerten, fragten wir spontan, ob sie nicht auch Lust auf die Höhlenerkundung hätten. Sie spielten bereits mit dem Gedanken, aber waren noch etwas unentschlossen. Jedoch ließen sie sich durch uns dann doch relativ schnell zu diesem kleinen adventure überreden und wir machten uns in unserer Profiausrüstung in Richtung Höhleneingang auf.
Meine Ausrüstung bestand aus normalen Turnschuhen ohne Socken, einer Badehose, meiner Regenjacke und meiner stylischen Kopflampe. Auf Baumwollkleidung verzichtete ich ganz, da sie mich nur unnötig behindern und kalt am Körper kleben würde.


Der Eingang der Höhle, aus der der Gebirgsbach in den angrenzenden Fluss mündete.


Das letzte Foto mit Addi, Sandra und mir, bevor wir uns in die kalte nasse Dunkelheit wagten und unsere Elektrogegenstände zur Sicherheit zurücklassen mussten.

Nachdem wir uns knappe 2 Stunden unter der Erde durch den vom Bergbach ausgewaschenen Kalkstein begeben hatten, kamen wir etwas unterhalb des Parkplatzes an einem Wasserfall, den wir mit Hilfe von in den Stein eingelassenen Kletterhilfen erklommen. Wir waren alle total happy, wieder an der Oberfläche und damit auch im Warmen zu sein. Unter der Erde merkt man es nicht, aber sobald man aus dem Wasser kommt, wird einem dann doch bewusst, dass es dort relativ kalt ist. Der kleine trip war bis dahin jedoch die beste Idee die wir gehabt hatten, da es einfach ultra geil war, sich unter der Erde komplett im Finsteren fortzubewegen und die teilweise sehr schönen ausgewaschenen Kalksteinformationen zu bewundern. Das ganze feeling war einfach atemberaubend und hatte auch einen ordentlich Abenteuerflair. Unsere Laune konnte nach diesem Tag also quasi nicht besser sein! 8)

Leider neigte sich der Tag nun auch schon langsam dem Ende entgegen, sodass wir uns beeilen mussten, um noch rechtzeitig an der West Coast anzukommen und dort einen geeigneten Campingplatz zu finden, bevor es dunkel würde.
Gegen 21 Uhr fuhren wir dann mittlerweile schon auf Nebenstraßen zum state highway, da wir uns spontan zum freedom campen entschlossen hatten.
Freedom campen ist meistens illegal in Neuseeland, aber solange jeder dafür sorgt, dass er seinen Müll wieder mitnimmt und die Natur respektiert, finde ich es durchaus okay und praktiziere es auch gelegentlich selber.
Da wir langsam verzweifelt wurden, entschieden wir uns dazu in der Einfahrt eines verlassenen Grundstücks zu übernachten. Addi war alles andere als begeistert, aber verschafft euch lieber selbst einen Eindruck im folgenden Vlogupdate: Klick mich!


Hier auch noch ein Foto der schönen Behausung. Wie behaglich! :-P
Achtung spoiler alert! Da ich dazu imstande war diesen Eintrag zu verfassen, könnte ihr euch wohl denken, dass wir es überlebt haben. Wäre auf jedenfall Material für einen schlechten Teeniehorrorfilm gewesen. Maybe next time! :)

Apropo next time, beim nächsten Mal berichte ich dann noch von der restlichen Strecke entlang der West Coast, die uns durch den Mt. Aspiring National Park über Wanaka zurück nach Queenstown bringen würde.


Bis dahin und keep on truckin'! 8)

Euer Pimola

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