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The Daily Grind - Leid und Freud eines professionellen MTT-Grinders

/Feb/2013

New Zealand All Over Again - Part VI.

Von: Pimola @ 06:30 (CET) / 682 / Kommentar ( 3 )

Moin Leute und kia ora!

Nachdem wir die Nacht  im Mörderunterschlupf heil überstanden hatten, dränge es uns jedoch schon das gruselige Gelände schnellstmöglich zu verlassen.
Ein paar Müsliriegel und Bananen mussten als Frühstück ausreichen und so fuhren wir nach einer knappen Stunde schon weiter Richtung der Glätscher, die entlang des state highway 6, der nach Queenstown führt, liegen.
Namentlich sind das der Franz Josef und der Fox Glacier, die beide unter den Touristen sehr beliebte Reiseziele sind. Meistens ist das Wetter in dieser Gegend jedoch wegen der vielen Berge sehr regnerisch. Da ich beim letzten Besuch schonmal den Franz Josef Glacier bestiegen hatte, lag mir nicht besonders viel daran, das Erlebnis zu wiederholen. Da Addi sehr kälteempfindlich und auch eher nicht so der Bergsteiger ist, entschieden wir uns dazu einfach direkt an einem Tag bis nach Queenstown durchzufahren.
Eine Strecke von knapp 600km, die innerhalb eines Tages also kein Problem sein sollte.

Ca. 130km vor den Gletschern frühstückten wir nochmals ordentlich in einem Cafe in einer kleinen Stadt, namens Hokitika. Das Frühstück war gut und auch das Wetter war okay, obwohl es die ganze Nacht stark geregnet hatte.


Das Meer sah dementsprechend aus und wir ahnten noch nicht, das dieser Anblick nur ein Vorbote dessen war, was uns ab den Gletschern erwarten sollte.

Im kleinen Dorf am Fox Glacier angekommen erwartete uns dann eine ungelegene Überraschung. Am Rande der Straße informierte eine Anzeigetafel darüber, dass der SH6 in Richtung Queenstown unpassierbar sei.
Wir also geparkt und im örtlichen Infozentrum nachgefragt, was das Problem sei. Mehr als ein "Erdrutsch, Neuigkeiten in 2 Stunden" erfuhren wird jedoch auch nicht.
Da es "überraschenderweise" regnete und auch kalt war, entschieden wir uns dazu den gleichen Weg wieder zurückzufahren um uns im Dorf des Franz Josef Glaciers in den heißen Quellen etwas aufzuwärmen.


Drei verschiedene Pools zwischen 32 und 38°C in mitten des Regenwaldes.
Einerseits sehr entspannend, da die Wärme einem sehr beim Relaxen hilft. Andererseits kann man sich auch schnell erfrischen, falls einem nach einiger Zeit zu warm werden sollte. Wenn man den Körper etwas aus dem Wasser hebt, holt man sich direkt eine erfrischende Dusche, da es meistens regnet und man sich von kalten Regentropfen betröpfeln lassen kann. Eine top Kombination! 8)

Nachdem wir die zwei Stunden in den Hot Pools verbracht hatten, informierten wir uns im Internet über den Zustand der Straße.
Dort war angegeben, dass sie in 2-3h wieder befahrbar sein sollte. Wir hatten also noch Zeit für lunch, welches wir in irgendeinem random Restaurant zu uns nahmen.
Gute 4 Stunden verspätet  setzten wir unsere Reise nach Queenstown fort und rechneten bereits damit, dass wir es nicht mehr bei Tageslicht bis nach Hause schaffen würden. Letztendlich bringt einen ne Fahrt im Dunkeln obv aber auch nicht um. :wink:

Auf dem Weg lagen zwar einige gute spots, die wir noch hätten mitnehmen können, aber das Wetter ließ leider keine großen Ausflüge zu. Es regnete quasi permanent und teilweise wie aus Eimern. Dieses Wetter ist charakteristisch für die bergige Westküste und teils ziemlich heftig wenn man sonnigere Gegenden gewohnt ist.


Ein Aussichtspunkt entlang der Küste, genannt der Knight's Point, bot eine gute Übersicht über das Meer. Leider wurden wir von Sandmücken geradezu aufgefressen, sodass wir instant nach ein paar Fotos wieder ins Auto stürmten und schleunigst das Weite suchten.

Danach fuhren wir einfach nurnoch immer weiter und weiter, hoffend endlich diesem verdammten Wetter entfliehen zu können.
Ein Zwischenstück der Strecke, ich würde es auf 1km Länge schätzen, war komplett verwüstet. Teilweise mussten wir mit Schrittgeschwindigkeit über eine 50-100cm hoch aufgehäufte Schotterstrecke fahren. Dadrunter lag die Straße verborgen und rechts und links der Straße türmten sich meterhohe Schutt- und Geröllhaufen. Entwurzelte Bäume waren auch keine Seltenheit. Ein wahres Chaos, sage ich euch. Wirklich krass was da in der Nacht runtergekommen sein muss! :-?

Der Mount Aspiring National Park war nach der deprimierenden Fahrt dann wieder ein Lichtblick. Es war zwar auch total nass und verregnet, ABER der National Park blüht dann erst so richtig auf. Bereits bei meiner letzten Durchfahrt durfte ich dieses Naturschauspiel bewundern, welches dieses Mal noch überboten wurde.
Bei starken Regenfällen entstehen entlang der Straße, die sich durch die Berge des National Parks windet, unzählige kleine und große Wasserfälle.
Überall rauscht es, während man durch von Regenwald dicht bewachsene Berge fährt. Aus dem trockenen und halbwegs warmen Auto einfach nur geil! :-P


Hier sieht man einen der Flüsse, der unter einer der Straßen entlangführte und, wie man sehen kann, deutlich angeschwollen war.

Um euch eine Möglichkeit zu geben, die Atmosphäre dort nachvollziehen zu können, gibt es hier ein kurzes Vlogupdate am Rande der Straße: Klick mich!

Ohne weitere Vorfälle ging es danach dann aber über Wanaka, welches wir nur durchfuhren und uns dazu entschlossen an einem anderen Tag wiederzukommen, direkt nach Queenstown. Dort kamen wir abends nach 22 Uhr an, kümmerten uns nurnoch um unsere nassen Klamotten und räumten grob das Auto auf, bevor wir uns erschöpft in unsere Betten begaben.

Am nächsten Abend gönnten wir uns als Belohnung für unseren ersten trip mit Andrew eine ordentliche Ladung Rippchen, in einem der besten Restaurants in Queenstown, genannt Flame.


Die Rippchen sind einerseits so ziemlich die Besten, die wir drei bisher gegessen haben und andererseits kaum zu schaffen. Nachdem ich also beim ersten Mal nur knapp 2/3 der Rippchen finishen konnte, gewöhnte ich es mir an als Vorbereitung den ganzen Tag lang zu hungern. Zwei der nächsten drei Restaurantbesuche im Flame verliefen dann erfolgreich und ich crushte die Rippchen geradezu. :)

Die nächsten 1-2 Wochen würden wir in Queenstown verbringen und planten einerseits 3-4 Tage die Woche zu grinden und die restlichen Tage mit Aktivitäten in der Gegend zu füllen. Darauf könnt ihr euch also in den nächsten 1-2 Einträgen freuen.


Bis dahin und keep on truckin'! 8)

Euer Pimola

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