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The Daily Grind - Leid und Freud eines professionellen MTT-Grinders

/Apr/2012

The Down Under Grind - Im Rückblick #8

Von: Pimola @ 20:34 (CEST) / 753 / Kommentar ( 1 )

Moin Leute!

Wie versprochen, heute mal ohne große Vorrede, die ersten Naturbilder aus Neuseeland, nach einem kurzen Resumé über mein Leben in Christchurch.


Hey folks und kia ora!

Der September und mein Leben in Christchurch

Jetzt ist der Monat September also vorbei. Was habe ich gemacht? Eigentlich nichts besonderes. Was ich z.B. immer in den Gesprächen mit meinen Eltern, zugegeben nicht ohne Schmunzeln, festellen muss, ist, dass sie doch etwas überrascht zu sein scheinen, dass ich im Prinzip genau das gleiche mache wie auch im trauten Heim, nur halt einfach mit neuseeländischem background.

So kann man es natürlich sehen. Ich hänge hier ab und poker "rund um die Uhr". Komme kaum raus und sehe nix von der schönen Natur. :wink: Mal außen vorgelassen, dass die Nächte im September einfach immernoch VIIIIEEEEL zu kalt waren um nur mit Schlafsack im Van zu pennen.

Wenn man jedoch genau hinschaut poker ich nicht einfach nur, wie ich es auch Zuhause getan habe, sondern arbeite ernsthaft.
Ich habe mich im Monat September wohl ca. 110 Stunden praktisch und bestimmt 30-40 Stunden theoretisch mit der Materie Poker beschäftigt.

Das macht im Durchschnitt 5 Stunden Arbeit pro Tag.
Jetzt fragt sich bestimmt jeder, ok das is ja schon recht viel für nen Hobby. Was hast du denn jetzt verdient, Béla? Mit 1000€ hatte ich diesen Monat wohl gerechnet, aber letztendlich lief der Monat sogar ziemlich gut. Dadurch konnte ich mein diesen Monat mein Auto fast 2 mal finanzieren. Das war deutlich mehr als ich, und wohl auch jeder andere, erwartet hatte.

Durch dieses zusätzliche Polster sollte ich auch den finanziellen Part für den kommenden Monat abgedeckt haben.
Gelebt habe ich bisher eigentlich recht sparsam. Im PAKnSAVE hab ich immer günstige, aber trotzdem qualitativ recht ordentliche und frische Produkte einkaufen können. Ein ständiger Mix aus Konserven und frischen Produkten sorgt für ein leckeres und trotzdem nich allzu teures kulinarisches Backpackerleben. Ich denke so werde ich das auch beibehalten. Mein Magen ist halt immernoch verwöhnt. :-P
Meine Unterbringung für den Monat bestand aus einer Woche WWOOFing (0$NZ), 12 Tagen Hostel im "Jailhouse" (198$NZ) und 2 Wochen in der flat hier (140$NZ). Habe also geschätzt wohl so 700-800$NZ (380-430€) ausgegeben, was denke ich echt nicht viel ist, wenn man von den enormen Ausgaben für meinen Van mal absieht.

Was plane ich also jetzt für den kommenden Monat? Ich habe vor einigen Tagen mit Marius gequatscht und mit ihm festgemacht, dass ich ihn am Sonntag, den 3. Oktober, in Blenheim abholen werde.
Dann werden wir uns da ne route zusammenstellen und erstmal den oberen Teil der Südinsel abfahren und uns dort nen paar Ziele setzten, die wir in der Zeit besichtigen wollen.
Finales Ziel sollte dann wieder Christchurch sein und spätestens am 30. Oktober, rechtzeitig zum Konzert, erreicht werden.

Wegen der Finanzierung seinerseits werde ich wohl mal nicht so sein und ihm meinen Van ohne Beteiligung zur Verfügung stellen, da er im September nicht soviel Geld verdient hat wie ich und davor auch schon etwas knapp bei Kasse war.
Er wird wohl nen etwas größeren Teil (2/3) der Spritkosten oder so übernehmen müssen und Essen teilen wir einfach 50/50. Mögliche Reperaturen werde ich dann zahlen, da ich ja auch der Besitzer bin und Hartmut dann auch verkaufen werde.
Das sollte so schon klargehen und fair sein.

Allgemein freue ich mich auf die Abwechslung und die einzigartige Lebensweise in nem Van. Es wird ein Abenteuer werden! Bin wirklich gespannt wie sie das alles entwickeln wird.
Der Van ist von mir top ausgestattet worden und alles noch Benötigte werden Marius und ich dann in Blenheim vor Ort besorgen.
Sogar für Angelschnüre und Haken ist gesorgt, sodass Marius und ich uns den Traum erfüllen können, auch mal nen selbstgefangenen Fisch zu braten und zu verspeisen. Jedenfalls soll es, laut der Erzählungen, Fotos und Videos von Sabine, die selbst auch öfters Angeln war, ziemlich easy sein hier Snapper zu fangen. We'll see.

Ich hab bisher meine Zeit einfach nur genossen. Selbstständig einen Monat meinen Berufswunsch ausgelebt und gemerkt, dass ich es einfach liebe. Die harte (Verlierer-) Zeit habe ich nur ca. 1-1,5 Wochen durchmachen müssen und ne richtige Miete und so musste ich auch nicht wirklich bezahlen. Jedoch war das Ganze nen Anfang und hat mir gezeigt wie es laufen kann, wenn man professioneller Pokerspieler ist, d.h. sein Leben damit finanziert.

Desweiteren liebe ich einfach die englische Sprache und es macht mir Spaß unglaublich viel Spaß, mit anderen Leuten, komplett unterschiedlicher Kulturen, zu kommunizieren.
Mit Sabine, Pete und Rodrigo einfach mal nen paar Stunden am Strand zu chillen, oder in einer Bar einen trinken zu gehen, ist einfach NUTZ.
Man trifft einfach so viele Leute und findet schnell Freunde mit denen man was unternehmen kann.
Seit den letzten Tagen läuft hier ne kleines flat Turnier im Tischtennis. Das besondere ist, dass unsere Platte ca. 60cm x 40cm groß ist und es demnach ein etwas anderes Erlebnis ist. Wirklich spaßig sage ich euch!^^


On the road to Blenheim

Hey folks und kia ora,

ich bin jetzt also nach einer 4-5 stündigen Autofahrt in Blenheim und habe hier in nem Motel oder sowas noch eine Nacht zusammen mit Marius verbracht.

Aber zuerst einmal, wie bin ich überhaupt hierhin gekommen? Nachdem ich mich herzlichst von allen Mitbewohnern der flat verabschiedet hatte und auch noch einen klaren 3:2 Sieg über den amtierenden Champion im Table-Table-Tennis, Pete(r), erringen konnte, packte ich dann auch alle Sachen ein und brach auf gen ferne Lande.



Hier ein Bild von unserem epischen Table-Table-Tennis.

Der Abschied viel schwer. Hätte nicht gedacht, dass einem die Menschen so ans Herz wachsen. Sabine und Rodrigo werde ich auf jeden Fall vermissen, aber hoffentlich nochmal in Neuseeland treffen. Rodrigo hat sogar gefleht, dass ich noch 2-3 Tage länger dableibe, da er sonst keinen mehr hätte der ihn zum Lachen bringen würde. Das war richtig herzerweichend. :)

Nun aber endlich zur Fahrt! Ich hatte mir bei google-maps dann auch schön den ganzen Fahrplan aufgeschrieben, mit allen Straßen und so.
Sobald ich aus Christchurch raus war, gings irgendwie dann aber nurnoch 350km geradeaus. Ich erinnerte mich auf der Fahrt dann auch entfernt an eine Aussage von Jakob und Robert die meinten, dass die Straßen hier selten ausgeschildert wären. Das ist mir dann auch recht schnell klar geworden. :lol:   War also alles total umsonst, sich die ganzen Straßen aufzuschreiben. Aber naja besser zu gut, als zu schlecht vorbereitet.

Marius hatte mich schon mental etwas vorbereitet, indem er angemerkt hatte, dass die Strecke wohl etwas abenteuerlich sei. Dementsprechend war ich nicht überrascht, als ich mich mit dem Van über enge kurvige Straßen durch die Berge quälen musste. Höchste Konzentration war gefordert um Sprit zu sparen, das Material zu schonen und nicht über die nächste Kurve hinauszuschießen.
Es war teilweise auch recht windig und sonen Van wackelt dann doch schon deutlich stärker, als nen kleiner Renault Clio, wenn mal ne Windböe von der Seite kommt. :-S
Die Autofahrt war auf jeden Fall die beste meines Lebens. Für das Auge eine Pracht, sage ich euch! *Thumbs up*



So präsentierte sich Neuseeland, nachdem ich das Stadtleben, temporär, hinter mit gelassen hatte.
Nachdem ich die letzten Vororte von Christchurch endlich hinter mit gelassen hatte, fuhr ich erstmal ne Stunde über ne gut ausgebaute Straße , gesäumt von unzähligen Feldern auf denen Schafe grasten. Die Felder lagen in einem Tal, abgeschiermt durch zwei Felsketten, links und rechts von mir. Irgendwo rechts hinter den Bergen musste das Meer liegen, schätzte ich zumindest.
Zwischendurch zog sich die Straße dann auch an den Hügeln, die so charakteristisch für Neuseeland sind, vorbei. In Deutschland gibt es einfach nicht so viele Hügel auf einem Haufen, die so steil sind wie in Neuseeland. Sieht schon speziell aus. Wie man auf dem Bild sieht, bin ich auf meinem Weg durch unzählige Weinanbaugebiete gefahren.

Während der ganzen Fahrt konnte ich es nicht lassen bei Tempo 100 auch mal nen paar Fotos zu schießen. Es war einfach zu beeindruckend die vielen Weiden mit Schafen, Hügel und ganz im Hintergrund, schneebedeckte Gipfel sehen zu können, während man sogar vereinzelt an Palmen vorbei fuhr.

Irgendwann wurde die Straße immer enger, kurviger, ansteigender und streckenweise auch schlechter. Teilweise fräste sie sich durch Hügel oder Schluchten und über Bäche und Flüsse mit ihren grauweißen Kiesbetten. Wirklich schön.
Es gab nach jeder Kurve teils atemberaubende Ausblicke zu genießen.
Generell einfach nur die optimale Motorradstrecke, sei es nun für cruiser oder Heizer.





Mit der Zeit fiel die Straße mehr und mehr ab, bis sie irgendwann recht geradlinig Richtung Tal führt. Am Ende der Berge, ca. 2km bevor man im Tal ist, kann mann schon das Blau des Meeres zwischen den Berghängen hervorluken sehen.
Die Straße verläuft dann bis nach Blenheim quasi nurnoch direkt am Meer entlang. Zwischendurch gehts dann auch mal durch Tunnel, die so eng sind, dass man erstmal ganz verwirrt ist, ob man denn hier auch wirklich richtig ist. Ich stand beim ersten Tunnel schon kurz vor der Vollbremsung. :-P





Ich bin jetzt, wie gesagt, in Blenheim mit Marius. Hier das erste Foto direkt nach meiner Ankunft.

Hab mit ihm den nächsten Monat vor nen bissel auf Abenteuerreise zu gehen. Heute brechen wir nach Picton auf und werden dann erstmal 5 Tage nen Kajak mieten und den Marlborough Sound beschippern und Nachts dann halt einfach in den öffentlichen campsites zelten. Wird bestimmt geil!

So sieht das laut google da wohl aus. Stellt euch einfach noch nen kleines Kajak mit zwei Gestalten drin vor.

Danach werden wir dann wohl nen paar tracks bewandern, in Nelson stoppen (da muss ich dann unbedingt zum Frisör), den Abel Tasman National Park unsicher machen und einfach nur die Natur genießen.

Werde natürlich erstmal kaum Zeit haben zu bloggen, da ich nicht weiß wie es mit der Internetverbingung auf unserem Weg aussieht.
Werde aber fleißig Fotos machen und mir alle Mühe geben, aufregendes zu berichten zu haben, sobald wir in 1-2 Wochen in Nelson sind.

Hier nen downloadbares Video, als ich kurz mal von der anstrengenden Fahrt ne Pause machen musste.

Stay true and keep on truckin'!

Ich hoffe meine ersten Bilder und Videos meines Weges nach Blenheim haben euch gefallen. Mich hatte es nach der langen Zeit in der kargen Stadt, Christchurch, fast umgehauen. Diese Hügelformationen sind schon typisch neuseeländisch und es war einfach nen geiles Gefühl endlich in die atemberaubende Natur eintauchen zu können. Städte sind in allen Ländern vergleichbar, aber die Natur ist einfach so einzigartig, dass man unmöglich auf alles vorbereitet sein kann.

Doch das sollte nur ein Vorgeschmack auf einen Trip mit Marius sein. Jetzt mache ich erstmal eine Bloggerpause und werde den kompletten Mai in Thailand verbringen. Danach gehts dann wieder nahtlos weiter, außer ich sollte mich spontan dazu entschließen meinen Thailand Urlaub auch noch im Blog zu verewigen. We'll see about that!

Euer Pimola

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