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Feind des eigenen Geldes

/Apr/2011

Feind des eigenen Geldes

Von: Rino Mathis @ 15:30 (CEST) / 725 / Kommentar ( 0 )
Mit gemischten Gefühlen sind wohl  einige nach Berlin gereist, einerseits wegen dem Überfall, der übrigens in jeder Stadtrundfahrt zum kulturellen Ereignis hochgeschraubt wird und andererseits wegen dem Spielort. Nicht mehr in den Räumlichkeiten des Hyatt, sondern im Casino selber fand das Event und auch die Cashgames statt. Da in diesem Jahr Wahlen sind, wollte wohl keiner der Politiker ein Risiko eingehen und den Hyatt Versuch nochmals starten. Wir hoffen auf nächstes Jahr.

Im Casino ist alles enger als letztes Jahr und nahezu null Möglichkeiten für Zuschauer und auch Fans nur einen Blick auf die Stars zu erhaschen. Sogar Spieler selber hatten teilweise Mühe, in den eigenen Turnierraum zu kommen, „Sie sind doch gar kein Spieler!“, war teilweise die unkorrekte Feststellung.

Der Turnierablauf war natürlich wie immer von TK Events (Thomas Kremser & Team) gut geführt, das Team hat das Beste aus den gegebenen Umständen gemacht. Mehr Platz konnten aber auch sie nicht herzaubern. Die Masseurinnen taten mir teilweise leid, konnten sie doch kaum an den Tischen massieren, da es ja nicht mal zum Stehen Platz gab.

Leider für die Spieler gibt die EPT an den Events die Getränkepreise vor, ein Wasser in der Pet- Flasche kostet dann leider nun mal € 5.50, anstatt die Hälfte ausserhalb der EPT Zeit. Ein Weissbier aber nur € 4.50!! Scheint so, wie sie die Spieler zum Alkoholtrinken ermutigen wollen. Meiner Ansicht nachsollte zumindest ein Nichtalkoholisches Getränk günstiger sein als Bier.

Auch wenn das Buy-In über € 5000 war, heisst es nicht, dass die Internetkiddies Geld haben. Viele von denen haben sich schlicht und einfach auf PokerStars Online qualifiziert und zuhause vor dem Computer zahlen sie für die gleiche Wassermenge kaum 50 Cent.

Aber das schlimmste Überhaupt war ja meine Lieblingsdisziplin, das Cashgame. Stellt euch vor, Ihr habt ein Casino voll mit Pokerspielern die Cashgame spielen wollen aber nicht können?! Mittags um viertel vor eins musste man anstehen, damit man die Chance hatte, um ca. 13.15 Uhr auf einem der ersten 5 Tische zu sein. Falls man es verpasst hat, ging das warten los, vor 15.30 Uhr gab es keine weiteren Tische, aber auch dann wurden nur einzelne eröffnet. Aussagen wie, „Sie sind Nummer 47 auf der Warteliste für PLO 5/5“, oder „Der nächste Tisch geht nicht vor 18.30 Uhr auf, da wir keine Dealer haben“, waren an der Tagesordnung. Dealer haben sich krankgeschrieben, da sie einfach keinen Bock hatten und schlicht Arbeitsverweigerung betrieben. Berlin/Brandenburg hat einen Arbeitslosenanteil von 14% und die wo arbeiten dürfen weigern sich und melden sich krank!

Der finanzielle Schaden alleine im Cashgame für die Woche war sicher um die € 150‘000, die am Rake verloren gingen. Schade, einerseits für uns Spieler, wir wollen ja spielen, andererseits auch für die Spielbank, die sicher auch gerne bisschen mehr Einnahmen gehabt hätte. Uns zu schröpfen war ja nicht so schwer, da bei € 50 im Pot € 5 genommen wurde, bei € 100 dann € 10 und ab € 400 war der CAP bei € 20. Sprich pro Tisch easy € 300 Rake / Stunde!!!

Aber eines ist sicher, wir süchtigen Pokerspieler kommen auch nächstes Jahr wieder, da eine Deutsche EPT einfach Pflicht ist und wir freuen uns auch wieder auf Berlin, es hat einiges ausserhalb des Casinos zu bieten :)

Euer Rino
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