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Feind des eigenen Geldes

/Dez/2011

Tatsache „Trainingsanzug“

Von: Rino Mathis @ 12:02 (CET) / 6 / Kommentar ( 2 )

Um was geht es denn eigentlich beim Pokerspielen? Ja genau: Geld verdienen, Ruhm erlangen, Zeit mit seinem Lieblingshobby verbringen und sich vielleicht einfach mit anderen messen. Aber schlussendlich wollen wir alle gewinnen, egal was, egal wo, egal gegen wen.

Die grössten Gewinne werden meistens bei Turnieren erzielt, aber da sind die Felder immer grösser, die Spieler immer versierter. Für die Turnierspieler wird viel gemacht. Es gibt mittlerweile eine enorme Auswahl an Turnieren - EPT, WPT, CAPT, IPT, GSOP, APPT etc. etc. etc….  Aber was ist mir den Cashgamespielern? Diejenigen die sich nicht einfach in ein Schema X pressen lassen wollen? Diejenigen die vielleicht lieber um 17.30 Uhr mit dem Spiel beginnen wollen, anstatt um 14.00 Uhr? Diejenigen die vielleicht ein gemütliches Nachtessen vorziehen, als fix von 18.30 bis 19.30 an ein Buffet zu rennen und nachher gleich wieder an den Turniertisch zurück müssen? Ja, diese Cashgamespieler reisen oft den Turnierspielern hinterher, weil dort einfach alle hinfahren. Sie hoffen so den Schnitt zu machen; dass sich vielleicht einer der Turniergewinner mal zum Cashgame verirrt, oder, dass lokale Geschäftsleute oder Gambler versuchen sich mit den Reisenden zu messen.

Aber es gibt zum Glück auch einzelne Ausnahmen. Vor allem Marcel Pipal versucht schon seit längerem die Cashgamespieler immer wieder nach Seefeld zu locken. Und wenn Marcel ruft, kommen wir auch. Über 150 Cashgamespieler haben sich letzte Woche in Seefeld eingefunden, von überall her sind sie angereist, Frankreich, Holland, UK, Schweiz, Deutschland, Italien und aus vielen Ländern mehr. Das Angebot war ja auch verlockend: gratis Übernachtungsmöglichkeiten in einem Wellnesshotel, Getränke und Essen offeriert. 13 Cashgametische standen zur Verfügung und sie wurden gefüllt! Teilweise sogar mit längeren Wartelisten…. Aber bei einem Ron Zacapa kann man ruhig auch mal auf einen Platz warten… Logisch, das Casino macht sich seinen Schnitt damit, aber sie geben den Spielern viel zurück. Und die sonst sehr tote Zeit im November in Seefeld konnte das Casino und die Hotels so wenigstens eine Woche lang ein bisschen aufpeppen. Einzig am Wochenende ist eigentlich immer viel los im Casino Seefeld, da kommen sie von München und den umliegenden Orten in die Berge, und versuchen ihr Glück. Die meisten beim Roulette oder Blackjack, einige an den Automaten, da der Casino Austria Jackpot ja immer um eine Million Euro rum liegt und ab und zu verirren sich die Leute auch an den Pokertisch. Ja genau die Wale, Goldfische und Geschäftsleute, die das Pokern auch immer wieder braucht, die Leute die in Ihrem Business so viel besser sind als viele Pokerspieler am Pokertisch, die Leute, denen es egal ist, mal ein paar Tausender am Tisch zu verlieren, ganz einfach weil sie es sich leisten können und gerne sich mal mit anderen messen wollen. Aber genau diese Hobbyspieler will man vergraulen, indem viele „Möchtegernderbesteprofiderweltsein“ einfach nicht wissen, wie man sich diesen Leuten gegenüber verhalten soll. Monsterkopfhörer sind ja eh schon seit längerem IN, da kann man noch so einigermassen damit leben, aber was sich momentan abzeichnet ist haarsträubend, viele der jungen Internetjunkies kommen im Trainer ins Casino! 

Ja, meint denn Ihr wirklich, ein erfolgreicher, sagen wir mal 45-jähriger Geschäftsmann, der einfach ein bisschen Spass haben will, möchte Geld an einen halbwüchsigen, teilweise ungepflegten Teenager in einem Jogginganzug und Badelatschen verlieren? Und glaubt mir, es ist ziemlich egal, was da für ein Label auf dem Jogginganzug gestickt ist. Viele meinen, weil da D&G oder Armani drauf steht, ändert sich etwas an der Tatsache „Traningsanzug“.

Da muss man leider auch mal dem Casino einen Vorwurf machen. Früher musste man in einigen Casinos Anzug und Krawatte tragen, Turnschuhe waren so oder so nicht erlaubt. Damit man speziell in Ferienorten die Touristen anlocken kann, wurde auf Freizeitbekleidung umgestellt. „Casual wear“ ist ja auch absolut ok, aber nun geht’s einfach zu weit! Egal wer es trägt!

In diesem Sinne,
Euer Rino

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