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From Zero to Hero!?

Mein Weg zum Pokerolymp - oder wie ich scheiterte...
Von: Syn0815
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Nach einem guten halben Jahr Zugehörigkeit zu einem lokal ansässigen Pokerclub hatte ich nun mein erstes zählbares Erfolgserlebnis: Im internen Club-Ranking belegte ich im 2. Quartal am Ende den 5. Platz, indem ich am letzten Spieltag meinen allerersten 1. Platz machte. Der Lohn: Ein Ticket für ein in Norddeutschland bekanntes Casino, welches zur Teilnahme an einem Turnier mit Buy-In in Höhe von 88€ berechtigt. Woohoo 

 

Dabei sah es anfangs noch gar nicht so gut aus. Mein Stack (zu Beginn bei 5k Chips) schwankte relativ stark, da ich einige gute Starthände bekam, mit denen ich mal gut, mal nicht so gut traf. Ein Bluffversuch mit  und komplett verfehltem Flop ging gegen ein getroffenes Set nach hinten los - zum Glück habe ich noch rechtzeitig abgebrochen und wir wurde freundlicherweise das Set gezeigt.

Dann kam ein einschneidender Moment: Mit nur noch rund 4.000 Chips und Blinds von mittlerweile ca. 200/400 bekam ich auf der Dealer-Position  ausgeteilt. Vor mir limpten zwei Spieler, ich erhöhte auf 1.500 und erhielt genau einen Call vom Chip-Leader am Tisch. Der Flop war in etwa , also alles andere als furchteinflößend. Doch bevor ich mich freuen konnte - Bäm, Donk-Bet in Höhe von 1.500. Da stand ich nun also, wohl wissend, dass mein Gegenüber als Chip-Leader mit allem Möglichen den Call gemacht haben könnte (sogar mit 72o), aber wie wahrscheinlich war das? Und konnte ich wirklich meine Asse wegwerfen, weil er 22, 55, 77, 75, 72 oder 52 hielt? Nein, Asse mochte ich da nicht wegwerfen, also entschied ich mich (wohl wissend, dass ich mit diesem Blatt am Ende sowieso bis zum Letzten gehen würde) für ein All-in, welches prompt von  gecallt wurde. Verflixt! Laut Equilab hatte ich hier lediglich 27% Equity (5 Outs). Der Turn brachte die 10 oder so (3 Outs mehr) - und der River die 2  Ich atmete tief durch, wohl wissend, dass ich hier sehr glücklich im Spiel geblieben war.

Der Tisch wurde langsam immer leerer, mein Spiel entsprechend ein wenig looser. Ich konnte mehr und mehr Chips ansammeln, bis nur noch 9 Leute verblieben - Final Table. Und ich war Chip-Leader! Doch mehr als nur einmal habe ich miterlebt, wie Chip-Leader am Final Table mit wenigen Händen draußen waren, also wechselte ich aufgrund der Vollbesetzung des Tisches wieder in den Geiz-Modus: Tight is right. Gute Hände aggressiv, schlechte Hände: Weg damit. Das brachte mir mehr als einmal den mündlichen Hinweis "Also du hättest dieses All-in doch locker callen können mit deinem Stack", aber im Ernst: Warum sollte ich meine Chips für unglaublich schlechte Odds riskieren? Um den anderen einen Gefallen zu tun? Oder macht man das so als Chip-Leader? Vielleicht kann mich da ja jemand mal aufklären.

Es dauerte noch eine knappe Stunde, dann war es geschafft: Ich mit einem Mörderstack war im Heads-up mit der armen Seele, die mit 75o und dem getroffenen Two-Pair auf dem River unglücklich gegen mein besseres Two-Pair verlor. Meine erste Hand mit nutzte ich dann zum Call seines dritten All-ins, womit ich dann meinen ersten Club-Sieg erzielte und gleichzeitig im Quartalsranking "in the money" landete. Platz 2 hätte dafür übrigens nicht gereicht - es war verdammt knapp. Der perfekte Zeitpunkt für einen ersten Sieg 

Jetzt gilt es, das Ticket zu einem Zeitpunkt einzulösen, wo ich mich in guter mentaler Verfassung befinde und hoffentlich mein bestes mir mögliches Poker spiele. Ich befürchte, dass bei solchen Turnieren ein gänzlich anderes, deutlich aggressiveres Poker als im Club oder auf NL2 gespielt wird und ich damit nicht wirklich klarkommen werde. Aber bis es soweit ist, werde ich mir noch einen Plan zurechtlegen, wie ich auf diesen oder jenen Spielertyp halbwegs angemessen reagieren kann. Und im Zweifel spiele ich halt mein bestes ABC-Poker und hoffe das Beste 

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