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From Zero to Hero!?

Mein Weg zum Pokerolymp - oder wie ich scheiterte...
Von: Syn0815
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Seit Januar 2016 arbeite ich daran, auf NL2 vom Losing Player zum Winning Player zu werden. Eine Zeitlang hatte ich sogar das Gefühl, das wäre gar nicht möglich, weil der Glücksfaktor doch zu hoch sei. Aber seit ein paar Wochen ist etwas anders geworden: Ich spiele, ich siege (oft mit großem Pot), ich verliere (meist mit kleinem Pot), anschließend analysiere ich meine gespielten Hände - und was soll ich sagen: Ich bin zufrieden mit fast allen meinen Händen, sowohl den Gewonnenen als auch den Verlorenen 

 

Wie aber entscheide ich, ob ich zufrieden sein kann oder nicht? Zunächst einmal muss ich wohl definieren, wann ich "zufrieden" bin: Genau dann, wenn ich die Spielsituation relativ treffend eingestuft hatte und dementsprechend gespielt habe. Wenn ich auf dem Turn weit vorn war und ich dann groß gesetzt habe, bin ich zufrieden - auch wenn ich auf dem River unglücklich überholt wurde.

 

Hier eine Beispielhand, mit der ich gewonnen habe und sehr zufrieden bin:

Den Eröffnungsraise sowie den Re-Raise konnte ich mit Blick auf die verbleibenden Stacks callen, zumal ich Position hatte - Heads-up.

Der Flop komplettierte mein Set  Der ursprüngliche Re-Raiser setzte 83% des Pots, was ich natürlich gerne callte - ich sah mich weit vorne.

Auf dem Turn setzte mein Gegner nochmal aggressiv 75% des Pots. Er hatte nun schon fast 2/3 seines gesamten Stacks in den Pot investiert. Demnach hatte er mindestens ein starkes Overpair, wenn nicht Two Pair oder ebenfalls ein Set - oder einen Bluff. So oder so wollte ich nicht, dass er auf dem River womöglich aussteigt, wenn ein drittes Kreuz auf dem Board erscheint, weshalb ich den Rest in die Mitte geschoben und auf einen Call gehofft habe - der dann auch kam.

Er zeigte Könige und ich gewann netto $2,41 

 

Hier eine Beispielhand, mit der ich gewonnen habe, aber ziemlich unzufrieden bin:

Vorweg sei gesagt, dass der Gegner die letzten 6 Hände permanent aggressiv mitgespielt hat. Ich hatte also das Gefühl, dass er unabhängig von seinen Karten hyperaggressiv spielen würde. Mit meinem Paar kam ich mir offensichtlich sehr sicher vor. Das ist natürlich totaler Quatsch, insbesondere wenn man lediglich 6 vorausgegangene Hände betrachtet! Auf dem Flop bettet er komisch, ich mache eine (wie ich denke) Value Bet, er raist und ich pushe. Tadaa, er hat ein Set und ich nicht. Autsch, voll in die LAG-Falle getappt 

Am Ende treffe ich auf dem River mit der 8 das höhere Set und gewinne glücklich, aber unverdient einen großen Pot. Grund zur Freude? Aus Ergebnissicht natürlich. War das gut gespielt? Ganz sicher nicht!

 

Was lässt mich nun denken, dass ich tatsächlich möglicherweise den Schritt geeschafft habe, NL2 zu schlagen?

Zum einen ist es die Winrate von 20 BB/100 in den letzten knapp 2000 gespielten Händen. Auch wenn diese Sample Size noch gering ist, ist es eine Erfolgsrate, wie ich sie zuvor noch nie hatte. Ich bin mir sicher, dass ich die nicht halten kann, aber es motiviert mich derzeit, disziplinierter als sonst zu sein.

Zum anderen ist es eben das gute Gefühl, welches sich in der letzten Zeit bei der nachträglichen Handanalyse einstellt. Bis Anfang Juni waren da immer wieder geistige Amokläufe, wo ich meinte, mit Top Pair oder sogar Ass hoch meinen ganzen Stack riskieren zu müssen, teils als Bluff, teils wirklich mit dem Gedanken, ich sei vorne. Doch seit zwei Wochen bin ich da wesentlich disziplinierter und versuche wirklich nur noch mit großen Händen um große Pötte zu spielen.

 

Jetzt bin ich gespannt, was die nächsten Wochen geschieht. Mein Ziel ist, mich im NL2-Limit von aktuell $25 auf $50 hochzuspielen. Falls das überhaupt jemals klappt (ich bleibe mir gegenüber skeptisch), werde ich mal $10 auf NL5 einsetzen zum Reinschnuppern. Falls ich jedoch auf $0 falle, bin ich trotz intensiven Lernens etlicher Pokerkonzepte und mathematischer Grundlagen nicht in der Lage, dieses Limit zu schlagen.

Spätestens mit Erreichen der $50 Guthaben oder nach 10k Händen gibt es den nächsten Beitrag.

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