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From Zero to Hero!?

Mein Weg zum Pokerolymp - oder wie ich scheiterte...
Von: Syn0815
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Soeben ist es mir mal wieder im NL2-Cashgame passiert: Nachdem ich auf meine passablen Blätter auf dem Flop brav gesetzt hatte und alle anderen regelmäßig sofort ausstiegen, habe ich es mit einer gefloppten Nut-Straight mal langsam angehen lassen wollen. Aber wie das so ist, müssen die Nuts auf dem Flop noch lange nicht die Nuts auf dem River sein, wie folgende Hand beweist:

 

Zu Slow-Play gibt es meiner Meinung nach genügend widersprüchliche "Tipps": Wann sollte man slow spielen? Sollte man überhaupt slow spielen? Und wenn ja, womit?

Ich selbst habe ja wie erwähnt zuvor recht geradlinig gespielt, weshalb ich mich dazu entschied, meine gute Hand (eigentlich ein Monster) zu verbergen und auf Action durch andere Spieler zu hoffen. Das ging dann schlussendlich nach hinten los und aus einem recht sicheren Gewinn wurde ein eigenverschuldeter Verlust.

Nachdem ich die Hand nun nachträglich für mich analysiert habe, wird mir klar, dass Slow-Play wohl wirklich in vielen Fällen keine gute Idee ist. Insbesondere wenn man um einen ungeraisten Pot spielt, sollte man vielleicht nicht allzu sehr auf einen Steal-Versuch eines Spielers hoffen.

Auf dem Flop hatte ich klar die Nuts und war ein mehr als klarer 24:1-Favorit, eventuell würde ich zukünftig dort nochmal Slow-Play versuchen bei mehr als einem Mitspieler. Andererseits hätte ich spätestens auf dem Turn mit der Androhung einer Flush- bzw. Higher-Straight-Möglichkeit eine ordentliche Bet irgendwo in Höhe des Pots setzen müssen, um meinem Gegner zumindest die notwendigen Pot Odds für einen Call zu verweigern. Tatsächlich hätte mein Raise aufgrund der für meinen Gegner leider vorhandenen hohen Implied Odds rein mathematisch sogar um einiges höher sein müssen (insbesondere wenn die letzte 7 keine Flush-Möglichkeit ergeben hätte, hätte ich wohl alles gecallt).

Aber habe ich die Möglichkeit einer höheren Straight auf dem River überhaupt in Erwägung gezogen? Ehrlich gesagt Nein. Der Call sollte mir nur zeigen, ob mein Gegner einen Flush-Bluff versucht hat. Als ich seine höhere Straße sah, war ich doch sehr überrascht - so überrascht, dass ich das ganze nun für mich aufarbeiten musste. Insofern hatte ich mit dieser Hand schlussendlich noch Glück im Unglück.

Welche Erkenntnisse ziehe ich daraus? Auch mit den Nuts auf dem Flop ernsthaft in Betracht ziehen, ob und wie ich auf einer späteren Straße noch überholt werden könnte - und dann auf jeder Setzrunde scharf nachdenken, ob Slow-Play wirklich ratsam ist oder ob eine große Bett nicht sinnvoller sein könnte - getreu dem Motto "Neben dem Prinzip Gewinne maximieren nicht das Prinzip Verluste minimieren vergessen!". Denn einerseits will man mit einem Monster ja durchaus, dass der Gegner sein Blatt verbessert - nur halt nicht so, dass es besser als das eigene wird.

Was denkt ihr? War das wirklich schlecht von mir gespielt? Oder spielt man mit "The Nuts" und der unglaublich hohen Equity grundsätzlich immer slow? Wie hättet ihr in dieser Situation gehandelt?

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