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TomCtrlski - ein Fisch der keiner mehr sein will...

Ich habe es endlich geschafft und habe eine super Taktik gegen meine Tilts gefunden. Für alle, die meinen vorherigen Post nicht gelesen haben der sich mit Thema TILT befasst, hier eine kurze Zusammenfassung: Man fühlt sich schlecht, eigentlich schon total überaggro und möchte irgendwas kaputt machen weil man trotz als Starthand, preflop re-raise all-in geht und nach einem Flop von am Ende gegen ein Set 7 verliebt weil der Gegner (Starthand ) im Turn und im River trifft. Um sich von diesem sehr fiesen Gefühl nicht übermannen zu lassen und somit kein schlechtes Spiel abzuliefern, habe ich eine Methode gefunden um diese Energie positiv zu nutzen. Ich weiß, jeder schwört auf ein anderes Zaubermittel, aber meins ist eine Wunderwaffe. Allerdings muss ich dazu sagen das ich nicht weiß ob es bei realen Tunieren zugelassen ist. Das werd ich zum nächsten mal aber in Erfahrung bringen. Nun aber los! Es kommt also zum Showdown und man verliert wie in meinem Beispiel. Wo ich vor einer Woche noch Flaschen an die Wand geworfen habe und am liebsten alles kaputt geschlagen hätte bleib ich jetzt total ruhig sitzen denn ich konzentriere mich in diesem Moment voll und ganz aufs STRICKEN! Jawoll... ich nutze die Energie positiv. Es dauert ca. 3 Sekunden bis ich in linke und rechte Maschen vertieft und wieder komplett runtergefahren bin und mein Spiel gelassen weiter fortsetzen kann. So ist in der letzten Woche ein hübscher Rundschal für meine Freundin als Weihnachtsgeschenk entstanden. Im Grunde also eine gelungene Leistung. Das einzige Problem was noch bleibt, ich finde beim Stricken selten ein Ende. So freue ich mich auf jeden weiteren Showdown der mich aus den Fängen des Wollkneuls befreit und mir wieder einen Adrenalinschub bereitet.

Situationen wie oben beschrieben erlebe ich relativ selten. Meistens aber bei Freeroll Tunieren oder bei neu an den Tisch kommenden Usern mit Namen wie z.b xxxjanno92931231xxx. Die Spieler kommen an den Tisch, schieben alle Chips in die Mitte und verlassen den Tisch wieder, wenn Sie mit oben genannter Methode kein Erfolg haben. Sollte der Spieler aber die Blinds kassiert haben, macht er solange weiter, bis endlich mal jemand mit AA callt und im besten fall seine Chips verliert. Wofür führe ich wie der Rainmen in Sekunden blöde Rechnungen aus und errechne mir Wahrscheinlichkeiten wenn es doch anders geht. Ich lerne Tabellen und Flipcharts auswendig währned andere Leute mit unmöglichen Händen callen. Das ist wieder einer der Momenten wo ich am liebsten mein Strickzeug raushole und mir mein Mantra aufsage: "Lass die Leute callen, Lass die Leute callen. Lass die Leute callen". Denn vielleicht haben die Spieler in einem von was weiß ich wie vielen Fällen Glück, auf lange Siche gesehen verlieren sie allerdings alle ihre Chips. Wichtig ist es, auch wenn wir wissen das vor uns nur ein Bingospieler sitzt, sich auf keinen Fall auf Spielchen einzulassen! Manchmal ist das Glück auf der Seite der Doofen. Das macht ja auch Poker ein wenig aus. Trotz aller Möglichkeiten ein Ereigniss abzuschätzen sollten wir nicht vergessen das Poker ein GLÜCKSSPIEL ist und sich das Glück nicht immer an die Spielregeln hält. Nun wissen wir also was ein BadBeat ist und was wir gegen das blöde Gefühl dabei tun können, sollten wir Opfer dieser Gemeinheit werden.

"...Chillout und come down!!!"

Heute habe ich ein paar andere Themen die ich mal etwas anreiße. Neben BadBeats gab es noch ein paar andere Sachen die mir aufgefallen sind. Ich kann mich gut an die Zeit erinnern als ich bei jeder Starthand gesagt habe: "Okay, 5$ (playmoney) sind nicht viel um mal zu gucken was auf dem Flop kommt". Es liegen also meine 5$ Dollar auf dem Tisch und ich schaue in die Runde was passiert. Es gehen nach mir noch 3 Spieler mit und einer erhöht auf 25$. Nun ergaben sich 3 Möglichkeiten.

  1. ich folde und die 5$ sind im $&*!§
  2. ich werfe nach weil ich denke mein Gegner hat nichts
  3. ich erhöhe weil ich den Bluffer vom Tisch haben will

Was soll ich dazu sagen, alle 3 Varianten sind nicht die beste Lösung. Aber für erstens war ich mir zu stolz. Zwei war okay aber er soll gar nicht die Chance bekommen den Flop zu sehen: "...der hat ja eh nichts! ". Also ganz klar 3tens! Schwupp mal ein ordentlichen Stapel Chips nachgeworfen und mich hätte gefreut wenn ich in dem Fall das Set 7 getroffen hätte. Doch wie schon gesagt, man hat sehr selten Glück mit dieser Methode. Mittlerweile habe ich aufgehört jeden Flop sehen zu wollen. Ab und an ertappe ich mich doch mal beim limpern aber ich bin mir dann dessen bewusst und ich habe gute odds und potodds! Wichtig ist dass wir uns merken welche Spieler mit Geld um sich werfen und sich gerne mal den Flop anschauen. Es sind nützliche Informationen über unsere Mitspieler. Waren viele Limperer am Tisch habe ich mich schnell hinreißen lassen bei einer mittleren bis schwachen Starthand den "dicken Max" zu makieren. Das heisst aggressiv anspielen und hoffen das die anderen eh raus gehen weil die ja hoffentlich noch weniger haben als ich. Da ich dann aber auf dem Flopp nicht bereit war das erneute Setzen zu re-raisen weil ich nichts getroffen hattee, gabs da auch wieder verluste die zu vermeiden waren. Das verhalten nennt sich übrigends "continued bet". Einfach mal nach dem Flop wieder was in Topf werfen um zu zeigen "ich hab ne starke Hand!". Es gibt einige Spieler, die wissen nicht wann sie bereits verloren haben. Daher versuchen sie mit allen mitteln dich aus dem Pot zu drängen anstatt ihr Geld zu bewahren und zu akzeptieren, dass die paar Kröten in der Mitte verloren sind. Gerade hier ist es wichtig einen ruhigen Kopf zu bewahren. Immer auf das eigene Spiel achten. Was sagen Outs, Odds, Potodds, mein Stack, sein Stack, lohnt es sich überhaupt, wie gut ist mein Gegenspieler wirklich usw...

 Da ich selber ja noch in einem Anfangsstadium hocke aber mir Gedanken mache ob ich auch alles Informationen über meine Spieler richtig notiere und um die Übersicht über meine gesamte Spielweise zu behalten habe ich mich über ein paar Helferlein informiert. Leider musste ich feststellen das es nur sehr wenige Tools für Macintosh User gibt. Auf der suche nach einem Programm das statistisch festhält was ich da so fabriziere, bin ich neben Pokertracker, Pokeroffice und vielem anderem auf pokercopilot gestoßen. Was macht Pokercopilot genau und wie nutze ich es für mein Spiel? Das waren auch meine ersten Fragen. Ich habe mich spontan entschieden die Software einfach mal runterzuladen. Die Hersteller bieten eine 30 Tage Trialversion mit vollem Funktionsumfang an. In windeseile war die Software runtergeladen und installiert. Das fand ich ja generell schon mal sehr schön, musste ich bei Pokeroffice und bei Pokertrackr mich durch eine blöde Installation und Einrichtung quälen. Alleine das hat mich veranlasst die andere Software schon wieder zu löschen. Es gab doch noch einige andere Probleme wie z.B. ein nicht funtionierendes Heads Up Display (zu der Funktion kommen wir noch in einem anderen Artikel ausführlich), eine komplizierte Bedienung und Unübersichtlichkeit die mich dazu gebracht haben die anderen Trackingtools zu löschen. pokercopilt ist das Tool was mich am meisten überzeugt hat. WICHTIG: Es ersetzt nicht die Aufmerksamkeit oder spielt für einen. Mir hilft es meine gemachten Notizen und Berichte abzugleichen bzw. erledigt das lästige statisiken führen (was man trotzdem auch manuell können sollte). Ich streube mich noch davor mich ganz auf das Programm zu verlassen. Das hat 2 Gründe.

  1. Ich muss mich auf die Programmierer verlassen und hoffen das alle variablen am richtigen Fleck sitzen
  2. sitz ich auch bei einem realen Tunier nicht mit meinem Laptop am Tisch

Bei dem ersten Problem bin ich mir fast zu 100% sicher dass die Programmiere und Entwickler gute Arbeitet geleistet haben. Ich nutze das tool erst seit 2 Tagen und werd das weiter überprüfen. Zu 2tens kann ich nur sagen dass ich es sehr wichtig finde, dass Spiel und die Strategien zu verstehen und zu verinnerlichen. Ich möchte unabhängig von Hilfsmitteln pokern können. Ich sehe das Programm als Unterstützung und rate auch jedem sich nicht nur auf das Programm zu verlassen. Das Programm hat keine Ahnung von Emotionen und nimmt keinen Einfluss auf BadBeats und Varianzen. Es gibt allerdings gute Hilfestellungen.

Neben der Notizen direkt auf dem Pokertisch gibt es auch viele Möglichkeiten sein Spiel im Nachhinein zu analysieren oder auszuwerten. Man kann sich auch über bereits verlorene Hände noch einmal aufregen und merkt relativ bald das einige Verluste auch vermeidbar gewesen wären, hätte man sich an ein paar einfach Regeln gehalten.

Ich werde mich nun in nächster Zeit weiter mit dem PokerCopilot bschäftigen und meine Analysen in der Bankroll übersicht Posten.

Eine tolle Funktion hab ich fast vergessen. Neben den ganzen einstellbaren HUD-Statisken gibt es auch nette kleine Gruppensymbole die eure Mitspieler in Kategorien einordnen. Diese Liste möchte ich euch nicht vorenthlaten denn mir hat die Liste kurz und knapp erklärt was es so für Spielertypen gibt!

 

Icon Name Description
Rock Is very tight preflop. If this player puts money in the pot pre-flop, chancesare he's got a premium hand.
Whale Plays almost anything. In poker a whale is a big fish.(Everyone knows a whale is actually a mammal, but you are playing poker, notstudying biology.)
Fish Plays too many marginal hands.These players offer easy money. It is like "shooting fish is a barrel."
Calling Station Limps/calls too much.These players are hard to bluff, as they like to see how the flop unfolds.Even when they don't hit the flop, they'll often keep putting money into thepot.
Gambler Plays many types of hands, and if he reaches the flop, plays aggressivelypost-flop.
Maniac If he puts money into the flop, doesn't like to be outbet pre-flop. You'll needto be prepared to often commit a lot of chips against these players.
Eagle Plays a very solid all-round game, especially pre-flop.
Book Plays very predictably. This player reads a poker book or two and follows themexactly.
Indefinable A player who playing style doesn't fall into any of the other categories.

 

Damit eins dieser Symbole erscheint müssen einige Werte erreicht sein im HUD. Es dauert also ein paar gespielte Hände bis genug Daten gesammelt wurden. Die Zu erreichende Werte für eine bestimmte Kategorie sind frei zu verändern oder anzupassen. Ausserdem habt ihr die Möglichkeit weiter Kategorien anzulegen. Dafür findet ihr bereits vorgefertigte Symbole. Mein Spiel bewegt sich in 3 Kategorien. Meistens ist es der Fels, ab und an das Book und gelegentlich der Maniac. Ich denke das wird sich auch in nächster Zeit nicht ändern denn es wird wohl noch ein weilchen dauern bis ich meinen eigenen Stil gefunden habe. Solange halte ich mich eben an die Grundlagen und übe weiter an micro Tischen oder Freeroll Tunieren.

Nun noch kurz zu meinem Bankroll. Die Gewinne häufen sich. Leider hatte ich in der letzten Woche wenig Zeit zum Pokern. An zwei Tagen gespielt und den Verlust wieder Wet gemacht. Zwischenzeitlich mal bei 8$ gewesen. Dann mit dem Pokercopilot ein paar Hände analysiert und mir fest vorgenommen die Fehler nicht mehr zu machen. Außerdem noch das tilten in Zukunft vermeiden und mich nicht vom Pfad abbringen lassen...

...ausser ab und zu :wink:

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