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Von: amigos
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/Jan/2009

Bahamas Resümee Teil 1

Von: amigos @ 13:03 (CET) / 4785 / Kommentar ( 77 )

Alles in allem gibt es nichts worüber sich zu beklagen.
Außer, dass ich die 3 Millionen nicht gewonnen habe.

Nach dem Final Table bei der WPT in Dortmund und dem Final Table bei dem Sideevent der Christmas Poker Tour in Göteborg bin ich eigentlich topmotiviert und optimistisch in das Turnier gegangen.Nach Tag eins mit 96.300 Chips auch ordentlich über Schnitt komme ich dann an Tag zwei an einen etwas komplizierten Tisch. Links von mir ein tighter Spieler mit nicht so vielen Chips, danach etwas short Katja Thater. Darauf ein Norwegischer Spieler mit mehr Chips, der schon immer sehr interessiert hinüberlugt wenn ich einen Raise ansetze. Mir gegenüber Greg Raymer mit etwas knappem Stapel und rechts von mir der Chipleader Dan Heimiller und ein Russitaloholländer in gambelstyle.
Die Ausgangsposition gefällt mir ganz gut, da die meiste Gefahr und die meisten Chips rechts von mir sitzen.
Dann verabschiedet sich Greg Raymer, der zum 25.000$ Highroller Event will mit zwei etwas knappen Händen. Zuerst pusht er mit einem Flushdraw und dann mit 15 BB . Dan Heimiller hat jetzt 280.000.
Die erste Hand, die ich spiele, ereignet sich so in der dritten Runde.  Wilder multikulti Spieler mit vielen Chips erhöht in mittlerer Position auf 5.100 Chips. Ich calle für 6% meines Stacks mit . Jetzt die schlechte Nachricht. Der tighte Spieler mit nur 45.000 links von mir annonciert Reraise. Ich bin in Gedanken schon bei der nächsten Hand, da wirft er 13.000 in den Pot. Wilder callt und meint „i need some lucky here“. Der kleine Reraise bedeutet in 100% der Fälle Asse. Dagegen sieht meine Hand nicht gut aus. Aber auf die 8.000 Chips zum nachlegen bekomme ich mit Blinds und Antes und den Chips in der Mitte schon Odds von 4 zu 1. Eine Auszahlung auf ein Set ist garantiert, also gehen mit dem Gedanken „one time“ die Chips in die Mitte.
Flop . Meine Güte, das ist mir ja noch nie passiert. Check, Check, All-in, call und das Full House hält gegen die Asse. 140.000 Chips.
Eine Runde nichts und dann raised Dan Heimiller von seinen 230.000 Chips auf 5.100 und wird vom 130.000er Lucky gecallt.
Was soll ich mit meinen nun machen? Nur callen ist mir ein wenig zu schwach, da schon so viele Chips im Pot sind. Einen Push will ich aber auch nicht callen müssen. Ich entscheide mich zu einem größeren Reraise um die Hand hier zu entscheiden. 17.000.
Katja callt nach einiger Überlegung all in mit 16.300 und zu meiner Erleichterung lassen die Big Stacks die Hand gut sein. Damit bekomme ich auf das All in Odds von zwei zu eins und bin gegen auch noch zwei zu eins vorne. Kein Suckout hievt mich auf 180.000.
Nicht lange später wird unser Tisch schon aufgelöst. Mit 200.000 komme ich an einen neuen. Average ist noch nicht einmal bei 100.000 und ich fühle mich richtig wohl.
Jetzt als Chipleader spiele ich fast jede Hand, die zu mir gefoldet wird mit einem Raise. Dank wenig Gegenwehr sammele ich so immer schön die Blinds und Antes ein und habe in kurzer Zeit wirklich einen riesigen Stapel vor mir stehen. Fast alle schwarzen Hunderter am Tisch stehen bei mir.
Dann raised ein Holländer vor mir von 1.200 auf 6.000. Mit habe ich schon gute Erfahrungen gemacht und er hat auch noch 130.000 Chips vor sich also call.
Flop . Er checkt. Da ein Flushdraw möglich ist und der Gegner auch gewillt aussieht, Action zu geben, gibt es keinen Grund hier langsam zu machen. Ich spiele 8.000 an. Er raised auf 17.000 ich auf 25.000. Dabei sehe ich natürlich aus wie neun hoch Internetkiddie. Er callt.
Turn . Igitt. Ein Flushdraw ist möglich und hat getroffen, sowie bis wovon perfekt wäre. Er spielt von vorne 30.000 in mich hinein. Folden kommt nicht in Frage bei den Odds und der hohen Wahrscheinlichkeit noch gut zu sein. Soll ich aber hier den ganzen Stack von ihm attackieren? Scheint mir zu gierig. Und er sieht mir auch so aus, als ob er hier ohne den Flush nicht Pleite zu gehen gedenkt. Call.
River . Nochmal 30.000 von ihm. Easy call mit dem Hinweis „no good“. Er zeigt genau diese Hand und schmeißt sie auf den Muck.
Mit 300.000 folde ich jetzt nur noch gegen wirklich shorte Stacks oder extrem schlechten Situationen. Alle Spieler am Tisch außer dem zweiten, aktiven Holländer rechts von mir haben aufgegeben und wollen nur noch ins Geld folden. Tophände spielen sie schon noch, aber mit viel Druck und gefährlichem Board kann ich trotzdem arbeiten. Beispiel:
Eine Frau raised von 1.200 auf 6.000. Ich sitze im Big Blind mit . Da sie eigentlich nur Tophände spielt bin ich gegen ihre Range weit hinten. Aber ich bekomme besser als zwei zu eins auf den Call und sie hat schon kundgetan ins Geld kommen zu wollen. Call.
Flop . Perfekt. Ich checke. Sie spielt 15.000 Chips an und damit ist klar, das sie bis hat. Dagegen bin ich hinten und auf dem Flop kann ich sie nicht von herunterpressen. Sollte aber ein Karo, eine drei, eine vier, eine acht, eine neun oder ein Ass kommen gewinne ich den Pot. Also call.
Wieso soll ich den Pot gewinnen wenn zum Beispiel eine acht kommt fragt ihr euch? Turn bet 25.000, River All in.
Turn ist aber ein . Da Asse bei Ihr jetzt unwahrscheinlich sind bin ich wohl vorne. Jetzt spiele ich nicht an, da die Gefahr zu groß ist nichts mehr zu bekommen. Diese Line hätte ich ja für den Bluff genommen, aber klein anspielen ist bestimmt auch nicht verkehrt. Ich checke. Sie checkt.
River killt natürlich die Möglichkeit noch zu viel zu bekommen, aber ich spiele nur 25.000 an, was so 17% ihres Stapels sind. Für diese Summe, denke ich ist sie doch zu neugierig und bezahlt tatsächlich mit .
Läuft.

Damit der Blog jetzt aber nicht unleserlich lang wird erfahrt ihr den Rest der Geschichte in Teil zwei. Gruß, George. 

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