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Von: amigos
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/Feb/2009

Die Zeichen stehen auf Sturm

Von: amigos @ 16:28 (CET) / 6477 / Kommentar ( 92 )

Es liegt viel vor mir.German High Rollers, Betsson Turnier in Portugal, Bregenz mit der CAPT und dann kommt schon Dortmund auf mich zu.
Die letzten paar Tage war ich in Saalbach –Hinterglemm, wo in einem wunderschönen 5-Sterne-Hotel die Aufzeichnungen zu German High Rollers stattfand, der deutschen Version von High Stakes Poker.
Geladen waren einige der erfolgreichsten und bekanntesten Pokerspieler im deutschsprachigen Raum, gespielt wurde 25-50 NLHE. Gut, nicht ganz so hoch, wie das Original. Aber immerhin gibt es bald erstmals ein deutsches Cash Game im Deutschen Fernsehen. Genauer gesagt im Deutschen Sport Fernsehen. Termine für die Ausstrahlung sind mir noch nicht bekannt, aber wir werden es euch wissen lassen.
Ich habe leider nur einen Tag gespielt, und ohne zu viel verraten zu wollen: es lief eher bescheiden. Trotzdem hatte ich viel Spaß. Die Stimmung war super, das Pokerspiel sehr gut und ich glaube, dass diese Sendung sehr gut ankommen wird.
Die nächsten paar Tage werden auch noch gespielt, aber George und ich sind schon weiter gereist.
Gestern ging es über München und Zürich nach Lissabon. Dort findet ein Betsson-Turnier statt, NLHE, 1500 € Buy-In, 500 Spieler max.
Wir rechnen mit einem vergleichsweise schwachen Feld, da viele der EPT-Regulars diesen Stop vor Kopenhagen sicherlich auslassen werden. Das Turnier war auch nicht besonders aktiv beworben und George ist nur durch Zufall darauf gestossen. Ist ja quasi ein Heimspiel für ihn, da er hier in der Nähe die ersten 8 Jahre seines Lebens verbracht hat.
Vom Flughafen ins Hotel brauchen wir eine knappe halbe Stunde, kurz einchecken, die Sachen aufs Zimmer, dann ab ins Casino.
Für mich ist es auch eine Reise zurück in der Zeit. Denn wie zu Anfangszeiten der Amigos teilen wir uns ein eher sparsam eingerichtetes Zimmer in einem 2 Sterne Hotel. Es müffelt ein wenig und im Schrank tropft Kondenswasser alle unsere Hemden voll. Das Auswechselzimmer ist aber trocken.
Das Casino Estoril ist recht groß und modern. Poker gibt es aber noch nicht so lange, erst seit einem Jahr. Das merkt man.
Als wir ankommen laufen 5 Tische mit 5-10 NLHE. Minimum Buy-In 150, max 1000. Nanu? 150 scheint ein bisschen knapp. Aber die Auflage an den Tischen geht eher so Richtung 1000 im Schnitt. Geht. Andere Limits geschweige denn Varianten werden nicht angeboten. Also lassen wir uns auf die Warteliste setzen und ein paar Minuten später an einen Tisch.
Die Gegner sind ein illustres Völkchen. Drei besoffene Isländer, drei Portugiesen, zwei Finnen und wir zwei Deutsche.
Als wir ankommen hatte gerade einer der Portugiesen ein open raise für 250 gemacht und wurde vom anderen Portugiesen für seine letzten 450 all-in gestellt. hält gegen . Das Spiel scheint ganz gut zu sein....
Der Schein trügt. Zwar haben die Gegner wenig Ahnung von Poker, aber die Dealer noch viel weniger. In der ersten Stunde spielen wir nicht mal eine Runde. Der Dealer muss jedes Mal den Pot zählen, um nach einer Tabelle die (viel zu hohe) Rake rauszunehmen. Es gibt keinen Drop-Schlitz am Tisch, die Rake wird einem weiteren Casino-Beamten gereicht, der sie dann, hinter dem Dealer stehend, in den dafür vorgesehenen Kasten wirft. Mit dem Trinkgeld wird genauso verfahren. Die Spieler sind auch recht langsam und ich befinde mich auf gutem Wege zum Life-Tilt. Ich bin ja geduldig, aber so etwas habe ich selten gesehen. Naja, wir sitzen ja an einem Must-Move Table, vielleicht sind die anderen Tische besser.
Für Unterhaltung ist aber gesorgt. Die Open-Raises gehen von 3 BBs bis zu 25BBs,  je nach Spieler und Laune. Die Stärke der Hände scheint hier nicht den Ausschlag zu geben. Geld wechselt fleissig die Besitzer, nur leider nicht zu mir. Mag daran liegen, dass ich in 2 Stunden nur eine Hand gespielt habe, in Late Position gelimpt, aber nichts getroffen. War aber ein Powerhouse, da viele Pots auch von :J:8 oder :Q:2 gewonnen werden.
Eine schräge, sinnfreie und sehr irritierende Hausregel fällt uns auch noch auf. Man kennt das ja, das ein Chip nur ein Raise darstellt, wenn man dieses auch annonciert. In Portugal gilt dieses aber auch für eine Bet. George setzt irgendwann mal von vorne 100 in einen 130er Pot, aber mit einem Chip. Da er nichts dazugesagt hat, wird diese Bet jetzt als 10 gezählt. What???
Mir passiert das gleiche später auch noch einmal. Ist einfach sehr ungewohnt.
Hoffentlich haben die Betsson Leute ihre eigenen Turnier-Dealer mitgebracht, oder besser noch von Thomas Kremser ausgeliehen.
Etwas später werde ich an einen anderen Tisch umgesetzt. Hier sitzen nur 2 Portugiesen und ein Haufen Semi-Pros oder Pros, die meisten aus Skandinavien, ein Pole, ein Ungar. Hier scheint das Pokerniveau höher zu sein, aber wie sich herausstellt, spielen die Jungs viel zu loose und seltsam.
Nach weiteren zwei Stunden gehe ich mit einem netten Plus von 1500 mit George ins Hotel zurück.
Morgen (Freitag) beginnt das Turnier, um 15 Uhr. Die Struktur ist sensationell gut, 15.000 Startchips,  1 Stunde Levels, bessere Struktur als bei der EPT, da mehr Zwischenlevel. Gute Vorraussetzungen.

LG, Jan.
 

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