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/Nov/2005

1. Hamburger Pokermeisterschaft der GPPA

Von: bandit-de @ 05:18 (CET) / 1 / Kommentar ( 11 )

Auch wenn ich eigentlich nicht mehr vorhatte, bei der GPPA zu spielen hats mich doch nochmal zu einem GPPA Event verschlagen. Aufgrund der Tatsache, das Horst Koch die Preisstruktur etwas, sagen wir mal "attraktiver" gestaltet hat. So gibt es mittlerweile schon in der Qualifikation für die ersten 3 Plätze ein wenig Geld und der Hauptpreis ist von 300,-€ auf 1000,-€ Wert gestiegen. Das waren Argumente die für einen weiteren Versuch sprachen.
Leider ist der Timetable/Blinds immer noch so eng bestückt, das das Spiel nach wie vor doch eher an Glücksspiel erinnert, und man auch kaum ums Add On herum kommt. Auch sitzen immer noch 12 Spieler am Tisch (statt laut GPPA Reglement 10 Spieler), und wenn einer vorm Add On rausgeht, wird der Platz munter neu besetzt.

Zur ersten "billigen" Runde (erste Runde Buy In 5,-€ statt 15,-€) kam ich leider etwas zu spät, da ich am Telefon aufgehalten wurde. Zwar hätte ich noch mitspielen können, aber da die Blinds schon bei 160 lagen, entschied ich mich dafür erst in der nächsten Runde zu spielen. Im nachinein betrachtet eine dumme Entscheidung, denn einige Spieler hatten schon keine 1500 Chips mehr, und 2min später kam das Add On, somit hätte ich mit 3500 Chips sehr gut dagestanden. Aber ich bin nunmal zu ehrlich für diese Welt ;) Außerdem saß bereits ein Freund von mir am Tisch, und es wäre dumm gewesen, wenn wir uns hätten rausbusten müssen (da er leider keine Karten bekam, wäre es aber wohl nicht dazu gekommen). Also nehme ich mir die Zeit, ein wenig die Spieler zu beobachten, und kann so schnell einschätzen, vor wem ich mich in acht nehmen sollte, und vor wem nicht (letztere überwiegten allerdings ;)). Zunächst fallen mir zwei Typen im edlen Zwirn auf, Marke "Cardshark", doch diese stellten sich ziemlich schnell als Schafe im Wolfspelz heraus. Einer von beiden spielt mit einem Jeton aus dem Casino Schenefeld, und ich ärgere mich mal wieder, das ich nicht über die nötige Bankroll verfüge, dort spielen zu können. Außerdem erkenne ich bei 3 Spielern doch tatsächlich einen Tell (der Schönste war bei einem jungen Spieler, dem die Augen flatterten sobald er ein in seinen Augen spielbares Blatt hatte, meistens Ax oder eine Bildkarte, hatte er nichts gutes bekommen, verzog er das Gesicht und die Hände waren sofort in fold Position), und bei einer Spielerin bemerke ich die Vorliebe für Suited Cards. Richtig ausnutzen konnte ich diese "Vorteile" allerdings nicht während meiner Runde, dafür bekam ich zu wenig spielbare Hände und bin meist auch gegen andere Spieler im Pot. Das Publikum, ist aber mal wieder GPPA typisch, 2-3 Spieler bei denen man sofort bemerkt das sie Ahnung haben, und 7-10 Spieler bei denen man sofort bemerkt, die spielen nur des Spieles wegen und haben noch nie etwas von Position geschweige denn Starting Hand Charts gehört. Dennoch steht fest, mein nächstes Buch wird Caros Book of Tells sein (siehe Bücherliste).

Als meine Runde dann beginnt, bekomme ich wie gesagt zunächst keine wirklich spielbaren Karten, und manchmal ärgere ich mich, ein tighter Spieler geworden zu sein ;) So hätte ich bei 3 Händen die Nuts getroffen, wenn ich sie gespielt hätte, aber sry 9To spiele ich nichtmehr in EP an einem Fulltable, und da es einen Preflop Raise hinter mir gab, wurde ich in meiner Entscheidung bestätigt. Allerdings hätte ich mit dem Flop 9T getroffen und auf dem Turn eine weitere T, dank Callingstation und einem Flush am Tisch, hätte ich so locker ein Triple Up bekommen. Naja sollte halt nicht sein, und deshalb werde ich nicht zum "Glücksspieler". Die erste spielbare Hand bekomme ich erst bei 160er Blinds und dann gleich Pocket Rockets (AA), es sind bereits 4 Limper im Pot, und ich habe die Erfahrung gemacht, dass Preflop Raises kaum Wirkung haben, somit entscheide ich mich für ein All In mit dem Blatt auch wenn ich Gefahr laufe nur die Blind zu kassieren, was ich letztendlich auch nur tue, aber hier denke ich an die Worte von Dan Harrington "Better win a small pot, than lose a big one". Später bekomme ich nochmal ATs aber da ich keinen Treffer auf dem Flop lande, entscheide ich mich nach einem All In meines Gegenüber zu folden (auch wenn ich denke, dass er geblufft hatte) und gehe lieber auf Nr. sicher. Bei 1600er Blinds bekomme ich dann ein Paar 7 und da ich nur noch 2200 über habe entscheide ich mich zu einem All In, der BB called mit den Worten, "ich hab nur Müll, aber ich muss callen" und Recht hat er, ein Fold wäre dumm gewesen bei den Pot Odds. Meine Paar besteht und so bekomme ich ein Double Up, gleich hinterher bekomme ich ein Paar 2, ich bin am hin und her überlegen, und entscheide mich zu einem zweiten All In und werde sofort von ein Paar 8 gecalled, arghs 4to1 Underdog, und so bleibst auch und ich fliege aufm Bubble auf Platz 4 (von 12) raus. Da ich immer nur eine Runde bei Horst spiele bleibts also dabei. Jason hingegen entscheidet sich noch zu zwei weiteren Runden und schaffts dann noch ins Finale, leider hat er aber auch hier wieder kein Glück und scheidet auf Platz 7 aus.

Während Jason spielte unterhielt ich mich mit anderen Gästen, so war eine Amerikanerin anwesend, die im Auftrag eines großen Filmstudios (den Namen möchte ich hier aus Rücksicht auf die Frau nicht nennen) die Pokerszene Deutschland recherchieren sollte, anscheinend ist eine Hollywood Produktion in Arbeit und man will wissen wie es in Deutschland um Poker bestellt ist, da Deutschland wohl einer der interessantesten Märkte für die Filmindustrie ist. Wollen wir doch hoffen, das ihr Bericht gut ausfällt und wir nächstes Jahr einen guten Pokerfilm in den Kinos haben. Ich mache Sie auch auf den Bericht in der "Welt am Sonntag" aufmerksam und erkläre ihr ein wenig das Spiel.

Außerdem war das DSF vor Ort und hat einen Bericht über die GPPA und Horst Koch aufgenommen, sowie Interviews mit anderen Spielern geführt, der Bericht wird voraussichtlich am 25ten Dezember im DSF zu sehen sein. Vielleicht sieht man ja diesmal etwas mehr als nur meinen dicken Hinterkopf ;)

Alles in allem, ein sehr schöner Sonntag, und der neue Spielort "Trabrennbahn" war echt eine tolle Kulisse und gab dem Spiel eine besondere Atmosphäre, so war Horst Koch doch manchmal von den Pferderennen arg abgelenkt :))

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