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/Sep/2005

Die 1te GPPA Weltmeisterschaft

Von: bandit-de @ 14:12 (CEST) / 4838 / Kommentar ( 17 )

Die Teilnahme in Dasing wurde ermöglicht durch:

Pacific Poker



...und nun der große Reisebericht, wie versprochen.


Die Anreise:

Am Samstag Morgen bewege ich mich Richtung Hauptbahnhof, ich treffe bei Reisen immer gerne etwas früher am Bahnhof ein, und so habe ich noch Zeit ein wenig Proviant einzukaufen.

Zeitig begebe ich mich zum Gleis und frage mich ob die Jungs alle in Altona bereits eingestiegen sind, als Seb mich anruft und nach dem Gleis fragt, kurze Zeit später treffen die beiden dann auch ein, doch ist es anscheinend noch zu früh, so stellen sich die beiden direkt 2m vor mich ohne mich zu sehen. Naja so ein kleines Kerlchen wie mich kann man ja auch leicht übersehen ;)

Während der Zugfahrt suchen sich die Jungs (der Kern unserer Hamburger Homegame Truppe) einen Tisch im Großraumwagen und spielen ein SnG nach dem anderen, während ich mich dazu entschließe im Abteil zu bleiben um aufs Gepäck aufzupassen und mich noch einmal Harrington on Holdem Vol.1 zu widmen (später stellt sich heraus, es wäre vielleicht schlauer gewesen Vol. 2 mitzunehmen). 5 ½ Stunden später treffen wir auch schon im beschaulichen Augsburg ein, es ist schönes Wetter und wir begeben uns erst einmal ins Hotel, die Idee aufs Oktoberfest zu gehen, verwerfen wir schnell und beschließen das man auch in Augsburg ne Menge Spaß haben kann. Seb und Jak müssen als eingefleischte Fussballfans eh ersteinmal das HSV Spiel schauen, doch leider funktioniert die D-Box nicht im Hotel und so suchen sich die beiden eine Sportsbar, während Jason, Fabio und ich uns auf die Suche nach etwas zu futtern begeben. Da wir alle Junkfood Lover sind, entschließen wir uns für Pizza Hut. Gegen Abend spielen wir noch ein paar SnG auf dem Hotelzimmer, und beginnen uns Sorgen um Seb und Jak zu machen, die sich doch eigentlich nach dem Spiel wieder im Hotel einfinden sollten. Also begeben wir uns auf die Suche nach den Jungs, nachdem sie in der „Irish/Mexicanischen Bar/Pub“ nicht mehr sind, empfehle ich doch mal bei McDonalds nach zu schauen, und da waren sie dann auch tatsächlich! Im Gepäck 2 feuchtfröhliche Augsburger, mit denen wir dann noch auf dem Hotelzimmer „Arschloch“ (Kartenspiel) gespielt haben. Die Jungs wollen mit den beiden noch um die Häuser ziehen, doch Jason und ich entschließen uns dazu, zeitig ins Bett zu gehen, um frisch am nächsten Morgen ins Turnier zu gehen.


Der Turnier Tag:

Leider war das Bett etwas zu klein für mich und ich hatte auch mein Kuschelkissen nicht und so habe ich doch eher schlecht als recht geschlafen. Doch eine Dusche am Morgen und heißer Kaffee von Mc Donalds sorgen für einen guten Start in den Tag. Wir rufen uns ein Taxi und haben Spaß mit dem Taxifahrer, der uns gesteht in seinem Hauptjob ebenfalls mit Arbeitskollegen zu Pokern, statt Chips verwenden sie allerdings Unterlegscheiben und Muttern :D. Die Westernstadt in Dasing wirkt wie Miniatur Wild West mit witzigen Shows, die gerade Familien mit Kindern sehr viel Spaß bereiten dürfte, wir melden uns bei Horst Koch (Leiter der GPPA, bzw. GPPA himself), und warten ab bis wir Spielen dürfen. Da das Turnier nicht wie gedacht auf MTT Basis läuft, sondern SnG (spätestens jetzt weiss ich HoH2 wäre die schlauere Wahl gewesen), stellen wir uns schon die Frage, ob wir es zeitlich schaffen werden noch am Finale teilzunehmen, da unser Zug bereits um 19:32h Richtung Heimat fährt. So werden also SnG gespielt in denen die besten 2 ins Finale kommen, natürlich in alt gewohnter chaotischer Blindstruktur wie wir sie von der Qualifikation in Hamburg kennen, alle 8min steigen die Blinds, so artet das Spiel schon fast in Glücksspiel und nicht in Pokern aus. In der dritten Runde darf ich gemeinsam mit Seb antreten, und ich schaffe es grade mal 3 Hände zu spielen um dann auf Platz 7 auszuscheiden. Gottseidank rettet Seb die „Familienehre“ und schafft es das SnG zu gewinnen, und somit den Eintritt ins Finale. Die anderen Jungs schaffen es leider alle nur jeweils auf dem 3ten Platz zu landen und somit vorzeitig auszuscheiden, man muss allerdings sagen, dass sie wirklich alle klasse gespielt haben! Auch mussten wir feststellen, das die Tische wesentlich tighter waren als bei der Qualifikation in Hamburg. Ein TV Team von RTL war übrigens ebenfalls vor Ort, um einen Bericht über das Mathegenie und Doktor der Psychologie
Gert Mittring beim Pokern zu verfassen, ob der Bericht allerdings noch gesendet wird (wenn dann wohl Stern TV mit Jauch) ist noch unklar. Allerdings gibt es hierzu eine nette Story mit Jak vs. Genius (wie wir ihn liebevoll getauft haben). Genius bekommt TT und Jak macht shortstacked einen netten Raise, woraufhin Genius (ebenfalls shortstacked) die Karten folded. Jak konnte es sich allerdings nicht nehmen lassen sein Blatt PR Wirksam zu zeigen, und dreht sein Lieblingsblatt 72o um :D. Genius hat aber auch mit seiner letzten Hand (Q5 gelimped bei 400er Blinds Stack 600, All In nachm Flop ohne Treffer) eindrucksvoll gezeigt, das zum Pokern mehr als nur gute Rechenkünste gehören. Allerdings frage ich mich, ob sie ihn gut vorbereitet hatten, als ich gebusted wurde und vom Tisch aufstand, murmelte er etwas in Form von „wie kann man so einen Zug machen mit JT“ gegen mein Ass, als ich ihn jedoch daraufhin fragte „Na, wie hoch war denn die Wahrscheinlichkeit, das sie mit JT (bei Flop AQT), noch Ihren Straight trifft“ kam nur die kurze Antwort „Keine Ahnung“. P.S: Ich hatte A6s aufm Button, ein Shortstack war All In mit 200 (AK wie sich im Showdown rausstellte), und sie setzte mich nach dem Flop All In (700 to call, bei 400er blinds), auf dem River traf sie dann den K und Busted so uns beide – Shit happens.

Naja, nichts destotrotz, wenn Genius ein Mathegenie ist, wieso konnte er mir nicht sagen, das Sie noch eine Chance von 34,6% (22% gegen uns beide) hatte das Spiel zu gewinnen nennen, ich vermute man hat dem guten Mann lediglich die Regeln vorgelegt und ihm gesagt das ist Poker, spiel mal. Sicherlich wäre es schlauer gewesen, einem Mathegenie das Buch von David Sklansky – Theory of Poker in die Hand zu drücken, die Bibel des Pokerns, geschrieben von einem Mathematiker! Denn dann wäre diese Antwort für Ihn ein leichtes gewesen.

Es kamen sogar Gerüchte auf, das sich Herr Mittring angeblich nicht offiziell qualifiziert haben soll, was bei seiner Spielweise und der Art wie sich Horst Koch an seine eigenen Regeln hält auch nicht weiter verwunderlich gewesen wäre.
Nachtrag: Da ich die Bedingungen gegenüber Herrn Mittring als unfair empfand habe ich mir erlaubt ihn anzuschreiben, ich stehe mittlerweile mit Herrn Mittring in Email Kontakt! Weitere Infos folgen...
Es war, wie ich es mir dachte. Die Vorbereitungen für Herrn Mittring waren ungenügend,
Zitat:
Bücher wurden mir nicht empfohlen. Mir wurden nur die Regeln mitgeteilt. Im Leben hatte ich zuvor nie Poker gespielt. Inklusive der Quali wäre das gestern der dritte Termin im Leben gewesen und der zweite mit Texas hold no limit. Vor allen Dingen ist mir das Bluffen sehr fremd.
Ein klein wenig Coaching und Vorbereitung, hätten sicherlich ein anderes Ergebnis erbracht. Vielleicht nicht unbedingt als Sieger, aber ein wandelnder Taschenrechner und Doktor der Psychologie hätte sicherlich einen ungemeinen Vorteil mit ein wenig Übung und könnte sich zu einem Poker Killer entwickeln!
Seb spielte dann zwar noch im Finale, doch saß uns auch die Zeit im Nacken. Seb schied interessanter Weise ITM aus, und das obwohl nur der 1te Platz 1500$ cashen sollte, aber wie man es von Horst kennt wurden mal wieder kurzerhand einfach die Regeln geändert, so gab es eine neue Preisstruktur, die dem 1ten 700,- €, 2ten 300,-€, 3ten 150,-€, 4ten 100,- 5-7ten 50,-€ brachten. Da Seb kein Sponsoring hatte konnte er somit seine Ausgaben etwas minimieren, und last but not least, er hat Super gespielt und ohne Zeitdruck vielleicht sogar noch mehr rausgeholt.

Dies war aber nicht die einzige Regel Änderung, so gab es eine Situation wo nur noch 2 übrig waren, der eine erhöht und der andere called, der Better zeigt seine Karten und der Caller will mucken (was sein gutes Recht ist), es entsteht eine hitzige Diskussion und der Dealer bittet Horst Koch um Rat, dieser schwäbelt „Showdown müsse imma beide zeige“, „selbst wenn nicht mache mir heude mal ne Ausnahme Regel“ schnappt sich die Karten des Muckers und dreht diese um sichtbar auf den Tisch, woraufhin der Mucker voll auf Tilt geht (was wiederum sehr lustig anzusehen war). Sorry Horst, aber das war mal wieder ein Eigentor, unsere komplette Truppe hat nun beschlossen, das war’s mit der GPPA, diese Geldmacherei werden wir nicht mehr unterstützen (deshalb auch kein Link mehr!), ständig werden bei Ihm die Regeln gedehnt wie ein Gummiband. Für jemanden der offiziell die deutsche Pokergemeinschaft, man könnte ja sogar fast von einer „Bundesliga“ sprechen, repräsentiert ist dies ein Armutszeugnis.

Die Rückreise war ziemlich unspektakulär, da wir alle ziemlich Groggy waren, zwar haben die Jungs noch mal ein kurzes SnG eingelegt, aber letztendlich waren wir alle froh, wieder heimischen Boden unter den Füssen zu haben.

Fazit: Wir hatten ein lustiges Wochenende und eine gute Leistung und Werbung für unseren Sponsor Pacific Poker erbracht! Außerdem habe ich einen guten alten Freund nach über 1 1/2 Jahren mal wieder gesehen, der jetzt in Ingolstadt lebt :)

Zwei Anmerkungen noch, zum einen gibt es leider nicht sooooo viele Fotos, da meine Kamera in eine Pfütze gefallen ist, und die Linse der Cam war von Innen beschlagen, was einen sehr romantischen Nebelschleier auf die Bilder zauberte, Gott sei dank ist dies mittlerweile wieder getrocknet, wäre schade um das gute Stück gewesen. Des weiteren, auch wenn man sich so ein Poker Spiel in einer Western Atmosphäre „Cool“ vorstellen mag, die Fliegen im Saloon (dank benachbartem Pferde-Stall) nervten ohne Ende.

Zu den Fotos gehts hier!


Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung durch:

Pacific Poker


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