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bandit-de blog

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B@nd!t, Tommy "Der Däne" Dendas-Hansen, Frau Neumann

Seit der WSOP kam ich nicht mehr dazu Live Poker zu spielen. So freute ich mich seit Wochen auf die Deutsche Pokermeisterschaft. Eine rechtzeitige Anmeldung sorgte dafür, dass ich nicht wie so mancher auf der Warteliste landete. Ich fuhr rechtzeitig ins Casino um noch das eine oder andere Schwätzchen halten zu können. Doch als erstes erblicke ich Sandra Naujoks mit der ich überhaupt nicht mehr gerechnet hatte. Schließlich hatte sie am Vortag gespielt und da die EPT Warschau ebenfalls auf dem Plan steht, dachte ich sie wäre längst abgereist. Doch zunächst quatsche ich mit Stefan Hachmeister (danke für die Fotos!) der nun nicht mehr bei PokerOlymp ist und für die Pokerfirma das Turnier covert. In der Zwischenzeit trudeln viele alte Bekannte ein, Jan-Peter Jachtmann und Miriam Wallinger vom PokerBlatt, Soraya Homann und Malte Strothmann den ich in Barcelona kennenlernte. Doch obwohl Jan-Peter anscheinend Sandra bereits bestens kannte, kam keiner auf die Idee mich mal vorzustellen – anscheinend ging man davon aus, dass ich sie eh schon kennen dürfte.  Doch nachdem ich so vielen Pros schon begegnet bin, war sie tatsächlich noch eine Unbekannte. Also ging ich zu Ihr und stellte mich höflich vor, schließlich wollte ich diese unglaublichen Augen einmal aus nächster Nähe sehen. Also sprach ich sie gleich drauf an und meinte nur, „Du hast wirklich so tolle Augen wie auf den Fotos“, sie meint, „Ja, echtes Blau“. Ich bin etwas verwirrt, denn sie wirkten eher Eisgrau/Blau, also darf ich noch einen zweiten Blick aus nächster Nähe erhaschen. Doch die Lichtverhältnisse waren nicht sehr gut und so meinte ich nur, „Na gut, ich glaub Dir mal, ich hab keine Lust mein Zippo rauszuholen“.  Ich frag Sie warum sie nicht in Warschau ist, und sie meint nur „Pokerauszeit, die nächste EPT wird Prag sein“, ich antworte, „Oh klasse, da werden wir uns wiedersehen“.  Was soll ich sagen, sie ist wirklich so sympathisch wie sie im Interview rüberkommt.

Umgekehrt sollte ich in das Vergnügen kommen, dass sich mir jemand vorstellte. Niemand anderes als Turnierdirektor Anestis Karasavvidis, ich muss zugeben ich fühlte mich sehr geschmeichelt und freut mich über diese Geste. Wir unterhielten uns ein wenig über die neue Struktur und ich muss sagen er hatte wirklich ein tolles Turnier auf die Beine gestellt - mein Dank an dieser Stelle an Herrn Karasavvidis.

Interessant war auch, das mich einige ohne Hut nicht erkannten - nicht war Familie Neumann? ;)

Doch kommen wir zum Turnier, ich werde an den gleichen Tisch wie Malte ausgelost und mit uns am Tisch Soraya Homann und Mickey Finn. Da das Feld insgesamt sehr stark war nicht ungewöhnlich das ich keinen „leichten“ Tisch bekommen sollte – ich kam mir vor wie ein Goldfisch im Haifischbecken. Doch ich kann mich gut behaupten und baue meinen Stack gemächlich mit der Salami-Taktik aus, nicht viel aber immer gut am Average. Nachdem die erste Hand ein Missdeal war, bekomme ich dann in der eigentlichen ersten Hand und limpe da schon zwei Limper im Pott waren. Mickey checkte im Big Blind. Der Flop bringt : und nach einem Continuation-bet fliegen die Karten. Erste Hand und gleich den Pott eingestrichen, ich liebe es wenn Turniere so beginnen.  Kurz danach soll ich mit Mickey Finn aneinander rasseln. Mickey hatte sich mit einem 2-Outer auf dem Turn ein Double-Up geholt, sein Gegner pushte sein Set Sechsen und lief in Mickey Messers Schneide mit einem Set Zehnen. Dementsprechend war ich nicht glücklich mit ihm nun meine Hass-Hand spielen zu müssen. Ich raiste also preflop auf 700 nachdem bereits Limper in der Hand waren, Mickey callte als einziger und hielt nun Position auf mich. Der Flop brachte ich machte einen Cont-Bet um zu sehen ob meine Queens noch gut sind, Mickey callte. Da keine Flushdraw-Gefahr bestand, hatte ich nicht das Gefühl das meine Queens jetzt noch gut sind, also checkte ich auf dem Turn und Mickey checkte hinterher, der River brachte und nun setze ich erneut an, ich setze weitere 1000 und Mickey foldete – puh.

Bis zum Dinnerbreak passierte dann nicht viel und ich hatte 12000 Chips zum Break. Das Essen war ein wahrer Genuss und gut gestärkt nutze ich die verbleibende Zeit um mit weiteren Bekannten zu schwatzen die erst kurz vor Beginn des Turnieres eintrudelten – Sebastian Ruthenberg, Howard Speer und Florian Langmann.  Leider oder Gott sei dank kam ich nicht mit Sebastian an einen Tisch. Leider, weil ich zuletzt mit ihm vor Jahren bei einem Homegame um 10€ gespielt hatte. Gott sei dank, da ich nicht unbedingt mit Deutschlands wohl stärkstem Turnierspieler vor dem Finaltisch aneinander Rasseln wollte ;) .

Kurz nach dem Dinnerbreak wurde unser Tisch aufgelöst und ich kam an einen Tisch mit EPT-Gewinner Michael Schulze und Tommy „Der Däne“ Dender-Hansen. Vor Michael hatte ich wenig Angst, sein Spiel kannte ich noch sehr gut vom Finaltisch in Warschau. Doch Tommy, mit dem ich schon öfters das Vergnügen hatte ist da schon ein anderes Kaliber – doch zunächst musste er mit Platzpatronen schießen, denn er war bereits arg Shortstacked. Zu einem Duell sollte es aber nicht zwischen uns kommen. Dafür sollte ich einen starken Laydown mit offsuited machen, nachdem UTG auf 1000 raiste entschloss ich mich zu einem reraise auf 2400, alle foldeten bis zu UTG der recht schnell seine Chips in die Mitte stellte. Ich überlegte lange und open foldete dann meine Hand, ein Raunen ging um am Tisch – als UTG dann seine Rockets präsentierte klopfte mir Tommy auf die Schulter. Die Chips sollte ich mir von Michael Schulze wieder holen. Erneut bekam ich und coldcallte einen Raise von ihm aus Cutoff. Auf einem Board mit lauter Undercards und einem Flushdraw setzte er einen Contbet an, den ich mit einem starken Reraise beantwortete. Erwartungsgemäß foldete er seine Hand. Ich hatte ihn hier auf und nur gesetzt und er bestätigte es mir in einer weiteren Pause. Hätte er meinen reraise gecallt hätte ich seine Range vergrößert aber dazu kam es ja nicht ;) .

An meinem letzten Tisch sollte ich mich dann mit Roland Specht und Toni Vardjavand wiederfinden. Zwei starke Gegner doch auch ihnen ging die Munition aus. So machte ich mir mehr sorgen um die beiden unbekannten Spieler zu meiner Linken, die recht gut in Chips waren. Gleich in der ersten Hand bekomme ich im Cutoff und machte einen Standard-Raise. Alle foldeten bis zum Big Blind auf dem Roland Speer saß. Er sagt, "Eröffnest Du den Tisch gleich mit einem Begrüßungs-Raise", ich zuckte nur mit den Achseln und lächelte ihn an. Als er foldete meinte ich, "Wo ist denn Dein Begrüßungsgeschenk für mich, das Du nicht callst?", er antwortete, "Na, dass bekommst Du doch gerade", als mir der Dealer die Chips rüberschob. Einer der beiden Verdächtigen zu meiner Linken sollte dann aber mein Verhängnis werden. Die letzte Hand spielte ich wirklich ausgesprochen schlecht. Das Desaster fing mit einem viel zu kleinen raise auf 1600 (400/800 Blinds) an, denn im Gedanken war ich noch in der vorherigen Blindstufe. Zwei Positionen hintermir callte den Raise. Der Flop brachte , ich machte einen Contbet von 2000 und werde gecallt. Der Turn brachte mir weitere Outs mit der ich überlegte kurz und mache dann einen Fehler der nichts am Endergebnis ändern sollte. Ich checkte und mein Gegner setzte 5000. Ich überlege lange und entschließe mich nur zu callen, da ich die Potodds zum call hatte. Ich habe nur ca. 8600 übrig und dachte mir, dass hier keine Foldequity vorhanden ist. Zu diesem Zeitpunkt setzte ich ihn auf eine Hand wie oder ein kleines Pocketpair, sogesehen wäre also  ein All-in der einzig richtige Move gewesen. Der River brachte meine Todeskarte. Doch auch hier stelle ich erst rein nachdem ich ihm mit dem Check die Möglichkeit dazu gab mich All-in zu setzen. Er dreht um und mit dieser Hand hatte ich wirklich überhaupt nicht gerechnet, mit so einer Hand hätte ich doch eher einen reraise preflop erwartet. Auf Platz 48 verließ ich das Turnier und erneut waren Siegried&Roy mein Verhängnis auch wenn ich sie dieses Mal nicht auf der Hand hatte. Ich gehe noch zu Sebastian und meinte, „Jetzt hängt wieder alles an dir“, er fragte mich was los ist und nimmt sich die Zeit um die Hand mit mir zu diskutieren (Wohlgemerkt er ist noch im Turnier gewesen und war nicht gerade ein Bigstack), zu uns gesellt sich Malte Strothmann und so bekam ich eine Handanalyse erster Klasse.

Interessanter Weise war ich nicht sauer weil ich aus dem Turnier raus war, ich war nur Sauer auf mich selbst weil ich schlecht gespielt hatte, auch wenn dies nichts am Endergebnis geändert hätte, denn diese Hand wäre mein Genickbruch gewesen. Egal wie man sie gespielt hätte auf dem Board hätte ich mich nicht von ihr getrennt und mein Gegner hätte seine Hand nie aufgegeben. Trotz allem bin ich aber irgendwie froh, dass ich nicht erneut mit irgendeinem ärgerlichen Badbeat ausgeschieden war.

Da die WSOP nun endlich in meinem Blog verarbeitet wurde folgen auch wieder regelmässigere Updates – versprochen!

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