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/Sep/2009

Eine Woche zu Gast in Dortmund

Von: bandit-de @ 11:35 (CEST) / 9 / Kommentar ( 9 )

Eigentlich wollte ich schon lange einen Rückblick zur WSOP posten, doch der muss noch etwas warten. Einer der Gründe warum ich mich bisher davor gesträubt hatte ist der, dass mir sämtliche Fotos verloren gegangen sind, nachdem ich sie auf meine Backup-Festplatte ausgelagert hatte (Festplatte hatte den Geist aufgegeben, kennt hier vielleicht jemand einen günstigen Datenretter?).

Vom 24.-28. August war ich zu Gast in Dortmund um die IntelliPoker-Qualifikanten zu betreuen und die Berichte zur WPT zu schreiben. Normalerweise macht Christin diesen Job, da sie aber zu viel Arbeit auf dem Tisch hatte und ich sowieso mal wieder rauskommen wollte, hab ich den Job gerne übernommen. Außerdem ist es immer wieder schön Intellis kennenzulernen.

Was ich allerdings nicht wusste , ist die Tatsache das Dortmund nicht gerade den Charme einer Großstadt hat der mich anspricht (nichts gegen die Dortmunder, aber dort möchte ich nicht begraben sein). Zum ersten Mal während meiner reisen, bekam ich tatsächlich Heimweh nach Hamburg :D.

Einziges Highlight war die Crew von Thomas Kremser, so waren wenigstens auch ein paar Bekannte vor Ort mit denen man sich nett unterhalten konnte wenn die Intellis noch im Turnier waren. Aber auch die Crew vom Casino Hohensyburg hatte mir den Aufenthalt versüßt. Ein wirklich kompetentes Team um Volker Schocke betreute nicht nur die Spieler professionell.


Peace :)

Am zweiten Tag meines Aufenthaltes kam dann der Bereichsleiter Herr Schulze auf mich zu, ob ich nicht Lust hätte mitzuspielen, ich antwortete, „Lust schon, aber keine Zeit, schließlich muss ich mich um unsere Qualifikanten kümmern“. Er ließ nicht locker und fragte, ob ich dann nicht nach dem Dinnerbreak einsteigen möchte, mit 3.000 Chips und einer Bounty auf meinen Kopf in höhe von 400,-€. Ich überlegte kurz und erwiederte, „OK, aber ich möchte nicht gewinnen, sollte ich es bis ins Finale schaffen, rückt einer für mich nach“. Er meinte nur, „OK, wenn sie das so wünschen werden wir es so machen“. Ich hatte einfach keine Lust, jemanden das Ticket zu klauen.

Nach dem Dinnerbreak war ich mit Deniz (Foto), einer Dealerin aus dem Team Thomas Kremser im Gespräch, so das ich meine Ankündigung fast verschlafen hätte. Angeteased wurde ich als „echter Profi“, wer meinen Blog kennt, weiß das ich mich nicht als Poker Pro sehe. Naja, meinetwegen, die Spieler freuten sich jedenfalls auf mein Kopfgeld und ich wurde an Tisch vier ausgelost. Ich stellte mich den Mitspielern vor und sagte ihnen gleich, das ich nicht mit Müll wie oder ähnliches reinstellen würde. Der Grund hierfür war recht einfach, sollte ich damit die Asse von einem anderen Spieler knacken, würde er bestimmt alles andere als begeistert sein. Also entschied ich mich für ein solides Spiel und zeigte oft meine Karten (mache ich sonst nie). Aber meine Worte wurden nicht sehr ernst genommen, in einer der ersten Hände bekam ich mit ca. 2.300 (von ursprünglich 3.000 Chips bei 100/200 Blinds) und ich stellte diese UTG in die Mitte, ein Spieler callte mich mit . Hierdurch konnte ich erstmal verdoppeln, hmm dies war eigentlich nicht in meinem Sinne. Doch es sollte so weiter gehen, zweimal konnte ich mit ein Set floppen, wodurch meine Chips immer mehr wurde. Bis zum Finaltable nahm ich drei Spieler aus dem Turnier (bei denen ich mich aufrichtig entschuldigte – es wurde schon langsam zum running gag, so meinte ein Spieler als er rausflog, ich möchte aber hören das es dir leid tut :D ).

Am Finaltisch versuchte ich dann Chips loszuwerden, ich raiste mit Crap wie um auf ein all-in folden zu können. Doch stattdessen sammelte ich fleißig die Blinds ein und wurde Chipleader (zumindest meinte ein Spieler, ich wäre Chipleader gewesen, ich hatte da nicht so drauf geachtet, ich wollte die Chips nur loswerden). Als hätte ich es nicht geahnt…

Es sollte kommen, wie es kommen muss, selbst den Bubbleboy nahm ich vom Tisch mit einem Coinflip. Als dieser raus war, rief ich den verantwortlichen Torsten Selzer zu mir und meinte, „OK, wir können aufhören, wir sind jetzt neun, es gibt acht Tickets, ich kann keins bekommen, also stehen die Finalisten fest“, er war etwas verwundert warum ich kein Ticket haben wollte, konnte es aber verstehen, als ich es ihm erklärte. Also wurde das Turnier beendet, und da keiner mein Kopfgeld einnahm, bekam es der Bubbleboy – ich habe selten einen so glücklichen Bubbleboy gesehen :) . Da dieses Turnier, alles andere als geplant für mich verlief, sagte ich in den darauffolgenden Tagen allerdings alle Einladungen seitens des Casinos ab. Dadurch, das ich bis zum Ende im Turnier war, bekam ich nicht einmal mit wann und wie unser IntelliPoker-Qualifikant rausflog und schließlich war ich zum berichten und nicht zum spielen dort.

In den folgenden Tagen wurde ich immer wieder von Spielern angesprochen, welche Bounty den heute auf mich ausgeschrieben wird, es tat mir fast leid, dass ich alle enttäuschen musste, aber wie heißt es so schön – erst die Arbeit, dann das Vergnügen.

 

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