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/Jun/2008

F*ck Big Slick - oder wer anderen eine Grube gräbt

Von: bandit-de @ 01:32 (CEST) / 54 / Kommentar ( 132 )


Der Poker-Room im Venetian

Vorgestern holte mich Daniel mit den Cowboys und Robin im Rio ab. Sie wollten ins Venetian, um das Second-Chance-Turnier zu spielen. Da ich mich noch für das Extravaganza am Folgetag anmelden wollte, kam mir dies ganz gelegen. Allerdings war ich mir noch nicht sicher, ob ich das Second-Chance auch mitspielen wollte. Da aber die Limit-Cashgames erst bei 4/8$ starteten, entschied ich mich halt, auch bei dem Turnier mitzuspielen.

Die Struktur des Turniers ist recht moderat, man bekommt 5.000 Startchips und die Blinds steigen alle 30 Minuten, wobei dies durch die Kartenmischmaschinen im Tisch recht angenehme Level sind.  Am Turnier nahmen 117 Spieler teil. Ich wurde mit Arndt aka. BillyBone an einen Tisch gesetzt. Er hatte Position auf mich, allerdings sollte es nie zu einer Konfrontation mit ihm kommen.  Am ersten Tisch konnte ich nicht viel reißen, und mit sollte ich auch erst einmal die Hälfte meines Stacks abgeben, nachdem ich das All-in einer anderen Spielerin callte. Sie zeigte , der Flop brachte auf dem Turn dann gleich noch ein , ja so fing es gleich gut an. Nachdem der Tisch aufgelöst wurde, kam ich dann mit einer sehr aggressiven Spielerin aus Miami an den Tisch, diesmal hatte sie Position auf mich. Wir kamen ins Gespräch und sie fragte mich ob ich mein PokerStars-Jacket aus dem Onlinestore hätte. Ich erzählte ihr, dass ich für den deutschen PokerStars Blog arbeite und sie sagte flachsend „oh, vielleicht muss ich jetzt vorsichtig sein“. Ich lachte und meinte nur, „Ich denke Du bist gut genug um zu wissen, vor wem Du Angst haben musst und vor wem nicht“. Kurze Zeit später zog sie einen dicken Pott und meinte „watch ouuuuuuuut“. Als ich mich dann mit verdoppeln konnte, bekam sie gleich die Retourkutsche, „Watch ouuuuuuut“ wurde fortan unser kleiner Running-gag. An dem neuen Tisch lief es dann auch recht gut für mich, ich bekam ein weiteres Mal die Cowboys, mit denen ich einen kleinen Pot holen konnte, doch dann schlug das Schicksal ein weiteres Mal zu: Eine Spielerin erhöhte aus Early Position. Der Spieler vor mir callte den Raise, ich ging mit   und ca. halbem Average-Stack All-in. EP callte und der Spieler vor mir foldete. Sie zeigte , die halten sollten – aus die Maus auf Platz 69. Ich verabschiedete mich von der Spielerin aus Miami und kaufte mich dann für das Extravaganza am kommenden Tag ein. Zur Erinnerung: Jan und Katja hatten mir zu meinem vierzigsten Geburtstag das Buy-in für ein Extravaganza-Turnier geschenkt.

Am folgenden Tag fuhr ich dann mit Roy gegen 11:30 Uhr ins Venetian. Etwas über 440 Spieler hatten sich für das Turnier angemeldet. Die Extravaganza-Turniere sind Deep-Stack-Turniere, d.h. man bekommt 10.000 Startchips plus 2.500 Staffbonus für weitere 10$. Die Blinds steigen bei diesem Turnier alle 40 Minuten. Selten war ein Turnier so entspannt für mich wie dieses Extravaganza, es gefiel mir so gut, dass ich garantiert noch ein weiteres spielen werde, solange ich hier in Las Vegas bin. Aber kommen wir zum Turnierbericht. Einige bekannte Gesichter konnte ich unter den Spielern entdecken, allerdings weniger Pros, dafür meine Kollegen aus dem Presseraum, die schon durch die EPTs zur Familie wurden. So war Maria vom brasilianischen PokerStars Blog, Lina vom schwedischen und Steve von Pokernews anwesend. Steve schenkte sich das Buy-in selbst zu seinem Geburtstag (,was ich allerdings erst heute erfuhr).


Gruß aus Venedig

Gleich in einer der ersten Hände bekomme ich meine Hass-Hand , mit der ich allerdings auf einem Traum-Flop von nichts kassieren sollte. Ich machte ein Slowplay, das nicht einmal auf dem River ausgezahlt wurde :( .Insgesamt bekomme ich viele gute Hände. Einmal machte ich einen schlechten Call mit auf einem Flop , ich spielte halben Pott an und bekam einen 3,5fachen Raise, den ich Depp callte. Noch in dem Moment, als ich das Wort "Call" aussprach, dachte ich „Oh Mann, was für ein dummer Call war das denn jetzt?“. Der Turn brachte nicht die verzweifelt erwünschte Hilfe und so musste ich die Hand aufgeben. Ein weiteres Mal musste ich mich von trennen. Zwei Limper waren im Pott, ich machte einen Standard-Raise und der erste Limper ging All-in, er sprang auf, schrie „Yes, one time“ und lief vom Tisch weg, der andere Spieler foldete und ich überlegte mir, was das Kasperletheater soll. Will er hier Stärke mit seinem Backdoor-Squeeze demonstrieren, oder hat er ein Monster auf der Hand? Egal was es ist, bestenfalls bin ich 65% Favorit, vielleicht 71% wenn er eine meiner Karten halten sollte. In allen anderen Szenarien liege ich hinten, also open foldete ich meine Hand und sage, „Nice Hand, Sir“. Dieser Spieler sollte mir dann auch ein wenig später zum Verhängnis werden. Er bluffte viel, machte overbets, war teilweise lucky und dann bekomme ich, ja ihr werdet es schon erraten haben, . Ich saß eine Position vor dem Cutoff, alle foldeten zu mir, mein Stack (ca. 8.800) war nur noch etwas mehr als halber Average bei 300/600 Blinds mit 50 Ante.  Mit einem Push kassiere ich hier nur die Blinds und Antes. Also raiste ich auf 2.100 und der Action-Jackson-Spieler callte im Small-Blind. Der Flop brachte das Verderben durch die Hintertür mit rainbow. Er checkte und ich überlegte, ob ich ihn ins Messer laufen lasse. In der Vergangenheit hatte er öfters Oversize-Bluff-Bets gemacht, wenn er weakness spürte. Ich checkte also und meine Rechnung ging auf. Der Turn machte das Board zwar gefährlich, aber es war recht unwahrscheinlich das er hier hält. Er haute also 5.000 in den 5.250 großen Pott, ich hatte nur noch knapp 6.200 übrig und ging sofort All-in, er callte instant und zeigte . Anstatt ihm die Falle zu stellen, lief ich also geradewegs in seine hinein. Allerdings kann ich die Hand drehen und wenden wie ich will, ich hätte mich wohl kaum von der Hand getrennt.  Hätte er preflop geraist = push, hätte er auf dem Flop angesetzt = push, hätte er mich auf dem Flop gecheckraist=push. Die Hand war einfach mein Verderben :( . Was mir bleibt ist die Erinnerung an ein tolles Turnier und einen schönen Cardprotector, der mich an meinen 40ten hoffentlich noch jahrelang erinnern wird.  Danke an dieser Stelle noch einmal an Jan und Katja für das tolle Geburtstaggeschenk.

Nach dem Turnier ging es dann noch ein wenig shoppen in die Fashion-Show-Mall. Auf dem Weg dorthin fiel mir auf, das mittlerweile an jeder Straßenecke WSOP-Shops stehen, dies gab es letztes Jahr noch nicht. 


Überall am Strip sind WSOP-Merchandising Shops

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