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/Jun/2007

Flugstrapazen & Jetlag

Von: bandit-de @ 20:28 (CEST) / 11 / Kommentar ( 12 )

Nachdem wir einigermaßen pünktlich in Frankfurt abhoben, stand uns ein fast 11 Stunden langer Flug bevor. Erfreulicherweise reservierte mir die Dame vom Check-in der Lufthansa in Hamburg einen Sitz, für den man normalerweise 40,-€ bei Condor bezahlen darf. Vor meinem Sitz gab es keine Sitzreihe, somit hatte ich etwas mehr Beinfreiheit, als in den normalen Sitzreihen. Schon auf dem Flug nach Frankfurt sollte ich einen für Economy Verhältnisse komfortablen Sitz haben. Ich hätte sie heiraten können, denn bei meiner Leibesfülle und Körpergröße sind solche Annehmlichkeiten Gold wert. Doch so angenehm dies auch war, mit Blick auf die Comfort-Klasse direkt vor mir, kann man schon neidisch werden auf das Platzangebot, das die Reisenden dieser Klasse haben. Ein so langer Flug kann dann trotzdem zum Martyrium werden ;) Bereits kurz nach Start verkündete der Pilot, dass wir aufgrund guter Windbedingungen, sogar voraussichtlich 30-45 Minuten früher ankommen werden. Das war schon mal ein Hoffnungsschimmer, der sich allerdings noch in Frust umschlagen sollte. An Board befinden sich auch einige Deutsche Spieler auf die mich Jan aufmerksam macht, Michael Keiner brauchte er mir allerdings nicht vorstellen ;) Wir haben sogar während des Fluges Zeit für einen kleinen Small Talk zu Dritt, und ich frage Michi was an den Gerüchten dran sei, er wolle 25 Events spielen, er wiegelt schnell mit den Worten „Stille Post“ ab, und sagt, „nee nee es sind nur 19 Events“, puh trotzdem eine beachtliche Zahl. Die Begründung hierfür ringt mir allerdings ein lautes Lachen ab, „Ich hab die Nase voll, das Eddy (Scharf) immer sagt, „was hast Du gesagt, Michi? Ich kann dich nicht hören, ich hab zwei Bracelettes in den Ohren“. Na da hat sich Michi ja einiges vorgenommen, ich wäre ja schon mit einem Bracelette zufrieden, fürs zweite haben sich eh schon zig Leute angemeldet, die es dann von mir haben wollen ;)

Während des Fluges hatte man einen Atemberaubenden Ausblick auf unseren Planeten, surreale Landschaften die an fremde Welten erinnerten. Besonders über den USA haben wir eine Aussicht, die mir Bestätigt warum ich dieses Land so liebe, es waren unvergessliche Anblicke einer Traumhaft schönen Landschaft. Leider hatte ich zuvor zu viel mit meinem Handy herumgespielt, so das der Akku genau jetzt schlapp machte, deshalb kann ich nur ein Bild eines riesigen Sees in der Nähe von Saltlake City posten, sowie eine Aufnahme der vereisten Hudson Bay. Ein kleines Manko meines neuen Handys, das ich aber mit einem Zweit-Akku ausmerzen werde ;)


Hudson Bay


See bei Saltlakecity

Wir kommen wie angekündigt fast 30 Minuten zu früh in Vegas an, aber der Pilot hatte die Rechnung ohne die US Behörden gemacht, die an deutsche Bürokratie erinnerten. Unser Gate war noch von einem anderen Flugzeug belegt, und ein Ersatz Gate sollte der Pilot nicht zugewiesen bekommen, also heißt es weitere 30min auf dem Rollfeld stehen und in den engen Sitzen verharren. Als wir dann endlich unser Gate bekommen, muss der Zoll erst eine Maschine von Virgin Atlantic bedienen, was für weitere 15 Minuten Wartezeit sorgt. Als wir dann endlich auschecken dürfen waren natürlich die Passagiere der anderen Maschine vor uns in der Warteschlange zur Einwanderungskontrolle, wodurch weitere Steh und Wartezeit entstand, wie vor den Top Attraktionen in Vergnügungsparks ging es im Zick Zack Kurs zu den Schaltern, dies hat sicherlich noch mal 30-45 Minuten gedauert. Als ich dann endlich soweit war, habe ich doch ein wenig Panik, denn meine Ex-Freundin (Stewardess) warnte mich immer wieder vor den pedantischen Beamten bei der Imigration Controll, wehe man schreibt eine 7 mit Strich, oder macht eine Verbesserung auf dem Formular, dann gibt’s Ärger. Oh Oh, eine meiner siebenen hatte tatsächlich einen Strich und ich Depp, hab dann auch noch beim Geburtsdatum 07 angegeben, die ich in eine 68 änderte. Doch es sollte bei meinen bisherigen Erfahrungen mit dieser Behörde bleiben. Der Beamte war sehr freundlich, fragte nach dem Grund meines Aufenthaltes, krickelte ein wenig auf dem Formular herum und wünschte mir einen schönen Aufenthalt.  

Meine Koffer bekomme ich recht schnell, nur einen Geldautomaten vermisse ich in der Abgangshalle, und der Wechselschalter ist zurzeit nicht besetzt. Ich gehe kurz raus um mir eine Zigarette zu gönnen. Und mir fallen die angenehmen Temperaturen auf, es ist sommerlich Warm, und nicht brütend Heiß, absolute erträglich. Als ich wieder in die Halle gehe um auf die anderen zu warten, ist dann endlich der Wechselschalter besetzt. Puh, ich hatte nämlich kein Geld im Voraus gewechselt, und hatte somit kein Taxi Geld (beim meinem letzten Vegas Trip gab es zig Geldautomaten in der Abgangshalle, deshalb machte ich mir hierüber keine Gedanken, nur kam ich dieses mal halt bei einer anderen Halle raus). Marten kommt hinzu und macht sich ein wenig lustig darüber, dass ich bei einem Apotheker Geld wechsele, eine Erklärung der Situation leuchtet ihm aber schnell ein.

Draußen stellen wir uns dann gemeinsam (er war mit Xerox unterwegs und übernachtet im Luxor mit ihm) für ein Taxi an, und Marten macht sich erneut lustig über mich, diesmal ist es mein Jacket das ihm ein schmunzeln bereitet, „Na, hast es auch schön warm?“, ehrlich gesagt wars nicht schlimm, wie gesagt die Temperaturen waren angenehm, und ich denke die Retourkutsche kann ich ihm spätestens im Rio dann geben, wenn ich frage, „Na Marten, ist dir kalt?“. Marten kennt halt noch nicht die Leistungsstarken Klimaanlagen der hiesigen Hotels ;).

Diese sollte ich dann auch im Excalibur kennenlernen, auf meinem Zimmer, nachdem ich eine weitere Warteschlange bestanden hab gings dann hoch in den 14ten Stock, in dem sich mein Zimmer befindet. Das Excalibur gehört eher zu den günstigeren Hotels, von daher waren meine Erwartungen nicht besonders hoch, da ich hier aber eh nur bis zum 5. Juni übernachten werde nahm ich dies in Kauf. Es schlägt mir erst mal die typische Duftfahne des Reinigungsmittels entgegen, ein süsslicher Duft der an eine Mischung aus Domestos und Klo-Stein erinnert. Das Zimmer selbst ist zwar etwas besser als das des Travel Lodge Motels in dem ich vergangenes Jahr wohnte, aber hier war eh nur eine Steigerung zu erwarten. Die Klimaanlage arbeitet auf vollen Touren und sie macht ihre Arbeit gut, wenn auch etwas lautstark. Ein Steuerung für die Anlage finde ich zunächst nicht, (normalerweise sind die irgendwo an der Eingangstür), fröstelnd in der Nacht mache ich mich dann aber erfolgreich auf die Suche.


Ausblick vom Hotelzimmer

Ich bin fix und alle und denke nur noch ans Bett, allerdings laufe ich vorher noch kurz in die Lobby um mir Getränke im Shop zu holen, Hunger habe ich noch keinen.

Zunächst stelle ich mir den Wecker auf 19:30 Uhr ignoriere ihn dann aber, und nutze lieber den Schlaf zur Erholung. Womit ich dann natürlich mitten in der Nacht aufwache und jetzt erst mal mit dem Jetlag kämpfen darf. Aber um 3 Uhr morgens kann ich wenigstens die Zeit nutzen um dieses Blogupdate zu schreiben ;) Auch wenn ich es erst am Morgen (mangels Internet, 10,50$ für 24 Stunden sind mir einfach zu teuer, zumal ich im Rio das Internet eh for free habe) posten kann.

Ich überlege nun, ob ich versuchen soll, noch ein wenig zu schlafen, oder mir das Casino bei Nacht anschauen soll, denn um 9 Uhr klingelt der Wecker, um dann ins Rio zu fahren um meine Media Credentials abzuholen und erste Eindrücke der  WSOP 2007 zu bekommen. Die Neugierde überkommt mich, ok manche nennen es auch Hunger ;) Ich gehe also mitten in der Nacht runter ins Casino und das erste was ich erblicke, ist das Reinigungspersonal, wie nicht anderes zu erwarten, aber um so weiter ich ins Casino gehe, um so mehr Menschen sitzen an den Slotmachines, Roulette- und Black Jack Tischen. Selbst im Pokerroom ist noch einiges los, an 3 Tischen wird gespielt, und es wird sogar mein Low Limit 2/4$ angeboten. Ich frage nach einem freien Sitz, und zu meinem Erstaunen gibt es  eine Warteliste, ok sie ist nicht lang, ich wäre an Position 2, dennoch mitten in der Nacht zwischen 3-4 Uhr morgens ist erstaunlich viel los im Excalibur. Mein Magen erinnert mich allerdings an den eigentlichen Grund meines Ausfluges, und so gehe ich ins Sherwood Forrest Cafe um eine Kleinigkeit zu essen. Ich überlege hin und her zwischen Frühstück oder einem Burger (ich liebe Burger!), der Mittelweg soll es dann sein, ein Burger im Brot mit Fries dazu für amerikanische Verhältnisse einen guten Kaffee. Nachdem ich mich gestärkt habe, überlege ich noch ein Bier an der Bar zu trinken, es ist aber mittlerweile 5 Uhr und so entscheide ich mich dazu aufs Zimmer zu gehen um noch ein wenig Schlaf zu bekommen, denn es steht wieder ein langer Tag bevor. Also schreibe ich noch im Morgengrauen diese Zeilen und gehe wieder ins Bett.


Pokerroom Excalibur by Night

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