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/Jun/2008

Kurzer Turnierauftakt bei der WSOP (Limit Event #12)

Von: bandit-de @ 23:31 (CEST) / 7290 / Kommentar ( 120 )

Auch wenn mein Auftakt bei der WSOP nur von kurzer Dauer war, so war es immerhin lang genug um die Last-longer-bet gegen Ben zu gewinnen. Laut Jonas bin ich übrigens nicht zwei Hände nach Ben, sondern fast eine Stunde nach ihm ausgeschieden. Naja, letztendlich egal, Hauptsache ich hab sie gewonnen. ;)

Der Tisch den ich erwischte, war richtig klasse. Doch leider für ein Turnier tödlich. Wäre es Cash-game gewesen, ich wäre nicht aufgestanden, bevor ich vor Schlaflosigkeit vom Hocker gefallen wäre. Das Niveau war grottenschlecht, an meinem Tisch befanden sich vielleicht zwei Spieler, die annähernd ihr Handwerk verstanden hatten. Ein Spieler musste sich erstmal beim Dealer informieren, wie denn die Bet-sizes sind und ab wann die höhere Bet gemacht werden kann.

Gleich in der ersten Hand hatte ich den Big Blind, es waren sechs Spieler in der Hand und ich fand  , die ich checkte. Der Flop brachte mir Top-pair  die ich auch sofort anspielte, UTG+1 callte, der Rest foldete. Der Turn brachte mir noch eine dazu, ich setzte, mein Gegner callte. River eine weitere ich vermutete einen Flushdraw, und check/callte. Mein Gegner zeigte und ich schmiss meine Karten in den Muck.

Kurz danach bekam ich im Cut-off, die ich ebenfalls verliere - mit Top-pair. Mein Gegner hatte offsuit und traf auf dem Flop Top-Two-pair.

Lange Zeit bekam ich dann nichts zum spielen, bis Baxter Bone vorbeikam und mich aufforderte aufzustehen. Ich ging beiseite und fragte ihn was es denn gäbe, er sagte „Komm mal her, ich muss Dich mal kurz drücken, das bringt Jan schon die ganze Zeit Glück“. Naja, ich bin nicht abergläubisch (auch wenn der letzte Post für einige so geklungen haben mag), aber vom Baxter geknuddelt werden kann auch nicht schaden – es ist eh saukalt im Amazon Room. :D

Wie es der Zufall so wollte, bekam ich kurz darauf ,die ich aus Middle Position limpte. Der Flop brachte , ich wollte wisse, woran ich bin und spielte an, drei Spieler waren mit mir in der Hand und callten. Der Flop bringt mir den Nutstraight ohne Flush-Gefahr. Ich entschied mich zum Bandit-Play und checkraiste und das Spiel machten die drei auch schön mit, ergo witterte ich schon einen Split Pot. Auf dem River kam eine Blank, ich spielte an, wieder callten alle Spieler, ich drehte meine Karten um  - ob man es glaubt oder nicht, wirklich alle Spieler hauten ihre Karten in den Muck mit den Worten „Nice Hand, Sir“. Nun hatte ich wieder etwas über Startstack.

Vor dem ersten Break durfte ich dann aber auch gleich wieder einen Teil davon abgeben. Ich bekam in MP, die ich anspielte und der Small-blind callte als Einziger, der Flop brachte , ich mache eine Contibet, Spieler callte, Turn brachte eine Blank, SB checkte. Ich wollte nun wissen, woran ich bin und setze erneut, er callte wieder. Der River brachte eine weitere Blank, ich vermutete einen geplatzten Flushdraw, machte eine weitere Bet, er callte und zeigte offsuit. Der Spieler, der mir gegenüber saß, schüttelte den Kopf und sagte, „Mann, Du hast bis jetzt vielleicht sieben Hände gespielt, wie kann der Dich mit dem Schrott callen – was glaubt der was Du hast“, ich schmunzelte nur und antwortete mit einem Lächeln auf den Lippen, „Don’t think about it“.

In der Pause traf ich dann Ben, der genau wie ich nach dem Break nur noch elf Big Bets übrig hatte. Nach dem Break bekam ich nur Schrott, ich konnte zwar einmal meinen Big-Blind verteidigen und ein anderes Mal erfolgreich die Blinds stehlen. Zwischenzeitlich brachte mir dann Ben, seine Wettschulden (110 Dollar, dank 10Prozent Edge die er mir gab, obwohl er sich selbst im Nachteil sah. Doch so konnte er noch einen zusätzlichen Anreiz für sich schaffen).

Doch dann kam die Hand, die mich den Großteil meiner Chips kostete: Ich entschied mich mit aus MP in den Pot zu limpen, nachdem dies bereits zwei Spieler vor mir taten. Wir schauten uns den Flop mit neun!!! Spielern an. Der Flop bringt mir keinen Treffer, aber hatte eine -Karte, UTG setzte an, und sechs Spieler inklusive mir sahen den Turn, der eine weitere Karte brachte. Mir bleiben hier nicht viele Chips, wenn ich verliere, UTG setzte erneut an, ich wollte den Pot fett machen und ging mit einem Raise drüber, den ein weiterer Spieler ausversehen callte (wollte eigentlich nur eine Bet callen und sah meinen Raise nicht), sowie UTG. Auf dem River verließen mich meine Outs, UTG setzte erneut an und ich wusste, mein As-hoch ist geschlagen, ich foldete und hatte nun nur noch drei Big-bets übrig. Diese schob ich dann kurze Zeit später in die Mitte mit . Der Button fand und isolierte mich. Der Flop brachte mir zwar noch mit einem Gutshot-Straightdraw zusätzliche Outs, aber diese kamen nicht und ich war raus aus dem Rennen.

Erstaunlicherweise belächelte ich mein Ausscheiden, ich war kein bisschen sauer (auch wenn ich auf dem Foto so aussehen ;) ). Ich verabschiedete mich bei meinen Mitspielern und wünschte ihnen viel Glück – die meisten hatten es dicke nötig. Ich hatte meiner Meinung nach gut gespielt und das war für mich die Hauptsache.

Am Mittwoch will ich dann mein Geburtstagsgeschenk von Jan und Katja einlösen und eines der Extravaganza-Turniere im Venetian für 330 Dollar spielen. Da dieses Jahr kein Fixed-Limit-Turnier dabei ist, halt No-Limit. Die Extravaganza Turniere sind Deepstacks, somit hoffe ich auf ein schönes Turnier mit vernünftigen Blind-Leveln.

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