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bandit-de blog

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In den vergangenen Tagen hatte mich wieder, typisch für Las Vegas, die Airconditionitis erwischt. Eine dicke Erkältung mit Fieber sorgte dafür, dass ich nicht bei Sebastian Ruthenberg am Finaltisch stehen konnte. Stattdessen „fieberte“ ich im Bett mit und aktualisierte den Newsticker regelmäßig, um mich auf dem Laufenden zu halten. So war für mich sein Sieg Grund zur Freude und zur Trauer. Freude, da ich mich riesig für ihn gefreut habe – Trauer, weil ich nicht dabei sein konnte, als er das Bracelet gewann. Deshalb an dieser Stelle noch einmal herzlichen Glückwunsch Sebastian!

Millie ShiuVorgestern konnte ich dann wieder ins Rio zum Fotografieren gehen, auch wenn ich danach tot ins Bett gefallen war. Gestern wollte ich dann den Mixed-Limit-Event spielen, entschied mich aber erst am Tag des Events, ob ich spielen würde oder nicht, denn mit Matschbirne macht es nicht viel Sinn sich an den Tisch zu setzen. Dank Vicks Day- and Nightquil (Wick Medinight) fühlte ich mich dann aber doch Fit genug um zu spielen. Zuvor hieß es aber, Fotos von Jan am Finaltisch des Pot-Limit-Events einzufangen. Auch wenn dies eigentlich nicht gestattet ist, doch in so einem Fall muss man sich einfach mal über die Regeln hinwegsetzen. ;)

Um 17 Uhr ging es dann los. Schlauerweise hatte ich mir Medikamente in die Fototasche gepackt, dumm nur das ich sie nicht rausnahm, bevor Robin damit zurück ins Haus gefahren ist. Doch bis auf eine laufende Nase ging es mir eigentlich ganz gut. Dennoch sollte ich ein paar Fehler während des Turnieres machen, die zwar letztendlich keinen großen Einfluss auf mein Abschneiden hatten, aber einfach unnötig waren.

Sorel MizziZunächst finden sich nur fünf Spieler an meinem Tisch ein, und die ersten 30 Minuten des Levels wird Limit gespielt. Kleines Problem, ich hab eigentlich nur Fullring- und so gut wie keine Short-Handed-Erfahrung. Doch das sollte kein Problem darstellen, ich überstehe die Limit-Phase sehr gut und kann meinen Stack langsam aufbauen. Am Anfang der No-Limit-Phase waren dann auch alle Spieler am Tisch, unter ihnen Sorel Mizzi (Foto Rechts), Roy 'Das Orakel' Winston und Millie Shiu (Foto Links). Roy war mir bisher nur vom sehen im Turniersaal ein Begriff. Er fiel mir auf, da er wie eine Full-Tilt-Litfasssäule herumlief, ergo vermutete ich FT-Pro. Aufgrund seines Spiels konnte man davon ausgehen, dass er sein Geschäft Verstand. Vor Sorel hatte ich aber am meisten Respekt. Sein Online-Ruf ist ja nicht Ohne und auch Live hat er schon ein paar nette Cashes verbucht. Umso erstaunter war ich über seine Spielweise. Er war tight wie ein Rock. In der zweiten NL-Phase sollte ich dann mit ihm aneinander Rasseln. Ich fand in middleposition und raiste auf 175, bei 25/50er Blinds. Er ging vom Button mit 600 drüber und hat pi-mal-Daumen ca. 1.100 Chips übrig. Hier mache ich nun preflop einen Fehler, in dieser Situation gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten, Push oder Fold. Doch stattdessen entschied ich mich für einen Call. Ein Fehler, der sich aber glücklicherweise nicht als sonderlich tragisch herausstellen sollte. Der Flop brachte und ich entscheide mich für einen Check. Nun macht Sorel einen Fehler (ist es nicht schön, das auch Pros nicht frei von Fehlern sind? ;) ). Er setzte 875 Chips von seinen verbleibenden ca. 1.100. Da er gerade massiert wurde, konnte ich allerdings nicht sehen, ob sich nicht doch noch ein paar blaue 500er hinter seinen Armen versteckten. Also fragte ich ihn, wie viel er noch übrig hat. Er zeigte mir die Handvoll grüner 25er Chips und ich sagte, „OK, dann setz ich dich All-in“. An seinem Gesichtsausdruck erkannte ich sofort, dass entweder die Masseurin einen falschen Punkt erwischte, oder er nicht sonderlich glücklich war über meine Entscheidung. Es blieb ihm nichts anderes übrig als zu callen und er zeigte . Meine Queens sollten halten und ich nahm meinen „Angst-Gegner“ vom Tisch. Hierdurch konnte ich etwas relaxter den NL-Phasen entgegensehen.

Kurz vor dem ersten Break sollte mir dann der Fehler eines anderen Spielers zu Gute kommen. Ich finde meine Hass-Hand und machte erneut einen Standard-Raise. Ein Spieler callte. Auf dem Flop machte ich eine Contibet in Höhe von 2/3 des Pot. Er überlegte lange, spielte mit seinen Chips, alles sah nach Raise oder sogar All-in aus. Doch dann entschied er sich nur für einen Call. Der Turn brachte mir quasi eine Freecard mit der und ihm das Verhängnis. Da das Board relativ Gefahrlos für mich war und er bereits mit seinen Chips spielte checkte ich, er ging daraufhin sofort All-in und ich instant-callte woraufhin der Spieler umdrehte. Irgendwie kriegte ich meine Karten nicht zu fassen und brauche etwas bis ich ihn meine drei Damen vom Grill präsentierte. Der River brachte die und ihm das Aus. Ein massiver Berg an Chips wanderte auf meine Seite. Ein Gefühl als wäre Ostern und Weihnachten auf einem Tag erfasste mich. Der Spieler zu meiner Linken witzelte, „Ich denke Du bist nun Chipleader“, ich war noch etwas baff und fragte nur „Really?“. Er meinte, „Keine Ahnung, aber könnte gut sein“.

Neben ihm saß übrigens ein Spieler, der mir durch seinen Akzent auffiel. Es stellte sich heraus, dass er ebenfalls aus Deutschland kam, ich stellte mich höflich vor und lernte Julien kennen.

In der ersten Pause gehe ich dann an die frische Luft, um sie mit einer Zigarette zu verpesten – ja auch die stärkste Erkältung kann mich von diesem Laster leider nicht befreien. Zu meiner Freude entdecke ich Helge aka. Rifter und Daniel aka. Blitzkrieg, mit denen ich den vergangenen Sommer in der Kurzmann-Villa verbrachte. Die Wiedersehensfreude ist groß und es wurde erstmal ausgiebig geschwatzt, so sehr das wir fast fünf Minuten zu spät in den Turniersaal kamen, wo das Turnier schon ohne uns weiterlief. Bei meinem Stack von ca. 20.000 Chips (was zu dem Zeitpunkt etwa das Dreifache des Durchschnitts war) belastete mich dies allerdings kaum.

Roy WinstonAls nächstes sollte ich mich mit Roy Winston (Foto Links) in einer Limit-Hand wiederfinden. Ich fand mit dem kleinen Problem, das ich mir die Suits nicht genau angeschaut hatte. So wusste ich nur, das ich zwei schwarze Karten hatte, ich ging von einer und einer aus. Ich raiste also und Winston machte den Call aus lateposition. Der Flop brachte , ich setzte, Winston ging rüber, ich callte. Der Turn brachte eine weitere Karte. Nun hatte ich das Problem, ich wusste ich hab eine -Karte, nur welche??? Ich überlegte lange und dachte, "Denk an den Royal-Flush-Check-Behind von Jan und schau sicherheitshalber doch noch mal nach....". Also schaute ich mir noch einmal meine Karten an, und musste mir krampfhaft das Grinsen verkneifen. Ja, beide Karten waren Schwarz, Pik-Schwarz, ich hielt also den Nut-Flush. Da Winston bereits Chips in der Hand hielt und ich davon ausging, dass er gleich setzen würde, checkte ich also, um mir den Extra-Bet zu holen. Die Rechnung ging besser auf als gedacht, denn wir cappen den Pot. Der River brachte dann mit eine kleine Scare-card, doch anscheinend nicht für mich allein. Denn Winston callte nur noch meine Bet. Als ich meinen Flush präsentierte, ging das Gemurmel am Tisch los, „Wie kann man einen Nut-Flush checken?“, „Unglaublich“. Und Winstons Gesicht färbte sich in Full-Tilt-Schwarz-Rot.

Da es jetzt schon etwas viel Text ist, folgt der zweite Teil morgen.

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