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bandit-de blog

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Wer den ersten Teil noch nicht gelesen hat, sollte dies nachholen, bevor er diesen Teil liest...

Den ersten Teil meiner Chips musste ich dann allerdings auch mit wieder abgeben, als ich das All-in eines anderen Spielers callte. Er zeigte , der Flop brachte , Turn , River . Zwar kein BadBeat, aber trotzdem unschön. :(

JulienEtwas später fällt mir dann die lästige Aufgabe zu,  Julien (Foto Links) vom Tisch zu nehmen (ich mag es nicht in internationalen Turnieren Deutsche aus dem Rennen zu schmeißen, dafür ist noch am Finaltisch genug Zeit ;) ). Julien hatte bis dahin ein unglaubliches Kartenglück und -pech. So bekam er zig Pocket-Pairs in Folge, unter anderem direkt hintereinander zweimal gefolgt von . Mit diesen konnte er ein paar kleine Pötte holen, sich teilweise ein Double-up verschaffen als er Shortstack war, aber seine Draws verpufften ständig (sagte er mir nach seinem Ausscheiden). Auch in unserer NL-Hand fand er ein Pocket-Pair (), doch dieses Mal ließ mich Big Slick nicht im Stich und ich floppte mein , was das Aus für Julien bedeutete.

Der Anfang vom Ende kam dann erneut mit im Limit, als die Blinds (500/1000) schon horrende Formen annahmen (wurde übrigens von vielen Spielern als Crapshoot-Struktur bezeichnet, im Verhältnis zu den NL-Timetable). Doch zur Hand: UTG raiste, ich machte eine 3-bet, der Spieler direkt hinter mir coldcallte. UTG callte und war damit All-in. Ein Sidepot von 50 Chips wird gebildet. Wir beiden spielen check/check bis zum River durch, denn das Board brachte mir keine Hilfe und der zweite Spieler kannte die ungeschriebene check/check-Regel wenn ein Spieler kurz vorm Geld All-in ist. Ich teile mir also den Sidepot mit dem anderen Spieler, der ebenfalls hielt und der Monster-Mainpot geht an den Spieler aus UTG, der umdrehte.

Danach ging gar nichts mehr, und zu guter Letzt bleiben mir 2,5 Big Bets, die ich im Big Blind schweren Herzens verzweifelt in die Mitte schubste, nachdem der Button einen Raise machte. Ich hielt und hatte die Hoffnung zumindest zwei Livecards zu halten. Diese hatte ich auch, denn mein Gegner zeigte , doch ein auf dem Flop ließ die auf dem River wie Hohn aussehen.

Mein Schicksal sollte ähnlich wie im vergangenen Jahr aussehen. Die Turnieruhr zeigte 117 verbleibende Spieler von 731 - 72 kamen ins Geld und ich durfte meinen Stuhl 45 Plätze vom Geld und damit vom HendonMob-Eintrag entfernt räumen.

Meine Laune war dementsprechend, ich musste nur noch raus. Weg von diesem Ort.

Mike CaroErst am folgenden Tag wurde meine Stimmung wieder besser. Der Senioren-Event hatte dazu maßgeblich beigetragen. Die alten Haudegen haben einfach einen klasse Humor. Mike Caro (Foto Rechts) poste für mich als wirkliches „Mad Genius“, er meinte nur kurz, „Warte mal, ich kann dir bessere Fotos liefern“, zerzauste seine Haare, schaute wie ein Irrer und poste für mich. Der halbe Tisch konnte sich kaum halten vor Lachen und ich hatte Schwierigkeiten die Bilder nicht zu verwackeln. Ein paar Tische weiter begrüßte mich dann lautstark Lee Jones, den ich zunächst gar nicht gesehen hatte. Ich schaute ihn fragend an und sagte, „Hey Lee, was machst Du denn in diesem Event???“ Er musste schmunzeln und antwortete leicht beschämt, „Ich hab mich qualifiziert“. Auch hier ist das Gelächter groß. In der Spielpause traf ich dann Kara Scott bei der Raucherpause vor der Poker-Kittchen und ihre herzliche Begrüßung (wir hatten uns noch nicht bei der WSOP getroffen) ließ mich den Schmerz des vergangenen Tages vergessen.

Mein Fazit: Sicher, ich konnte nicht mein bestes Spiel geben und hab Fehler gemacht, doch diese sollten mir nicht zum Verhängnis werden. Allerdings war es nur ein Turnier, und wenn ich andere Spieler mit reallife BadBeats an den Tischen sehe (und für die ich Hochachtung empfinde für ihre Stärke), dann weiß ich, das meine Probleme eigentlich nichts dagegen sind. Ich bin für meine 40 Lenze, trotz Übergewicht, noch recht fit und es wird sicherlich nicht der letzte Versuch gewesen sein, einen Eintrag in die HendonMob-Datenbank zu erlangen.

Anbei noch ein kleines Highlight des Abends. Hinter unserem BBQ-Grill fiel mir eine schwarze Spinne auf. Ich musste irgendwie an eine Schwarze Witwe denken, die ja in den USA vorkommen. Also checkte ich das ganze einmal via Wikipedia und siehe da, es scheint tatsächlich eine zu sein. Schon ein merkwürdiges Gefühl, ich hätte nie gedacht, dass ich jemals einer begegnen würde.


Ungebetener Hausgast

 

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