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bandit-de blog

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Hotelzimmer im Hyatt Regency

Die letzten Tage hat es mich mal wieder mit akuter Airconditionitis erwischt. Kein Wunder, denn schon am letzten Tag husteten alle im Presseraum in Warschau. Also hab ich mich entweder angesteckt oder die Aircondition war mal wieder schuld. Deshalb gibt’s erst jetzt wieder ein Update aus Warschau. Dafür ein langes, das alles hat: Spaß, Spannung, Action, Poker und Romantik :D .

Alexia PortalWie ihr ja alle mitbekommen habt, war Tag 3 der schnellste in der Geschichte der EPT, das bedeutete auch für mich zeitigen Feierabend. Gegen 20 Uhr war ich mit meinen Berichten durch und ging mich dann auf dem Hotelzimmer umziehen. Benjamin hatte schon in der Nacht zuvor vorgeschlagen mal rauszugehen und ich war nicht abgeneigt, endlich mal mehr von einer EPT zu sehen, als nur den Turniersaal, Presseraum und das Hotelzimmer.
Ich ging rechtzeitig in die Lobby runter, wo schon fast das gesamte Blogger-Team von PokerStars wartete. Ich wollte aber auf Ben und Henning warten, also fuhren sie schon ohne uns los. Nun saß ich also allein in der Lobby und machte dicke Backen. Mit in der Lobby war übrigens Alexia Portal (Foto links), die von ihren französischen Kollegen umgeben war. Auch James Honeybone (Foto unten), mit dem ich schon gegessen hatte, saß in der Lobby und spielte die Step-Turniere bei PokerStars, um sich für San Remo zu qualifizieren. Ich entschied mich zu ihm zu gehen und schaute ihm beim Spielen über die Schultern. Direkt vor meiner Nase Alexia und ich war natürlich zu feige rüber zu gehen und sie anzusprechen. Zwar gab es schon vorher Begegnungen und wir hatten auch schon miteinander gesprochen, doch auf einen Kaffee hatte ich sie bisher nicht eingeladen. Es ist immer das gleiche wenn mir eine Frau gefällt, dann bekomme ich die Zähne nicht auseinander und wenn dann kommt nur Müll über meine Lippen. James scheiterte beim Step, in dem er zwei Coinflips hintereinander verlor, aber ein anderer Spieler qualifizierte sich für die LAPT mit einer schönen Finalhand: Er machte mit und drei Queens auf dem Board Quads. Die Jungs wollten dann auch los und ich saß wieder allein in der Lobby. Anstatt zu den Franzosen zu gehen (Alexia beachtete mich auch nicht großartig, war mit ihrem Laptop beschäftigt) ging ich hoch zum Zimmer von Ben, um zu fragen wie weit sie sind. Die Jungs brauchten noch ein wenig und ich grübelte über die Gruppe Franzosen und The Game. Eigentlich war die Situation ideal, es war ein Set das man öffnen kann und es fällt mir eigentlich doppelt leicht, da ich drei aus dem Set kannte. Dennoch brachte ich nicht den Mut auf (in „The Game“ wird hier von Approach Anxiety gesprochen). Ich ärgerte mich über mich selbst und sagte zu den Jungs: „Ich muss noch mal runter, ich warte in der Lobby auf euch.“

Almira SkripchenkoIch fuhr also wieder runter in die Lobby, ging direkt auf die Gruppe zu und spreche Pierre an, was sie denn heute noch machen. Er sagte, er wüsste es nicht und fragte wo ich denn drauf los will. Ich sage ihm, das wir ins Extravaganza (gehört Michal Wisniewski, dem polnischen Popstar mit den roten Haaren von Tag 1a) wollen. Ich komme ins Gespräch mit einer Blondine, die in der Gruppe ist und es stellt sich heraus, dass es sich hierbei um Almira Skripchenko (Foto rechts)(französische Schachmeisterin, Korrektur äußerst attraktive französische Schach-Großmeisterin)  handelt. Wir unterhalten uns über Poker, Schach und dies&das und irgendwann fragt sie mich, woher ich denn komme. Ich sage Hamburg, und sie antwortet freudig, dass sie öfters beruflich in Hamburg ist. Ich sage ihr, das ich mich freuen würde, wenn sie sich das nächste Mal meldet und gerne mit ihr Essen gehen würde. Zumal ein Kollege von mir begeisterter Schach-Fan ist und sich sicherlich freuen würde sie kennenzulernen. Sie findet die Idee klasse und gibt mir ihre Email. Auch Almira muss los, die Jungs von PokerToday sind immer noch nicht fertig und ich unterhalte mich weiter mit Manu (Emanuell), wir lachen viel und ich biete ihm auch an mitzukommen. Irgendwann kamen dann Ben und Henning und wir wollten los, doch dieses Mal beweise ich Eier und frage Alexia, ob sie nicht mitkommen will. Sie unterhält sich mit Manu auf Französisch (ich verstehe kein einziges Wort, aber könnte ihr stundenlang zuhören). Ich frage sie was sie gesagt hat, sie will es mir nicht sagen, also frage ich Manu. Dieser sagt mir das sie meinte, sie wäre bereits zweimal im Extravaganza gewesen und es wäre wohl der schrecklichste Club in dem sie jemals war (ist französisch nicht eine tolle Sprache? ;) ). Ich sage ihr: „Hey es kommt immer auf die Begleitung an“, sie will aber dennoch nicht, sagt aber:“Sollte ich noch losgehen, verspreche ich dir, das ich ins Extravaganza kommen werde, falls nicht sehen wir uns ja in Monte Carlo.“ Ich sage ihr, dass dies noch nicht klar ist und ob sie nicht einen Messenger hat, sie öffnet das "Kontakt hinzufügen"-Fenster und nimmt mich in ihre Kontaktliste auf. Nice, vielleicht klappt es ja doch noch mit dem Kaffee (zur Vorgeschichte geht es hier), wenn nicht in Monte Carlo, dann auf dem Champs-Élysées in Paris oder aufm Jungfernstieg in Hamburg?

Wir machen uns auf den Weg, aber aufgrund der Aussage von Alexia entscheiden wir uns um und holen uns Rat beim Concierge. Dieser empfiehlt irgendeine Masoljewski Straße (Keine Ahnung ob das jetzt richtig geschrieben ist) und ab geht’s mir dem Taxi dorthin. Wir finden den Club Paparazzi in dem gute House-Musik gespielt wird. Der Laden ist recht leer, so bleiben wir nicht lange und wandern die Straße weiter. Alle Läden sind leer, der Donnerstag scheint in Warschau kein Pistentag zu sein. Also nehmen wir ein Taxi und fragen ob er eine Disco oder Nightclub kennt – aber bitte nichts vom horizontalem Gewerbe! Der fährt uns prompt zum „Gentlemans-Club“ der verdächtig nach Puff aussieht. Da der Fahrer kein Englisch oder Deutsch versteht, machen wir es kurz und knapp und sagen Extravaganza, das versteht er dann.

James HoneyboneAber auch dieser Laden ist leer, keiner vom PokerStars Staff weit und breit, auch keine Pokerspieler. Zwar gibt es eine Absperrung nach oben, aber wir haben ja kein VIP Ticket. Als dann einfach welche durchgehen sage ich zu Ben und Henning: „Da wird nicht kontrolliert. Lasst und nach oben gehen.“ Oben angekommen, fanden wir dann auch die üblichen Verdächtigen – Rury, Marc, Andy Black, Mr. Red Head und viele andere. Der Boss hatte gerade eine Runde Kurze geordert, ich kam zu spät und bekam keinen ab – kein Problem stoß ich halt mit meinem Bier an. Doch dann sieht er, dass mir „etwas“ fehlt und protestiert „Not with beer!“ Keine zwei Sekunden später hatte auch ich einen Kurzen in der Hand – puh hat der gebrannt. Ben und Henning sind müde und hauen ab, ich bin aber im Gespräch mit Rury und Micky (EPT Fotografin). Irgendwann kommt Marc, stramm wie Amtmann, an und brabbelt etwas von: „Das müsst ihr gesehen haben, Pokertische im Einkaufszentrum, wir haben megaspaß, kommt mit“. Also gehe ich mit Marc mit, wir laufen durch den leeren Club bis zur Tanzfläche. Neben der Tanzfläche ist ein schwarzes Tor durch das wir gehen und wir finden uns wieder in einem geschlossenen Einkaufszentrum mit den Ausmaßen einer kleinen Mall. Alle Geschäfte sind natürlich zu nachtschlafender Zeit geschlossen und mitten drin drei Pokertische mit Dealern und Poker Pros. Ein surreales Gefühl kommt in mir auf, das Szenario erinnert an Endzeitfilme wie Mad Max. Marc organisiert ein SnG für 100 polnische Zloty. Ich kaufe mich zwar sofort ein, will aber zuerst nochmal für kleine Jungs. Marc kassiert das Geld, ich geh pullern und als ich zurück komme sitzt schon jemand auf meinem Platz. Ich beschwere mich bei Marc, „Hey Marc, du kannst doch nicht meinen Platz weggeben, ich war schon eingekauft“, Marc meint ich soll mit einem anderen Spieler um den  Platz schnicken (Stein,Schere, Papier). Na toll, das hab ich null drauf, aber OK. Wir schnicken und ich gewinne den freien Platz.

Gleich in der ersten Hand bekomme ich im Big-Blind, UTG+1 machte einen Raise auf 150, MP1 reraise 400, MP2 callte, Action kommt zu mir. Mist ich will nicht mit der ersten Hand rausfliegen, bin mir aber ziemlich sicher das die anderen rumdonken. Bei dieser Hand gibt es nur push oder fold. Doch ich entschied mich für einen dummen Call. Der Flop brachte , ich checkte, UTG+1 All-in, MP1 call, MP2 fold, ich fold. Die Beiden zeigten und , der River hätte mir den Pot gebracht mit einem As. Ich bekomme danach noch einen kleinen Pot und ging kurz vorm Blindwechsel auf 100/200 mit 1.100 Chips out-of-position mit All-in, ein Spieler callte mit Assen. Aus die Maus auf Platz 5 oder 6. Der Dealer war übrigens Michal Wisniewski.

Etwas später wollte ich dann mit Marc und noch einem anderen Spieler zurück ins Hyatt, wir schnappten uns unsere Jacken und gingen zur Straße um ein Taxi anzuhalten. Eines sah uns, fährt vor den Club, wir steigen ein und der Fahrer fragt ob wir ihn bestellt hätten. Marc lallt, „Yes“. Der Fahrer ist misstrauisch und fragt nach dem Namen, kurze Pause und Marc sagte:“ Klaus“. Ich schaue Marc an, der Fahrer bittet uns raus und draußen frage ich Marc, wieso er ausgerechnet „Klaus“ sagte und nicht einen in Polen typischen Namen (jetzt bitte keine Klau’s Witze!), wie Piotre oder meinetwegen auch Mirco. Er meinte nur, „Ich hab einfach irgendetwas gesagt.“ :D

Naja, wir fuhren zurück ins Hotel vor mir lag eine viel zu kurze Nacht und ein viel zu langer Finaltag…to be continued!

<font color="#ff0000">ACHTUNG: </font>Am Ostersonntag findet eine Ostereier-Suche in meinem Blog statt, nähere Infos am Sonntag zwischen 10-12 Uhr, wer zuerst antwortet gewinnt - also aufgepasst am Sonntag! 

 

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