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bandit-de blog

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Endlich finde ich einmal die Zeit einen Blogeintrag zu verfassen und das obwohl ich diese Woche Urlaub habe. Den Samstag habe ich fast durchgeschlafen, denn so eine EPT ist doch sehr erschöpfend. Die meisten denken sicherlich, eine EPT ist eine große Party, das stimmt zwar. Aber wenn man zu den „Kellnern“ gehört, kann man sie halt nur am Rande genießen. Doch nun zum Bericht…

Die EPT Monte Carlo war wirklich ein Grand Final und für mich beeindruckender als die WSOP in Las Vegas. Was hier von PokerStars aufgefahren wurde, sucht schon seinesgleichen. Nicht nur das die Stadt an sich schon beeindruckend ist, die letzte Station der EPT hat mich dermaßen beeindruckt, das ich alles dransetzen werde mich nächstes Jahr für das Finale zu qualifizieren. In der Hoffnung dann ein wenig mehr von dem schönen Fleckchen Erde sehen zu können. So war es für Robin und mich halt eine typische EPT, bei der man nicht viel anderes sieht, als das Hotelzimmer, den Turnier- und den Presseraum, sowie abschließend den Flughafen. Dies soll keine Beschwerde über meinen Job sein, ich liebe ihn! Ich möchte euch nur einmal aufzeigen, das es eben nicht nur Party, Party, Party ist. Ein Tag hat zwischen 12-16 Stunden und eine EPT Woche geht über sieben Tage. Die kurzen Berichte in meinem Blog mögen hier oft einen falschen Eindruck erwecken.

Zwar kommt man zwischendurch auch mal in den Genuss ein Heads-up gegen einen Team PokerStars Pro zu spielen (in meinem Fall Lee Nelson), oder Robin und Greg Raymer beim bowlen auf der Wii zuzuschauen, aber man sieht eben nichts von der Stadt. Allerdings braucht man hierfür auch die Spesen aus dem PokerStars Package, denn als Normalsterblicher ist die Stadt unbezahlbar. Alleine am ersten Tag verursachten Robin und ich eine Rechnung von 85,-€ für zwei Cheeseburger, zwei Bier und eine Flasche Evian. Diese Rechnung konnten wir allerdings am Finaltag noch einmal toppen. Denn die Voucher für die Presse wurden für ungültig erklärt, weshalb wir in unser Hotel zum Essen gegangen sind. Dieses Mal bestellten wir uns eine kleine Vorspeise, ein Steak für mich, Lamm für Robin, drei Bier und hatten fast das doppelte auf der Uhr. Allein mein Steak schlug mit 55,-€ hierbei zu Buche. Dieses war zwar äußerst delikat und das tranchieren des Lamms war Showreif, doch kam es nicht an das bis dahin teuerste und beste Steak (40,-$) im Ruth Chris, Las Vegas heran.


Trotz des miesem Wetter - was für ein Ausblick aus dem Hotelzimmer :)

Interessant waren auch die Preise der Minibar, ein Evian 0,5l lag bei 6,-€, wer etwas dazu naschen wollte, kein Problem eine kleine Packung M&Ms war griffbereit für 6,-€ in Szene gestellt. Sollte es ein Schlummer-Bier aus dem Kühlschrank sein, bei 13,-€ wird man sicherlich jeden Schluck genießen ;). Obwohl wir als Staff full credit hatten, tat es mir schon weh die Flasche Evian in der Nacht zu öffnen. An mehr habe ich mich nicht herangetraut (im Gegensatz zu Ruthenberg und seinen Gästen ;) ). Wer nun glaubt, das dieses Hotel der Luxus pur gewesen sein muss, den muss ich enttäuschen. Das Zimmer kam nicht an dem in Warschau heran, wobei der Ausblick aufs Meer, sowie das sanfte Rauschen der Wellen in der Nacht einfach unbezahlbar waren. Wäre ich Hoteltester, müsste sich jetzt das Hotel von mindestens einem Stern verabschieden. Das Bad war nicht der Knaller, da vermisste ich schon die separate Dusche in Warschau. Beim Frühstück gab es Glibber-Rührei, das einem den Appetit gründlich vermieste. In Warschau gab es hier frisch zubereitetes. So meinte ich nicht ganz ernst gemeint zu Robin, „Für Monte Carlo Verhältnisse muss das hier Sozialbau sein“.

Aber das alles konnte einem die EPT nicht vermiesen. „Verscharrt mich irgendwann in der Wüste vor Las Vegas, aber davor will ich hier leben“, erzählte ich jedem der es hören wollte. Dazu müsste ich allerdings erst das Main Event der WSOP gewinnen.

Hans HummelFür Lee Jones soll es die vorerst letzte EPT gewesen sein, weshalb ich ihm ein kleines Abschiedsgeschenk mitgebracht hatte. Einen kleinen Hummel, den er als Cardprotector nutzen kann. Er war sichtlich überrascht und drückte seine Freude entsprechend aus. Ich bin gespannt, ob wir den Hummel bald auf einem Pokertisch sehen werden. Denn auch er will Monte Carlo auf alle Fälle wiedersehen, so würde es mich nicht wundern, wenn wir über ihn im kommenden Jahr, als Spieler berichten werden. Er war und wird es immer bleiben – ein Teil der EPT Familie.

Nun aber lange genug geschwafelt, einige von Euch sind doch schon ganz scharf darauf, zu erfahren wieso es doch noch zu dem Drink mit Alexia (Foto) kam.

Ich saß also an meinem PC im Mediaroom und pflegte Fotos in die Gallery ein. Es war ein stressiger Tag (wie eigentlich jeder Tag bei einer EPT) und so gab es einfach keine Möglichkeit noch den erwünschten Drink, mit Alexia, zu nehmen. Ein wenig traurig hierüber war ich allerdings schon, doch erst kommt die Arbeit und dann das Vergnügen. Da auch sie im Dauerstress war, sollte es halt nicht sein. Während ich also auf meinem Monitor schaute, stand auf einmal Benjo (Kommentierte den französischen Livestream) rechts neben mir und fragte mich, ob ich Klaus bin. Ich sagte etwas erstaunt, „Ja“. Er weiter, „Ich hab einen Anruf von Alexia bekommen und soll Dir sagen, das sie in der Bar Sass ist“, ich frage ihn wo die ist, und er meinte etwas angepisst „Keine Ahnung, frag Google, Alexia meinte sie wäre nur 5 Minuten entfernt“. Ich schmiss also Google an und fand sie auch recht schnell. Zwar war ich mit der Gallery so gut wie fertig, doch einfach aus dem Staub konnte ich mich nicht machen. Also rief ich Robin an und fragte, ob es für ihn O.K. wäre, wenn ich heute etwas früher abhaue. Er meinte, „Klar, kein Thema – für den Abschlussbericht musst Du eh nicht dabei sein“. Ich dankte ihm, packte meine sieben Sachen und machte mich auf den Weg ins Hotel. Denn in den getragenen Klamotten wollte ich dort nicht auftauchen. Erstens weiß ich nicht was die Bar Sass ist, zweitens ist der Geruch meiner Klamotten nicht besonders Attraktiv nach einem Arbeitstag. Also ab ins Hotel, unter die Dusche, umziehen und los. Alexia PortalIn der Bar Sass dann angekommen, saß sie draußen mit ElkY, Arnaud Mattern und vier anderen Franzosen. Sie erblickte mich, und strahlte. Sofort sagte sie, ich solle mich neben sie setzen, während ElkY und Arnaud ziemlich dumm aus der Wäsche schauen. Ich schnappte mir also einen Stuhl und setzte mich direkt neben sie. Sie sagte, "Gib es zu, Du dachtest ich hätte dich vergessen", ich antworte, "Um ehrlich zu sein, ein wenig enttäuscht war ich schon". Wir unterhielten uns übrigens auf Englisch, denn ihre Deutsch Kenntnisse beschränken sich auf "Guten Tag und Wie geht es dir").

Auch wenn ich mir den Drink anders vorgestellt hatte, so sollte ich endlich ein wenig mehr über sie erfahren, als nur ihren Namen und ihren Beruf. Leider erfahre ich hierbei auch das Sie verheiratet (ich hatte zwar schon früher ihre Ringe bemerkt, doch keiner sah aus wie ein Ehering und sie wechselten) ist und ein Kind hat. Dies beeinträchtigte meine Flirtfähigkeiten doch sehr, ich bin einfach nicht der Typ der sich an verheiratete Frauen ranmacht. Hinzu kommt auch, das für Flirts keine Möglichkeit bestand in mitten der französischen Gruppe. Es blieb also bei Smalltalk. Etwas später kam Noah Boeken mit einem Drink hinzu und fragt mich, was ich hier mache. Ich sage ihm, ich warte auf meinen Drink (Kleine Randbemerkung: Noah kam mit zwei Drinks in den Presseraum und ich sagte, „Hey, Noah das ist aber nett von Dir“, er konterte einfach Klasse mit, „Oh Mist, das sind die falschen Drinks, ich komme sofort wieder“). Er will mir daraufhin tatsächlich sofort einen Drink holen, doch die Franzosen kommen ihm zuvor und gießen mir einen Red Bull Vodka ein. Der Smalltalk mit Alexia kommt einfach nicht in Fahrt und so wendete sie sich irgendwann gelangweilt ab. Ich unterhielt mich derweil mit einem der Franzosen, der mir erzählte, das er mittlerweile in London lebt. Ich fragte ihn, ob dies nicht viel teurer ist als in Frankreich zu leben. Er meint, „Ja, aber dort bezahle ich keine Steuern und kann Online pokern soviel ich will“. Interessant, diese Info war mir neu. Etwas später wollte dann Alexia zurück ins Hotel, ich fragte sie in welchem sie ist und sie sagte, “Le Meridien“. Da ich im selben Hotel untergebracht war bot ich ihr an, sie ins Hotel zu bringen. Zumal es mittlerweile 2:30 Uhr war und ich ebenfalls ein wenig Schlaf gebrauchen konnte. Wir unterhalten uns noch ein wenig über dies und das, doch der Ofen war aus. Wir verabredeten uns noch zum Frühstück, doch hieraus sollte nichts mehr werden. Sie kam zwar noch einen meinen Tisch (ich setzte mich zu Christin und den IntelliPoker Qualifikanten, nachdem ich sie nicht fand), aber nur um sich zu verabschieden.

Nach Ende des Finaltisches gab es dann noch eine kleine Aftershow Party, zu der viele Pros in die Bar des Bay-Hotel kamen. So konnte man Gus Hansen, Johnny Lodden, Michael Martin, Lee Jones, John Duthie, die Poker Amigos Jan Heitmann und George Danzer sowie viele andere und natürlich die Kollegen von der Presse sehen. Bis 6 Uhr morgens habe ich den Spaß mitgemacht, dann dachte ich mir 3 Stunden Schlaf sind besser, als kein Schlaf und zurück ins Hotel. Jan Heitmann legte übrigens an einem Abend zuvor Kartentricks vom feinsten hin. Er machte das derart professionell, das die Kollegen in den Presseraum liefen um ihre Videokameras zu holen. Christin erzählte mir später, das selbst The Magican Antonio Esfandiari derart beeindruckt war, das er Jan für seine Tricks lobte. Hut ab Jan, die Show war wirklich super!!!

Aus dem Happy End ist also nichts geworden und wir lernen: Pech im Spiel muss nicht unbedingt Glück in der Liebe bedeuten ;) .

Dennoch bin ich froh, das ich endlich mit ihr gesprochen habe und auch wenn es kein Happy End gegeben hat, es ändert nichts an der Tatsache das sie eine tolle Frau ist und ich eine tolle Zeit in Monte Carlo hatte.

Weitere Fotos gibt es in der Gallery! 

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