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/Feb/2009

Wenn drei Outs des Gegners zu den eigenen werden

Von: bandit-de @ 17:50 (CET) / 51 / Kommentar ( 90 )

Nun endlich folgt Teil zwei meiner Odyssee im Casino Schenefeld beim Mainevent der Pokerolymp Open IV. Ich hatte den Verkehr ein wenig unterschätzt und kam etwas spät beim Casino an, allerdings noch rechtzeitig, denn das Turnier war noch nicht gestartet.


B@nd!t & Roy (Danke für das Foto an Pokerolymp.de!)

Die Tische wurden nicht neu ausgelost, deshalb war ich etwas verwundert Katja bei mir am Tisch zu haben. Sie wurde anscheinend noch umplatziert, den Shahin Zarkesh war noch in der letzten Hand des Vortages rausgeflogen.

Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich schon mit Katja an einem Tisch gesessen habe. Gleich in der zweiten Hand sollte ich dann auch das Vergnügen mit ihr haben. Sie saß im Big Blind und ich fand in LP . Aus EP gab es einen Standard-Raise, den ich beschloss zu callen. Allerdings hatte ich hierbei schon die Rechnung mit Katja gemacht, ich war mir ziemlich sicher das sie diesen Spot ausnutzen würde um den Pott zu klauen. Sie hatte noch weniger Chips als ich (und ich war schon shortstacked), aber noch genug um ihre Fold equity auszunutzen. So war ich mir ziemlich sicher, dass sie hier mit any two pushen würde. Die Rechnung ging auf, ein kurzer Blick von ihr unter ihre Karten und zack standen ihre Chips in der Mitte. EP überlegt etwas und meine Strategie ist nun klar: Callt er, bin ich raus, foldet er (wie ich vermutete), calle ich ihr All-in. Er schaute auf meinen Stack und foldet dann. Ich sagte: „Ich muss hier callen, zwar habe ich kein Monster, aber ich muss etwas machen“. Also drehte ich meine Karten um und war umso erstaunter, dass Katja tatsächlich eine respektable Hand hatte. Sie zeigte , der Flop brachte , wow – doch der Turn brachte ihr weitere Outs und der River ließ sie ankommen. Nun war ich in arger Gefahr, lediglich 6.700 Chips blieben mir. Diese kann ich zwar kurze Zeit später sehr lucky verdoppeln, indem ich meine Chips mit in die Mitte schob und von gecallt wurde. Flop Rest Blanks. Doch war ich immer noch sehr short an Chips. Ein paar Steals gegen Soraya Homam halfen mir aber wieder, einen einigermaßen Stack aufzubauen, zwar weit unter Average, aber groß genug um Druck auszuüben.

Als wir dann umgesetzt wurden, konnte ich mir den einen oder anderen Pott holen, musste aber auch Federn lassen. Mit konnte ich zwar ein Triple Up holen, aber ich war weiterhin short an Chips. Mittlerweile waren von den 34 Spielern nur noch 16 übrig geblieben. Das Turnier fing an sich wie Kaugummi zu ziehen. Alle wurden auf einmal mega tight und es kam kaum noch zu Showdowns an unserem Tisch. Meine Chips schmolzen langsam wie Butter in der Sonne und bei Blinds von 1.500/3.000 mit 300 ante tat jeder Blind weh. Dann kam es zur finalen Hand. Ben Kang machte einen Standard-Raise von 9.000 aus UTG. Alle foldeten zu mir und ich saß auf dem Button und fand . Ich überlegte keine Sekunde und schob meinen Stapel Chips in die Mitte (29.600). Die Blinds foldeten und Ben fing an zu grübeln, während ich zu Stein erstarrte. Ich war mir sicher, dass Ben kein Monster hält und sein langes Überlegen bestätigte mich. Nach einer Weile callte er dann, ich zeigte meine Karten und er warf fluchend auf den Tisch. Ich war beruhigt einen guten Move gemacht zu haben, doch der Flop kam wie ein Tritt in den Magen. Aus Bens drei Outs (jeder König) wurden meine drei Outs, diese kamen natürlich nicht und ich musste meinen Stuhl auf Platz 14 räumen. Ab Rang zehn wäre ich im Geld und in der Hendon Mob Database gewesen. Entsprechend frustriert war ich, meine Stimmung wurde auch nicht besser als sich Ben bei mir entschuldigte und versprach, dass der nächste Drink auf ihn gehen würde. Ich musste hier nur noch raus.

Ich fuhr auf den Kiez, um meinen Kumpel Andy zu besuchen, dieser managed mittlerweile die Fritz Bar, eine Cocktailbar, in der sich ein ehemaliger Deutscher Meister als Barchef austobt. Doch nach Alkohol stand mir nicht der Sinn. Nach zwei Apfelschorlen und ein wenig Smalltalk mit Andy fuhr ich nach Hause. Mein Frust hielt sich aber, deshalb kam das Update erst heute. Mittlerweile kann ich wieder lachen und freue mich auf kommendes Wochenende, wo ich in Bremen antreten werde. 

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