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bandit-de blog

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B@nd!t kocht auf kleiner FlammeAm vergangenen Freitag ging es nach langer Zeit mal wieder nach Schenefeld (zuletzt im Dezember), zum Poker Olymp Main Event. Hierauf hatte ich mich schon seit Wochen gefreut. Zusammen mit Roy fuhr ich im Taxi gen Hamburgs Westen. Während der Fahrt erzählte mir einige Stories vom Cashgame, das er in den letzten Tagen im Casino Esplanade gespielt hatte, so war die Unterhaltung während der Fahrt sehr angenehm.

Im Casino angekommen, treffen wir viele alte Bekannte. Nicht nur die Hamburger Lokalprominenz war angereist, sondern auch Spieler wie Stig Top-Rasmussen oder Andy Krause, so kam leichter EPT-Flair in Schenefeld auf.

Das Turnier beginnt mit leichter Verspätung und ich werde an Tisch 3 Position 9 ausgelost, mit an meinem Tisch Jim Carrey aka. Sebastian Homann, der Rest der Spieler war mir unbekannt. Neben Jim saßen zwei jüngere mir unbekannte Spieler, die aber Jim kannte, also ging ich zunächst davon aus, dass es sich hierbei um gute Spieler handelte. Doch im Laufe des Turnieres war mein Eindruck von den beiden eher, das sie zu viel Gus Hansen im DSF gesehen hatten. Viel Squeeze-play (der mich zunächst noch beeindruckte, später aber von mir ausgenutzt wurde), und Raises way over the top.

Beklagte ich mich in den vergangenen Turnieren oft darüber, das ich keine Karten bekam, so sollte ich dieses Mal wirklich gute Karten bekommen, das Problem war nur, sie sollten nicht halten. Allein während der ersten 10 Hände bekam ich zwei Mal direkt hintereinander , die ich beide auf den Flops ( und ) aufgeben musste, nachdem mein Cont-bet mit einem Raise beantwortet wurde. Dann bekam ich , doch auch hier kein Treffer und Raise nach Cont-bet. Ein paar kleinere Pots konnte ich mir dann mit holen, und nachdem der Raise auf meine Cont-bets Standard wurde, holte ich mir hier noch den einen oder anderen netten Pot. Mit darf ich dann an einen der LAGs wieder einiges abgeben, der meinen Contbet auf einem Board mit callte, um danach dann Check-Check bis zum River zu spielen, wo er seinen traf.

Doch kommen wir zu den zwei entscheidenden Händen des Abends, die man auch bei Poker Olymp nachlesen konnte. Ich bekam im Big-Blind, drei Limper sind bereits im Pot, Small Blind macht einen Raise auf 1.300 (Blinds 160/320) und hat noch ca. 6-7k übrig. Ich überlege mir, ob ich nur callen sollte, oder mit einem Raise drüber gehe. In der Vergangenheit, zeigten die beiden LAG-Spieler, das sie gerne mit einem satten Raise oder Push in so einer Situation drüber gehen und beide waren noch in der Hand. Mache ich einen Raise, vertreibe ich sie gegebenenfalls und comitte den Short-stack. Also entscheide ich mich zum Call des Raises und die Rechnung ging auf, LAG 1 foldete und LAG 2 pushte All-in. Der Small Blind überlegt lange und ich beobachte derweil LAG2, dieser war erstaunlich ruhig geworden, dies wurde er eigentlich nur wenn er ein Monster hielt (Pocket Rocket limp/push), was mich etwas verunsichert. Der Small Blind foldete und ich bin nun verunsichert, ich beobachte ihn, schaue mir seinen Stack an und überlege mir, „Der will keinen Caller, der will klauen, der Raise ist einfach zu groß gewesen“. Dann sah ich seine Halsschlagader, die Tango tanzte. Mit den Worten, „Na, dann schauen wir uns das mal an“, callte ich und er zeigt mir sofort an seiner Reaktion, das ich ihn richtig eingeschätzt hatte. Er feuerte auf den Tisch mit den Worten, „Good-game“. Steht auf und will schon den Tisch verlassen. Der Flop brachte und er macht sich auf den Weg, doch beim Turn rufen ihn die Leute am Tisch zurück. Keine Hilfe für mich auf dem River und er doppelt sich an mir auf, für 9.100 Chips. Mir blieben hier nach nur noch ca. 3.800 Chips. LAG 1 war dann noch der Meinung, er müsse mich belehren, das man solche Karten doch mit einem Raise beschützt. Ich bin allerdings nur angefressen und sagte, "Ach, ist das so? Macht man das?". Das er Teil meines Plans war, muss er ja nicht wissen ;) . Es folgte der Dinnerbreak, von dem ich nicht viel hatte da ich nun im Endspurt der Gewichtswette mit Jan bin :( , zwar glaube ich derzeit immer noch, das ich leicht hinten bin, aber ich will zumindest noch ein paar Prozentpunkte aufholen. Sicherlich hatte mich der eine oder andere am Buffet vermisst ;) . Stattdessen unterhielt ich mich mit Marco Blume, einem Freund von martenJ und ehemaliger Magic-Profi (auf ihn sprach mich Noah Boeken bei der letzten WSOP an), den ich zuletzt im Dezember traf. Seit unserem letzten Treffen hatte Marco ca. 60kg abgenommen (von schätzungsweise 240kg), eine unglaubliche Leistung! Zur Halbzeit des Breaks verzog ich mich dann in die Raucherlounge um ein wenig zu entspannen. Zu mir gesellten sich zwei Intellis, die ich noch von der FTP-Promo in Hamburg kannte. Ich klagte ihnen mein Leid, das ich zwar gute Karten hatte, sie aber nicht durchbringen konnte.

Als der Break zu Ende war, ging ich dann in den Push-oder-fold-Modus. Mit , kassiere ich in der ersten Hand allerdings nur die Blinds. Dies allerdings mehrmals und später kann ich noch einen Pott holen (hab die Hand leider nicht mehr in Erinnerung). Bei ca. 11.000 Chips  finde ich im Big-Blind , im Pot sind bereits drei Limper. Ein Standard-raise wird mindestens zwei zum Call verleiten, ich will hier aber isolieren und entschied mich zu einem viel zu großen Raise auf 4.000 (Blinds 200/400). UTG+1 callt, die anderen beiden foldeten. Sollte nun kein As auf dem Flop erscheinen, wandert der Rest meiner Chips in die Mitte. Der Flop brachte , meine Rechnung geht auf, push – und bekomme einen Instant-call. Noch bevor er seine Karten umdreht witterte ich das Set – er zeigte und ich war raus aus dem Turnier.

Es sollte eine völlig neue Erfahrung für mich sein, gute Karten zu bekommen in einem Turnier und sie nicht durchbringen zu können. Innerlich war ich ziemlich angefressen, doch mit guter Miene zum bösen Spiel schoss ich noch ein paar Fotos, bevor ich mit dem Taxi gen Heimat fuhr.

Da ich aber auch merkte, das ich zu passiv spielte, wird mein Ziel vor der WSOP sein – online ÜBEN, ÜBEN, ÜBEN und die Harringtons noch ein Mal anzuschauen. Auch das neue Buch von Lee Nelson, welches er mir in Monte Carlo signiert schenkte, wird in Angriff genommen.

Während es im Turnier mies lief, lief es dafür an den Limit-Tischen bei PokerStars besser, so konnte ich nun endlich ein Level-up auf 1-2$ machen. Die ersten Hände sind gespielt, aber ich merke, dads ich mich noch nicht wohl fühle. Hier lasse ich nun wieder Poker Office mitlaufen um mein Spiel zu analysieren. Mein Wunsch ist es, noch vor Vegas auf das Limit 2-4$ zu steigen um dort komfortabel aus meiner BR ein wenig Cashgame zu spielen. 

*Dank an Stefan Hachmeister und Poker Olymp für das Foto! 

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