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Von: barer47
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/Mai/2009

MONTE BUSTO

Von: barer47 @ 17:19 (CEST) / 34 / Kommentar ( 89 )

Monte Carlo hat für mich schlecht angefangen, dachte ich jedenfalls, war dann doch nicht so schlecht, hat aber trotzdem enttäuschend aufgehört. Der Reihe nach: Ich spiele an Tag 1, gehe guter Dinge zu meinem Tisch und sehe mich in bester Gesellschaft, mitten in der Hölle. Zu meiner Linken: Luca Pagano, Timex Mcdonald und David Kitai, zu meiner Rechten: Greg Raymer und Randalin. Mein Plan war eigentlich, tight zu spielen und auf meine Spots zu warten, also ziemlich genau das Gegenteil davon, wie ich sonst in ein Turnier einsteige. aber schon nach kurzer Zeit war mir klar, dass die Kollegen ähnliche Pläne verfolgen. Ich war wirklich überrascht, wie passiv an diesem Tisch gespielt wurde und entschied mich sehr schnell dafür, in viele Hände involviert zu sein.

Ich habe an diesem Tisch genau einen einzigen Showdown gewonnen, alle anderen verloren, bzw. war ich bemüht, es nicht zum Showdown kommen zu lassen, weil tutto completto carddead. Nach dem vierten Blindlevel hatte ich, neben Luca Pagano, der einen ordentlichen Lauf hatte, die meisten Chips am Tisch und so blieb es, bis der Tisch, an dem ich mich mittlerweile pudelwohl fühlte, aufgelöst wurde. Hier eine der Hände, mit denen ich meinen Stack aufgebaut habe:

Blinds 200/400 Ich bin im BB und finde Q3s. Timex Mcdonald limpt UTG, Raymer callt, Martin Hansen callt auf dem Button, Bfineman füllt im SB auf, ich raise auf 1800. Timex fold, Raymer fold, Hansen call, Bfineman call. Flop Bfineman checkt, ich checke, Hansen checkt. Turn Bfineman checkt, ich checke, Hansen spielt 3200, Bfineman foldet, ich raise auf 10400. Ich habe 40000 behind, Hansen 30000. Hansen foldet.

Einige, kurze Überlegungen zu dieser Hand: An einem passiven Tisch raise ich in einem gelimpten Pot gerne und häufig aus den Blinds, ich habe an diesem Tisch vor der Hand schon einige Pötte auf diese Weise eingesammelt, ohne einen Flop sehen zu müssen. Hansen callt meinen Raise in Position und kann hier eine weite Range von Händen halten, weniger wahrscheinlich ist hier eine starke Hand, denn die hätte er in einem Limppot auf dem Button meistens geraist, spätestens aber jetzt gereraist. Als Bfineman im SB meinen raise callt, setze ich ihn auf ein kleines Paar, 2er bis 7er, irgendwie sowas oder kleine bis mittlere suited connectors. Ich verfehle den Flop recht ordentlich: check, mal sehen, was Hansen macht, er checkt behind. Ass auf dem Turn, Bfineman checkt, ich checke in der Hoffnung, dass Hansen jetzt anspielt. Wenn er anspielt und Bfineman callt oder raist, bin ich mit der Hand durch, aber wenn Bfineman foldet, werde ich Hansen checkraisen, weil er dann Minimum 2pair braucht, um die Hand weiterzuspielen, eine starkes Ass gebe ich ihm aus o.g. Gründen nicht. Sollte er mich reraisen, bin ich selbstverständlich fertig mit der Hand, wenn er mich callt werde ich je nachdem, wie der call auf mich wirkt, den River erneut anspielen oder checkfolden.

Als der Tisch aufgelöst wird habe ich 80 000 an Chips, average ist 40 000. An meinem nächsten Tisch sitzt Patrick Antonius direkt zu meiner Linken. Zu meiner Rechten: Michael Tureniec (FT-Pro) und Dennis Phillips (PS-Pro). Ich schaue mir das Treiben am Tisch einen Orbit lang an und beschließe, die selbe Verfahrensweise wie am letzten Tisch anzuwenden, ball till you fall! Hier eine Hand, die mein zweiter und letzter gewonnener Showdown an diesem Tag und in diesem Turnier werden sollte:

Blinds 300/600 Patrick Antonius hat noch ca. 20000 an Chips und raist UTG auf 1800, ich habe ich ihn, seitdem ich am Tisch war, mit dieser Methode häufig Blinds und Antes einsammeln sehen. Phillips callt, Tureniec callt, der Button foldet, ich sitze im BB und finde . Ich reraise auf 5600.Antonius überlegt, überlegt, überlegt, callt. Phillips callt. Tureniec foldet. Flop BÄHMM, Oida! Ich checke, Antoinius checkt, Phillips checkt. Normalerweise spiele ich sowas an, aber ich dachte Antonius denkt sich mit seinen verbleibenden 15000 chips: „ick mach ma’ ’n move, wa?!“, dachte er aber nicht, der Fuchs. Turn: , zweites Karo auf dem Board. Ich spiele 8400, weil ich Antonius die Möglichkeit geben möchte drüber zu gehen, aber er foldet. Zu meiner Überraschung callt Phillips jetzt. Das könnte ein sehr schlechtes Zeichen sein, aber erstmal fühle ich mich noch gut. River . Ich spiele 15000, er murmelt sinngemäß so etwas wie, „wenn du jetzt die Dame getroffen hast, kotz’ ich...“, gutes Zeichen. Er callt und zeigt TT. Ship.

Das war die einzige Hand, mit der ich mal Schönes gefloppt habe. Ich hab einmal Asse gesehen, alle folden zu mir. Ansonsten war ein Paar 8er, das höchste Paar, das ich in zwei Tagen gedealt bekommen habe. Krass. Ich habe Tag 1 mit 82000 Chips beendet, average 45000. Tag 2 war reichlich unspektakulär. Mein Tisch bestand hauptsächlich aus dicken, reichen Pfosten, die alles gecallt haben und wenn sie dann mit ihrem Rotz gut waren, haben sie gejohlt und gefeiert, als hätten sie nach drei Tagen Fußmarsch in der Wüste unter einem Stein ein Hackfleischbrötchen gefunden. Meine bestialische Kartentotigkeit hat sich an Tag 2 fortgesetzt, meine Chips habe ich mit geplatzten Bluffs und Monsterdraws verloren und letztendlich hab ich meine übriggebliebenen Chips mit Ks vs. verloren. Bumms, aus, Nickolaus.

Aber die Woche war ganz lustig und nachdem ich Jonas im Chinese Poker und in einer Gepäckbandwette gegroundet habe, hat sich der trip sogar noch gelohnt...

 

Noch was zum Thema Antilauf: Einen Tag, nachdem das Tunier für mich vorbei war, sind Jonas und ich ins benachbarte Menton gefahren um dort im Casino Cashgame zu spielen. Blinds 5/5, Durchschnittsalter 55, die Spieler tight/passive, ein Maniac am Tisch, Per-f***ing-fekt. Der Maniac callt mit jedem Fetzen, jede Bet, c u at the river. Nur eine Frage der Zeit, denken Jonas und ich, bis seine Chips vor uns liegen. Dann folgende Hand:

Maniac UTG raist auf 30, tighter Cutoff callt, ich bin am Button finde raise auf 130. Die Blinds folden, der Maniac bezahlt sofort, der Cutoff auch. Flop . Es gibt noch bessere Flops, hab' aber auch schon ein paar schlechtere gesehen. Maniac spielt 30 in einen Pot von 400, Cutoff foldet, ich bezahle. Turn topfull, ship, ship, ship! Maniac spielt 200 hat noch 1000 behind, ich raise auf 400 und habe danach noch 800 behind. Maniac pusht, ich calle und zeige mein topfullhouse. Der Maniac schaut sich meine Könige etwas betrübt an, lässt sich noch den River aufdecken und dreht dann für einen gefloppten straightflush auf. Nice slowroll. Pokern is' lustig. Ausser manchmal...

Gute Zeit,
joram Voelklein
 

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