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barer47 blog

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Von: barer47
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/Feb/2009

RoysFlush goes Barer47

Von: barer47 @ 17:18 (CET) / 16 / Kommentar ( 79 )

Lieber Leser,

wie ja schon Ende letzten Jahres angekündigt werde ich in Zukunft diesen Blog mit Joram und Jonas gemeinsam gestalten. Das hat meiner Meinung nach auch schon gut geklappt in den letzten Monaten.

Nun wollen wir den nächsten Schritt gehen und den Blog auch umbenennen. In Zukunft werden wir also unter dem Label "Barer47" schreiben.

Woher der Name kommt? Nun, wir stecken immer mal wieder unsere Köpfe zusammen und diskutieren über Strategien, Moves, Spiel-Stile, Handanalysen und alle möglichen und unmöglichen Erlebnisse an und um die Pokertische dieser Welt. Und unser Blog ist daher nach unserem Treff-Punkt in München benannt.

OK, damit dieser Post nicht nur eine Info-Veranstaltung bleibt, hier noch mein Bericht zu Schenefeld und eine kuriose Omaha-Hand.

<h2>Schenefeld</h2>

Ich war für alle drei Turniere in Schenefeld angemeldet. Im ersten Turnier hatte ich eher einen Gastauftritt.

  • Wir hatten 6.000 Chips. Die Blinds waren 40/80. Ich hatte 5.800 Chips.
<blockquote>

In Middle Position bekomme ich und raise auf 300. Mein linker Nachbar will erst raisen, entschließt sich dann aber zu einem Call. Alle anderen folden.

Der Flop kommt . Ich spiele 600 an. Mein Gegner überlegt nicht lange und raist auf 2.000.

Ok. Er könnte Asse haben. Aber warum damit so hoch anspielen? Er könnte Könige haben. Aber warum entschließt er sich dann in MP nur zu callen vor dem Flop? Wenn weitere Spieler in die Hand kommen, verlieren Könige enorm an Wert und erscheint dann ein Ass auf dem Flop, was dann?

Ich setze ihn also auf ein Paar , , Tx, . Da es vier Paare als Overpair zum Board aber als Underpair zu meinen Damen gibt, aber nur zwei Overpairs, die mich gleichzeitig schlagen (AA und KK), entscheide ich mich, meine Hand weiterzuspielen.

Die Frage ist nun, welches der richtige Move ist. Call oder Push. Wenn ich davon ausgehe, dass ich mit einem Push sehr gut Asse repräsentieren könnte und damit AK, QQ und eventuell KK zum Folden bringe, sollte ich Pötte gewinnen können, die ich sonst teilen (gegen QQ), verlieren (gegen KK sofern keine Q mehr kommt) und eventuell verlieren (gegen AK, wenn ein K oder A kommt) würde.

Ein Call macht meiner Meinung nach wenig Sinn, da mir eine Overcard auf dem Turn weiteres Kopfzerbrechen bereiten würde, da mich nun auch ein aggressiv gespieltes AK schlagen würde.

Ich pushe also. Mein Nachbar überlegt lange (Ok, kein AA) und callt dann mit . Hmmm, das war eine Hand, die ich natürlich nicht sehen wollte. Am Turn kommt ein weiterer und ich bin drawing dead.

Einziger Trost? Mit AA hätte ich auch verloren, lol.

</blockquote>

Also ab zum Cashgame, welches besser lief.

Am nächsten Tag stand das 800er an. Wir starteten mit 8.000 Chips. Nach 40 Minuten war ich Chipleader mit ca. 22.000 Chips. Ich konnte einmal verdoppeln mit gegen und einmal mit einem Flush gegen Top Pair Top Kicker.

Danach lief nicht wirklich viel zusammen. Ich kam an einen Tisch mit Roland Specht und "Jim Carrey".

  • Zunächst verlor ich mehr als die Hälfte meines Stacks, als ich mit in Middle Position Raise.

    Der Shortstack im SB pusht und ich calle.

    Der Shortstack zeigt , auf dem River erscheint tatsächlich eine 8 und ich bin nun selbst shortstacked.

Crippelt finde ich wenig später auf dem Button und pushe mit einem M von 10, nachdem alle zu mir gefoldet haben. "Jim" callt und zeigt . Da weder drei Kreuz noch eine Ass auftauchen, bin ich raus. Also wieder ab an die CG-Tische...

Im Mainevent lief es nicht sehr viel besser. Im zweiten Level raise ich mit und werde von einem aggressiven Berliner Spieler, der UTG nur gelimpt hatte (später übrigens der Bubble-Boy wurde), gecallt. Flop kommt . UTG checkt, ich setze an, er pusht all-in. Puh. Ich überlege eine Weile und gebe meine Hand dann auf.

Na ja, die anderen Hände liefen auch nicht viel besser, irgendwann finde ich in Late Position wie schon am Tag zuvor , pushe und werde von  im Bigblind insta-gecallt. Keine Hilfe vom Board und ich wurde wieder an die Omaha-Tische geschickt.

Alles in allem also Turniertechnisch enttäuschend, aber zumindest der Rest verlief erfreulich.

Nun noch eine kuriose Hand online:

<h2>Nice Fold, Sir</h2>

[replayer hand=105902]

Ich bin alles andere als ein Verfechter looser Calls, aber in diesem Fall macht mein Gegner einen zweifelhaften Laydown.

Er bekommt Potodds von 146,15 zu 1,65, was etwa 88 zu 1 entspricht. Hier macht ein Call mit wirklich allen Händen Sinn, denn eine Chance von gerade mal etwas mehr als einem Prozent besteht immer, dass ich mit einem verpassten Draw meine letzten 1,65 Dollar in die Mitte schiebe oder einfach nur geblufft habe und gar nichts auf der Hand halte.

Ich kenne die Hand des Gegners nicht, aber selbst wenn er eine z.B. Q-high Hand hat, macht es Sinn zu callen, alleine um die Information zu erhalten, mit welcher Hand ich gespielt habe.

Harrington und andere empfehlen oft schon bei Potodds von 3 zu 1 zu callen, selbst wenn man sehr wahrscheinlich geschlagen ist. Natürlich ist es noch ein Unterschied, ob ich nun Texas oder Omaha spiele. Aber dennoch macht ein Fold bei solchen Potodds und einem auch absolut so kleinen Betrag, der noch gecallt werden müsste, wirklich keinen Sinn...

<h2>Redesign</h2>

Ach ja, auch das Banner des Blogs wird sich ändern. Klaus ist da schon fleißig am Basteln, ich bin gespannt...

Grüße

Roy 

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