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Von: barer47
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/Apr/2009

Step 5: Omaha und wieder ein bisschen Theorie

Von: barer47 @ 00:51 (CEST) / 12 / Kommentar ( 54 )

Zunächst mal vielen Dank für die vielen Ratschläge und Kommentare auf meine letzten Postings. Es freut mich, dass so rege mitgemacht wird. Die erste Liste von hilfreichen Kommentaren muss ich noch erstellen, sorry, noch keine Zeit gehabt.

Damit wir einzelne Hände sinnvoller diskutieren können, werde ich ab sofort für jeden Post einen entsprechenden Thread im Forum anlegen, unter dem wir dann spezielle Strategien diskutieren können. Ich denke, davon haben wir dann alle noch mehr als im Kommentar-Bereich.

Den Schwerpunkt im Praxisteil habe ich heute auf Omaha-Turniere gelegt. Speziell PLO High. In den letzten Tagen habe ich zwei entsprechende Turniere gespielt, bei dem einen bin ich ins Geld gekommen, aber leider auf Platz 14 kurz vor dem Finaltisch ausgeschieden. Im zweiten Turnier lief die letzte Hand etwas unglücklich. Die wichtigsten Hände kommen im zweiten Teil weiter unten.

Beginnen möchte ich aber erst wieder mit ein wenig Theorie. Es geht um Sklanskys "System".

<h2>David Sklanskys "System"</h2>

In seinem Buch "Tournament Poker for advanced Players" stellt David Sklansky (DS) eine recht simple Turnier-Stragie vor, die er schlicht "The System" nennt.

Entstanden ist die Idee für so eine triviale Strategie aus einer Aufgabe, einer zwar interessierten, aber ziemlich unerfahrenen Spielerin schnell beizubringen, wie sie in einem Turnier gegen deutlich bessere Spieler bestehen kann. Die Essenz ist folgende:

  • Sobald ein Spieler vor ihr in den Pot eingestiegen ist, soll sie mit , und  suited all-in spielen, mit allen anderen Händen folden.
  • Ist sie first to open, es wurde also bislang zu ihr gefoldet, dann soll sie mit folgenden Händen all-in spielen, ansonsten folden: Alle Paare, jedes suited Ass, AK und allen suited Connectors (ohne 34s oder 23s).

Das System klingt sehr einfach, aber in bestimmten Situationen kann genau eine solche Strategie die beste Möglichkeit darstellen, maximum Value aus seinem Buyin zu ziehen. Generell sollten dabei ein paar Bedingungen erfüllt sein:

  • Man selbst hat noch nicht sehr viel Erfahrung mit schwierigen Situationen, vor allen Dingen postflop.
  • Die Gegner sind viel stärker als man selbst, so dass man bei normalem Spiel kaum eine Chance hat, ins Geld geschweige denn an den Finaltisch zu kommen.

Gerade Profis verlassen sich in einem Turnier verstärkt auf ihr postflop-Spiel. Mit einer Entscheidung um alle Chips bereits vor dem Flop nimmt man mit diesem System also dem Gegner seinen eigentlichen Edge. Und bis ein Pro dann eine Hand findet, mit der er seine Chips riskieren möchte (vermutlich AA, KK und vielleicht AKs), hat der System-Spieler bereits soviele Pötte eingesammelt (weil die Gegner selbst JJ oder sogar QQ wegwerfen), dass er sich ein Gambeln erlauben kann und dieses bei schlechtem Ausgang überlebt, um weiter den Tisch zu terrorisieren.

Klingt also nach einem effektiven System.

Zwei Schwachstellen hat das System allerdings:

  • Es berücksichtigt nicht, wie groß die Stacks im Verhältnis zu den Blinds sind (Effektive Stacksize)
  • Es berücksichtigt nicht, wie viele Spieler nach uns noch zu agieren haben (Position)

Aus diesem Grund hat Sklansky sein System noch etwas verfeinert:

<h2>Erweitern des "Systems"</h2>

Nach wie vor hat der Spieler nur zwei Alternativen, aus denen er wählen muss: Fold oder Push all-in. Nur sind diesmal die Aktionen von ein paar weiteren Faktoren abhängig.

Zunächst berechnet DS die Größe M, die man bereits aus den Harrington Büchern kennt: Man teilt also den eigenen Stack durch die Anzahl in einer Runde zu zahlenden Blinds und Antes. Hat man einen Stack von 5.000 Chips, die Blinds sind 100/300 und die Ante 10, dann zahlt man in einer Runde mit zehn Spielern genau einmal die Blinds und zehnmal die Ante, also exakt 500 Chips.

  • M = 5.000 / 500 = 10

Dabei nimmt man nun allerdings die effektive Stackgröße, also entweder den eigenen Stack, wenn Spieler nach einem noch mehr Chips haben, oder den größten Stack der noch aktiven Mitspieler, sollte man selbst mehr Chips haben als diese. Das ist aber nur eine technische Präzision, das Prinzip ist dasselbe.

Wenn ich also das M ermittelt habe (vielleicht besser das "effektive" M), dann multipliziere ich das mit der Anzahl noch in der Hand aktiven Spieler. Sitze ich also z.B. auf dem Cutoff, und alle Spieler haben bisher zu mir gefoldet, dann können nach mir noch der Button und die beiden Blinds aktiv werden, in Summe also 3 Spieler.

  • Schlüsselzahl = M x [Anzahl verbleibender Spieler] = 10 x 3 = 30

War nun vor uns bereits jemand in der Hand, verhalten wir uns wie folgt:

  • Hat vor uns einer geraist, pushen wir nach wie vor mit AA, KK und AKs, unabhängig von unserem ermittelten Wert.
  • Gab es vor uns Limper, dann multiplizieren wir die Schlüsselzahl mit der Anzahl der Limper + 1. Gab es also vor uns zwei Limper, würden wir rechnen:
    • Neue Schlüsselzahl = Schlüsselzahl x ([Anzahl der Limper] + 1) = 30 x (2 +1) = 30 x 3 = 90

Je höher nun die ermittelte Schlüsselzahl ist, desto eingeschränkter ist unsere Push-Range. Ist der Wert z.B. bei 400, so sollten wir nur mit Assen pushen, liegt der Wert aber z.B. zwischen 150 und 200, pushen wir mit AA, KK, QQ und AK.

Bei unserem Beispiel war der Wert am Ende 90, was bedeutet, dass wir mit einer recht weiten Range pushen:

  • Jedes Paar, AK, AQ, KQ, jedes Suited Ass, jeder suited connector (ohne Gap) bis runter zu 54s.

Details kann man gerne im oben zitieren Buch nachlesen. Ein ähnlicher Ansatz wird übrigens auch im Buch "Kill Phil" verfolgt. Ich werde das Buch noch mal lesen, da ich es die letzten 1 1/2 Jahre nicht mehr in der Hand hatte. Aber ich meine mich zu erinnern, dass es sehr interessant war.

Zu hyperaggressiven Strategien noch eine kleine Annekdote, bevor wir zu den Omaha Turnierhänden kommen:

Ich musste zweimal während eines Turnieres aus dem Haus (dringender Termin und das Turnier dauerte länger als erwartet). Beides Male war ich bereits im Geld, aber noch weit vom Finaltisch entfernt.

Da ich das Turnier nicht aufgeben wollte, fragte ich meine Töchter, ob sie das Turnier weiterspielen wollen. Da ich noch nicht mal Zeit hatte, eine Grundstrategie wie das obige System zu vermitteln, habe ich den Kindern den Telefonhörer in die Hand gedrückt und gesagt: Ich rufe gleich an und ihr macht genau, was ich Euch sage. Kurz erklärt, wie Fold, Call und Raise funktioniert, und dann ab ins Auto.

Dort habe ich mir dann die Starthände nennen lassen, ungefähr die Position, und habe dann nur gesagt "Fold, Raise oder Raise so viel wie geht". Haben wir noch Aktionen nach dem Flop gehabt, habe ich gute Draws (OESD oder Flushdraw) oder auch Treffer wie Top-Pair und besser immer gepusht, alles andere gecheckt oder gefoldet.

Essenz: Beides mal an den Finaltisch gekommen, einmal gewonnen, das andere Mal als 3. ins Ziel gekommen.

Man kann also mit solchen Strategien ruhig mal experimentieren, viel Spaß dabei. Ob ich eine solche Strategie bei der WSOP anwende, weiß ich noch nicht. Vielleicht bei einem der "schnellen" Turniere, also den niedrigen Buyins, bei denen man nur wenige Chips hat und die Blinds schnell ansteigen.

Nächstes Mal stelle ich ein paar Ideen und Konzepte von Arnold Snyder aus seinem Buch "The Poker Tournament Formula" vor.

<h2>Pot Limit Omaha</h2>

Heute lief ja wieder ein Training im Bereich PLO Cashgame, ich hoffe also, dass immer mehr user die Grundstrategien von Omaha kennenlernen.

Ich werde einige Omaha-Events in Vegas spielen, daher muss ich mich auch auf diese Turnierform vorbereiten. Aufgerufen sind also alle Omaha-Cracks, fleißig Erfahrungen zu teilen.

Here we go:

<h4>$16,50 Turnier, ca. 156 Teilnehmer</h4>
  • Hand 1: Top Set aufgegeben

[replayer hand=116927]

<blockquote>

Ich habe bereits einige Chips gesammelt. Der Tisch war recht passiv preflop, so dass sich ich mich dazu entschließe, diese sehr marginale Hand UTG rein auf Set-Value zu limpen, da ich bei einem Treffer sicher einige Chips aus meinen Gegner extrahieren kann.

Ich treffe auch Top-Paar. Da ein Flushdraw liegt, spiele ich Pot an. Mein linker Nachbar callt, obwohl noch zwei Spieler hinter ihm sind. Typischerweise hält mein Gegner hier einen guten Draw. Mit einem Overpair könnte der ein oder andere Callen, aber bei diesem Flop eher selten. Ein Set kommt auch kaum in Frage, da ich eine 4 halte und damit eigentlich nur noch ein 8er-Set wirklich eine Option ist. Damit hätte er aber vermutlich geraist, um andere Draws aus der Hand zu bekommen.

Die beiden anderen Spieler folden und am Turn kommt nicht nur die Flush-Karte, sondern auch noch eine Overcard zu meinem Set Neuner. Zu dem Flushdraw hat mich nun auch jede KKxx-Hand überholt.

Meine Strategie ist hier, zu check-callen, um den Pot zu kontrollieren, ohne die Hand schon jetzt aufzugeben. Ich will aber unbedingt vermeiden, Pot anzuspielen und dann einem ReRaise-Pot gegenüber zu stehen, welches ich mit meinen etwa 23 % Fullhouse/Quads-Odds nicht bezahlen kann. Ich checke, mein Gegner checkt hinterher. Das kann natürlich eine kleine Falle sein mit dem Nutflush .

Am River kommt nun auch noch ein Straßendraw an, der Hände wie 57xx oder 7Txx in Führung bringt. Meine Chips sind mir an dieser Stelle zu wertvoll um den River-Call zu machen, da ich eigentlich nur noch einen reinen Bluff schlagen kann (klar, durch mein zweimaliges Checken habe ich den Gegner sicher dazu eingeladen, einen Move zu machen, aber womit callt der auf dem Flop?). Alternativ wäre vielleicht ein Blog-Bet angebracht gewesen, aber ich war davon überzeugt, mein Gegner hat den Flush getroffen, daher check-fold.

</blockquote>
  • Hand 2: Verzicht auf Value-Bet

[replayer hand=116932]

<blockquote>

Mit einer recht schlechten Hand kann ich im Bigblind ohne weitere Chips den Flop sehen. Wie zuvor haben wieder mehrere Spieler gelimpt. Der Flop kommt sehr drawlastig, nachdem aber alle Spieler checken, kann ich am Turn meinen Insight Straight Draw treffen.

Nun muss ich meine Hand gegen den Flushdraw oder ein Set schützen und spiele Pot an. Der SB callt.

Auf dem River pairt sich das Board, mein Gegner checkt. In Hold'em würde man hier einen Value-Bet machen, nicht aber im Omaha. Der Gegner würde in der Regel nur mit einer besseren Hand callen (Fullhouse), da die üblichen Hold'em calling-Hände (2 Pair, Trips, kleinere Straße) beim Omaha einen deutlich geringeren Wert haben. Und da Spieler oft dazu neigen, ihre Treffer nicht anzuspielen sondern ein Check-Raise versuchen, macht hier ein Check-Behind Sinn.

</blockquote>
  • Hand 3, 4 und 5: Möglichkeiten bei monotone Flop

[replayer hand=116934]

<blockquote>

Mit einer Premium-Starthand raise ich preflop und bekomme 2 Caller. Der Flop kommt einfarbig, aber ich treffe Top-Set.

Der SB checkt und nun macht es fast immer Sinn, den Flop anzuspielen. Es müsste ein Gegner mindestens einen J-High Flush getroffen haben, um hier noch mit einem guten Gefühl weiterspielen zu können. Um den Druck noch zu erhöhen, lasse ich meinen Bet nicht wie einen klassischen Conti-Bet mit AAxx aussehen, sondern wie einen Valuebet mit Flush und eventuellem Redraw.

Beide Gegner folden.

Hätte nun ein Gegner gecallt, hätte ich mir sicher sein können, dass hier ein (nicht-Nut)-Flush im Spiel ist, der sicher aber nicht abschütteln lassen möchte, sofern sich das Board nicht pairt. Dementsprechend hätte ich die Hand dann auf Fullhouse oder Quads-Value weiterspielen können, nicht aber auf den aktuellen Set-Value.

</blockquote>

[replayer hand=116936]

<blockquote>

Auch in dieser Hand raise ich mit einer guten Starthand, wenn auch der 7er ein Dangler ist. Aber er suited mein Ass, und das bringt Value.

Der Flop kommt erneut monotone, nur dass ich diesmal ein naktes Overpair und keinerlei Draws habe, die einen Flush schlagen könnten. Ich checke also, nachdem der UTG-Limper vor mir gecheckt hat. Der dritte im Bunde setzt an, der UTG-Spieler raist und ich habe einen easy fold.

</blockquote>

[replayer hand=116937]

<blockquote>

Eine schöne Starthand auf dem Button wird von mir natürlich geraist. Der BB callt.

Und wieder ein monotone Flop. Diesmal habe ich zwar wieder nichts getroffen, halte aber das "bare ace", also das Ass in der Flush-Farbe. Dadurch weiß ich, dass mein Gegner nicht die Nuts haben kann. Ein Conti-Bet gewinnt den Pot. Den Conti-Bet hätte ich vermutlich so oder so abgefeuert, aber es fällt leichter, wenn man mindestens eine hohe Flushkarte selbst hält.

</blockquote>
  • Hand 6: Float / Semibluff / Steal

[replayer hand=116938]

<blockquote>

Ein eher schlechter Call vor dem Flop mit einer eigentlich nicht wirklich Omaha-tauglichen Hand führt zu einem fancy Play.

Zunächst calle ich nach einem Limp des UTG-Spielers mit einer bescheidenen Hand. Wie heißt es so schön: "Zwei Hold'em Hände machen noch keine Omaha-Hand". Die Hand gehört also eigentlich in den Muck. Aber ich calle.

Zu sechst(!) sehen wir den Flop.

Der UTG-Spieler, der recht loose war und den ich als eher schwach empfand, spielt einen Min-Bet auf diesem drawlastigen Board. Das klingt nach einem eher schwachen Draw oder einer Hand wie 2 Pair. Ein Set schließe ich aus, da er sonst sicher höher gesetzt hätte, um seine Hand zu verteidigen. Der Min-Bet ist eher wie ein Check zu behandeln.

Ich selbst habe nichts weiter als einen Insight-Straight-Flush-Draw. 4 outs zu den Nuts, davon ein Out zu den absoluten Nuts. Nicht der Hit, aber der Preis ist gut genug, um ein bisschen zu floaten. Da die Spieler an den Positionen 7, 8 und 9 postflop eher tight gespielt hatten, ging ich davon aus, dass die nur mit wirklich starken Händen weiterspielen würden, Set Könige oder vielleicht noch Nut-Flushdraw, selbst bei diesen verlockenden Pot-Odds.

Alle folden und zu zweit sehen wir den Turn. Nun habe ich einen zweiten Insight-Straight(Royal)Flush-Draw und gleichzeitig Nut-Flush-Draw. Der Draw gefällt mir jetzt gut genug, um den erneut sehr kleinen Bet von 1/4 Pot zu reraisen. Mein Gegner insta-callt. Die Bet-Size von mir war so gewählt, dass ich nicht wirklich committed war, sollte mein Gegner doch eine Hand wie KKxx oder einen Nut-Flushdraw in Pik haben und reinschieben. Das Problem war, dass ich hier noch keine wirkliche Made-Hand repräsentieren kann.

Am River kommt nun ein Straight-Draw an, den ich mit einem Wrap am Turn durchaus hätte treffen können. Mein Gegner checkt und ich setze etwas mehr als halben Pot als Bluff-Bet. Es gibt hier wenig Hände, mit denen mich mein Gegner callen kann. Das Risiko, dass mein Gegner hier selbst die Straße hat, muss ich eingehen, da meine Hand aktuell keinerlei Showdown-Value hat und ich hier nur mit einem Bet gewinnen kann. Das funktioniert und ich kann meinen Stack weiter ausbauen.

</blockquote>
  • Hand 7 und 8: Position ist essentiell

[replayer hand=116939]

<blockquote>

Mit einer passablen Hand calle ich auf dem Button das Raise des Cutoff.

Der Flop bringt ein Paar und mir einen OESD, der aber gegen ein Paar auf dem Board sehr schwach ist.

Da alle zu mir checken, spiele ich sofort an. Hier werden sogar AAxx-Hände gefoldet, da gerade bei mehreren aktiven Spielern die Gefahr besteht, dass einer eine 8 hält. Durch meine gute Position und die gezeigte Schwäche meiner Gegner konnte ich hier einen netten Steal machen.

</blockquote>

[replayer hand=116940]

<blockquote>

Dasselbe in grün...

Paare im Board eignen sich hervorragend für einen Bluff.

</blockquote>
  • Hand 9: Bubble

[replayer hand=116942]

<blockquote>

Wir sind auf der Bubble. Ich hatte kurz vorher einen Pot gegen einen Shortstack verloren. Ich bleibe aggressiv und raise in Middle Position. Ein looser Spieler links von mir und der eher schwache Bigblind callen.

Ich treffe Trips und nun ist klar, dass ich die Hand um alle meine Chips spielen werde. Ich setze Pot, der Bigblind reraist und ich habe selbst gegen ein fertiges Fullhouse 9 oder 10 Outs (je nachdem, ob mein Gegner 82xx oder 22xx hält). Gegen alle anderen Hände bin ich hoher Favorit. Ich calle also und mein Gegner drawt auf 2 Outs, die aber nicht kommen.

</blockquote>
  • Hand 10: Immer noch Bubble 

[replayer hand=116944]

<blockquote>

In dieser Hand spiele ich Top Two Pair aggressiv bis zum River. Dort erscheint dann ein Backdoor-Flush, den ich check-call spielen möchte. Da mein Gegner aber ebenfalls checkt, kommt es zum günstigen Showdown. In ausgewählten Situationen sind two Pair auch im Omaha stark.

</blockquote>
  • Hand 11: Eingepriced, dann Aufgabe

[replayer hand=116947]

<blockquote>

Hier bekomme ich mit meiner Hand zu gute Odds, um nicht zumindest mal den Flop zu sehen. Den treffe ich auch mit Top Pair. Aber da der initial Raiser Pot nachspielt und ein weiterer Spieler callt, kann ich sicher sein, hinten zu liegen.

Ich habe noch kurz überlegt, ob sich ein Draw auf 2 Pair lohnt, aber mit Flushdraw und einem Ass in meiner Hand, welches eventuell schon drawing dead ist, wenn jemand AAxx spielt, sind meine Outs auf 6 beschränkt. Easy fold.

</blockquote>
  • Hand 12: Full vs. Full

[replayer hand=116948]

<blockquote>

In dieser Hand muss ich etwas aufholen. Zunächst calle ich, nachdem zwei Limper vor mir bereits eingestiegen sind. Dann treffe ich Top-Trips mit 3 Overcards in meiner Hand.

Ein Gegner spielt an, ich calle. Wichtig für den Call ist, dass die dritte Karte neben den Siebenern eine 6 ist, ich also mit einem Fullhouse 7er recht sicher vorne liegen werde. Anders wäre es, wenn der Flop gekommen wäre, da ich nun gegen AAxx bereits auf ein einziges Out drawe.

So habe ich aber drei overcards, die mir nur dann schaden, wenn mein Gegner davon ein Paar auf der Hand hält.

Ich treffen meinen "Kicker" am Turn und bekomme am River noch mal die Sicherheit, die Nuts zu halten.

</blockquote>
  • Hand 13: Schlechter Preflop-Call

[replayer hand=116950]

<blockquote>

Wir sind bereits im Geld. Hier mache ich den Fehler, mit einer viel zu schlechten Hand in den Pot einzusteigen und diese Hand dann noch nicht mal auf ein Reraise hin weglegen zu können.

Dann treffe ich sogar noch einen Wrap, vernachlässige allerdings die Tatsache, dass gleichzeitig ein Flushdraw liegt, der meinen Rainbow-Draw natürlich stark abwertet, da nun womöglich nur noch 10 Outs zu Buche stehen. Und da wir beide relativ deep sind, macht ein Call nicht wirklich viel Sinn.

Ein Fold preflop wäre die deutlich bessere Entscheidung gewesen.

Das kostet mich viele Chips.

</blockquote>
  • Hand 14: Set beaten

[replayer hand=116951]

<blockquote>

In dieser Hand limpe ich mit einer eher schlechten Starthand.

Nachdem ich den Flop verpasse, checke ich wie meine drei Gegner. Eigentlich wollte ich die Hand bereits aufgeben, doch dann treffe ich mit der am Turn mein Set und einen Flushdraw (wenn auch keinen starken). Der Smallblind setzt an, der Bigblind callt. Nun will ich meine Hand gegen bessere Draws verteidigen, ohne mein Turnierleben auf's Spiel zu setzen, und raise daher nicht Pot sondern nur etwas mehr als das Doppelte des gegnerischen Bets.

Viel zu klein, diese Betsize, gerade da ja bereits ein zweiter Spieler gecallt hat. Ok, in diesem Fall war es egal, da mein Gegner eh bereits die Straße hatte und eben keinen Flushdraw.

Am River habe ich genug Value gegen die meisten Hände, will aber einem slow gespielten Flush keine Gelegenheit zu einem Check-Raise geben und checke behind. In diesem Fall wäre ein River-Bet vermutlich die bessere Wahl gewesen...

</blockquote>
  • Hand 15: Ärgerlich

[replayer hand=116954]

<blockquote>

Auf dem Button raise ich mit single suited Königen. Ein looser und wilder Spieler callt. Der Flop sieht einigermaßen ungefährlich aus und ich spiele nach dem Check meines Gegners mein Overpair an. Zu meiner Überraschung checkt-raist mich mein Gegner.

Da er schon öfter "komisch" gespielt hat, gebe ich ihm hier keine Top-Hand und calle. Er hat tatsächlich nur ein Paar getroffen, sonst nichts. Am Turn trifft er two pair, und obwohl ich gleichzeitig den Nut-Flush-Draw bekomme, verbessert sich meine Hand nicht mehr und ich bin crippeled.

</blockquote>
  • Hand 16: Auch ärgerlich

[replayer hand=116955]

<blockquote>

Ich bin short und habe nicht mehr viel Spielraum. Mit Assen comitte ich mich und der Bigblind callt. Der Push auf dem Flop ist reine Formsache, der Call leider auch. Mein Gegner macht seine Straße am River und ich bin raus, Platz 14.

</blockquote>
  • Hand 1b: Ouch
<blockquote>

Heute habe ich erneut das PLO $16,50 gespielt. Ich war eigentlich ganz guter Dinge, als es zu folgender Hand kam:

</blockquote>

[replayer hand=116956]

<blockquote>

Mit Kings raise ich in guter Position. Ich treffe Top Set und damit die current Nuts. In dieser Situation stelle ich ohne zu zögern rein. Mein Gegner und ich sind all-in, er zeigt ein kleineres Set, trifft aber leider seinen 1-Outer am River.

</blockquote>

Diskutieren können wir die Hände im Forum, wie immer freue ich mich über konstruktive Anregungen:

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