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Von: barer47
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/Mai/2009

Step 6: Schere, Stein, Papier

Von: barer47 @ 01:13 (CEST) / 885 / Kommentar ( 109 )

Zusammenhänge besser zu verstehen und im eigenen Spiel zu berücksichtigen ist ein weiterer Schritt zu einem besseren Turnierspieler. Klar kennt jeder die Aussage, dass Position einen riesigen Vorteil bringt. Und dass Position sogar wichtiger ist als die aktuellen Karten, ist auch oft genug postuliert worden.

Arnold Snyder bringt die Zusammenhänge von Karten, Chips und Position in seinem Buch "The Poker-Tournament Formula" (Danke Gabi für die Empfehlung :-)) recht anschaulich rüber, in dem er das Spiel "Schere, Stein, Papier" als Analogie heranzieht.

Jeder kennt das Spiel, bei dem zwei Kontrahenten ihre Fäuste zweimal wippen lassen um dann beim dritten Mal gleichzeitig zu entscheiden, ob sie mit Ihrer Hand eine Schere (zwei gestreckte Finger), einen Stein (Faust) oder ein Papier (flache Hand) bilden wollen. Die Schere schlägt/schneidet Papier, das Papier schlägt den Stein (umwickelt ihn, alternativ könnte man statt Stein auch einen Brunnen nehmen, in den die Schere fällt, der aber vom Papier bedeckt wird) und der Stein wiederum schlägt/zerschmettert die Schere. Es gibt viele Abhandlungen über den hohen Anspruch dieses Spiels, aber die Strategie soll hier nicht Thema sein.

Arnold Snyder setzt nun die Schere = Position, den Stein = Chips (ein Berg Steine als Analogie zu einem Haufen Chips) und das Papier = Karten (leicht zu merken, sofern man an Papier-Karten denkt).

Hat man sich diese Zuordnung einmal gemerkt, ist die Übertragung auf das Pokerspiel nicht mehr schwer.

<h2>Position schlägt Karten</h2>

Diese Aussage ist sicherlich hinreichend bekannt. In Position kann man häufig eine bessere Hand beim Gegner zum Folden bringen und für Monster gegen sehr starke gegnerische Hände eine bessere Auszahlung bekommen. Auch wird in Position die Kontrolle des Pots deutlich leichter, da man OOP oft nach einem Check nicht mehr weiß, ob ein Anspiel des Gegners ein Bluff oder der Versuch ist, mit einer starken Hand mehr Geld in den Pot zu bekommen.

In Turnieren mit einer "schnellen" Struktur, also relativ wenig Startchips und kurze Blindlevel, empfiehlt Snyder daher, ab der Hijack-Position die Initiative zu ergreifen:

  • First to open nahezu immer raisen
  • Raiser mit den meisten Händen callen
  • Limper ebenfalls raisen, sofern man auf dem Button sitzt und damit definitiv Position haben wird
<h2>Chips schlagen Position</h2>

Hat man im Verhältnis zu seinen Mitspielern einen deutlich größeren Stack, kann man mit marginalen Händen aus nahezu jeder Position raisen. Die Gegner werden, sofern sie nicht verzweifelt short-stacked sind, nur mit Top-Karten gegen den Bigstack antreten wollen, selbst wenn sie in Position sitzen. Gerade die Spieler mit den durchschnittlichen Stacks werden ihre Attacken eher gegen die Small-stacks oder andere mittlere Stacks führen.

Der Vorteil des Big-Stacks ist also die Angst der Gegner, in einem Duell aus dem Turnier geworfen werden zu können. Bluffs funktionieren gegen die Big-Stacks auch eher schlecht, da sie nicht vom Turnier-Aus bedroht sind, sollten sie nach einem Call die schlechtere Hand vorzeigen.

Natürlich kommt bei ähnlichen Stackgrößen der Position wieder eine entsprechende Bedeutung zu, da der Faktor Chips ja neutralisiert ist.

<h2>Karten schlagen Chips</h2>

Hat der Gegner sehr gute Karten, z.B. Pocket Kings, dann wird ihn der Raise eines Bigstacks selten davon abhalten, nicht mit in den Pot einzusteigen, eventuell gegen den Bigstack sogar all-in zu stellen. Premium-Hände reduzieren also den Vorteil eines großen Chipstacks deutlich.

Das gilt natürlich auch nach dem Flop. Hat ein Spieler gut getroffen, wird er sich von einem Bigstack alleine nicht einschüchtern lassen. In diesem Fall muss der Bigstack selbst gute Karten zeigen können, da nun Showdown-Value gefragt ist.

Natürlich hat Arnold Snyder die Zusammenhänge auch kombiniert und im Detail erläutert und mit Beispielen hinterlegt. Ich möchte hier einfach nur den Denkanstoss geben, sich auch mal mit diesem Dreigestirn zu beschäftigen. 

Das erste Buch habe ich schon fast durchgearbeitet. Es ist nicht schlecht, bringt aber nicht sooo viel Neues und ist eher als Ergänzung zu den Harrington Büchern zu sehen, da Snyder selbst sagt, dass seine Strategien eher auf schnelle Turniere ausgelegt sind, die von Harrington und Sklansky auf langsamere Strukturen.

Der zweite Teil "The Poker-Tournament Formula 2" soll angepasste und etwas vom Mainstream abweichende Strategien enthalten, daher bin ich auf diesen Teil sehr gespannt.

<h2>Danke schon mal...</h2>

Kommen wir kurz zu der Liste der Leser, deren Beiträge erwähnt werden sollten. Nicht alle waren wirklich "neu", da einige Leser ähnliche Meinungen vertreten haben, aber das soll im Moment noch kein Kriterium sein.

Erwähnen möchte ich also (in der Reihenfolge ihres Auftretens):

  • Mackiewicz (+) (Beitrag im Forum)
  • JackWade (+)
  • Trygan (+)
  • Strohhut
  • Grafzahl1977
  • EmoÜokerQh9h (+)
  • 2$killed4u
  • leowolf
  • bergeralois (na ja, etwas arg knapp gehalten :-))
  • FiftyBlume
  • CheckyCheck
  • The Crocop
  • BelaLany (++)
  • 5dmark
  • Miclan (+) (Wegen Beitrag im Forum) 
  • DannYps-21
  • Mercutio85
  • gambler888
  • Arnty
  • 1Shotmama (+)
  • Björn77
  • Sattelite1 (++)
  • Diggerplayer
  • Ozbourne7 (++)
  • Ribble82
  • Adaletos (+)
  • tiMmb0 (+) 
  • C53783
  • bockma-s99

Mit einem (oder zwei) + habe ich Leser bewertet, die sich ein wenig aus der Masse hervorgetan haben. 

Okay, kommen wir wieder zu ein paar Händen, die ich im Warmup und  

<h2>Turnierhände</h2>

Ich habe diesmal zum Teil knifflige Hände rausgesucht. Freue mich auf Feedback im Forumsthread.

Fangen wir mit einer Hand im $11 Turnier an. Wir befinden uns im ersten Level. Ich bin etwas spät dran und klicke gerade auf "I am Back", als ich folgende Hand bekomme:

[replayer hand=121310] 

  • Hand 1: Preflop limpen zwei Spieler vor mir und für mich ein easy Call mit einem kleinen Pocketpaar. Dummerweise raist der Bigblind auf 6,5 BB. Da wir deep genug sind entscheide ich mich dazu, in der Hand zu bleiben. Hier geht es um puren Set-Value.
<blockquote>

Zu dritt sehen wir einen Traumflop. Ich treffe direkt ein Fullhouse mit 3ern und 6ern. Ich denke eher nicht, dass ein Gegner eine 6 hält, daher sollte der Flop keinem meiner Gegner geholfen haben. Die Frage ist nun, wie ich die Hand so weiterspiele, dass ich möglichst viele Chips generiere.

Meine Gegner checken. Fine for me. Nachdem ich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit way ahead bin, ich daher bei einem Bet befürchten müsste, dass beide Gegner folden, checke ich behind. Trip, Trap - der Trapper. 

Der Turn ist optimal. Eine Undercard zu meinem Fullhouse. Sollten meine Gegner erneut checken, muss ich nun anspielen, da ich zwei Gegnern keine weitere Freecard mehr geben möchte. Da ein Flushdraw liegt, möchte ich Drawing Hände aber nicht verlieren.

Idealerweise spielt der Initial Raiser etwas mehr als halben Pot an. Das sieht ein wenig wie ein Probe-Bet aus, er könnte ein Overpair, einen Flushdraw oder einfach nur AK halten. Ich möchte eher einen schwachen Eindruck erwecken und calle daher nach etwas Zögern nur. Hier könnte man diskutieren, ob ein Raise nicht die bessere Alternative ist. 

Auf dem River kommt ein Ass. Eigentlich die perfekte Karte. Overcards mit einem Ass haben getroffen, der Flush ist ebenfalls angekommen. Niemand sollte mich an dieser Stelle auf ein Fullhouse setzen.

Mein Gegner setzt erneut halben Pott an. Zeit für ein Raise. Nicht zu viel, so dass er mit z.B. dem Nutflush in der Hand bleibt. Ich erhöhe also auf etwas mehr als das Doppelte. Ohne zu zögern geht mein Gegner all-in. Mir schwant Übles, aber da mein Gegner schon exakt AA halten muss, um mich zu schlagen, und das nicht wirklich zu seinem Flop-Check passt, ich desweiteren alle anderen realistischen Hände seiner Range schlage, calle ich nach kurzem Überlegen. Pech gehabt.

Die Frage ist, ob ich meinen Gegner mit einem Raise auf dem Turn aus der Hand bekommen hätte. Da aber mein Gegner vermutlich selbst geglaubt hat, dass er slow played, hätte er ein Raise vermutlich willkommen geheißen und reingepusht. Shit happens.

</blockquote> <h4>Nun eine Hand aus dem Sunday Warmup.</h4>

[replayer hand=121311]

  • Hand 2: Ich sitze im SB und bekomme Pocket Jacks. Ein Spieler in später mittlerer Position erhöht. Wäre die Erhöhung vom CO oder Button gekommen, hätte ich vermutlich preflop gereraist. In diesem Fall calle ich aber nur und möchte den Flop abwarten, da ich deep bin und JJ sich OOP nicht wirklich gut spielen.
<blockquote>

Der Flop bringt nur kleine Karten und ich checke zum Raiser mit der Intention, einen Check-Raise zu spielen. Mein Gegner checkt allerdings hinterher.

Da die nächste Karte ebenfalls klein ist, spiele ich 3/4 Pot als Value-Bet. Mein Gegner raist, was mich etwas überrascht, ich möchte allerdings den Pot noch nicht aufgeben, da mein Gegner hier auch mit einem Draw raisen könnte. Noch mal drüber zu gehen ist mir zu riskant, da ich ja auch bereits geschlagen und auf maximal 2 Outs drawen könnte (gegen Set oder höheres Paar). Ich calle also.

Die 4 auf dem River vervollständigt einen Straight-Draw, sollte der Gegner zum Beispiel oder halten. Ich sehe keinen Wert darin, erneut anzuspielen und checke daher mit der Intention, gegen einen hohen Bet aufzugeben. Mein Gegner checkt hinterher und ich habe vermutlich das Minimum mit meinen Jacks verloren.

</blockquote> <h4>Einige Hände aus dem $109er Turnier, in welchem ich letzte Woche 116er von etwa 1.600 Spielern wurde</h4>

Im $109 Turnier lief es besser (Scheint mir zu liegen). Ich hatte meinen Stack schon ganz gut ausgebaut. Wir hatten einige starke Spieler am Tisch. Unter anderem in Seat 2 "Rizen", hinter dem sich Eric Lynch verbirgt. Ich lese unter anderem gerade das Buch "Winning Poker Tournaments - One Hand at a time", in welchem Eric gemeinsam mit Jon van Fleet und Jon Turner ausgewählte Hände beschreibt. Absolut lesenwert.

Den Zufall, gerade mit Eric an einem Tisch zu sitzen, fand ich amüsant.

In dieser Hand versuche ich einen Resteal.

[replayer hand=121312]

  • Hand 3: Auf dem Button halte ich AT. Mein Gegner im CO war recht aktiv, so dass ich mich für einen Resteal entscheide. Leider pusht mein Gegner all-in. Easy fold.

Billig gegen AA

[replayer hand=121313]

  • Hand 4: Unser Tisch wurde zunehmend tighter. Ich selbst hatte mit knapp 18% VPIP ein solides Image. Eine gute Gelegenheit also, mit spekulativen Händen ein bisschen aktiv zu werden.
<blockquote>

Ich raise aus late middle Position mit . Nur der recht aggressive Bigblind callt.

Auf dem Flop bekomme ich einen Flushdraw und eine Freecard von meinem Gegner, die ich hier aus mehreren Gründen annehme:

  • Mein Gegner war bislang durch eher aktives und aggressives Spiel aufgefallen. Wenn er checkt, ist Vorsicht geboten.
  • Der angekommene Flop wird mir in der Regel nicht geholfen haben. Wenn ich also setze, dann werde ich meinen Gegner mit z.B. einem Paar selten zum Folden bringen, mache den Pot aber unnötig groß.
  • Mit meiner Hand möchte ich nicht in ein Check-Raise laufen, sondern drawe gerne for free auf meinen Flush.
  • Mein Gegner könnte durchaus getroffen haben, entweder die 9 oder die 7, daher gilt es, den Pot klein zu halten.

Auf dem Turn kommt eine Dame. Da mein Gegner erneut checkt, entschließe ich mich dazu, eine Hand zu repräsentieren, z.B. AQ, um bessere Hände meines Gegners wie z.B. AK, AJ, oder kleine Paare zum Folden zu bewegen.

Mein Gegner callt allerdings, was für mich bedeutet, dass ich in diese Hand nur noch Chips investiere, sollte ich meinen Flush treffen.

Der River bringt eine weitere 9, und da mein Gegner erneut checkt, checke ich hinterher. Ich könnte zwar eine 7 oder eine 9 versuchen zu verkaufen, aber die Sequenz bisher würde eine solche Hand nicht wirklich supporten. Ich könnte mir vorstellen, dass mein Gegner selbst mit einem nakten Ass callen würde.

Billig davongekommen...

</blockquote>

Tricky QQ

[replayer hand=121314]

  • Hand 5: QQ im Bigblind sind schön, sofern das Raise nicht gerade vom UTG kommt. Um zu sehen, wie stark mein Gegner ist, raise ich bereits preflop. Leider callt mein Gegner und ich muss die Hand OOP weiterspielen
<blockquote>

Wenigstens habe ich meinen Gegner gecovert. Der Flop kommt einfarbig. Ich halte aber nicht die . No good. Aus diesem Grund will ich den Flop auch nicht anspielen, da mein Gegner mit z.B. durchaus over the top kommen könnte. Die Range meines Gegners setze ich auf ein Paar, vermutlich TT+ und AK. AQ eher nicht, da ich bereits zwei Damen halte, AJ auch nicht, da der UTG-Raise und der Call eines Reraise sehr strange wäre.

Gegen zwei wahrscheinliche Paare bin ich vorne (TT und JJ) gegen zwei liege ich hinten (KK, AA). Paare wie 88 oder 66 sind auch möglich, wenn auch gegen ein Reraise eher unwahrscheinlich.

Ich checke, um nach der Aktion meines Gegners zu entscheiden, wie ich weiterspiele. Setzt er hoch an (Pot oder höher), werde ich die Hand aufgeben, setzt er klein an, werde ich raisen.

Mein Gegner checkt ebenfalls. Hmm. Kein AA und KK. Vermutlich JJ oder TT mit einem Kreuz.

Der Flop bringt eine Blank und nun spiele ich 3/4 Pot an. Mein Gegner callt, was mich darin bestätigt, dass er vermutlich kein höheres Paar hält.

Nun kommt das Ass am River. Eigentlich eine wirklich schlechte Karte. Das Problem ist nicht nur, dass nun alle Ass-Kombis getroffen haben, sondern dass mein Gegner diese Karte auch bluffen könnte, sollte ich zu ihm checken. Und er hat nur noch so wenig Chips im Verhältnis zum Pot, dass er vermutlich bei jedem Anzeichen von Schwäche meinerseits einfach die restlichen Chips reinschiebt. Diese müsste ich dann wegen der Pot-Odds callen.

Ich kann also genausogut selbst pushen, um eben Hände wie KK oder AJ noch zum Folden zu bringen. Ob AK wegwerfen würde, weiß ich nicht. Dazu hatte ich über diesen Spieler zu wenig Infos.

</blockquote>

Set zu schnell gespielt?

[replayer hand=121315]

  • Hand 6: Im Cutoff finde ich TT. Fein. Leider hat ein Spieler vor mir bereits geminraist. Da wir uns bereits in Level 7 befinden und "Rubin3030" ziemlichen Standard gespielt hat, gebe ich ihm hier eine recht ordentliche Range an Händen, trotz des Raise auf 2 BB. 
<blockquote>

Ein Reraise wäre eine Option. Aber nur dann, wenn mein Gegner mit Händen wie suited connectoren in den Pot einsteigt. Bislang ist mir ein solcher Move allerdings noch nicht aufgefallen. Daher gebe ich ihm ein Paar 88+ und Hände wie AJ+ und KQs. Ein Call scheint mir die bessere Option, noch dazu, da wir beide in einer komfortablen Chip-Position sind. Ich calle, der BB ebenfalls.

Der Flop bringt ein Ass, und beide Gegner checken. Da ein Flushdraw liegt, spiele ich an, um das Ass zu repräsentieren.

Der initial Raiser callt und ich freue mich über meine dritte 10 am Turn. Ich gebe meinem Gegner hier aber kein starkes Ass, das hätte er selbst angespielt. Ich denke, er hat einen Flushdraw. Diesen möchte ich ihm nicht zu billig machen. Ich spiele nach seinem erneuten Check also 3.000 an und mein Gegner foldet.

Ich sehe hier keine realistische Hand, der ich hier eine billige River-Karte genehmigen kann. Vielleicht noch AJ oder AQ, aber das wäre merkwürdig gespielt gewesen. Denke eher, mein Gegner war auf einem Draw, denn selbst mit einem Paar kleiner AA kann er den Flop-Bet kaum callen.

</blockquote>

Schon wieder TT

Keine 3 Minuten später wieder TT, und wieder gegen denselben Gegner.

[replayer hand=121321]

  • Hand 7: Diesmal finde ich die Zehner im Bigblind. Rubin befindet sich nun in einer klassischen Stealing-Position. Zeit also für ein Reraise.
<blockquote>

Dummerweise lässt sich Rubin dadurch nicht vertreiben und ich muss zusehen, wie ich meine Zehner OOP weiterspiele.

Im Flop erscheint ein King und zwei Kreuz. Da hilft nur die Flucht nach vorne, sollte ich die Hand noch weiterspielen wollen. Da ein King durchaus in meiner Range sein kann, ich die Range meines Gegners aber deutlich breiter einschätze, feuere ich einen Contibet von etwas mehr als halbem Pot. 

Ich muss zugeben, meine Pumpe hat ordentlich Adrenalin durch die Adern gepumpt. Nach etwas überlegen foldet mein Gegner schließlich und ich kann aufatmen.

Hätte ich gecheckt, hätte ich einen Contibet meines Gegners kaum callen können. Ich denke, die Initiative zu behalten war in diesem Fall der bessere Weg.

</blockquote>

Schlecht gespielt

In dieser Hand sind mir einige Fehler unterlaufen. Der Tisch war mittlerweile recht gith und so versuchte ich mal einen Steal aus einer etwas früheren Position.

[replayer hand=121325]

  • Hand 8: Mit trashigen T7s versuche ich eine starke Hand zu repräsentieren. Ein recht looser Spieler callt.
<blockquote>

Mein Conti-Bet auf dem AKx-Flop wird gecallt und ich will überlege, welche Hand ich nun repräsentieren könnte. Ein Flushdraw ist eine Option, AQ wäre auch eine Option.

Ich checke die Turnkarte, um bei einem Bet meines Gegners zu folden. Da mein Gegner ebenfalls checkt und damit deutlich Schwäche signalisiert, spiele ich den River noch mal an, da ich nun die dritte Flushkarte als Scare-Card verwenden kann. Zudem kann ich nach wie vor ein Ass verkaufen.

Immer schlecht, wenn der Gegner die Hand hält, die man selbst repräsentieren möchte, lol. Was spiel ich auch so einen Crap... 

</blockquote>

Wieder gegen den loosen Gegner

Und noch eine Hand gegen diesen loosen Gegner. Die letzte halbe Stunde hatte ich so gut wie keine Hand gespielt, um mein Image wieder aufzupolieren.

[replayer hand=121327]

  • Hand 9: Im Smallblind finde ich 78s. Ich fülle auf, der BB checkt.
<blockquote>

Ich treffe einen sehr guten Draw, open ended straight flush Draw. Nice. Daher wird gleich mal 2/3 Pot gesetzt. Mein Gegner callt.

Den König auf dem Turn kann ich prima repräsentieren und spiele erneut an, wieder etwa 2/3 Pot.  Erneut callt mein Gegner. Ich setze ihn entweder auf eine fünf oder ein Paar zwischen 6 und K.

Die am River vervollständigt einen Backdoor Flush und einen open ended straight draw mit z.B. , durchaus eine Hand, die mein Gegner ebenfalls halten könnte.

Ich habe aber gegen kleinere Paare, eine 6 oder auch AQ, AJ showdown-Value. Daher macht es keinen Sinn mehr, selbst anzuspielen. Gecallt werde ich vermutlich mit allen Händen, die mich schlagen. Also lieber Pot kontrollieren und checken.

Mein Gegner zeigt 63o und ist noch looser als ich angenommen hatte.

</blockquote>

Wow, was für ein sickes Setup

[replayer hand=121328]

  • Hand 10: Da bin ich aber rechtzeitig aus der Hand gekommen...

KQ out of position

Ok, letzte Hand für heute, ich bin müde :-).

[replayer hand=121329]

  • Hand 11: Mein Gegner hat mehr als 40% seiner Hände gespielt. Gegen diese Range ist KQ ein Monster. Noch dazu mit den recht guten Pot-Odds.
<blockquote>

Den Flop verpasse ich, habe aber immerhin zwei Overcards.

Ich checke, mein Gegner checkt hinterher. Die Turnkarte passt wunderbar, da ich nun einen open ended straight draw und zusätzlich den 2nd Nuts Flushdraw bekommen habe. Zeit anzuspielen. Ich setze halben Pot und mein Gegner gibt auf.

</blockquote>

Na gut, hier noch die Hand, mit der ich raugeflogen bin

Mal wieder TT...

[replayer hand=121330]

Freue mich auf Euer Feedback.

Roy

<blockquote> </blockquote>

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