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Von: barer47
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/Jun/2009

WSOP: Aus die Maus

Von: barer47 @ 09:34 (CEST) / 1 / Kommentar ( 25 )

Für die diesjährige WSOP gibt es für mich persönlich nur ein Fazit: Enttäuschend!

All die guten Vorsätze und die zeitintensive Vorbereitung haben nicht sicherstellen können, dass zumindest das Minimalziel erreicht wird, nämlich der Einzug in die bezahlten Ränge.

Persönlich habe ich das Gefühl, dass in Summe aggressiver und risikofreudiger gespielt wird als die Jahre zuvor. Das gilt insbesondere für Omaha. Es scheint sich doch der Trend abzuzeichnen, dass sich immer mehr Spieler mit Omaha beschäftigen und auch die Turnierdynamik verstehen.

Die Phasen, in denen ich ausgeschieden bin, waren in nahezu allen Turnieren die sogenannten "Minefield"-phasen. Sie werden deshalb Mienenfelder genannt, weil durch die einsetzende Ante mehr und mehr Spieler gezwungen sind, mit spekulativen oder mittelmäßigen Händen all-in zu schieben und zu hoffen, dass sie ein double- oder tripleup schaffen. Das bedeutet für die größeren Stacks am Tisch, dass das Stehlen von Blinds und Ante in dieser Phase besonders schwierig wird, da mit einem aggressiven Verhalten der Shortstacks zu rechnen ist.

Und dennoch kann auch ein mittlerer bis größere Stack diese Phase nicht einfach aussitzen. Da die Chips der Shortstacks schnell verteilt werden, sofern die Shortstacks ihre Flips nicht gewinnen, muss jeder versuchen, einen Teil dieser Chips einzusammeln, um nicht selbst unter Average zu fallen. Kurz gesagt: Es wird gegambelt, was das Zeug hält.

Am besten haben es natürlich die Spieler, die bereits in den ersten Leveln Stacks aufbauen konnten, die deutlich über Average liegen. Denn diese können (und müssen) ihre Spots sorgfältig wählen. Alle anderen Spieler sind dazu verdammt, früher oder später in Coinflips zu investieren.

Ich habe es dieses Jahr einfach nicht geschafft, mich durch dieses Mienenfeld zu bewegen, ohne in die Luft zu gehen. Dazu haben sicherlich der ein oder andere Fehler beigetragen, meist konnte ich aber meine Chips zumindest als Favorit in die Mitte schieben.

<h2>$2.500 PLO, Ivey inda house...</h2>

Mein letzter Event war das WSOP $2.500 PLO Turnier. Zunächst lief alles nach Plan. Ich konnte mit meinen zunächst erhaltenen 2.500 Chips schnell einen Stack von 7.500 Chips aufbauen. Meine beiden Rebuy-Chips nutzte ich erst, als ein Spieler noch mehr Chips an unserem Tisch hatte.

Nach der ersten Pause (2. Level) wurde kurz vor Wiederanpfiff ein ganz besonderer Spieler geehrt: Phil Ivey. Er hatte am Tag zuvor sein zweites Bracelet gewonnen, alle Achtung!

An unserem Tisch war ein Platz freigeworden und es standen bereits neue Chips auf Seat 7 für einen Nachzügler. 5 Minuten später war uns klar, um wen es sich handelte. Phil Ivey nahm Platz, wechselte alle seine Rebuy-Chips und los ging die wilde Fahrt.

Gleich in den ersten zehn Minuten verspielte er 7.000 Chips. Mit den verbleibenden 500 ging er all-in, gewann, war in den nächsten 20 Minuten 3 weitere male all-in und damit wieder bei knapp 10.000 Chips. Einen Pott spielten auch wir gegeneinander (in diesem Fall kein all-in). Mein Draw kam nicht (Wrap mit Flushdraw) und Phil gewinnt mit einem Paar Buben. Bracelet-Bonus.

Ich konnte meinen Stack zwischenzeitlich wieder auf 17.000 Chips ausbauen (Average war 13.000), als unser Tisch aufgelöst wurde. 

Am neuen Tisch saß links von mir ein Spieler, der 80.000 Chips hatte !!! Der hat einen Spieler nach dem anderen aus dem Turnier geworfen, da er einfach getroffen hat wie ein Weltmeister. Unglaublich. An mir fingen irgendwann die Blinds an zu knabbern, ich hatte aber kaum Karten, mich gegen den Bigstack und die aktiven Smallstacks zu behaupten. Wenn ich mal in den Pott eingestiegen bin, gab es gleich Reraises und ich musste überlegen, ob meine Hand gut genug war, sie bis zum bitteren Ende durchzuspielen. Leider waren sie das meistens nicht. 

Das führte dazu, dass ich mehrmals gut spielbare Hände aufgeben musste, die den Flop verpassten, womit mein Stack auf 6.000 geschrumpft war.

Als dann zwei Spieler mit Raise und Reraise den Pott aufbauten und ich dem zweiten Raiser Asse gab, ging ich over the top mit . Der erste Raiser gibt auf, der zweite callt und zeigt tatsächlich . Alle meine Karten und suits sind live, was mir eine mit einer 48%igen Gewinnchance einen Coinflip verschafft, aufzudoppeln und auch das Deadmoney der Blinds, Ante und des ersten Raisers mitzunehmen. Der Flop kommt aber katastrophal mit . Ich wünsche mir noch Runner Runner, aber die am Turn killt alle meine Outs und ich bin im 7. Level raus.

<h2>Freds Wette</h2>

Am Tag vor dem Turnier waren wir bei einem hervorragenden Brasilianer, den Jan entdeckt hatte. Nach zwei Flaschen Wein kam es dann zu einer nicht wirklich ernstgemeinten, aber real geschlossenen Wette. Fred wollte sich selbst auf das Turnier einschwören und Bot Jan eine 40 zu 1 Wette an, dass er das Bracelet gewinnt.Freds Einsatz war 125,- Euro, sein potentieller Gewinn 5.000.

Jan schaut recht siegessicher, Fred eher optimistisch :-)

Leider ist Fred dann schon im zweiten Level ausgeschieden. Omaha kann grausam sein.

<h2>Haialarm</h2>

Wir hatten vor ein paar Tagen einen Abstecher ins Binions gemacht. Auf dem Weg dorthin sind wir durchs Golden Nugget marschiert (in dem die aktuelle Highstakes Poker Staffel gedreht wurde). Cool war der Pool. Nur durch eine Glasscheibe getrennt, die bis zum Boden des Pools ging, waren Haie, Barakudas und andere Raubfische in ihrem eigenen Refugium. Die Wasserrutsche ging als Glasröhre direkt durch das Aquarium - für die Rutscher sicher ein kleines Gänsehaut-erlebnis.

Der Pool im Golden Nugget

<h2 align="left">Marsmännchen</h2>

Mittlerweile wird die WSOP auch schon von Marsmenschen besucht. Der Boom nimmt kein Ende...

Marmännchen hat noch etwas zu tight gespielt und war dann auch schnell weggeblindet...

Ok, ich denke das war mein letzter Post von Las Vegas. Morgen ist mein letzter Tag, den ich komplett ohne Poker verbringen möchte. Dann gehts am Mittwoch Richtung Heimat. Freue mich schon auf meine Mädels daheim. Es war interessant hier, ich hab wieder eine Menge dazugelernt, nette Menschen kennengelernt, von guten Spielern was abschauen können und viele Stunden Poker gespielt.

Aber auch die anderen Seiten von Vegas haben wir uns nicht entgehen lassen und ich hoffe, dass ich es nächstes Jahr wieder irgendwie einrichten kann, zurückzukommen. Trotz der Auf und Abs ist das hier für einen Pokerspieler schon paradiesisch...

Bis bald

Roy

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