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Von: barer47
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/Jun/2009

WSOP Event #10: Schluss in Level 7

Von: barer47 @ 19:57 (CEST) / 11 / Kommentar ( 88 )

Diesmal konnte ich sieben Stunden mitschwimmen, bevor mein Auftritt beim Pot Limit Hold'em und Omaha Mixed Event beendet war.

Gefühlt habe ich mich eigentlich sehr gut. Bin ausgeschlafen in das Turnier gegangen und war guter Dinge. Mit Fred hatte ich noch einige Hände diskutiert und unsere Strategie abgestimmt, auch mit Jan von Halle vor dem Turnier noch über ein paar Anpassungen Pot Limit Hold'em vs. No Limit Hold'em gesprochen.

Bevor es losging gab es ein großes Hallo, Katja Thater, Roland Specht, Jan Heitmann, Eddie Schaaf, Michael Keiner, Elky, Richard Toth etc.. Die Anzahl der bekannten Gesichter in diesem Event, zu dem sich 455 Spieler angemeldet hatten, war deutlich größer als in den Events, die ich zuvor gespielt hatte.

Ich startete an Tisch 233 mit Eddie Schaaf, Andy Black, später kam Sorel Mizzi, Richard Toth und Jeff Williams. Dann waren da noch ein paar unbekannte Spieler, so dass es ein interessanter Mix an Pros und Amateuren (wie mir) war. Ist ja auch ein Mixed Event, hehe.

Die Sitzverteilung war wie folgt:

  • Seat 1: Eddie Scharf
  • Seat 2: (für mich unbekannter) Franzose
  • Seat 3: Andy Black
  • Seat 4: unbekannter Spieler, der aber auf französisch von Philipp Mamorstein begrüßt wurde
  • Seat 5: Ein Skandinavier
  • Seat 6: ich
  • Seat 7: Ein älterer Ami (massive Callingstation)
  • Seat 8: Noch ein älterer Ami, mit Anker-Tattoo auf dem Arm, sah aus wie eine Misching aus Geldeintreiber und Autohändler
  • Seat 9: Extrem aggressiver Ami (kannte ich vom Sehen, Namen leider nicht parat, hat meine ich bereits ein Bracelet)

Was sich recht schnell rausstellte war, dass Andy in Position hervorragend spielte und ein extrem gutes Gespür dafür hatte, wann er Pötte stehlen konnte.

<h2>Ein paar Hände</h2>

Das führte dazu, dass es immer mal zu kleineren Scharmüzeln kam und ich versuchen musste, meinen Teil an Steals zu sichern. Nicht einfach mit zwei Calling stations hinter mir, dann ein Aggro-Spieler, der gerne zurückspielte, und rechts von mir Andy und ein Skandinavier, die fleißig involviert waren. Dementsprechend schwer tat ich mich.

Es gelang mir meine 7.500 Startingchips langsam aber sicher auf 12.000 Chips aufzubauen. Dann kommt es zu folgender Hand:

  • Hand 1: Geflopptes Fullhouse
<blockquote>

Wir sind im zweiten Level, PL Hold'em. Die Blinds sind 50/75 (ja, am Anfang waren das noch krumme Zahlen). Ich sitze auf dem Button und finde .

Andy spielt vor dem Flop 275, der Spieler in Seat 4 callt, ich calle ebenfalls, da ich die 3er auf Set-Value spielen möchte. Die Blinds folden beide.

Der Flop kommt .

Andy spielt von vorne 900 an und bleibt damit seiner sehr aggressiven Linie treu. Spieler 4 foldet, ich überlege nun zu callen oder zu raisen. Da ich zunächst mal glaube, dass Andy nichts getroffen hat und ich mir nicht sicher bin, ob er ein Pocketpaar spielt oder nur overcards, ich aber sicher bin, dass wenn ich calle Andy sicherlich ein zweites Mal anspielen wird (da er ebenfalls glaubt, dass mir der Flop nicht geholfen hat), entscheide ich mich für einen Call.

Mein Plan ist, auf dem Turn zu raisen und damit einen schönen Pot einzustreichen. Sollte Andy ein Overpair treffen, kann ich vielleicht sogar mit einer Auszahlung rechnen. Zwar riskant, aber no Risk no Chips.

Nun kommt am Turn aber die schlechteste Karte, die man sich in dieser Situation vorstellen kann. Eine weitere .

Oh shit. Das bedeutet, dass mich jedes Pocketpaar von Andy schlägt, es sei denn, er hält speziell . Er checkt nun zu mir und es sieht so aus, als würde er von mir einen Bet erwarten. Andy ist aber durchaus zu einem Check/Raise fähig, in den ich definitiv nicht laufen will. Ich checke hinterher (ein Fehler, wie sich später herausstellt).

Am River kommt eine . Und nun feuert Andy eine 3.700 Bet ab. Ich überlege ungefähr eine Minute, ob ich hier callen kann. Ich wäre runter auf ca. 6.000. Mit meinen Aktionen habe ich Andy definitiv mitgeteilt, dass ich wohl kein Pocketpaar habe. Er kann diesen Move also mit allem machen, aber eben auch mit jedem noch so kleinen Paar.

Ich folde irgendwann wiederwillig und er zeigt . Well played Andy.

Im Nachhinein hätte er mit einem Paar wohl nur so gespielt, wenn er ein wirklich starkes Paar hält (JJ aufwärts), da er nur dann die Chance hat, von einer schlechteren Hand gecallt zu werden. Ansonsten hätte er vermutlich check/call gespielt (z.B. mit 77, 88 etc.). Aber im Moment der Entscheidung war ich einfach noch "geschockt" von der 6 am Turn.

Besser wäre in der Hand gewesen, den Turn anzuspielen und auf ein Reraise Pot einfach aufzugeben. Die Wahrscheinlichkeit, dass Andy "zurückspielt" waren 50/50. Fair enough. So habe ich den Pot allerdings selbst aufgegeben. Andy fragte mich nach seinem Showdown, ob ich AK gehabt hätte. Yes, Andy, yes..., something like that. Am Ende hatten meine pocket 3er nicht mehr showdown Value als AK.

</blockquote>

Es war also klar, dass Andy an diesem Tisch wirklich "the pain in the ass" sein würde. Leider entpuppte sich noch ein weiterer Spieler, Spieler 10 als wirklich übermäßig aggressiv und spielfreudig. Es gibt bessere Ausgangssituationen....

Eddie verabschiedet sich in Level 5, nachdem er zuvor zweimal versucht hatte, die Calling station links von mir aus dem Pot zu bluffen. Er wird ersetzt durch Jeff Williams, EPT Montecarlo-Sieger von 2006.

Im Omaha kommt dann eine Hand, wo ich in die Callingstation laufe. Anscheinend habe ich aus den Fehlern von Eddie nicht gelernt:

  • Hand 2: Wir sind in Level 6, die Blinds sind 150/300 und wir spielen PLO. Ich halte etwa 8.000 Chips, average liegt bei 11.000.
<blockquote>

Ich finde auf dem Button. Zwei Spieler limpen, ich raise Pot. Der SB (Calling station) callt, alle anderen folden. 

Der Flop kommt . Ich halte ein Overpair + Open ended Straight draw. Nicht der Brüller, aber auch nicht schlecht.

Der SB checkt, ich spiele Pot an. Er shuffelt seine Karten und callt dann.

Am Turn kommt eine weitere Dame, die . Er checkt erneut. Hätte er eine Dame, hätte er angespielt, das war sicher. Für mich eine gute Gelegenheit, den Pot einzustreichen. Ich spiele 2/3 Pot. Mein Gegner sagt "Huh, you liked that card, right? Yeah, you did..", shuffelt seine Karten erneut und callt dann aber wieder, anstatt zu folden. Hat er doch die Queen? Kann eigentlich nicht sein.

Am River kommt eine . Er checkt erneut und muss nun entscheiden, ob ich noch ein Barrel abfeuere oder nicht. Letztlich habe ich mit meinen KK genug showdown-Value und checke hinterher.

Mein Gegner zeigt . Gott, wie ich calling station hasse. Man weiß einfach nie, wie man dran ist. Er gewinnt natürlich mit seinen Assen und ich beiß mir in den Hintern, am River nicht all-in geschoben zu haben. In diesem Fall hätte selbst die Callingstation aufgegeben. Ich weiß zwar nicht, worauf der am River noch gewartet hat, aber ok.

</blockquote>

Never bluff a calling station. Shit.

Ich kann mich dann wieder etwas erholen, bin dann aber völlig carddead und die Blinds fressen ordentlich an meinem Stack. Immer wenn ich einen Stehlversuch ansetze, kommt der Ami auf Sitz 9 over the top. Nothing I can do.

Dann werde ich an einen Tisch mit Daniel Negreanu gemoved. Der spielt perfektes Small-Ball, ist gut gelaunt und sammelt Chip after Chip, um vor sich etwa 65.000 stehen zu haben. Wow, nice.

  • Meine letzte Hand spiele ich dann mit .
<blockquote>

Ja ja, die Connectoren. Ich habe kaum mehr Chips (M von 3,5) und limpe UTG, um einen Multiway-Pot zu generieren. Ich brauche Chips und all-in geht leider bei Pot Limit nicht. Der Spieler in Position 3 raist pot, ein weiterer Spieler callt und der SB spielt Raise-Pot und gibt mir damit protection. Wow, action ohne Ende.

Der SB hat sicher ein hohes Paar, den anderen gebe ich Hände wie AQ, AK, JJ, TT. Gute Paare oder hohe Asse. Dagegen sollte meine Hand gut genug laufen. Ich bekomme 3 zu 1 für meinen Call. Fair enough. Ich calle all-in, die anderen beiden folden.

Mein Gegner zeigt QQ, wie erwartet. Ich habe 22% Gewinnchance. Das Board kommt und das wars dann für mich. Aus auf Platz 138.

</blockquote> <h2>Lauf, Fred, laaauuuuuuuufffff</h2>

Deutlich besser lief es bei Fred, der mehr als 80.000 Chips sammeln konnte. Hat die entscheidenden Races gewonnen und sehr gut gespielt. Go, Fred, Goooooooooooooo. Heute kämpft er als einer der Chipleader um den Einzug an den Finaltable. Ich werde chearleaden...

Ich melde mich die nächsten Tage wieder.

Ciao

Roy

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